{"id":6994,"date":"2020-09-07T09:11:10","date_gmt":"2020-09-07T07:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/?page_id=6994"},"modified":"2022-12-22T11:45:10","modified_gmt":"2022-12-22T10:45:10","slug":"1914-1918-der-hintergrund-19-jahrhundert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/1914-1918-der-hintergrund-19-jahrhundert\/","title":{"rendered":"1914 \u2013 1918 Der Hintergrund &#8211; das 19. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column][vc_empty_space]<div id=\"ultimate-heading-37856a71dae9a4b85\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-37856a71dae9a4b85 uvc-6426 \" data-hspacer=\"no_spacer\" data-halign=\"left\" style=\"text-align:left\"><div class=\"uvc-heading-spacer no_spacer\" style=\"top\"><\/div><div class=\"uvc-sub-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-37856a71dae9a4b85 .uvc-sub-heading \" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' style=\"font-weight:normal;\">\n<h2>Toll, dass auch Sie sich f\u00fcr Geschichte interessieren!<\/h2>\n<p>Die nachfolgenden, teilweise sehr umfassenden Beitr\u00e4ge richten sich an die \u201eHardcore-Interessenten\u201c, welche sich vertieft mit dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs auseinandersetzen m\u00f6chten. Die einzelnen Kapitel und Unterkapitel f\u00fchren den Leser ab Mitte des 18. Jahrhunderts zur Ausgangslage am Vorabend des Krieges, dann \u00fcber dessen dramatischen Verlauf an allen europ\u00e4ischen Fronten hin zum Gebirgskrieg, welcher f\u00fcr Besucher dieser Internetseite wohl im Zentrum steht bis hin zum Kriegsende und den Pariser-Vorortsvertr\u00e4gen von 1919.<\/p>\n<p><strong>Zur eigentlichen Vorbereitung einer Wanderung entlang unserer Wegnetze ist die Lekt\u00fcre dieser Artikel aber nicht notwendig. Sie finden unter den Ausf\u00fchrungen zu den einzelnen Wegen ausreichend historische Hinweise.<\/strong><\/p>\n<p>Viel Spass beim Durchst\u00f6bern der unseres Erachtens wesentlichen Ereignis der Geschichte! Literaturempfehlungen f\u00fcr wirkliche \u201eHardcore-Hobby-Historiker\u201c finden sich jeweils im Anschluss an die diversen Timelines. Zur Vertiefung bietet sich Wikipedia stets (unter bekannten Vorbehalten) an.<\/p>\n<p>David Accola<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Eine Gebrauchsanweisung<\/h3>\n<p>Die \u201eHintergrund-Seiten\u201c sind inhaltlich eigenst\u00e4ndig verst\u00e4ndlich. Auf Wiederholungen im chronologischen Sinne wird aber verzichtet. Also: vorne beginnen und am Schluss durchatmen. Sie k\u00f6nnen aber auch w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre jederzeit das n\u00e4chste Kapitel ansteuern oder werden am Seite-Ende zur n\u00e4chsten, chronologisch sinnmachenden Seite weitergeleitet. Wie es doch in der letzten Strophe des Beresina-Liedes treffend heisst: \u201eMutig, mutig liebe Br\u00fcder\u201c \u2026 Viel Vergn\u00fcgen, Spass und Durchhalteverm\u00f6gen!<\/p><\/div><\/div>[vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h2>Ereignisse und Entwicklungen im 19. Jahrhundert<\/h2>\n<p>Bevor wir in die Tiefen der eigentlichen Kriegsereignisse eintauchen, macht es Sinn, sich zun\u00e4chst mit den politischen und wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu befassen. Nur so ist nachvollziehbar, was sich in deren Folge ereignete.Selbstredend kann umfangbedingt nicht jeder staatliche Akteur in gleicher Tiefe beleuchtet werden. Im Fokus stehen \u00d6sterreich-Ungarn und Italien im erweiterten Kontext zum Verst\u00e4ndnis der Kriegsereignisse im Gebirge, aber auch Deutschland, England und die Comenwealth-Staaten, Frankreich, Russland, die T\u00fcrkei und die Balkanstaaten sowie abschliessend die Vereinigten Staaten von Amerika, um den Gesamt\u00fcberblick zu wahren. Die Vorkriegsereignisse in der Schweiz werden auf der Seite \u201eDie Schweiz im Ersten Weltkrieg\u201c thematisiert.<\/p>\n<p>Jeder Abschnitt wird durch ein kurzes Protrait der Protagonisten \u2013 konkret der Staatsf\u00fchrer zu Beginn des Ersten Weltkriegs \u2013 eingef\u00fchrt. Dem, meines Erachtens zum notwendigen Verst\u00e4ndnis zielf\u00fchrende Erg\u00e4nzungen folgen diesen Kurzportraits. Abgeschlossen werden die Abschnitte durch eine Zeitleiste.<\/p>\n<p>Die Zeitleiste \u2013 neudeutsch Timeline \u2013\u00a0 wird dem Besucher dieser Seite immer wieder begegenen. F\u00fcr Kriegsausbruch und Verlauf relevante Ereignisse fanden immer in Folge oder gar direktem Zusammenhang mit anderen, bedeutenden Gegebenheiten statt. Entsprechend dient sie dem \u00dcberblick der gesamteurop\u00e4ischen, aber auch auch weltweite Lage, wenn sich diese dann zum Verst\u00e4ndnis aufdr\u00e4ngt. Selbstredend, dass eine derartige Darstellung niemals umfassend und entsprechend vollst\u00e4ndig sein kann. Aufgef\u00fchrt werden vornehmlich Ereignisse, welche l\u00e4ngerfristig oder auch urs\u00e4chlich den Ausbruch und Verlauf des Krieges von 1914-1918 zur Folge hatten.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a4bad\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a4bad\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Von wesentlicher Bedeutung ist das gesamthafte Verst\u00e4ndnis von \u201eMegatrends\u201c zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Stefan Zweig hat diese in seinem autobiographischen Werk (posthum 1942 erschienen) als \u201eDie Welt von Gestern\u201c beschrieben. Heute m\u00fcssten wir sagen \u201eDie Welt von Vor-vor-Gestern\u201c, aber das Denken und vielmehr noch die Unterordnungsbereitschaft gegen\u00fcber Eliten der damaligen B\u00fcrger, sofern diese dann \u00fcberhaupt \u00fcber ein entsprechendes Recht verf\u00fcgten, sind uns heute fremd, oft unverst\u00e4ndlich oder auch schlicht nicht nachvollziehbar. Es war eine andere Zeit.<\/p>\n<p>Von ebenso bedeutendem Ausmass war ein B\u00fcndnissystem, welches die \u201eWelt von Gestern\u201c bewahren sollte. Bi- tri- oder gar multinationale Abmachungen sollten der Aufrechterhaltung des \u201estatus quo\u201c dienen.<\/p>\n<p>Die Aspekte der Megatrends und der B\u00fcndnispolitik schliessen dieses Kapitel ab.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wenn nicht explizit aufgef\u00fchrt, basiere ich auf online verf\u00fcgbaren Quellen und Darstellungen, vornehmlich auf sehr spezifischen Wikipedia-Beitr\u00e4gen. Den meist anonymen Autoren sei f\u00fcr deren Grundlagenarbeit an dieser Stelle herzlich gedankt.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668249229298{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;border-left-color: #bababa !important;border-left-style: solid !important;border-right-color: #bababa !important;border-right-style: solid !important;border-top-color: #bababa !important;border-top-style: solid !important;border-bottom-color: #bababa !important;border-bottom-style: solid !important;}\u201c]\n<\/p><h2>INHALTS\u00dcBERSICHT DIESER SEITE<\/h2>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><a href=\"#timeline%2001\">Napoleons Aufstieg, Kriege und Untergang<\/a><\/h3>\n<p>Alles beginnt und endet mit dem Korsen \u2026<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><a href=\"#monarchien%20und%20republiken\">Monarchien und Republiken<\/a><\/h3>\n<p>Verzwickte Verwandschaftsverh\u00e4ltnisse und Beziehungsnetze<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><a href=\"#grossmaechte%20und%20protagonisten\">Grossm\u00e4chte und deren Protagonisten<\/a><\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#george-V\">Georg V. und das Vereinigte K\u00f6nigreich<\/a><\/h4>\n<p>England und die Staaten des Commonwealth of Nations<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4 data-wp-editing=\"1\"><a href=\"#nikolaus-II\">Nikolaus\u00a0 II. und das russische Zarenreich<\/a><\/h4>\n<p>Von Peter dem Grossen bis zum Untergang der Zarenfamilie<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#pointcare\">Raymond Pointcar\u00e9 und die III. Franz\u00f6sische Republik<\/a><\/h4>\n<p>Napoleon III. und die Schmach von Sedan<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#wilhelm_II\">Wilhelm II. und das Deutsche Reich<\/a><\/h4>\n<p>Preussen \u00fcbernimmt das Zepter \u2013 Bismarck steuert die Entwicklung des Deutschen Reichs<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#franz-josef-I\">Kaiser Franz Josef I. und die \u00f6sterreichisch-ungarische Doppelmonarchie<\/a><\/h4>\n<p>Franz Josef und sein Vielv\u00f6lkerstaat<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#vittorio-emanuele-III\">Vittorio Emanuele III. und das junge K\u00f6ngireich Italien<\/a><\/h4>\n<p>Risorgimento und Gebietsanspr\u00fcche<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#mehmed-V\">Mehmed V. \u2013 der kranke Mann an der Spitze des Osmanischen Reichs<\/a><\/h4>\n<p>Aufstieg und Untergang einer Supermacht \u2013 das Osmanische Reich<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#peter-1-serbien\">Peter I. von Serbien und das Pulverfass auf dem Balkan<\/a><\/h4>\n<p>Zwei Aufst\u00e4nde, ein Partner und latente Spannungen<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4><a href=\"#Woodrow%20Wilson\">Woodrow Wilson und die Vereinigten Staaten von Amerika<\/a><\/h4>\n<p>Von den Indianerkriegen bis zum Aufstieg zur wirtschaftlichen Weltmacht<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><a href=\"#buendnisse-vorkriegsjahre\">Die B\u00fcndnisse Ende des 19. Jahrhunderts<\/a><\/h3>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><a href=\"#megatrends\">Die Megatrends zur Jahrtausendwende<\/a><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c css=\u201c.vc_custom_1667633450807{padding-top: 30px !important;}\u201c el_id=\u201ctimeline 01\u2033][vc_column][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667727700332{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h3>Timeline I: ALLES BEGINNT UND ENDET MIT IHM \u2013 NAPOLEON BONAPARTE<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">NAPOLEONS AUFSTIEG, SEINE KRIEGE, SEIN UNTERGANG<br>\n<\/span><\/h4>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-9801\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-4337\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1667622622315-9-8\" id=\"1667622622315-9-8\" style=\"color:#ffffff;; 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Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c10px\u201c][vc_column_text]<strong>Napoleon I.<\/strong> Ob man will oder nicht: das Verst\u00e4ndnis der Ereignisse im Europa des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrunderts ist ohne Kenntnisnahme seines politischen und milit\u00e4rischen Wirkens schwierig aufzubringen. Als G\u00fcnstling der Franz\u00f6sischen Revolutionsjahre oder als milit\u00e4risch so skrupellos wie genial bewerteter \u201eEmpork\u00f6mmling\u201c, bringt er Europa aus den monarchistisch bew\u00e4hrten Fugen. Bald heisst es: \u201ealle gegen den Korsen und wenn es sein muss, gehen wir auch mal unheilige Allianzen ein\u201c. Eine Reihe von Koalitionskriegen, die Historiker bald mal auch als napoleonische Kriege bezeichnet werden, sind die Folge seiner wachsenden Herrschaft \u00fcber Europa.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Empfohlene Biographien zu Napolen Bonaparte: Adam Zamoyski: <i>Napoleon. Ein Leben.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2018; Franz Herre: <i>Napoleon Bonaparte. Eine Biographie.<\/i> Hugendubel, M\u00fcnchen 2006.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9747\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Kr\u00f6nung Napoleons in Notre Dame zum Kaiser der Franzosen, Gem\u00e4lde von Jacques-Louis David (1806\u20131807) Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c10px\u201c][vc_column_text]Nachdem Napoleon durch eine Volksabstimmung und den Senat die Kaiserw\u00fcrde angetragen worden war, kr\u00f6nte er sich am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre Dame de Paris w\u00e4hrend der Zeremonie in Anwesenheit von Pius VII. selbst zum Kaiser. W\u00e4hrend die Annahme der Kaiserkrone nach innen sein Prestige weiter erh\u00f6hen sollte, war es nach au\u00dfen ein Versuch, sein Regime dynastisch zu legitimieren. Gleichzeitig signalisierte der Kaisertitel jedoch den Anspruch auf die zuk\u00fcnftige Gestaltung Europas. Der Titel \u201eKaiser der Franzosen\u201c bedeutete, dass dieser sich letztlich als Kaiser eines Volkes und nicht eines Reiches sah. Napoleon sah sich als Volkssouver\u00e4n und nicht, wie alle r\u00f6mischen Kaiser zuvor, als von Gott gekr\u00f6nter Kaiser (Gottesgnadentum). Am 26. Mai 1805 wurde Napoleon im Mail\u00e4nder Dom mit der Eisernen Krone der Langobarden zum K\u00f6nig von Italien gekr\u00f6nt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Empfohlene Biographien zu Napolen Bonaparte: Adam Zamoyski: <i>Napoleon. Ein Leben.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2018; Franz Herre: <i>Napoleon Bonaparte. Eine Biographie.<\/i> Hugendubel, M\u00fcnchen 2006.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6496\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522395197{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>The plum pudding in danger: William Pitt der J\u00fcngere (l.) und Napol\u00e9on Bonaparte teilen sich die Welt (Karikatur von James Gillray 1805); Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522310066{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Dritte Koalitionskrieg<\/b>, auch <b>Zweiter Napoleonischer Krieg<\/b>, fiel in das Jahr 1805. Er wurde ausgetragen zwischen Frankreich und seinen deutschen Verb\u00fcndeten, insbesondere W\u00fcrttemberg, Bayern und Baden, und den Alliierten um Gro\u00dfbritannien, Russland, \u00d6sterreich, Schweden und Neapel. Napoleon siegte in der Schlacht von Ulm. Einen Tag sp\u00e4ter wurde die franz\u00f6sisch-spanische Flotte am 21. Oktober in der Schlacht von Trafalgar geschlagen. Eine vereinigte russisch-\u00f6sterreichische Armee wurde am 2. Dezember in der Schlacht bei Austerlitz von Napoleon besiegt. Daraufhin musste \u00d6sterreich den Frieden von Pressburg schlie\u00dfen, w\u00e4hrend Russland und Gro\u00dfbritannien den Krieg fortsetzten. Das Ergebnis der Dritten Koalition war, dass Gro\u00dfbritannien zur See nunmehr die beherrschende Macht war. In Kontinentaleuropa dominierte Napoleon. Dieser gestaltete im Jahr 1806 die Verh\u00e4ltnisse vor allem in Deutschland grundlegend um. Er schuf den Rheinbund, dessen Mitglieder aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich austraten. Daraufhin legte Kaiser Franz II. am 6. August die Krone des Reiches nieder.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522288512{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Elisabeth Fehrenbach; <i>Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress.<\/i> M\u00fcnchen 2001. Zur legend\u00e4ren <strong>Seeschlacht von Trafalgar<\/strong>: Tim Clayton, Phil Craig: <i>Trafalgar. The men, the battle, the storm.<\/i> Hodder &amp; Stoughton, London 2004, (englisch). Zur Dreikaiserschlacht von<strong> Austerlitz<\/strong>: Frank Bauer; <i>Austerlitz 2. Dezember 1805. H\u00f6hepunkt der napoleonischen Kriegf\u00fchrung<\/i> (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege; Bd. 12). Potsdam 2005.\u00a0 Die Schlacht bei Austerlitz bietet insbesondere auch Inhalt des historischen Romans<strong> \u201eKrieg und Friede\u201c<\/strong> von Lew Nikolajewitsch Tolstoi, welcher diesen 1868\/69 ver\u00f6ffentlichte. Der Roman gilt als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur und wurde mehrfach verfilmt.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6518\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Einzug Napoleons an der Spitze seiner Truppen durch das Brandenburger Tor, nach der siegreichen Schlacht bei Jena und Auerstedt. Berlin, 27. Oktober 1806. Bild: <span class=\"mw-mmv-filename\">Charles Meynier<\/span>, 1810. Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595651162909{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Vierte Koalitionskrieg<\/b>, auch <b>Dritter Napoleonischer Krieg<\/b> oder <b>Feldzug gegen Preu\u00dfen<\/b> fand in den Jahren 1806 und 1807 zwischen Frankreich und den mit ihm verbundenen Staaten wie den Mitgliedern des Rheinbundes auf der einen Seite und im Wesentlichen Preu\u00dfen und Russland auf der anderen Seite statt. Der alte preu\u00dfische Staat brach nach der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Oktober 1806 zusammen. Der Hof floh nach Ostpreu\u00dfen. Die Hauptlast des Krieges lag nunmehr bei Russland. Nach der entscheidenden Niederlage gegen Napoleon in der Schlacht bei Friedland beendete der Frieden von Tilsit den Krieg. Preu\u00dfen verlor dabei fast die H\u00e4lfte seines Gebietes, musste hohe Kriegsentsch\u00e4digungen leisten und sank auf den Status eines minder m\u00e4chtigen Staates herab. Dagegen befand sich Napoleon auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Literatur: Elisabeth Fehrenbach: <i>Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress,\u00a0<\/i> M\u00fcnchen 2008.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9529\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532589090{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Tiroler Bauernf\u00fchrer Andreas Hofer am Vorabend der Bergiselschalcht, Bild: Franz Defregger, um 1870. Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532638059{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>F\u00fcnfte Koalitionskrieg<\/b> oder auch <b>\u00d6sterreichisch-Franz\u00f6sische Krieg von 1809<\/b> bezeichnet die Auseinandersetzung zwischen dem von Gro\u00dfbritannien unterst\u00fctzten \u00d6sterreich und dem Kaiserreich Frankreich mit seinen Verb\u00fcndeten im Rheinbund. \u00d6sterreich begann den Krieg in der Hoffnung, dass Napoleon durch den Aufstand in Spanien festgehalten w\u00fcrde. Dies erwies sich als Fehleinsch\u00e4tzung. Zwar konnte Erzherzog Karl Napoleon in der <strong>Schlacht bei Aspern<\/strong> besiegen, aber in der <strong>Schlacht bei Wagram <\/strong>erlitt er eine entscheidende Niederlage. In diese Phase fallen auch die vier <strong>Bergiselschlachten <\/strong>unter dem Tiroler Bauernf\u00fchrer <strong>Andreas Hofer <\/strong>(1767-1810). Im Frieden von Sch\u00f6nbrunn musste das Land territoriale Verluste hinnehmen und wurde stark geschw\u00e4cht. Politisch war \u00d6sterreich in der Folge zur Anpassung an Frankreich gezwungen, ehe es sich 1813 der antinapoleonischen Koalition in den Befreiungskriegen anschloss.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532955714{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Aspern und Wagram; Frank Bauer: <i>Aspern und Essling, 21.\/22. Mai 1809, Napoleons erste gro\u00dfe Schlachtenniederlage<\/i>. Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813\u20131815, Potsdam 2009. Zu Andreas Hofer und den Bergiselschlachten; Meinrad Pizzinini: <cite>Andreas Hofer<\/cite>. Seine Zeit \u2013 sein Leben \u2013 sein Mythos. Tyrolia, Innsbruck \/ Wien 2008. Viktor Schemfil: <cite>Der Tiroler Freiheitskrieg 1809<\/cite>. Eine milit\u00e4rhistorische Darstellung. In: <cite>Schlern-Schriften<\/cite>. Band\u00a0335. Universit\u00e4tsverlag Wagner, Innsbruck 2007<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6524\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536292204{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Napoleon auf dem R\u00fcckzug von Moskau, Historiengem\u00e4lde von Adolph Northen, um 1860; Digital: Wikipedia <\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536061419{padding-top: 10px !important;}\u201c]Napoleons <b>Russlandfeldzug von 1812<\/b> stellt die erste Phase des <strong>Sechsten Koalitionskriegs<\/strong> dar, in dem sich Frankreich und Russland mit ihren jeweiligen Verb\u00fcndeten gegen\u00fcberstanden. Der Feldzug endete nach anf\u00e4nglichen franz\u00f6sischen Erfolgen in einer der gr\u00f6\u00dften milit\u00e4rischen Katastrophen der Geschichte. Nach der vollst\u00e4ndigen Vertreibung der Grande Arm\u00e9e vom russischen Territorium m\u00fcndete der Feldzug Anfang 1813 in die zweite Kriegsphase: In den Befreiungskriegen gingen zun\u00e4chst Preu\u00dfen, dann \u00d6sterreich und sp\u00e4ter die von Frankreich dominierten deutschen Rheinbundstaaten auf die antinapoleonische Seite \u00fcber, die 1814 Frankreich besiegte und Napoleon zur Abdankung zwang.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536395447{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Zwingend empfohlene Literatur zum Russlandfeldzug: Adam Zamoyski: <i>1812: Napoleons Feldzug in Russland.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2012.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6526\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666537266018{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig, Gem\u00e4lde von Wladimir Moschkow, 1815; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595656529910{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig<\/b> vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege. Dabei k\u00e4mpften die Truppen der Verb\u00fcndeten, im Wesentlichen Russland, Preu\u00dfen, \u00d6sterreich und Schweden, gegen die Truppen Napoleon Bonapartes. <sup id=\"cite_ref-6\" class=\"reference\"><\/sup>Mit bis zu 600.000 beteiligten Soldaten aus \u00fcber einem Dutzend L\u00e4ndern war dieser Kampf bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich die gr\u00f6\u00dfte Schlacht der Weltgeschichte. In dieser<strong> wichtigsten Schlacht des Befreiungskrieges<\/strong> gegen die napoleonische Herrschaft brachten die zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegenen verb\u00fcndeten Heere der \u00d6sterreicher, Preu\u00dfen, Russen und Schweden Napoleon Bonaparte die entscheidende Niederlage bei, die ihn dazu zwang, sich mit der verbliebenen Restarmee und ohne Verb\u00fcndete aus Deutschland zur\u00fcckzuziehen. In der Schlacht wurden von den rund 600.000 beteiligten Soldaten 92.000 get\u00f6tet oder verwundet.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666578977821{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Martin Hofbauer, Martin Rink (Hrsg.): <i>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig. Verl\u00e4ufe, Folgen, Bedeutungen 1813\u20131913\u20132013<\/i> (= <i>Beitr\u00e4ge zur Milit\u00e4rgeschichte<\/i>. Band 77), Berlin 2017<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6573\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666579219020{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wiener Kongress Abschlussdokument im Staatsarchiv am Minoritenplatz<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595758538364{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach Napoleons vernichtender Niederlage 1813 bei Leipzig und der darauf folgenden Verbannung des Kaisers auf die Insel Elba vereinigten sich die Herrscher Europas in der Donaumetropole zum <strong>Wiener Kongress<\/strong>. Dieser dauerte vom 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 und verfolgte das Ziel den Status quo ante wieder herzustellen, nachdem Napoleon Europa ziemlich auf den Kopf gestellt hatte. Unter der Leitung des \u00f6sterreichischen Au\u00dfenministers F\u00fcrst von Metternich berieten politisch bevollm\u00e4chtigte Vertreter aus rund 200 europ\u00e4ischen Staaten, Herrschaften, K\u00f6rperschaften und St\u00e4dten, darunter alle bedeutenden M\u00e4chte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reiches. Die f\u00fchrende Rolle spielten Russland, das Vereinigte K\u00f6nigreich, \u00d6sterreich und Preu\u00dfen sowie das wiederhergestellte K\u00f6nigreich Frankreich und der Kirchenstaat.\n<p>Neun Tage nach Unterzeichnung der Schlussakte b\u00e4umte sich der Franzosenkaiser ein letztes Mal auf. In der <b>Schlacht bei Waterloo<\/b> vom 18. Juni 1815 wurde er definitiv in die Schranken gewiesen<\/p>\n<p>Die Niederlage der von Napoleon gef\u00fchrten Franzosen gegen die alliierten Truppen unter dem englischen General Wellington und dem preu\u00dfischen Feldmarschall Bl\u00fccher beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage und f\u00fchrte mit dessen endg\u00fcltiger Abdankung am 22.\u00a0Juni 1815 zum Ende des Franz\u00f6sischen Kaiserreichs.<\/p>\n<p>Nach dieser zweiten v\u00f6lligen milit\u00e4rischen Niederlage innerhalb kurzer Zeit wurden Frankreich im Zweiten Pariser Frieden versch\u00e4rfte Friedensbedingungen auferlegt. Napoleon selbst wurde als Kriegsgefangener der Briten auf die Atlantikinsel St. Helena gebracht, wo er als Verbannter am 5. Mai 1821 starb.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666579328808{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Adam Zamoyski: <i>1815. Napoleons Sturz und der Wiener Kongress.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-9801\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1667622622315-9-8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1667622622315-9-8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1804<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9532\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Bonaparte beim \u00dcberschreiten der Alpen am Gro\u00dfen Sankt Bernhard, Gem\u00e4lde von Jacques-Louis David, 1800, Original in der Kunsthistorischen Sammlung Wien, Belvedere; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c10px\u201c][vc_column_text]<strong>Napoleon I.<\/strong> Ob man will oder nicht: das Verst\u00e4ndnis der Ereignisse im Europa des 19. und fr\u00fchen 20. Jahrunderts ist ohne Kenntnisnahme seines politischen und milit\u00e4rischen Wirkens schwierig aufzubringen. Als G\u00fcnstling der Franz\u00f6sischen Revolutionsjahre oder als milit\u00e4risch so skrupellos wie genial bewerteter \u201eEmpork\u00f6mmling\u201c, bringt er Europa aus den monarchistisch bew\u00e4hrten Fugen. Bald heisst es: \u201ealle gegen den Korsen und wenn es sein muss, gehen wir auch mal unheilige Allianzen ein\u201c. Eine Reihe von Koalitionskriegen, die Historiker bald mal auch als napoleonische Kriege bezeichnet werden, sind die Folge seiner wachsenden Herrschaft \u00fcber Europa.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Empfohlene Biographien zu Napolen Bonaparte: Adam Zamoyski: <i>Napoleon. Ein Leben.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2018; Franz Herre: <i>Napoleon Bonaparte. Eine Biographie.<\/i> Hugendubel, M\u00fcnchen 2006.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1666533396081-8-8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1666533396081-8-8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1804<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9747\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Kr\u00f6nung Napoleons in Notre Dame zum Kaiser der Franzosen, Gem\u00e4lde von Jacques-Louis David (1806\u20131807) Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c10px\u201c][vc_column_text]Nachdem Napoleon durch eine Volksabstimmung und den Senat die Kaiserw\u00fcrde angetragen worden war, kr\u00f6nte er sich am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre Dame de Paris w\u00e4hrend der Zeremonie in Anwesenheit von Pius VII. selbst zum Kaiser. W\u00e4hrend die Annahme der Kaiserkrone nach innen sein Prestige weiter erh\u00f6hen sollte, war es nach au\u00dfen ein Versuch, sein Regime dynastisch zu legitimieren. Gleichzeitig signalisierte der Kaisertitel jedoch den Anspruch auf die zuk\u00fcnftige Gestaltung Europas. Der Titel \u201eKaiser der Franzosen\u201c bedeutete, dass dieser sich letztlich als Kaiser eines Volkes und nicht eines Reiches sah. Napoleon sah sich als Volkssouver\u00e4n und nicht, wie alle r\u00f6mischen Kaiser zuvor, als von Gott gekr\u00f6nter Kaiser (Gottesgnadentum). Am 26. Mai 1805 wurde Napoleon im Mail\u00e4nder Dom mit der Eisernen Krone der Langobarden zum K\u00f6nig von Italien gekr\u00f6nt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Empfohlene Biographien zu Napolen Bonaparte: Adam Zamoyski: <i>Napoleon. Ein Leben.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2018; Franz Herre: <i>Napoleon Bonaparte. Eine Biographie.<\/i> Hugendubel, M\u00fcnchen 2006.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595589025922-2-1bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595589025922-2-1bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1805<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6496\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522395197{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>The plum pudding in danger: William Pitt der J\u00fcngere (l.) und Napol\u00e9on Bonaparte teilen sich die Welt (Karikatur von James Gillray 1805); Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522310066{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Dritte Koalitionskrieg<\/b>, auch <b>Zweiter Napoleonischer Krieg<\/b>, fiel in das Jahr 1805. Er wurde ausgetragen zwischen Frankreich und seinen deutschen Verb\u00fcndeten, insbesondere W\u00fcrttemberg, Bayern und Baden, und den Alliierten um Gro\u00dfbritannien, Russland, \u00d6sterreich, Schweden und Neapel. Napoleon siegte in der Schlacht von Ulm. Einen Tag sp\u00e4ter wurde die franz\u00f6sisch-spanische Flotte am 21. Oktober in der Schlacht von Trafalgar geschlagen. Eine vereinigte russisch-\u00f6sterreichische Armee wurde am 2. Dezember in der Schlacht bei Austerlitz von Napoleon besiegt. Daraufhin musste \u00d6sterreich den Frieden von Pressburg schlie\u00dfen, w\u00e4hrend Russland und Gro\u00dfbritannien den Krieg fortsetzten. Das Ergebnis der Dritten Koalition war, dass Gro\u00dfbritannien zur See nunmehr die beherrschende Macht war. In Kontinentaleuropa dominierte Napoleon. Dieser gestaltete im Jahr 1806 die Verh\u00e4ltnisse vor allem in Deutschland grundlegend um. Er schuf den Rheinbund, dessen Mitglieder aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich austraten. Daraufhin legte Kaiser Franz II. am 6. August die Krone des Reiches nieder.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666522288512{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Elisabeth Fehrenbach; <i>Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress.<\/i> M\u00fcnchen 2001. Zur legend\u00e4ren <strong>Seeschlacht von Trafalgar<\/strong>: Tim Clayton, Phil Craig: <i>Trafalgar. The men, the battle, the storm.<\/i> Hodder &amp; Stoughton, London 2004, (englisch). Zur Dreikaiserschlacht von<strong> Austerlitz<\/strong>: Frank Bauer; <i>Austerlitz 2. Dezember 1805. H\u00f6hepunkt der napoleonischen Kriegf\u00fchrung<\/i> (Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege; Bd. 12). Potsdam 2005.\u00a0 Die Schlacht bei Austerlitz bietet insbesondere auch Inhalt des historischen Romans<strong> \u201eKrieg und Friede\u201c<\/strong> von Lew Nikolajewitsch Tolstoi, welcher diesen 1868\/69 ver\u00f6ffentlichte. Der Roman gilt als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur und wurde mehrfach verfilmt.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595589445285-3-4bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595589445285-3-4bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1806-1807<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6518\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Einzug Napoleons an der Spitze seiner Truppen durch das Brandenburger Tor, nach der siegreichen Schlacht bei Jena und Auerstedt. Berlin, 27. Oktober 1806. Bild: <span class=\"mw-mmv-filename\">Charles Meynier<\/span>, 1810. Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595651162909{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Vierte Koalitionskrieg<\/b>, auch <b>Dritter Napoleonischer Krieg<\/b> oder <b>Feldzug gegen Preu\u00dfen<\/b> fand in den Jahren 1806 und 1807 zwischen Frankreich und den mit ihm verbundenen Staaten wie den Mitgliedern des Rheinbundes auf der einen Seite und im Wesentlichen Preu\u00dfen und Russland auf der anderen Seite statt. Der alte preu\u00dfische Staat brach nach der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Oktober 1806 zusammen. Der Hof floh nach Ostpreu\u00dfen. Die Hauptlast des Krieges lag nunmehr bei Russland. Nach der entscheidenden Niederlage gegen Napoleon in der Schlacht bei Friedland beendete der Frieden von Tilsit den Krieg. Preu\u00dfen verlor dabei fast die H\u00e4lfte seines Gebietes, musste hohe Kriegsentsch\u00e4digungen leisten und sank auf den Status eines minder m\u00e4chtigen Staates herab. Dagegen befand sich Napoleon auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Literatur: Elisabeth Fehrenbach: <i>Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress,\u00a0<\/i> M\u00fcnchen 2008.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595589446358-4-7bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595589446358-4-7bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1809<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9529\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532589090{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Tiroler Bauernf\u00fchrer Andreas Hofer am Vorabend der Bergiselschalcht, Bild: Franz Defregger, um 1870. Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532638059{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>F\u00fcnfte Koalitionskrieg<\/b> oder auch <b>\u00d6sterreichisch-Franz\u00f6sische Krieg von 1809<\/b> bezeichnet die Auseinandersetzung zwischen dem von Gro\u00dfbritannien unterst\u00fctzten \u00d6sterreich und dem Kaiserreich Frankreich mit seinen Verb\u00fcndeten im Rheinbund. \u00d6sterreich begann den Krieg in der Hoffnung, dass Napoleon durch den Aufstand in Spanien festgehalten w\u00fcrde. Dies erwies sich als Fehleinsch\u00e4tzung. Zwar konnte Erzherzog Karl Napoleon in der <strong>Schlacht bei Aspern<\/strong> besiegen, aber in der <strong>Schlacht bei Wagram <\/strong>erlitt er eine entscheidende Niederlage. In diese Phase fallen auch die vier <strong>Bergiselschlachten <\/strong>unter dem Tiroler Bauernf\u00fchrer <strong>Andreas Hofer <\/strong>(1767-1810). Im Frieden von Sch\u00f6nbrunn musste das Land territoriale Verluste hinnehmen und wurde stark geschw\u00e4cht. Politisch war \u00d6sterreich in der Folge zur Anpassung an Frankreich gezwungen, ehe es sich 1813 der antinapoleonischen Koalition in den Befreiungskriegen anschloss.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666532955714{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Aspern und Wagram; Frank Bauer: <i>Aspern und Essling, 21.\/22. Mai 1809, Napoleons erste gro\u00dfe Schlachtenniederlage<\/i>. Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813\u20131815, Potsdam 2009. Zu Andreas Hofer und den Bergiselschlachten; Meinrad Pizzinini: <cite>Andreas Hofer<\/cite>. Seine Zeit \u2013 sein Leben \u2013 sein Mythos. Tyrolia, Innsbruck \/ Wien 2008. Viktor Schemfil: <cite>Der Tiroler Freiheitskrieg 1809<\/cite>. Eine milit\u00e4rhistorische Darstellung. In: <cite>Schlern-Schriften<\/cite>. Band\u00a0335. Universit\u00e4tsverlag Wagner, Innsbruck 2007<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595589468668-5-3bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595589468668-5-3bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1812<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6524\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536292204{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Napoleon auf dem R\u00fcckzug von Moskau, Historiengem\u00e4lde von Adolph Northen, um 1860; Digital: Wikipedia <\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536061419{padding-top: 10px !important;}\u201c]Napoleons <b>Russlandfeldzug von 1812<\/b> stellt die erste Phase des <strong>Sechsten Koalitionskriegs<\/strong> dar, in dem sich Frankreich und Russland mit ihren jeweiligen Verb\u00fcndeten gegen\u00fcberstanden. Der Feldzug endete nach anf\u00e4nglichen franz\u00f6sischen Erfolgen in einer der gr\u00f6\u00dften milit\u00e4rischen Katastrophen der Geschichte. Nach der vollst\u00e4ndigen Vertreibung der Grande Arm\u00e9e vom russischen Territorium m\u00fcndete der Feldzug Anfang 1813 in die zweite Kriegsphase: In den Befreiungskriegen gingen zun\u00e4chst Preu\u00dfen, dann \u00d6sterreich und sp\u00e4ter die von Frankreich dominierten deutschen Rheinbundstaaten auf die antinapoleonische Seite \u00fcber, die 1814 Frankreich besiegte und Napoleon zur Abdankung zwang.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666536395447{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Zwingend empfohlene Literatur zum Russlandfeldzug: Adam Zamoyski: <i>1812: Napoleons Feldzug in Russland.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2012.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595788813579-6-7bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595788813579-6-7bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1813<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6526\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666537266018{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig, Gem\u00e4lde von Wladimir Moschkow, 1815; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595656529910{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig<\/b> vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege. Dabei k\u00e4mpften die Truppen der Verb\u00fcndeten, im Wesentlichen Russland, Preu\u00dfen, \u00d6sterreich und Schweden, gegen die Truppen Napoleon Bonapartes. <sup id=\"cite_ref-6\" class=\"reference\"><\/sup>Mit bis zu 600.000 beteiligten Soldaten aus \u00fcber einem Dutzend L\u00e4ndern war dieser Kampf bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich die gr\u00f6\u00dfte Schlacht der Weltgeschichte. In dieser<strong> wichtigsten Schlacht des Befreiungskrieges<\/strong> gegen die napoleonische Herrschaft brachten die zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegenen verb\u00fcndeten Heere der \u00d6sterreicher, Preu\u00dfen, Russen und Schweden Napoleon Bonaparte die entscheidende Niederlage bei, die ihn dazu zwang, sich mit der verbliebenen Restarmee und ohne Verb\u00fcndete aus Deutschland zur\u00fcckzuziehen. In der Schlacht wurden von den rund 600.000 beteiligten Soldaten 92.000 get\u00f6tet oder verwundet.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666578977821{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Martin Hofbauer, Martin Rink (Hrsg.): <i>V\u00f6lkerschlacht bei Leipzig. Verl\u00e4ufe, Folgen, Bedeutungen 1813\u20131913\u20132013<\/i> (= <i>Beitr\u00e4ge zur Milit\u00e4rgeschichte<\/i>. Band 77), Berlin 2017<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595789013396-7-5bfab-16e4\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595789013396-7-5bfab-16e4\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4337 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1814-1815<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid;  border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6573\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666579219020{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wiener Kongress Abschlussdokument im Staatsarchiv am Minoritenplatz<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595758538364{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach Napoleons vernichtender Niederlage 1813 bei Leipzig und der darauf folgenden Verbannung des Kaisers auf die Insel Elba vereinigten sich die Herrscher Europas in der Donaumetropole zum <strong>Wiener Kongress<\/strong>. Dieser dauerte vom 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 und verfolgte das Ziel den Status quo ante wieder herzustellen, nachdem Napoleon Europa ziemlich auf den Kopf gestellt hatte. Unter der Leitung des \u00f6sterreichischen Au\u00dfenministers F\u00fcrst von Metternich berieten politisch bevollm\u00e4chtigte Vertreter aus rund 200 europ\u00e4ischen Staaten, Herrschaften, K\u00f6rperschaften und St\u00e4dten, darunter alle bedeutenden M\u00e4chte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reiches. Die f\u00fchrende Rolle spielten Russland, das Vereinigte K\u00f6nigreich, \u00d6sterreich und Preu\u00dfen sowie das wiederhergestellte K\u00f6nigreich Frankreich und der Kirchenstaat.\n<p>Neun Tage nach Unterzeichnung der Schlussakte b\u00e4umte sich der Franzosenkaiser ein letztes Mal auf. In der <b>Schlacht bei Waterloo<\/b> vom 18. Juni 1815 wurde er definitiv in die Schranken gewiesen<\/p>\n<p>Die Niederlage der von Napoleon gef\u00fchrten Franzosen gegen die alliierten Truppen unter dem englischen General Wellington und dem preu\u00dfischen Feldmarschall Bl\u00fccher beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage und f\u00fchrte mit dessen endg\u00fcltiger Abdankung am 22.\u00a0Juni 1815 zum Ende des Franz\u00f6sischen Kaiserreichs.<\/p>\n<p>Nach dieser zweiten v\u00f6lligen milit\u00e4rischen Niederlage innerhalb kurzer Zeit wurden Frankreich im Zweiten Pariser Frieden versch\u00e4rfte Friedensbedingungen auferlegt. Napoleon selbst wurde als Kriegsgefangener der Briten auf die Atlantikinsel St. Helena gebracht, wo er als Verbannter am 5. Mai 1821 starb.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666579328808{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Adam Zamoyski: <i>1815. Napoleons Sturz und der Wiener Kongress.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c9506\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666505993726{padding-top: 5px !important;}\u201c]\n<h6>Aus korsischer Familie stammend, stieg Bonaparte (* 15. August 1769 in Ajaccio; \u2020 5. Mai 1821 in Longwood House auf St. Helena im S\u00fcdatlantik) w\u00e4hrend der Franz\u00f6sischen Revolution in der Armee auf. Die Feldz\u00fcge des nachmaligen Kaisers der Franzosen (1804-1814) sind so legend\u00e4r wie seine politischen Schachz\u00fcge zur fortlaufenden Erweiterung seines Machtbereichs. Bis zu seinem verlustreich verlaufenen Russlandfelzug 1812 dominierten er und seine Gener\u00e4le das Geschehen auf den europ\u00e4ischen Schlachtfeldern. In der V\u00f6lkerschlacht von Leipzig erlitt er die entscheidende Niederlage, die letztlich seine Abdankung und die Verbannung auf die Insel Elba zur Folge hatte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c9507\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666507342836{padding-top: 5px !important;}\u201c]\n<h6>Im M\u00e4rz 1815 gelingt es Napoleon I. die Macht \u00fcber Frankreich vor\u00fcbergehend wieder an sich zu reissen. Seine R\u00fcckkehr wurde insbesondere seitens der Armee begr\u00fcsst. Soldaten seiner ehemaligen Regimenter schlossen sich zur <em>Arm\u00e9e de Cent Jours<\/em> zusammen und stellten sich w\u00e4hrend des Sommerfeldzugs 1815 den Armeen der siebten Koalition gegen\u00fcber. In f\u00fcnf Schlachten schlugen sich die Franzosen mit Briten (Wellington), Niederl\u00e4ndern (Prinz von Oranien), Preussen (Bl\u00fccher). Die bekannteste Schlacht dieses Sommerfeldzugs ist ohne Frage das Gemetzel auf einem Feld vor dem belgischen Flecken Waterloo, unweit von Br\u00fcssel. Die dortige Niederlage f\u00fchrte zum definiven Abschluss der Dominanz Napoleons und zur finalen Verbannung auf die S\u00fcdseeinsel St. Helena.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cmonarchien und republiken\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Monarchien, Republiken, neutrale Staaten und deren Beziehungen untereinander<\/span><\/h3>\n<p>Vereinfacht ausgedr\u00fcckt, bestanden im damaligen Europa zwei Bl\u00f6cke, zu welchen sich die unterschiedlichen Staatsformen zusammengeschlossen hatten. Das Vereinigte K\u00f6nigreich <strong>Grossbritannien<\/strong> und Nordirland sowie die<strong> Franz\u00f6sische Republik<\/strong> hatten sich 1904 zur <strong>Entente cordiale<\/strong> vereinigt, einem Abkommen, in welchem die beiden Kolonialstaaten vornehmlich die Interssenskonflikte beider L\u00e4nder in den Kolonien Afrikas zu l\u00f6sen suchten. 1907 trat <strong>Russland<\/strong>, welches bereits seit 1804 eine Schirmherrschaft gegen\u00fcber dem<strong> K\u00f6nigreich Serbien<\/strong> garantierte diesem B\u00fcndnis bei, das nun zur <strong>Triple Entente<\/strong> wurde.<\/p>\n<p>Ihnen gegen\u00fcber Stand der <strong>\u201eZweibund\u201c<\/strong>, einem Beistandsvertrag der beiden grossen Monarchien des <strong>Deutschen Kaiserreichs<\/strong> und <strong>\u00d6sterreich-Ungarns<\/strong>. Diesem, 1879 abgeschlossenen B\u00fcndnis, trat drei Jahre sp\u00e4ter das noch junge <strong>K\u00f6nigreich Italien<\/strong> bei, wodurch der \u201eDreibund\u201c entstand. Italien sollte 1915 seine Verpflichtungen aufk\u00fcnden, wogegen sich das <strong>Zarentum Bulgarien<\/strong> und das <strong>Osmanische Reich<\/strong>, welches bis 1912 grosse Gebiete des Balkans beherrschte dem auch als Mittel- oder Zentralm\u00e4chten bekannten B\u00fcdnis an.<\/p>\n<p>Die, seitens der zwischen diesen Bl\u00f6cken liegenden Staaten des <strong>K\u00f6nigreichs der Niederlande<\/strong> und des <strong>K\u00f6nigreichs Belgien<\/strong> erkl\u00e4rte Neutralit\u00e4t wurde von allen Regierungen anerkannt, auch jene Spaniens, Portugals, D\u00e4nemarks, jene der drei skandinavischen Staaten und jene der Schweiz. Die R\u00fccksicht auf diese Neutralit\u00e4t sollte dann aber seitens der Kriegf\u00fchrenden unterschiedlich ausfallen.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h3><span style=\"color: #800000;\">Kaiser, Zar und K\u00f6nig \u2013 eine verzwickte Verwandschaft<\/span><\/h3>\n<p>Alexandrina Victoria of Kent (1819-1901), wohl besser bekannt als Victoria, ab 1837 K\u00f6nigin des Vereinigten K\u00f6nigreichs von Grossbritannien und Irland und ab 1876 Kaiserin von Indien gilt wohl zurecht als \u201eGrossmutter Europas\u201c. Von 1840 bis 1857 schenkte die Monarchin neun Nachkommen das Leben. Ihr Mann, Prinzgemalhl Albert aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha verstarb 1861 im Alter von 42 Jahren, ansonsten w\u00e4re anzunehmen, dass das Paar noch weitere Nachkommen in die Welt gesetzt h\u00e4tte. Es geh\u00f6rte gewissermassen zu Victorias Friedenspolitik, ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter unter ihresgleichen mit allen bedeutenden K\u00f6nigs- und F\u00fcrstenh\u00e4user zu verheiraten.<\/p>\n<p>Der Annahme folgend, dass \u201eVerwandschaft keinen Krieg f\u00fchre\u201c betrieb sie eine entsprechende Heiratspolitik die in diesen H\u00e4usern munter weitergef\u00fchrt wurde. Bei ihrem Tod, nach 64 Jahren der Regentschaft \u00fcber ein Weltreich, z\u00e4hlte Victoria 42 Enkelinnen und Enkel sowie 88 Urenkel zur Familie. (Victoria war die Ururur(3x)grosmutter des aktuellen Monachen Charles III. (*1948) aus dem Haus Windsor, welches 1917 den Namen Sachsen-Coburg aus gesellschaftstaktischen \u00dcberlegungen ablegte. [\/expand]\n<\/p><p>\u00a0<\/p>\n<p>Drei der Enkel bzw zwei Enkel und der Ehemann einer weiteren Enkelin sollten w\u00e4hrend der Zeit des Ersten Weltkriegs eine Hauptrolle im Machtgef\u00fcge spielen. Eine Rolle, die sie in variabler Qualit\u00e4t wahrnahmen und letztlich unterschiedlich durch das Schicksal daf\u00fcr belohnt wurden.<\/p>\n<p>Erster Enkel war Sohn von Victorias erstgeborener Tochter gleichen Namens. Mit Kosename <em>Vicky<\/em> (1840-1901) heratete Sie den Prinzen Friedrich Willhelm von Preussen, den den sp\u00e4teren Deutschen Kaiser Friedrich III. Dieser Ehe entsprang 1859 der <strong>Enkel Nr. 1: Kaiser Wilhelm II. <\/strong><\/p>\n<p>Zweiter Enkel war Sohn von Vicorias erstem Sohn, Albert Eduard (1841-1910), Kosename <em>Bertie, <\/em>der als Eduard VII. von 1901-1910 auf dem englischen Thron sass und seiner Frau, der Prinzessin Alesxandra von D\u00e4nemark, der Tochter des sp\u00e4teren K\u00f6nigs Christian IX. Deren Sohn, geboren 1865, sollte als <strong>Enkel Nr. 2: King George V.<\/strong> den britischen Thron representieren.<\/p>\n<p><strong>Enkelin Nr. 3 war Alix<\/strong> (1872-1918), die Tochter von Victorias Tochter Alice (1843-1878) und dem Grosszerzog Ludwig IV. von Hessen-Darmstadt. Durch ihre Heirat 1894 mit dem dem russischen Thronfolger wurde sie als Alexandra Fiodorowna nicht nur Mitglied des Hauses Romanow, sondern im gleichen Jahr auch die Kaiserin an der Seite von <strong>Niklaus II. \u201eKaiser und Selbstherscher von ganz Russland\u201c<\/strong>, wie sein offizieller Titel lautete.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6212\u2033 img_size=\u201cfull\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<\/p><h6>Vereinfachte Darstellung komplizierter Verwandtschaften: oben (v.l.n.r) King Georg V, Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. Untere Reihe: Queen Victoria (die Grossmutter der oben abgebildeten Protagonisten), dann ihr Sohn Albert Eduard (Vater von Georg), ihre Tochter Victoria (Mutter von Wilhelm) mit ihrem Mann Friedrich III. und Alice (Mutter der nachmaligen Zarin Alexandra Fjodorowna, rechts von ihr. \u00dcbergelagert das \u201eSpinnennetz\u201c der Europa \u00fcberspannenden Vertr\u00e4ge- und B\u00fcndnissysteme.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]So gesehen herrschte also politische und famili\u00e4re Ordnung. Selbstverst\u00e4ndlich gab es lokal zu verortende Spannungen, insbesondere auf dem Balkan brodelte es immer wieder zwischen Osmanen, Serben und nat\u00fcrlich der \u00d6sterreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie. Darauf werden wir aber sp\u00e4ter detaillierter eingehen m\u00fcssen. Was wir bei der Betrachtung der oben stehenden Abbildung im Bewusstsein behalten wollen, ist die etwas betr\u00fcbliche Einsicht immer jene, das M\u00e4chte sich zu Machtgebilden zusammenschlossen, um den Status quo zu bewahren. Es waren keine Friedensabkommen, es waren bestenfalls Nichtangriffspakts oder aber einfach Vertr\u00e4ge, welche die Regeln hinsichtlich des weiteren Vorgehens bei der Umsetzung von wirtschaftlichen Entwicklungsschritten festlegten.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_row_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6188\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1594819495897{padding-top: 5px !important;}\u201c]\n<h6>Die Ahnenreihe aller europ\u00e4ischer K\u00f6nigsh\u00e4user l\u00e4sst sich nahzu l\u00fcckenlos in den Schoss der \u201eGrossmutter Europas\u201c nachvollziehen. Oben dargestellt die Linie des Enkels, der w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs die Geschicke Englands politisch zu vertreten hatte und jene der Enkelin Alix, welche im Zuge der Oktoberrevolution mit ihrer ganzen Zarenfamilie in Jekaterinenburg hingerichtet wurde. Victoria war die erste bekannte \u00dcbertr\u00e4gerin der Bluterkrankheit, unter welcher dann ihr Urenkel Alexei litt und seine Mutter in den Dunstkreis von Rasputin trieb.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6187\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1594818969565{padding-top: 5px !important;}\u201c]\n<h6>Die drei verwandten Monarchen, denen nach dem Krieg ein unterschiedliches Schicksal beschieden war. King George V. (links) \u00fcberstand auf der Seite der nachmaligen Sieger die Kriegsjahre und blieb bis zu seinem Tod 1936 auf dem Thron. Kaiser Wilhelm II. (mitte) sollte im November 1918 seine Demission einreichten und verbrachte die nachfolgende Zeit bis zu seinem Tod 1941 im niederl\u00e4ndischen Exil. Kaiser Nikolaus II. (rechts) letztlich wurde mit seiner Familie im Juli 1918 von Revolution\u00e4ren ermordet.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cgrossmaechte und protagonisten\u201c][vc_column]<div id=\"ultimate-heading-30436a71dae9a58a9\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-30436a71dae9a58a9 uvc-4098  uvc-heading-default-font-sizes\" data-hspacer=\"no_spacer\" data-halign=\"center\" style=\"text-align:center\"><div class=\"uvc-heading-spacer no_spacer\" style=\"top\"><\/div><div class=\"uvc-sub-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-30436a71dae9a58a9 .uvc-sub-heading \" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' style=\"font-weight:normal;\">\n<h2 style=\"text-align: left;\">DIE GROSSM\u00c4CHTE UND DEREN PROTAGONISTEN<\/h2>\n<\/div><\/div>[vc_column_text]\n<h4><\/h4>\n<p>Im Folgenden geht es darum, die haupts\u00e4chlichen Darsteller des sp\u00e4teren \u201eGrossen Krieges\u201c, wie der Erste Weltkrieg bezeichnet wurde, bevor man diese zu nummerieren begann, vorzustellen. Nat\u00fcrlich kann diese Vorstellung nur rudiment\u00e4r erfolgen und keineswegs abschliessend sein. Die Anordnung der \u201ePortraits\u201c richtet sich nach den sp\u00e4teren Zugeh\u00f6rigkeiten zu den B\u00fcndnissystemen der Entente bzw. den Mittelm\u00e4chten.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung der jeweiligen Staatsgef\u00fcge werden konsequent auschliesslich die letzten 100 Jahre vor Kriegsausbruch beleuchtet, also die Entwicklung nach dem Wiener Kongress bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. (1815-1915).[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cgeorge-V\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<\/p><h3><span style=\"color: #800000;\">K\u00d6NIG GEORGE V. UND DAS VEREINIGTE K\u00d6NIGREICH<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6838\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474227118{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]<b>Georg V.<\/b> (englisch: <b>George V.<\/b>, geb\u00fcrtig<i> Prince George Frederick Ernest Albert of Wales<\/i>; * 3. Juni 1865 in Marlborough House,\u00a0 London; \u2020 20. Januar 1936 in Sandringham House, Norfolk) aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha war vom 6. Mai 1910 bis zu seinem Tod K\u00f6nig des Vereinigten K\u00f6nigreichs von Gro\u00dfbritannien und Irland (seit 1927 Nordirland) sowie Kaiser von Indien.\n<p>Aufgrund des innenpolitischen Drucks w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs \u00e4nderte Georg V. am 17. Juli 1917 den anglisierten Namen seiner Dynastie <i>Saxe-Coburg and Gotha<\/i> in den bis heute verwendeten Namen Windsor. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a58c2\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a58c2\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Das <b>Britische Weltreich<\/b> (englisch <span lang=\"en-Latn\"><i><b>British Empire<\/b><\/i><\/span> oder kurz <i><b>Empire<\/b><\/i>) war das gr\u00f6\u00dfte Kolonialreich der Geschichte. Unter der Herrschaft des Vereinigten K\u00f6nigreichs vereinte es Dominions, Kronkolonien, Protektorate, Mandatsgebiete und sonstige abh\u00e4ngige Gebiete, die aus den englischen \u00dcberseebesitzungen, Handelsposten und Strafkolonien hervorgegangen waren. Im Jahr 1922, zur Zeit seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung, umfasste es mit 458 Millionen Einwohnern ein Viertel der damaligen Weltbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Es erstreckte sich \u00fcber eine Fl\u00e4che von ca. 33,67 Millionen km\u00b2, was einem Viertel der Landfl\u00e4che der Erde entspricht. Wie zuvor schon das spanische Kolonialreich galt auch das Empire als \u201eReich, in dem die Sonne nie untergeht\u201c.<\/p>\n<p>Der Zeitraum zwischen 1815 und 1914 wird von einigen Historikern als \u201eimperiales Jahrhundert\u201c bezeichnet. Nach dem Sieg \u00fcber Frankreich hatte Gro\u00dfbritannien keine ernstzunehmenden Rivalen mehr, mit Ausnahme des Russischen Reiches in Zentralasien. Die auf See uneingeschr\u00e4nkt dominierenden Briten \u00fcbernahmen die Rolle eines \u201eWeltpolizisten\u201c, eine sp\u00e4ter als \u201ePax Britannica\u201c bezeichnete Staatsdoktrin. Die Au\u00dfenpolitik war vom Prinzip der \u201esplendid isolation\u201c gepr\u00e4gt: Andere M\u00e4chte waren durch Konflikte in Europa gebunden, w\u00e4hrend die Briten sich heraushielten und durch die Konzentration auf den Handel ihre Vormachtstellung noch weiter ausbauten. Gro\u00dfbritannien \u00fcbte nicht nur die Kontrolle \u00fcber die eigenen Kolonien aus, sondern beeinflusste dank der f\u00fchrenden Position in der Weltwirtschaft auch die Innenpolitik zahlreicher nominell unabh\u00e4ngiger Staaten. Dazu geh\u00f6rten China, Argentinien und Siam, die auch \u201einformelles Empire\u201c genannt werden.<sup id=\"cite_ref-47\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p>Neue Technologien, die in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurden, st\u00fctzten die imperiale Macht Gro\u00dfbritanniens. Dazu geh\u00f6rten das Dampfschiff und die Telegrafie, welche die Koordination, Kontrolle und Verteidigung des Empire erleichterten. Bis 1902 waren s\u00e4mtliche Kolonien durch ein Netz von Telegrafenkabeln miteinander verbunden, die <i>All Red Line<\/i>. <\/p><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6844\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Das Britische Weltreich im Jahr 1897, die britischen Besitzungen werden traditionell rot gekennzeichnet.\u00a0 Original: <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-source\">Cambridge University Library, Digital: Wikipedia.<\/span><\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3>Timeline II: \u201eDAS BRITISCHE WELTREICH\u201c<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">DAS IMPERIALE JAHRHUNDERT<\/span><\/h4>\n<p>Die anglizistische Geschichtsschreibung beschreibt die Phase von 1815 \u2013 1914 als \u201eimperiales Jahrhundert\u201c. In dieser politisch massgeblich von Queen Victoria gepr\u00e4gten Zeit baute das K\u00f6nigreich Grossbritanniens und Irlands ihren weltweiten Anspruch markant aus. Zwar hatte England 1776 durch den Verlust der \u201eDreizehn Kolonien\u201c seinen Einfluss in Nordamerika preisgeben m\u00fcssen, konnte aber ehemals franz\u00f6sische Gebiete auf dem nordamerikanischen Kontinent eingliedern und dem neuen Dominion Canada hinzuf\u00fcgen. In Indien hatte die Ostindien Kompanie in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts Fuss gefasst, die konkurenzierenden Franzosen vom Subkontinenten weitgehend verdr\u00e4ngt und dort den britischen Einfluss kontinuierlich ausgebaut. Indien galt als strategisches Sprungbrett f\u00fcr den asiatischen Raum und war wirtschaftlich von grosser Bedeutung.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<\/p><div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-5364\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-3517\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798718844-14af2-62e7\" id=\"1595798718844-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;; 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Vereinigungsgesetz) das K\u00f6nigreich Irland dem Britischen K\u00f6nigreich bei welches fortan als United Kingdom bezeichnet wurde. Irland sollte bis 1919 treu an der Seite Londons stehen, l\u00f6ste sich dann aber nach einem blutigen B\u00fcrgerkrieg kontinuierlich vom britischen Mutterhaus und wurden als Republik 1921 selbst\u00e4ndig. Nordirland ist bis heute Teil Grossbritanniens.Der \u201eUnion Jack\u201c (Flagge des Vereinigten K\u00f6nigsreichs) wurde 1801 entsprechend erg\u00e4nzt: Zum Georgskreuz (England, links) und Andreaskreuz (Schottland, mitte) kam das St. Patrickskreuz (Irland) hinzu.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582028193{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Alan J. Ward: <i>The Irish Constitutional Tradition: Responsible Government and Modern Ireland 1782\u20131992<\/i>. Irish Academic Press, 1994<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c7668\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582328695{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Arthur Wellesley, 1st Duke of Wellington, Gem\u00e4lde von Sir Thomas Lawrence um 1815; Apsley House, London; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599551933466{padding-top: 10px !important;}\u201c]Unter <strong>Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington<\/strong> f\u00fchrt die f\u00fcr die Koalitionsparteien siegreiche <strong>Schlacht bei Waterloo<\/strong> zur endg\u00fcltigen Niederschlagung Napoleons I. und zur massiven Machtreduktion Frankreichs f\u00fcr das kommende Jahrhundert. Das Vereinigte K\u00f6nigreich sollte dannach die absolute Seehoheit erreichen und profitierte auf Grund der nach dem Wiener Kongress wieder aufkeimenden Auseinandersetzungen auf dem europ\u00e4ischen Kontinent von einer grossen, wirtschaftlichen Entwicklungsm\u00f6glichkeit in \u00dcbersee.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582446318{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie zu Wellington: John Keegan: Die Maske des Feldherrn. Quadriga, Berlin 2000<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9547\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583396119{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Duchess of Kent mit ihrer Tochter Victoria, Gem\u00e4lde von Henry Bone, 1824\/25<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599549139419{padding-top: 10px !important;}\u201c]In Kensigton Palace wird am 24. Mai Princess Alexandrina Victoria of Kent geboren. 1837 sollte sie den britischen Thron besteigen und als <strong>Queen Victoria<\/strong> die n\u00e4chsten 64 Jahre die Regentschaft \u00fcber das Impire innehaben. Ab 1878 trug sie zudem den Titel einer \u201eEmpress of India\u201c (Kaiserin von Indien). In dem nach ihr benannten Viktorianischen Zeitalter erlebte das britische Kolonialreich seinen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen H\u00f6hepunkt. Ihre aussergew\u00f6hnlich lange Regierungszeit (die zweitl\u00e4ngste eines britischen Monarchen nach Elisabeth\u00a0II.) war durch die Entwicklung Gro\u00dfbritanniens zu einer konstitutionellen Parteiendemokratie und den damit verbundenen Machtverlust der Monarchie gepr\u00e4gt. Die Revolution von 1848\/49 \u00fcberstand das Land weitgehend unbeschadet. Als <i>Gro\u00dfmutter Europas<\/i> bem\u00fchte sich Victoria um Frieden zwischen den L\u00e4ndern, deren Herrscher alle mehr oder weniger von ihr abstammten. 1901 sollte ihr \u00e4ltester Sohn <strong>Eduard VII.<\/strong> als erster Herrscher aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1917 in Gro\u00dfbritannien Haus Windsor genannt) den britischen Thron besteigen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583530414{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie: Julia Baird: <i>Queen Victoria. Das k\u00fchne Leben einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frau<\/i>. wbg Theiss, Darmstadt 2018<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c7669\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583883429{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>George im Alter von f\u00fcnf Jahren, Fotographie aus dem Jahr 1870, ver\u00f6ffentlicht 1911.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599552825049{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Juni wird Victorias \u00e4ltester Enkel aus m\u00e4nnlicher Line geboren. <strong>George V.<\/strong> sollte w\u00e4hrend der Weltkriegsjahre die Geschicke der Vereinigten K\u00f6nigreichs leiten, nachdem er den Thron 1910 als Nachfolger seines Vaters Eduard in Erbfolge \u00fcbernahm. Zu seinen verwandten Monarchen in Berlin und St. Petersburg unterhielt er einen pers\u00f6nlich sehr nahen und freundlichen Kontakt, was aber einer friedlichen L\u00f6sung von machtpolitisch gesteuerten Herausforderungen nicht zu Gute kam.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583978884{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie: David Cannadine: <i>George V \u2013 The unexpected King<\/i>, London 2014, Penguin Random House UK<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c7673\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585517128{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Gebiete, die zur einen oder anderen Zeit Teil des britischen Weltreiches waren. Das Vereinigte K\u00f6nigreich und die Britischen \u00dcberseegebiete sind rot unterstrichen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599553908780{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Koloniale Expansion des Vereinigten K\u00f6nigreichs<\/strong>\n<p>Nebst den bereits unter britischem Einfluss stehenden Kolonien im Pazifik, weitete London im Verlauf des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent und in geringerem Ausmass in China aus. Zum Empire stiessen: 1882: Aegypten; 1884: S\u00fcd\u00f6st-Neuguina, Somaliland; 1885: Betschuanaland, Nigeria; 1886: Oberburma, Kenia; 1889: Rhodesien; 1890: Sansibar; 1891: Zentralafrikanisches Protektorat; 1894: Uganda; 1898; Waihawei (China); 1899: Sudan.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585563665{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Benedikt Stuchtey: <em>Geschichte des Britischen Empire.<\/em> Verlag C.H. Beck, M\u00fcnchen 2021<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c7679\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666584979522{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>The Silent Highwayman \u2013 Cartoon aus Punch zum Gro\u00dfen Gestank, 1858. Der stille Wegelagerer: Der Tod reiht sich in die Themse ein und fordert das Leben der Opfer, die nicht f\u00fcr die Reinigung des Flusses bezahlt haben, w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Stinkens.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599577572745{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die Expansionspolitik Grossbritanniens hatte \u2013 wie kann es ander sein \u2013 ihre Kehrseiten. In England kam es Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einwanderung und eine hohe Geburtenrate zu einem explosionsartigen Bev\u00f6lkerungswachstum. In London f\u00fchrte dieses zu Umweltproblemen, wie dem Gro\u00dfen Gestank im Jahre 1858. W\u00e4hrend um 1850 viele Iren aufgrund der <strong>Gro\u00dfen Hungersnot in Irland<\/strong> nach England fl\u00fcchteten, kamen ab 1882 gro\u00dfe Mengen <strong>Zuwanderer aus Osteuropa und Russland<\/strong>, die sich aufgrund der in ihrer Heimat stattfindenden Judenpogrome in derselben Londoner Gegend ansiedelten, dem Londoner East End. Das Gebiet um den Hafen, vor allem das heutige London Borough of Tower Hamlets, war v\u00f6llig \u00fcberbev\u00f6lkert. Arbeitspl\u00e4tze und Wohnm\u00f6glichkeiten waren rar. Viele Frauen verdienten sich ihren Lebensunterhalt durch Gelegenheitsprostitution. Das Leben spielte sich auf der Stra\u00dfe, in Pubs und in Armenunterk\u00fcnften ab. Armut, Alkohol und Diebstahl geh\u00f6rten zum Alltag. Im Oktober 1888 vermutete der Metropolitan Police Service alleine in Whitechapel etwa 1.200 Prostituierte und 62 Bordelle. Eine Einladung f\u00fcr reale und literarische Figuren wie Jack the Ripper, Sherlock Holmes und Dr. Watson, hier ihren bleibenden Fingerabdruck zu hinterlassen. <strong>Umweltbelastungen<\/strong> und damit verbundene <strong>Epidemien<\/strong> wie der Ausbruch der Cholera waren die Folge einer rasanten Bev\u00f6lkerungszunahme zu deren Bewirtschaftung auch das fortschrittliche, industrialisierte K\u00f6nigreich nicht ausreichend vorbereitet war. <strong>Sozialen Unruhen<\/strong> waren das Resultat und die Frauen begannen als sogenannte \u201eSuffragetten\u201c (suffrage: engl.\/franz. Wahlrecht)\u00a0 f\u00fcr ihre Rechte einzustehen und lauthals aufzubegehren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585208813{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Suffragettenbewegung:Antonia Meiners (Hrsg.): <i>Die Suffragetten. Sie wollten w\u00e4hlen \u2013 und wurden ausgelacht,<\/i> M\u00fcnchen, 2016.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c7682\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585899755{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Burische Frauen und Kinder in einem britischen Konzentrationslager w\u00e4hrend des Zweiten Burenkriegs.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599581344181{padding-top: 10px !important;}\u201c]In einer Reihe von Feldz\u00fcgen, welche als Erster (1880\/1881) und in ausgepr\u00e4gterer Form (1899 -1902) als Zweiter <strong>Burenkrieg<\/strong> in die Geschichte einging, festigte das Vereinigte K\u00f6nigreich seinen Einfluss in S\u00fcdafrika gegen\u00fcber den urspr\u00fcnglich holl\u00e4ndischen Kolonialisten. Wenn dieser Krieg strategisch auch keine bedeutende Auswirkung auf den imperialen Einfluss Grossbrittaniens hatte, so ist er doch aus milit\u00e4rhistorischer Sicht beachtenswert. Nach anf\u00e4nglichen Erfolgen der Briten \u00e4nderten die Buren deren Taktik und gingen zum Kleinkrieg in aufgel\u00f6sten Lininen (sp\u00e4ter als <strong>Guerillakrieg<\/strong> bezeichnet) \u00fcber und wandten ein Vorgehen an, welches sp\u00e4ter als <strong>\u201eTaktik der verbrannten Erde\u201c<\/strong> in der Geschichte Aufnahme fanden. Als dritten, wenig r\u00fchmlichen Begriff etablierte sich dort der Begriff von Lagern von internierten Buren (Frauen und Kinder) durch die Briten, welche auch auf Grund der hohen Opferzahlen als erste <strong>Konzentrationslager<\/strong> (Abbildung eines \u201eBoercamp\u201c oben) bezeichnet werden m\u00fcssen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585952351{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Martin Bossenbroek: <em>Tod am Kap. Geschichte des Burenkriegs<\/em>. C. H. Beck, M\u00fcnchen 2016<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-5364\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798718844-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798718844-14af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1801<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7659\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666581849595{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Aus drei wird eins: England, Schottland und Irland schliessen zusammen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599546747520{padding-top: 10px !important;}\u201c]Unter dem britischen K\u00f6nig Georg III. tritt durch den <strong>Act of Union<\/strong> (dt. Vereinigungsgesetz) das K\u00f6nigreich Irland dem Britischen K\u00f6nigreich bei welches fortan als United Kingdom bezeichnet wurde. Irland sollte bis 1919 treu an der Seite Londons stehen, l\u00f6ste sich dann aber nach einem blutigen B\u00fcrgerkrieg kontinuierlich vom britischen Mutterhaus und wurden als Republik 1921 selbst\u00e4ndig. Nordirland ist bis heute Teil Grossbritanniens.Der \u201eUnion Jack\u201c (Flagge des Vereinigten K\u00f6nigsreichs) wurde 1801 entsprechend erg\u00e4nzt: Zum Georgskreuz (England, links) und Andreaskreuz (Schottland, mitte) kam das St. Patrickskreuz (Irland) hinzu.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582028193{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Alan J. Ward: <i>The Irish Constitutional Tradition: Responsible Government and Modern Ireland 1782\u20131992<\/i>. Irish Academic Press, 1994<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798718910-24af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798718910-24af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1815<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7668\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582328695{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Arthur Wellesley, 1st Duke of Wellington, Gem\u00e4lde von Sir Thomas Lawrence um 1815; Apsley House, London; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599551933466{padding-top: 10px !important;}\u201c]Unter <strong>Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington<\/strong> f\u00fchrt die f\u00fcr die Koalitionsparteien siegreiche <strong>Schlacht bei Waterloo<\/strong> zur endg\u00fcltigen Niederschlagung Napoleons I. und zur massiven Machtreduktion Frankreichs f\u00fcr das kommende Jahrhundert. Das Vereinigte K\u00f6nigreich sollte dannach die absolute Seehoheit erreichen und profitierte auf Grund der nach dem Wiener Kongress wieder aufkeimenden Auseinandersetzungen auf dem europ\u00e4ischen Kontinent von einer grossen, wirtschaftlichen Entwicklungsm\u00f6glichkeit in \u00dcbersee.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666582446318{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie zu Wellington: John Keegan: Die Maske des Feldherrn. Quadriga, Berlin 2000<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798797192-2-104af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798797192-2-104af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1819<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9547\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583396119{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Duchess of Kent mit ihrer Tochter Victoria, Gem\u00e4lde von Henry Bone, 1824\/25<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599549139419{padding-top: 10px !important;}\u201c]In Kensigton Palace wird am 24. Mai Princess Alexandrina Victoria of Kent geboren. 1837 sollte sie den britischen Thron besteigen und als <strong>Queen Victoria<\/strong> die n\u00e4chsten 64 Jahre die Regentschaft \u00fcber das Impire innehaben. Ab 1878 trug sie zudem den Titel einer \u201eEmpress of India\u201c (Kaiserin von Indien). In dem nach ihr benannten Viktorianischen Zeitalter erlebte das britische Kolonialreich seinen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen H\u00f6hepunkt. Ihre aussergew\u00f6hnlich lange Regierungszeit (die zweitl\u00e4ngste eines britischen Monarchen nach Elisabeth\u00a0II.) war durch die Entwicklung Gro\u00dfbritanniens zu einer konstitutionellen Parteiendemokratie und den damit verbundenen Machtverlust der Monarchie gepr\u00e4gt. Die Revolution von 1848\/49 \u00fcberstand das Land weitgehend unbeschadet. Als <i>Gro\u00dfmutter Europas<\/i> bem\u00fchte sich Victoria um Frieden zwischen den L\u00e4ndern, deren Herrscher alle mehr oder weniger von ihr abstammten. 1901 sollte ihr \u00e4ltester Sohn <strong>Eduard VII.<\/strong> als erster Herrscher aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1917 in Gro\u00dfbritannien Haus Windsor genannt) den britischen Thron besteigen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583530414{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie: Julia Baird: <i>Queen Victoria. Das k\u00fchne Leben einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Frau<\/i>. wbg Theiss, Darmstadt 2018<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798798243-3-104af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798798243-3-104af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1865<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7669\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583883429{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>George im Alter von f\u00fcnf Jahren, Fotographie aus dem Jahr 1870, ver\u00f6ffentlicht 1911.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599552825049{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Juni wird Victorias \u00e4ltester Enkel aus m\u00e4nnlicher Line geboren. <strong>George V.<\/strong> sollte w\u00e4hrend der Weltkriegsjahre die Geschicke der Vereinigten K\u00f6nigreichs leiten, nachdem er den Thron 1910 als Nachfolger seines Vaters Eduard in Erbfolge \u00fcbernahm. Zu seinen verwandten Monarchen in Berlin und St. Petersburg unterhielt er einen pers\u00f6nlich sehr nahen und freundlichen Kontakt, was aber einer friedlichen L\u00f6sung von machtpolitisch gesteuerten Herausforderungen nicht zu Gute kam.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666583978884{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Biographie: David Cannadine: <i>George V \u2013 The unexpected King<\/i>, London 2014, Penguin Random House UK<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798799317-4-44af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798799317-4-44af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1882-1899<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7673\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585517128{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Gebiete, die zur einen oder anderen Zeit Teil des britischen Weltreiches waren. Das Vereinigte K\u00f6nigreich und die Britischen \u00dcberseegebiete sind rot unterstrichen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599553908780{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Koloniale Expansion des Vereinigten K\u00f6nigreichs<\/strong>\n<p>Nebst den bereits unter britischem Einfluss stehenden Kolonien im Pazifik, weitete London im Verlauf des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent und in geringerem Ausmass in China aus. Zum Empire stiessen: 1882: Aegypten; 1884: S\u00fcd\u00f6st-Neuguina, Somaliland; 1885: Betschuanaland, Nigeria; 1886: Oberburma, Kenia; 1889: Rhodesien; 1890: Sansibar; 1891: Zentralafrikanisches Protektorat; 1894: Uganda; 1898; Waihawei (China); 1899: Sudan.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585563665{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Benedikt Stuchtey: <em>Geschichte des Britischen Empire.<\/em> Verlag C.H. Beck, M\u00fcnchen 2021<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798800430-5-34af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798800430-5-34af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1850-1900<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7679\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666584979522{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>The Silent Highwayman \u2013 Cartoon aus Punch zum Gro\u00dfen Gestank, 1858. Der stille Wegelagerer: Der Tod reiht sich in die Themse ein und fordert das Leben der Opfer, die nicht f\u00fcr die Reinigung des Flusses bezahlt haben, w\u00e4hrend des Gro\u00dfen Stinkens.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599577572745{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die Expansionspolitik Grossbritanniens hatte \u2013 wie kann es ander sein \u2013 ihre Kehrseiten. In England kam es Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einwanderung und eine hohe Geburtenrate zu einem explosionsartigen Bev\u00f6lkerungswachstum. In London f\u00fchrte dieses zu Umweltproblemen, wie dem Gro\u00dfen Gestank im Jahre 1858. W\u00e4hrend um 1850 viele Iren aufgrund der <strong>Gro\u00dfen Hungersnot in Irland<\/strong> nach England fl\u00fcchteten, kamen ab 1882 gro\u00dfe Mengen <strong>Zuwanderer aus Osteuropa und Russland<\/strong>, die sich aufgrund der in ihrer Heimat stattfindenden Judenpogrome in derselben Londoner Gegend ansiedelten, dem Londoner East End. Das Gebiet um den Hafen, vor allem das heutige London Borough of Tower Hamlets, war v\u00f6llig \u00fcberbev\u00f6lkert. Arbeitspl\u00e4tze und Wohnm\u00f6glichkeiten waren rar. Viele Frauen verdienten sich ihren Lebensunterhalt durch Gelegenheitsprostitution. Das Leben spielte sich auf der Stra\u00dfe, in Pubs und in Armenunterk\u00fcnften ab. Armut, Alkohol und Diebstahl geh\u00f6rten zum Alltag. Im Oktober 1888 vermutete der Metropolitan Police Service alleine in Whitechapel etwa 1.200 Prostituierte und 62 Bordelle. Eine Einladung f\u00fcr reale und literarische Figuren wie Jack the Ripper, Sherlock Holmes und Dr. Watson, hier ihren bleibenden Fingerabdruck zu hinterlassen. <strong>Umweltbelastungen<\/strong> und damit verbundene <strong>Epidemien<\/strong> wie der Ausbruch der Cholera waren die Folge einer rasanten Bev\u00f6lkerungszunahme zu deren Bewirtschaftung auch das fortschrittliche, industrialisierte K\u00f6nigreich nicht ausreichend vorbereitet war. <strong>Sozialen Unruhen<\/strong> waren das Resultat und die Frauen begannen als sogenannte \u201eSuffragetten\u201c (suffrage: engl.\/franz. Wahlrecht)\u00a0 f\u00fcr ihre Rechte einzustehen und lauthals aufzubegehren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585208813{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Suffragettenbewegung:Antonia Meiners (Hrsg.): <i>Die Suffragetten. Sie wollten w\u00e4hlen \u2013 und wurden ausgelacht,<\/i> M\u00fcnchen, 2016.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798801579-6-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798801579-6-14af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3517 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1880 - 1910<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c7682\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585899755{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Burische Frauen und Kinder in einem britischen Konzentrationslager w\u00e4hrend des Zweiten Burenkriegs.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599581344181{padding-top: 10px !important;}\u201c]In einer Reihe von Feldz\u00fcgen, welche als Erster (1880\/1881) und in ausgepr\u00e4gterer Form (1899 -1902) als Zweiter <strong>Burenkrieg<\/strong> in die Geschichte einging, festigte das Vereinigte K\u00f6nigreich seinen Einfluss in S\u00fcdafrika gegen\u00fcber den urspr\u00fcnglich holl\u00e4ndischen Kolonialisten. Wenn dieser Krieg strategisch auch keine bedeutende Auswirkung auf den imperialen Einfluss Grossbrittaniens hatte, so ist er doch aus milit\u00e4rhistorischer Sicht beachtenswert. Nach anf\u00e4nglichen Erfolgen der Briten \u00e4nderten die Buren deren Taktik und gingen zum Kleinkrieg in aufgel\u00f6sten Lininen (sp\u00e4ter als <strong>Guerillakrieg<\/strong> bezeichnet) \u00fcber und wandten ein Vorgehen an, welches sp\u00e4ter als <strong>\u201eTaktik der verbrannten Erde\u201c<\/strong> in der Geschichte Aufnahme fanden. Als dritten, wenig r\u00fchmlichen Begriff etablierte sich dort der Begriff von Lagern von internierten Buren (Frauen und Kinder) durch die Briten, welche auch auf Grund der hohen Opferzahlen als erste <strong>Konzentrationslager<\/strong> (Abbildung eines \u201eBoercamp\u201c oben) bezeichnet werden m\u00fcssen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666585952351{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Martin Bossenbroek: <em>Tod am Kap. Geschichte des Burenkriegs<\/em>. C. H. Beck, M\u00fcnchen 2016<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cnikolaus-II\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">ZAR NIKOLAUS II. VON RUSSLAND<br>\n<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6849\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474209774{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]<b>Nikolaus II.<\/b> (russisch <i>Nikolaj II<\/i>; geboren als <b>Nikolaus Alexandrowitsch Romanow<\/b>, * .1868 in Zarskoje Selo; \u2020 17. Juli 1918 in Jekaterinburg) aus dem Herrschergeschlecht Romanow-Holstein-Gottorp war der letzte Kaiser des Russischen Reiches. Sein offizieller Titel lautete \u201eKaiser und Selbstherrscher von ganz Russland\u201c.\n<p>Er regierte vom 1. November 1894 bis zu seinem Sturz am 18. M\u00e4rz 1917 infolge der Februarrevolution. Durch sein Festhalten an der autokratischen Politik seiner Vorg\u00e4nger und fehlender Bereitschaft zu demokratischen Reformen hatte Nikolaus ma\u00dfgeblichen Anteil am Zusammenbruch der russischen Monarchie w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs.<\/p>\n<p>Nach seiner Abdankung wurde er gemeinsam mit seiner Familie interniert und in der Nacht auf den 17. Juli 1918 von den Bolschewiki in Jekaterinburg ermordet. Am 20. August 2000 wurden Nikolaus und seine Familie aufgrund ihres M\u00e4rtyrertodes von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6948\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Das russische Reich in seiner Ausdehnung um 1914,\u00a0 Original: <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-source\">The Congress Library, Washington D.C, Digital: Wikipedia.<\/span><\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3>Timeline III: \u201eDAS REICH DER ZAREN\u201c<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">DAS RUSSISCHE KAISERREICH<br>\n<\/span><\/h4>\n<p>Russlands Geschichte ist so umfassend, wie sich die Fl\u00e4che der heutigen, russische F\u00f6deration geographisch auf einer Weltkarte darstellt. Im Kontext dieser Seiteninhalte m\u00f6gen die Meilensteine der Entstehung des \u201eZarenreichs\u201c rund um die Familie der Romanow\u2019s gen\u00fcgen. Das Bewusstsein der territoriale Entwicklung rund um den Aufstieg zur Bl\u00fcte im Mittelalter (Kiewer Periode), die nachfolgende Herrschaft der Mongolen (bis Mitte des 16. Jahrhunderts) und der Aufstieg zur neuen, nordischen Grossmacht (fr\u00fches 18. Jahrhundert) sind im Hinterkopf abzuspeichern, um die internationale Grossmachtstellung des Russischen Kaiserreichs geb\u00fchrend w\u00fcrdigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-2666\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-7436\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595797735647-9dd18-1f38\" id=\"1595797735647-9dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1855<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-right-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595797818158-7-1dd18-1f38\" id=\"1595797818158-7-1dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;; 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Seine Bestrebungen, das russische Reich in eine wirtschaftlich vielversprechende Zukunft zu f\u00fchren, \u00f6ffnete Grenzen f\u00fcr westeurop\u00e4ische Berater, beschr\u00e4nkte den Einfluss der orthodoxen Kirche und fokussierte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Umsetzung einer Reform, die in Russlands konservativer Bev\u00f6lkerung wenig Unterst\u00fctzung fand. Seine anonymen West-Reisen, bspw. nach Amsterdam wo er sich von den f\u00fchrenden Handwerkern in den Bau von Schiffen unterweisen liess (Diplom als Segelmacher) oder aber nach London (Begegnung mit Oliver Newton) waren durchaus nachrichtendienstlichen Charakters. Sein Sohn Alexei Petrowitsch (1670-1718) vermochte der aufkl\u00e4rerischen Idee seines Vaters nicht zu folgen. Seine zweite Frau sollte als Katarina I. die Romanow-Line Peters an der Macht halten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587506698{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Robert K. Massie: <em>Peter der Gro\u00dfe. Sein Leben und seine Zeit.<\/em> Fischer, Frankfurt 1992. Empfehlenswerte <strong>Verfilmung<\/strong>:<em> Peter der Grosse<\/em>, vierteiliger Historienfilm mit Maximilian Schell in der Hauptrolle, USA, 1986.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9471\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587995439{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiserin Elisabeth I. von Russland, Gem\u00e4lde von Charles Andr\u00e9 van Loo, 1760.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414109772{padding-top: 10px !important;}\u201c]Jelisaweta Petrowna Romanowa (1709-1762), Tochter Peter des Grossen aus zweiter Ehe, regiert das russische Reich als Kaiserin<strong> Elisabeth I.<\/strong> bis zu ihrem Tod. In diese Zeit f\u00e4llt auch die Phase des Siebenj\u00e4hrigen Krieges gegen Preussen, aus welchem sie als erfolgreiche Herrscherin hervorgeht. Sie verstirbt ohne Erbfolger, womit die urspr\u00fcngliche Linie der Romanows beendet wird. Die Tochter ihrer Schwester Anna (1708-1728) soll das Haus Romanow aber an der Macht halten und als[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588062153{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Jewgenij Anissimow:<em> Zarinnen\u2013Frauen auf dem russischen Thron<\/em>, Pereprawa Verlag, Wien 2008<br>\nTamara Talbot Rice: <em>Elisabeth von Russland. Die letzte Romanow auf dem Zarenthron<\/em>. M\u00fcnchen 1970<br>\nDaria Olivier: <em>Elisabeth von Russland. Die Tochter Peter des Gro\u00dfen<\/em>. Wien 1963.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9472\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588455456{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Katharina II. von Russland (1780er-Jahre), Gem\u00e4lde von Johann Baptist von Lampi, Kunsthistorisches Museum Wien, Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414129024{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Katharina II.<\/strong> war die Gattin von Kaiser Peter III, der als Sohn Elisabeths I. nach deren Tod den Kaiserthron bestieg. Durch einen gewagten Staatsstreich st\u00fcrzte Katharina ihren Ehemann von diesem und sollte w\u00e4hrend 34 Jahren die Geschicke des Kaiserreichs lenken.\n<p>Sie ist die einzige Herrscherin, der in der Geschichtsschreibung der Beiname <i>die Gro\u00dfe<\/i> verliehen wurde. Katharina II. war eine Repr\u00e4sentantin des aufgekl\u00e4rten Absolutismus.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588509308{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Jan Kusber: <em>Katharina die Gro\u00dfe \u2013 Legitimation durch Reform und Expansion<\/em>., Stuttgart 2022<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9473\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589328858{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Paul, \u00d6lgem\u00e4lde des russischen Malers Stepan Schtschukin.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414248927{padding-top: 10px !important;}\u201c]Am Todestag Katharinas der Gro\u00dfen, dem 17. November 1796, erkl\u00e4rte sich der 42-j\u00e4hrige <strong>Paul zum Kaiser<\/strong>. Am 5. April 1797 erlie\u00df er, wohl aus Hass auf seine Mutter, die ihn zeitlebens gedem\u00fctigt hatte, ein Dekret, das nur noch m\u00e4nnliche Nachkommen zur Thronfolge zulie\u00df.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589366707{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Valentin Zubov: <em>Zar Paul I. Mensch und Schicksal.<\/em> K. F. Koehler, Stuttgart 1963<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9474\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589652097{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Nikolaus I. Pawlowitsch, Franz Kr\u00fcger, \u00d6l auf Leinwand, 1852, Eremitage Sankt Petersburg; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666415363285{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als Alexander I. am 1. Dezember 1825 starb, hinterlie\u00df er keine S\u00f6hne, so dass sich sein Bruder Nikolaus v\u00f6llig unerwartet selbst mit der Regierungs\u00fcbernahme konfrontiert sah. Der zweit\u00e4lteste Bruder Konstantin, der im Ausland weilte, wurde zwar als designierter Thronfolger am 9. Dezember 1825 in Petersburg offiziell zum Kaiser ausgerufen, hatte aber bereits 1822\/23 auf die Thronfolge verzichtet, was nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten bekannt war. Am 24. Dezember 1825 \u00fcbernahm <strong>Nikolaus I.<\/strong> formell die Regierung und wurde am 3. September 1826 in Moskau zum Kaiser gekr\u00f6nt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589693785{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Hans-Joachim Torke (Hrsg.): <em>Die russischen Zaren 1547\u20131917<\/em>. C. H. Beck, M\u00fcnchen 1999<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9478\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590117079{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Schauplatz des Krimkriegs am Schwarzen Meer<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666418836050{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Krimkrieg<\/b> (auch <i>Orientkrieg <\/i>oder <i>9. T\u00fcrkisch-Russischer Krieg<\/i>) war ein von 1853 bis 1856 dauernder milit\u00e4rischer Konflikt zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich sowie dessen Verb\u00fcndeten Frankreich, Gro\u00dfbritannien und seit 1855 auch Sardinien-Piemont andererseits. Er begann als neunter Russisch-T\u00fcrkischer Krieg, in den die westeurop\u00e4ischen M\u00e4chte eingriffen, um eine Gebietserweiterung Russlands auf Kosten des geschw\u00e4chten Osmanischen Reichs zu verhindern. Russland unterlag den Alliierten, worauf im Dritten Pariser Frieden unter anderem festgehalten wurde, dass in der Region des Schwarzen Meeres eine milit\u00e4risch neutralen Zone errichtet werden solle. Russland durfte dort fortan keine Kriegsflotte und keine Festungen mehr unterhalten.<sup id=\"cite_ref-fesser_2-17\" class=\"reference\"><\/sup>\n<p>In den beiden Kriegen nur zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, 1828\u20131829 und 1877\u20131878, eroberten die Russen <a title=\"Edirne\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edirne\">Edirne<\/a> und marschierten direkt bis kurz vor Konstantinopel. Erneut bestand 1878 die Perspektive einer russischen Eroberung der Meerengen, Russland hatte bereits praktisch den gesamten europ\u00e4ischen Teil des Osmanischen Reiches erobert. Die Briten entsandten ihre Flotte an den Bosporus und drohten Russland mit einem weiteren Krieg mit ihnen. Geschw\u00e4cht durch den Kriegsverlauf konnte sich Russland keinen Fortsetzungskrieg gegen Gro\u00dfbritannien erlauben und stoppte seine Offensive in San Stefano (heute Ye\u015filk\u00f6y, einem westlichen Vorort Istanbuls am Marmarameer). Der Frieden von San Stefano beendete den zehnten und letzten der Russisch-T\u00fcrkischen Kriege.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590164214{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Orlando Figes: <em>The Crimean War. A History<\/em>. New York 2011,deutsche \u00dcbersetzung: <em>Krimkrieg. Der letzte Kreuzzug<\/em>. Berlin-Verlag, Berlin 2011<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9476\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590467464{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Alexander II. von Russland, Aufnahme von 1878 oder 1881.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666419725661{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Alexander II<\/strong>. nach dem Tod seines Vaters am 18. Februar die Regierungsgesch\u00e4fte \u00fcbernahm, war er zwar mit knapp 37 Jahren ein gereifter, gut ausgebildeter und auch politisch versierter Mann. Allerdings musste er das Reich in einer schweren Krise \u00fcbernehmen: Im Krimkrieg, den Alexander zun\u00e4chst fortsetzte, zeichnete sich die Niederlage Russlands schon im Fr\u00fchjahr 1855 deutlich ab und wurde mit dem Fall Sewastopols unabwendbar. <sup id=\"cite_ref-Z\u00fchlke_583_17-0\" class=\"reference\"><\/sup>Der Kaiser besuchte im November selbst Odessa und die Krim und gelangte dabei endg\u00fcltig zu der Erkenntnis, dass der Krieg verloren sei.\n<p>Wegen der so genannten \u201eGro\u00dfen Reformen\u201c, <sup id=\"cite_ref-2\" class=\"reference\"><\/sup>vor allem wegen der Abschaffung der Leibeigenschaft w\u00e4hrend seiner Regierungszeit verliehen schon die Zeitgenossen Alexander II. den Beinamen \u201eZar-Befreier\u201c (russisch Oswoboditel).<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1888 wurde er anl\u00e4sslich eines Attentats t\u00f6dlich verletzt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590521381{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Heinz-Dietrich L\u00f6we: <em>Alexander II. 1815\u20131881<\/em>. In: Hans-Joachim Torke (Hrsg.): <em>Die Russischen Zaren 1547\u20131917<\/em>. C.H. Beck, M\u00fcnchen 1995<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9480\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Alexander III., um 1880<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]<strong>Alexander III.<\/strong> folgte seinem Vater auf den Thron, nachdem sein \u00e4lterer Bruder, der Zarewitsch Nikolai 1865 \u00fcberraschend verstorben war, am 13. M\u00e4rz 1881.\n<p>Die wohl gr\u00f6\u00dfte Leistung von Alexander III. in seiner 13-j\u00e4hrigen Herrschaft war die Grundsteinlegung f\u00fcr die Transsibirische Eisenbahn, die l\u00e4ngste Eisenbahnstrecke der Welt. Damit wurde der europ\u00e4ische Teil Russlands mit den sibirischen Ostgebieten verbunden und war das zentrale Herrschaftsinstrument des Kaisers in diesen entlegenen Gebieten.<\/p>\n<p>Alexander III. erhielt noch zu Lebzeiten den Titel \u201eFriedensstifter\u201c (russisch: mirotworez), weil in seine Amtszeit kein gr\u00f6\u00dferer Krieg mit den Gro\u00dfm\u00e4chten fiel<sup id=\"cite_ref-kuenzli_2-0\" class=\"reference\"><\/sup>.<\/p>\n<p>Sein Sohn Nikolaus II. sollte den Thron 1894 besteigen, bevor er und seine Familie Opfer der revolution\u00e4ren Bewegung 1917 werden sollten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Literatur: Edith M. Almedingen: <em>Die Romanows. Die Geschichte einer Dynastie. Russland 1613\u20131917<\/em>., Frankfurt am Main 1995<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-2666\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797735647-9dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797735647-9dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1682<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9521\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587177460{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Peter I., \u00d6lgem\u00e4lde von Jean-Marc Nattier, 1717, Eremitage, Sankt Petersburg.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587596012{padding-top: 10px !important;}\u201c]Pjotr Alexejewitsch Romanow (1672-1725) besteigt als <strong>Peter I., der Grosse<\/strong> den kaiserlichen Thron und gilt bis heute als einer der bedeutensten Herrscher Russlands. Seine Bestrebungen, das russische Reich in eine wirtschaftlich vielversprechende Zukunft zu f\u00fchren, \u00f6ffnete Grenzen f\u00fcr westeurop\u00e4ische Berater, beschr\u00e4nkte den Einfluss der orthodoxen Kirche und fokussierte auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Umsetzung einer Reform, die in Russlands konservativer Bev\u00f6lkerung wenig Unterst\u00fctzung fand. Seine anonymen West-Reisen, bspw. nach Amsterdam wo er sich von den f\u00fchrenden Handwerkern in den Bau von Schiffen unterweisen liess (Diplom als Segelmacher) oder aber nach London (Begegnung mit Oliver Newton) waren durchaus nachrichtendienstlichen Charakters. Sein Sohn Alexei Petrowitsch (1670-1718) vermochte der aufkl\u00e4rerischen Idee seines Vaters nicht zu folgen. Seine zweite Frau sollte als Katarina I. die Romanow-Line Peters an der Macht halten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587506698{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Robert K. Massie: <em>Peter der Gro\u00dfe. Sein Leben und seine Zeit.<\/em> Fischer, Frankfurt 1992. Empfehlenswerte <strong>Verfilmung<\/strong>:<em> Peter der Grosse<\/em>, vierteiliger Historienfilm mit Maximilian Schell in der Hauptrolle, USA, 1986.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797735685-10dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797735685-10dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1741<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9471\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666587995439{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiserin Elisabeth I. von Russland, Gem\u00e4lde von Charles Andr\u00e9 van Loo, 1760.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414109772{padding-top: 10px !important;}\u201c]Jelisaweta Petrowna Romanowa (1709-1762), Tochter Peter des Grossen aus zweiter Ehe, regiert das russische Reich als Kaiserin<strong> Elisabeth I.<\/strong> bis zu ihrem Tod. In diese Zeit f\u00e4llt auch die Phase des Siebenj\u00e4hrigen Krieges gegen Preussen, aus welchem sie als erfolgreiche Herrscherin hervorgeht. Sie verstirbt ohne Erbfolger, womit die urspr\u00fcngliche Linie der Romanows beendet wird. Die Tochter ihrer Schwester Anna (1708-1728) soll das Haus Romanow aber an der Macht halten und als[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588062153{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Jewgenij Anissimow:<em> Zarinnen\u2013Frauen auf dem russischen Thron<\/em>, Pereprawa Verlag, Wien 2008<br>\nTamara Talbot Rice: <em>Elisabeth von Russland. Die letzte Romanow auf dem Zarenthron<\/em>. M\u00fcnchen 1970<br>\nDaria Olivier: <em>Elisabeth von Russland. Die Tochter Peter des Gro\u00dfen<\/em>. Wien 1963.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797812283-2-4dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797812283-2-4dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1762<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9472\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588455456{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Katharina II. von Russland (1780er-Jahre), Gem\u00e4lde von Johann Baptist von Lampi, Kunsthistorisches Museum Wien, Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414129024{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Katharina II.<\/strong> war die Gattin von Kaiser Peter III, der als Sohn Elisabeths I. nach deren Tod den Kaiserthron bestieg. Durch einen gewagten Staatsstreich st\u00fcrzte Katharina ihren Ehemann von diesem und sollte w\u00e4hrend 34 Jahren die Geschicke des Kaiserreichs lenken.\n<p>Sie ist die einzige Herrscherin, der in der Geschichtsschreibung der Beiname <i>die Gro\u00dfe<\/i> verliehen wurde. Katharina II. war eine Repr\u00e4sentantin des aufgekl\u00e4rten Absolutismus.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666588509308{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Jan Kusber: <em>Katharina die Gro\u00dfe \u2013 Legitimation durch Reform und Expansion<\/em>., Stuttgart 2022<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797814441-3-1dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797814441-3-1dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1796<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9473\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589328858{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Paul, \u00d6lgem\u00e4lde des russischen Malers Stepan Schtschukin.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666414248927{padding-top: 10px !important;}\u201c]Am Todestag Katharinas der Gro\u00dfen, dem 17. November 1796, erkl\u00e4rte sich der 42-j\u00e4hrige <strong>Paul zum Kaiser<\/strong>. Am 5. April 1797 erlie\u00df er, wohl aus Hass auf seine Mutter, die ihn zeitlebens gedem\u00fctigt hatte, ein Dekret, das nur noch m\u00e4nnliche Nachkommen zur Thronfolge zulie\u00df.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589366707{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Valentin Zubov: <em>Zar Paul I. Mensch und Schicksal.<\/em> K. F. Koehler, Stuttgart 1963<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797815263-4-8dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797815263-4-8dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1825<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9474\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589652097{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Nikolaus I. Pawlowitsch, Franz Kr\u00fcger, \u00d6l auf Leinwand, 1852, Eremitage Sankt Petersburg; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666415363285{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als Alexander I. am 1. Dezember 1825 starb, hinterlie\u00df er keine S\u00f6hne, so dass sich sein Bruder Nikolaus v\u00f6llig unerwartet selbst mit der Regierungs\u00fcbernahme konfrontiert sah. Der zweit\u00e4lteste Bruder Konstantin, der im Ausland weilte, wurde zwar als designierter Thronfolger am 9. Dezember 1825 in Petersburg offiziell zum Kaiser ausgerufen, hatte aber bereits 1822\/23 auf die Thronfolge verzichtet, was nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten bekannt war. Am 24. Dezember 1825 \u00fcbernahm <strong>Nikolaus I.<\/strong> formell die Regierung und wurde am 3. September 1826 in Moskau zum Kaiser gekr\u00f6nt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666589693785{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Hans-Joachim Torke (Hrsg.): <em>Die russischen Zaren 1547\u20131917<\/em>. C. H. Beck, M\u00fcnchen 1999<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797817122-6-8dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797817122-6-8dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1853\u20131856<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9478\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590117079{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Schauplatz des Krimkriegs am Schwarzen Meer<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666418836050{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Krimkrieg<\/b> (auch <i>Orientkrieg <\/i>oder <i>9. T\u00fcrkisch-Russischer Krieg<\/i>) war ein von 1853 bis 1856 dauernder milit\u00e4rischer Konflikt zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich sowie dessen Verb\u00fcndeten Frankreich, Gro\u00dfbritannien und seit 1855 auch Sardinien-Piemont andererseits. Er begann als neunter Russisch-T\u00fcrkischer Krieg, in den die westeurop\u00e4ischen M\u00e4chte eingriffen, um eine Gebietserweiterung Russlands auf Kosten des geschw\u00e4chten Osmanischen Reichs zu verhindern. Russland unterlag den Alliierten, worauf im Dritten Pariser Frieden unter anderem festgehalten wurde, dass in der Region des Schwarzen Meeres eine milit\u00e4risch neutralen Zone errichtet werden solle. Russland durfte dort fortan keine Kriegsflotte und keine Festungen mehr unterhalten.<sup id=\"cite_ref-fesser_2-17\" class=\"reference\"><\/sup>\n<p>In den beiden Kriegen nur zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, 1828\u20131829 und 1877\u20131878, eroberten die Russen <a title=\"Edirne\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edirne\">Edirne<\/a> und marschierten direkt bis kurz vor Konstantinopel. Erneut bestand 1878 die Perspektive einer russischen Eroberung der Meerengen, Russland hatte bereits praktisch den gesamten europ\u00e4ischen Teil des Osmanischen Reiches erobert. Die Briten entsandten ihre Flotte an den Bosporus und drohten Russland mit einem weiteren Krieg mit ihnen. Geschw\u00e4cht durch den Kriegsverlauf konnte sich Russland keinen Fortsetzungskrieg gegen Gro\u00dfbritannien erlauben und stoppte seine Offensive in San Stefano (heute Ye\u015filk\u00f6y, einem westlichen Vorort Istanbuls am Marmarameer). Der Frieden von San Stefano beendete den zehnten und letzten der Russisch-T\u00fcrkischen Kriege.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590164214{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Orlando Figes: <em>The Crimean War. A History<\/em>. New York 2011,deutsche \u00dcbersetzung: <em>Krimkrieg. Der letzte Kreuzzug<\/em>. Berlin-Verlag, Berlin 2011<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797816186-5-10dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797816186-5-10dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1855<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9476\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590467464{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Alexander II. von Russland, Aufnahme von 1878 oder 1881.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666419725661{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Alexander II<\/strong>. nach dem Tod seines Vaters am 18. Februar die Regierungsgesch\u00e4fte \u00fcbernahm, war er zwar mit knapp 37 Jahren ein gereifter, gut ausgebildeter und auch politisch versierter Mann. Allerdings musste er das Reich in einer schweren Krise \u00fcbernehmen: Im Krimkrieg, den Alexander zun\u00e4chst fortsetzte, zeichnete sich die Niederlage Russlands schon im Fr\u00fchjahr 1855 deutlich ab und wurde mit dem Fall Sewastopols unabwendbar. <sup id=\"cite_ref-Z\u00fchlke_583_17-0\" class=\"reference\"><\/sup>Der Kaiser besuchte im November selbst Odessa und die Krim und gelangte dabei endg\u00fcltig zu der Erkenntnis, dass der Krieg verloren sei.\n<p>Wegen der so genannten \u201eGro\u00dfen Reformen\u201c, <sup id=\"cite_ref-2\" class=\"reference\"><\/sup>vor allem wegen der Abschaffung der Leibeigenschaft w\u00e4hrend seiner Regierungszeit verliehen schon die Zeitgenossen Alexander II. den Beinamen \u201eZar-Befreier\u201c (russisch Oswoboditel).<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1888 wurde er anl\u00e4sslich eines Attentats t\u00f6dlich verletzt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666590521381{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Heinz-Dietrich L\u00f6we: <em>Alexander II. 1815\u20131881<\/em>. In: Hans-Joachim Torke (Hrsg.): <em>Die Russischen Zaren 1547\u20131917<\/em>. C.H. Beck, M\u00fcnchen 1995<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797818158-7-1dd18-1f38\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797818158-7-1dd18-1f38\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-7436 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1881<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9480\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Alexander III., um 1880<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]<strong>Alexander III.<\/strong> folgte seinem Vater auf den Thron, nachdem sein \u00e4lterer Bruder, der Zarewitsch Nikolai 1865 \u00fcberraschend verstorben war, am 13. M\u00e4rz 1881.\n<p>Die wohl gr\u00f6\u00dfte Leistung von Alexander III. in seiner 13-j\u00e4hrigen Herrschaft war die Grundsteinlegung f\u00fcr die Transsibirische Eisenbahn, die l\u00e4ngste Eisenbahnstrecke der Welt. Damit wurde der europ\u00e4ische Teil Russlands mit den sibirischen Ostgebieten verbunden und war das zentrale Herrschaftsinstrument des Kaisers in diesen entlegenen Gebieten.<\/p>\n<p>Alexander III. erhielt noch zu Lebzeiten den Titel \u201eFriedensstifter\u201c (russisch: mirotworez), weil in seine Amtszeit kein gr\u00f6\u00dferer Krieg mit den Gro\u00dfm\u00e4chten fiel<sup id=\"cite_ref-kuenzli_2-0\" class=\"reference\"><\/sup>.<\/p>\n<p>Sein Sohn Nikolaus II. sollte den Thron 1894 besteigen, bevor er und seine Familie Opfer der revolution\u00e4ren Bewegung 1917 werden sollten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Literatur: Edith M. Almedingen: <em>Die Romanows. Die Geschichte einer Dynastie. Russland 1613\u20131917<\/em>., Frankfurt am Main 1995<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cpointcare\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3 id=\"firstHeading\" class=\"firstHeading\" lang=\"de\"><span style=\"color: #800000;\">Raymond Poincar\u00e9 und die III. franz\u00f6sische republik<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6851\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474191393{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]<b>Raymond Poincar\u00e9<\/b> (* 20. August 1860 in Bar-le-Duc, D\u00e9partement Meuse; \u2020 15. Oktober 1934 in Paris) war war mehrmals Ministerpr\u00e4sident der Dritten Republik und vom 18. Februar 1913 bis 17. Februar 1920 Frankreichs Staatspr\u00e4sident.\n<p>Im Jahr 1870, als Poincar\u00e9 zehn Jahre alt war, wurde seine Heimatstadt Bar-le-Duc w\u00e4hrend des Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieges von deutschen Truppen \u00fcberrollt, was seine sp\u00e4tere negative Einstellung zum Deutschen Reich beeinflusst haben kann.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a6fbc\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a6fbc\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Raymond Poincar\u00e9 war in folgenden Zeitperioden Ministerpr\u00e4sident des Landes:<\/p>\n<ul>\n<li>14. Januar 1912 bis 21. Januar 1913 (gleichzeitig war er Au\u00dfenminister)<\/li>\n<li>15. Januar 1922 bis 9. Juni 1924 (gleichzeitig war er Au\u00dfenminister)<\/li>\n<li>23. Juli 1926 bis 11. November 1928 (gleichzeitig war er Finanzminister)<\/li>\n<li>11. November 1928 bis 29. Juli 1929 (ohne zus\u00e4tzliche Aufgaben)<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend der Julikrise 1914 waren Staatspr\u00e4sident Poincar\u00e9 und Ministerpr\u00e4sident Ren\u00e9 Viviani vom 13. bis zum 23. Juli zu einem offiziellen Staatsbesuch in Sankt Petersburg. Poincar\u00e9 gab seinen russischen Gastgebern eine \u201efeierliche Best\u00e4tigung der Verpflichtungen, die aus dem B\u00fcndnis (Zweibund) f\u00fcr beide L\u00e4nder hervorgingen\u201c. Dies st\u00e4rkte Russland den R\u00fccken, das seitdem keinen Grund mehr sah, von seiner Unterst\u00fctzung f\u00fcr das von \u00d6sterreich-Ungarn bedrohte Serbien abzur\u00fccken. Eine Woche nach Poincar\u00e9s Abreise erkl\u00e4rte Zar Nikolaus II. die russische Generalmobilmachung, die die Kriegserkl\u00e4rung Deutschlands nach sich zog.<\/p>\n<p>Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges sprach er sich entschieden f\u00fcr eine Fortsetzung des Krieges bis zum Sieg aus und forderte die <i>Union sacr\u00e9e<\/i>, das Gegenst\u00fcck zum deutschen Burgfrieden. Sein sch\u00e4rfster politischer Gegner war <strong>Georges Clemenceau<\/strong>, den Poincar\u00e9 dennoch 1917 zum Ministerpr\u00e4sidenten berief, um die politische Einheit und damit die Kriegsf\u00e4higkeit Frankreichs zu sichern. Bis zum Kriegsende hatte Clemenceau Poincar\u00e9 als wichtigsten Entscheidungstr\u00e4ger der franz\u00f6sischen Politik verdr\u00e4ngt. <\/p><\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6949\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6><span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-source\">Nouvelle carte compl\u00e8te illustr\u00e9e, administrative, historique et routi\u00e8re de la France et des colonies, 1885 (1:1 753 000). \u00a0Digital: Wikipedia.<\/span><\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3>Timeline IV: \u201eVON DER RESTAURATION ZUR DRITTEN REPUBLIK\u201c<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">NAPOLEON III. UND DIE SCHMACH VON SEDAN<br>\n<\/span><\/h4>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-7123\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Tabs\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-3798\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595797914033-04af2-62e7\" id=\"1595797914033-04af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1814<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595797914074-54af2-62e7\" id=\"1595797914074-54af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1815<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798003545-2-94af2-62e7\" id=\"1595798003545-2-94af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;; 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Mai 1826 (\u00d6lgem\u00e4lde, 1827, Schloss Versailles)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501036602{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der Geschichte Frankreichs bezeichnet <b>Restauration<\/b> die Epoche der Wiederherstellung der Bourbonenmonarchie zwischen dem Ende des Ersten Franz\u00f6sischen Kaiserreichs und der Julirevolution von 1830.\n<p>Unterbrochen wurde die Restaurationsepoche durch die R\u00fcckkehr Napoleon Bonapartes aus der Verbannung und die folgende Episode der Hundert Tage. Deshalb spricht man auch von der \u201eErsten Restauration\u201c (frz. <i>Premi\u00e8re Restauration<\/i>) von April 1814 bis M\u00e4rz 1815 und der \u201eZweiten Restauration\u201c (frz. <i>Seconde Restauration<\/i>) von der endg\u00fcltigen Abdankung Napoleons im Juni 1815 bis zum Ausbruch der Revolution im Juli 1830.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666591821339{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Emmanuel de Waresquiel und Beno\u00eet Yvert: Histoire de la Restauration, 1814\u20131830: naissance de la France moderne, Paris 1996, (das franz\u00f6sische Standardwerk zur Geschichte der Restauration in Frankreich; Neuauflage aus dem Jahr 2002.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9492\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592173530{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Joseph Beaume: Napoleon verl\u00e4sst Elba, Gem\u00e4lde 1836, Chateau Versailles; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501175294{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Herrschaft der Hundert Tage<\/b> (franz\u00f6sisch <span lang=\"fr-Latn\">Cent-Jours<\/span>) bezeichnet man den Zeitraum von der erneuten Macht\u00fcbernahme in Frankreich durch Napoleon Bonaparte nach dessen R\u00fcckkehr von seiner Verbannungsinsel Elba am 1. M\u00e4rz bis zum endg\u00fcltigen Verlust seiner Macht in Folge der Schlacht bei Waterloo am 22. Juni 1815. Die Bezeichnung <i>Hundert Tage<\/i> hat sich eingeb\u00fcrgert, obgleich der Zeitraum tats\u00e4chlich etwas l\u00e4nger war (110 Tage lagen zwischen der Evakuierung Ludwigs XVIII. bis zu seiner Wiedereinsetzung)[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592220702{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: G\u00fcnter M\u00fcchler: <em>Napoleons Hundert Tage. Eine Geschichte von Versuchung und Verrat.<\/em> Theiss, Darmstadt 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9493\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592551633{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Eug\u00e8ne Delacroix: Die Freiheit f\u00fchrt das Volk (1830). Reproduktion eines Gem\u00e4ldes im Stil der Romantik; Dargestellt ist ein Kriegsschauplatz w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Julirevolution (am 28. Juli 1830), im Zentrum die G\u00f6ttin der Freiheit mit der franz\u00f6sischen Tricolore in der erhobenen rechten Hand, welche das B\u00fcrgertum (Volk) durch die Schlacht f\u00fchrt.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501665073{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Julirevolution von 1830<\/b>, <i>Les Trois Glorieuses<\/i> (\u201eDrei Glorreiche [Tage]\u201c), hatte den endg\u00fcltigen Sturz der Bourbonen in Frankreich und die erneute Machtergreifung des B\u00fcrgertums in einem liberalen K\u00f6nigreich zur Folge. Ursache der Revolution war die reaktion\u00e4re Politik K\u00f6nig Karls X. Er beabsichtigte, die Vorherrschaft des Adels wiederherzustellen (<i>siehe<\/i> Restauration). Als der K\u00f6nig versuchte, das Parlament aufzul\u00f6sen, erhoben sich im Juli 1830 in Paris Handwerker, Arbeiter und Studenten und zwangen ihn zur Abdankung und Flucht nach England. Da sich die Revolution an den drei Tagen vom 27. bis 29. Juli 1830 abspielte, werden diese im franz\u00f6sischen Sprachraum auch als \u201eDie Drei Glorreichen\u201c (<i>Les Trois Glorieuses<\/i>) bezeichnet.\n<p>Diese Revolution wirkte sich auch auf den Rest Europas aus. Nicht nur, dass die liberale Bewegung \u00fcberall Auftrieb erhielt, es gab auch in mehreren Staaten Unruhen und neue Verfassungen.<\/p>\n<p>In der Schweiz kam es unter dem Eindruck der Julirevolution zu einer als Regeneration bezeichneten Erneuerung der liberalen Bewegung. In elf Kantonen wurden unter Druck des B\u00fcrgertums liberale Verfassungen eingef\u00fchrt. Zu Gewalt kam es nur vereinzelt, vor allem in den Kantonen Neuenburg und Basel. Eine liberale Revision des Bundesvertrages scheiterte jedoch 1833 am Widerstand der konservativen Mehrheit der Kantone. Durch die Asylpolitik der liberalen Kantone wurde die Schweiz zum Zufluchtsort von politisch Verfolgten aus ganz Europa, so beispielsweise von Charles Louis Napol\u00e9on (Napoleon III.) und Giuseppe Mazzini. Die 1830 entstandenen Spannungen zwischen liberalen und konservativen Kantonen f\u00fchrten zum Sonderbundskrieg von 1847. Die liberalen Erfolge und Experimente in einigen Kantonen machten die Schweiz und besonders Z\u00fcrich nach 1830 zu einem wichtigen Vorbild f\u00fcr die liberale Bewegung in ganz Europa.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592612741{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Kurt Holzapfel: <em>Julirevolution 1830 in Frankreich: franz\u00f6sische Klassenk\u00e4mpfe und die Krise der Heiligen Allianz (1830\u20131832)<\/em>. Dietz, Berlin 1990<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9494\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593011183{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Alphonse de Lamartine (Bildmitte, mit erhobenem Arm) verwehrt am 25. Februar 1848 Sozialrevolution\u00e4ren mit der roten Fahne das Eindringen ins H\u00f4tel de Ville in Paris (\u00d6lgem\u00e4lde von Henri Felix Emmanuel Philippoteaux)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501832243{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die b\u00fcrgerlich-demokratische <b>Februarrevolution<\/b> von 1848 in Frankreich beendete am 24. Februar 1848 die Herrschaft des urspr\u00fcnglich eher liberalen \u201eB\u00fcrgerk\u00f6nigs\u201c Louis-Philippe von Orl\u00e9ans und f\u00fchrte zur Ausrufung der <strong>Zweiten Franz\u00f6sischen Republik<\/strong>. An deren Spitze wurde im weiteren Verlauf der Revolution, nach dem niedergeschlagenen sozialrevolution\u00e4ren Juniaufstand, der Neffe des ehemaligen Kaisers Napoleon Bonaparte, Louis Napol\u00e9on Bonaparte, am 10. Dezember 1848 zum Staatspr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593060211{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Heinz Rieder: <em>Die V\u00f6lker l\u00e4uten Sturm. Die europ\u00e4ische Revolution 1848\/49<\/em>. Verlag Katz, Gernsbach 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9496\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593390300{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Napoleon III., Gem\u00e4lde von Alexandre Cabanel, um 1865. Es war das Lieblingsportr\u00e4t Kaiserin Eug\u00e9nies, weil es seine Person am getreusten darstellte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502191798{padding-top: 10px !important;}\u201c]<b>Napoleon III.<\/b> (* 20. April 1808 in Paris; \u2020 9. Januar 1873 in Chislehurst bei London) war unter seinem Geburtsnamen <b>Charles-Louis-Napol\u00e9on Bonaparte<\/b> w\u00e4hrend der Zweiten Republik von 1848 bis 1852 franz\u00f6sischer Staatspr\u00e4sident und von 1852 bis 1870 als Napoleon\u00a0III. Kaiser der Franzosen. Mit dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 hatte der aus einer Volkswahl hervorgegangene Pr\u00e4sident eine Diktatur errichtet. Ein Jahr darauf (1852) proklamierte er sich zum Kaiser und sein Land zum <strong>Zweiten Kaiserreich<\/strong>. Das Parlament wurde weitgehend entmachtet und erhielt erst ganz am Ende seiner Herrschaft wieder etwas mehr Kompetenzen.\n<p>Bedingt durch den plebiszit\u00e4ren Charakter seiner Herrschaft war der Kaiser praktisch gezwungen, immer neue Erfolge vorzuweisen, um sich die Gunst der Massen zu erhalten. Dies f\u00fchrte zu einer relativ expansiven Au\u00dfenpolitik, die auch das Ziel der territorialen Vergr\u00f6\u00dferung Frankreichs auf Kosten seiner Nachbarstaaten verfolgte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593458729{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Johannes Willms: <em>Napoleon III. Frankreichs letzter Kaiser<\/em>. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2008<br>\nFranz Herre: <em>Napoleon III. Glanz und Elend des zweiten Kaiserreiches<\/em>. Bertelsmann, M\u00fcnchen 1990<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9497\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594277299{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>K\u00e4mpfe am 18. August 1870 auf dem Dorffriedhof von Saint-Privat bei Gravelotte nahe Metz. Gem\u00e4lde von <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author\"><span title=\"franz\u00f6sischer Schlachtenmaler\">Alphonse de Neuville<\/span><\/span><\/span>.<br>\nDer Friedhof von Saint-Privat, 1881, \u00d6l auf Leinwand, Mus\u00e9e d\u00b4Orsay, Paris; Der in der N\u00e4he von Metz wurde zum blutigen Schlachtfeld, auf dem 42000 Soldaten starben. Am 18. August 1870 k\u00e4mpften dort die franz\u00f6sischen Truppen, erkennbar an ihren roten Hosen, in den letzten Z\u00fcgen gegen die preu\u00dfische Armee.\u00a0 Mit dem Bild verteidigt der Maler den republikanischen Patriotismus und st\u00e4rkt das franz\u00f6sische Revanchestreben. Das Gem\u00e4lde, das 1881 im Pariser Salon erstmals ausgestellt wurde, brachte dem K\u00fcnstler den Offizierstitel der Ehrenlegion ein.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502475038{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg von 1870 bis 1871<\/b> war eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der F\u00fchrung Preu\u00dfens. Ausl\u00f6ser des Krieges war der Streit zwischen Frankreich und Preu\u00dfen um die spanische Thronkandidatur. Am 19. Juli 1870 erkl\u00e4rte Frankreich Preu\u00dfen den Krieg. Entgegen der Erwartung des franz\u00f6sischen Kaisers traten auch die vier s\u00fcddeutschen Staaten in den Krieg ein. W\u00e4hrenddessen blieben die \u00fcbrigen europ\u00e4ischen M\u00e4chte neutral.\n<p>Innerhalb weniger Wochen im Sp\u00e4tsommer 1870 besiegten die deutschen Verb\u00fcndeten gro\u00dfe Teile der franz\u00f6sischen Armeen. Nach der Schlacht von Sedan in Nordfrankreich ging Kaiser Napol\u00e9on III. am 2. September 1870 in Gefangenschaft. Daraufhin bildete sich in Paris eine provisorische nationale Regierung, welche die Dritte Franz\u00f6sische Republik ausrief, den Krieg fortf\u00fchrte und neue Armeen aufstellte. Aber auch die neue Regierung vermochte es nicht, das Blatt zu wenden. Nach dem Fall von Paris fand sich die franz\u00f6sische Regierung im Februar 1871 zum Vorfrieden von Versailles bereit. Offiziell endete der Krieg am 10.\u00a0Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594335519{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Michael Epkenhans: <em>Der Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg 1870\/1871<\/em> (= Kriege der Moderne). Reclam Philipp Jun., Stuttgart 2020<br>\nJochen Oppermann: <em>Der Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg. 1870\/71<\/em>. marixverlag, Wiesbaden 2020<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9523\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594832101{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm Camphausen: Napoleon III. und Bismarck nach der Schlacht bei Sedan (1878)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502613360{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Schlacht von Sedan<\/b> fand am 1. und 2. September 1870 im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg in Sedan, einer Stadt im D\u00e9partement Ardennes statt. Die Stadt liegt in der N\u00e4he der belgischen Grenze am Ufer der Maas. Der deutsche Sieg war vorentscheidend f\u00fcr den Ausgang des Krieges. Auf franz\u00f6sischer Seite hatte die Kapitulation der franz\u00f6sischen Truppen und die Gefangennahme des Kaisers Napol\u00e9on\u00a0III. die Ausrufung der Dritten Republik zur Folge.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594889131{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Gerd Fesser: <em>Sedan 1870. Ein unheilvoller Sieg<\/em>. Paderborn 2019<br>\nDennis E. Showalter: <em>Das Gesicht des modernen Krieges. Sedan, 1. und 2. September 1870<\/em>. In: Stig F\u00f6rster, Dierk Walter, Markus P\u00f6hlmann (Hrsg.): Schlachten der Weltgeschichte. Von Salamis bis Sinai. 2. Auflage. M\u00fcnchen 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9499\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666595536445{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Adolphe Thiers in den 1870er Jahren.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666504064629{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Dritte Franz\u00f6sische Republik<\/b> (franz\u00f6sisch <span lang=\"fr-Latn\">Troisi\u00e8me R\u00e9publique fran\u00e7aise<\/span>) bezeichnet man den franz\u00f6sischen Staat zwischen 1870 und 1940. Der offizielle Staatsname war <i>R\u00e9publique fran\u00e7aise<\/i>.\n<p>Die Verfassung schuf eine Legislative mit Zwei-Kammer-Parlament (Abgeordnetenkammer und Senat), das gemeinsam als Nationalversammlung einen Pr\u00e4sidenten mit starker Stellung gegen\u00fcber der Regierung auf sieben Jahre w\u00e4hlte. Die Stellung des Pr\u00e4sidenten war nicht ganz so stark wie sp\u00e4ter in der gaullistischen Konzeption f\u00fcr die F\u00fcnfte Republik. Der Ministerpr\u00e4sident war abh\u00e4ngig von der Mehrheit in der Abgeordnetenkammer; die Kabinette wechselten recht h\u00e4ufig. Erster Pr\u00e4sident der <em><span lang=\"fr-Latn\">Troisi\u00e8me R\u00e9publique fran\u00e7aise <\/span><\/em><span lang=\"fr-Latn\">sollte der Historiker <strong>Adolphe Louis Thiers<\/strong> (Bild) werden. Bis zur Amts\u00fcbernahme durch Raymond Pointcar\u00e9 (1913) sollten Thiers noch weitere sieben Staatspr\u00e4sidenten folgen.<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666595582558{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Jens Ivo Engels: Kleine Geschichte der Dritten franz\u00f6sischen Republik (1870\u20131940). B\u00f6hlau, K\u00f6ln 2007<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-7123\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797914033-04af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797914033-04af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1814<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9491\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666591768587{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Joseph Beaume: Einweihung eines Denkmals zur Erinnerung an Ludwig XVI. durch Karl X. auf der Place de la Concorde am 3. Mai 1826 (\u00d6lgem\u00e4lde, 1827, Schloss Versailles)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501036602{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der Geschichte Frankreichs bezeichnet <b>Restauration<\/b> die Epoche der Wiederherstellung der Bourbonenmonarchie zwischen dem Ende des Ersten Franz\u00f6sischen Kaiserreichs und der Julirevolution von 1830.\n<p>Unterbrochen wurde die Restaurationsepoche durch die R\u00fcckkehr Napoleon Bonapartes aus der Verbannung und die folgende Episode der Hundert Tage. Deshalb spricht man auch von der \u201eErsten Restauration\u201c (frz. <i>Premi\u00e8re Restauration<\/i>) von April 1814 bis M\u00e4rz 1815 und der \u201eZweiten Restauration\u201c (frz. <i>Seconde Restauration<\/i>) von der endg\u00fcltigen Abdankung Napoleons im Juni 1815 bis zum Ausbruch der Revolution im Juli 1830.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666591821339{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Emmanuel de Waresquiel und Beno\u00eet Yvert: Histoire de la Restauration, 1814\u20131830: naissance de la France moderne, Paris 1996, (das franz\u00f6sische Standardwerk zur Geschichte der Restauration in Frankreich; Neuauflage aus dem Jahr 2002.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595797914074-54af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595797914074-54af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1815<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9492\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592173530{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Joseph Beaume: Napoleon verl\u00e4sst Elba, Gem\u00e4lde 1836, Chateau Versailles; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501175294{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Herrschaft der Hundert Tage<\/b> (franz\u00f6sisch <span lang=\"fr-Latn\">Cent-Jours<\/span>) bezeichnet man den Zeitraum von der erneuten Macht\u00fcbernahme in Frankreich durch Napoleon Bonaparte nach dessen R\u00fcckkehr von seiner Verbannungsinsel Elba am 1. M\u00e4rz bis zum endg\u00fcltigen Verlust seiner Macht in Folge der Schlacht bei Waterloo am 22. Juni 1815. Die Bezeichnung <i>Hundert Tage<\/i> hat sich eingeb\u00fcrgert, obgleich der Zeitraum tats\u00e4chlich etwas l\u00e4nger war (110 Tage lagen zwischen der Evakuierung Ludwigs XVIII. bis zu seiner Wiedereinsetzung)[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592220702{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: G\u00fcnter M\u00fcchler: <em>Napoleons Hundert Tage. Eine Geschichte von Versuchung und Verrat.<\/em> Theiss, Darmstadt 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798003545-2-94af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798003545-2-94af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1830<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9493\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592551633{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Eug\u00e8ne Delacroix: Die Freiheit f\u00fchrt das Volk (1830). Reproduktion eines Gem\u00e4ldes im Stil der Romantik; Dargestellt ist ein Kriegsschauplatz w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Julirevolution (am 28. Juli 1830), im Zentrum die G\u00f6ttin der Freiheit mit der franz\u00f6sischen Tricolore in der erhobenen rechten Hand, welche das B\u00fcrgertum (Volk) durch die Schlacht f\u00fchrt.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501665073{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Julirevolution von 1830<\/b>, <i>Les Trois Glorieuses<\/i> (\u201eDrei Glorreiche [Tage]\u201c), hatte den endg\u00fcltigen Sturz der Bourbonen in Frankreich und die erneute Machtergreifung des B\u00fcrgertums in einem liberalen K\u00f6nigreich zur Folge. Ursache der Revolution war die reaktion\u00e4re Politik K\u00f6nig Karls X. Er beabsichtigte, die Vorherrschaft des Adels wiederherzustellen (<i>siehe<\/i> Restauration). Als der K\u00f6nig versuchte, das Parlament aufzul\u00f6sen, erhoben sich im Juli 1830 in Paris Handwerker, Arbeiter und Studenten und zwangen ihn zur Abdankung und Flucht nach England. Da sich die Revolution an den drei Tagen vom 27. bis 29. Juli 1830 abspielte, werden diese im franz\u00f6sischen Sprachraum auch als \u201eDie Drei Glorreichen\u201c (<i>Les Trois Glorieuses<\/i>) bezeichnet.\n<p>Diese Revolution wirkte sich auch auf den Rest Europas aus. Nicht nur, dass die liberale Bewegung \u00fcberall Auftrieb erhielt, es gab auch in mehreren Staaten Unruhen und neue Verfassungen.<\/p>\n<p>In der Schweiz kam es unter dem Eindruck der Julirevolution zu einer als Regeneration bezeichneten Erneuerung der liberalen Bewegung. In elf Kantonen wurden unter Druck des B\u00fcrgertums liberale Verfassungen eingef\u00fchrt. Zu Gewalt kam es nur vereinzelt, vor allem in den Kantonen Neuenburg und Basel. Eine liberale Revision des Bundesvertrages scheiterte jedoch 1833 am Widerstand der konservativen Mehrheit der Kantone. Durch die Asylpolitik der liberalen Kantone wurde die Schweiz zum Zufluchtsort von politisch Verfolgten aus ganz Europa, so beispielsweise von Charles Louis Napol\u00e9on (Napoleon III.) und Giuseppe Mazzini. Die 1830 entstandenen Spannungen zwischen liberalen und konservativen Kantonen f\u00fchrten zum Sonderbundskrieg von 1847. Die liberalen Erfolge und Experimente in einigen Kantonen machten die Schweiz und besonders Z\u00fcrich nach 1830 zu einem wichtigen Vorbild f\u00fcr die liberale Bewegung in ganz Europa.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666592612741{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Kurt Holzapfel: <em>Julirevolution 1830 in Frankreich: franz\u00f6sische Klassenk\u00e4mpfe und die Krise der Heiligen Allianz (1830\u20131832)<\/em>. Dietz, Berlin 1990<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798005397-3-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798005397-3-14af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9494\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593011183{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Alphonse de Lamartine (Bildmitte, mit erhobenem Arm) verwehrt am 25. Februar 1848 Sozialrevolution\u00e4ren mit der roten Fahne das Eindringen ins H\u00f4tel de Ville in Paris (\u00d6lgem\u00e4lde von Henri Felix Emmanuel Philippoteaux)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666501832243{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die b\u00fcrgerlich-demokratische <b>Februarrevolution<\/b> von 1848 in Frankreich beendete am 24. Februar 1848 die Herrschaft des urspr\u00fcnglich eher liberalen \u201eB\u00fcrgerk\u00f6nigs\u201c Louis-Philippe von Orl\u00e9ans und f\u00fchrte zur Ausrufung der <strong>Zweiten Franz\u00f6sischen Republik<\/strong>. An deren Spitze wurde im weiteren Verlauf der Revolution, nach dem niedergeschlagenen sozialrevolution\u00e4ren Juniaufstand, der Neffe des ehemaligen Kaisers Napoleon Bonaparte, Louis Napol\u00e9on Bonaparte, am 10. Dezember 1848 zum Staatspr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593060211{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Heinz Rieder: <em>Die V\u00f6lker l\u00e4uten Sturm. Die europ\u00e4ische Revolution 1848\/49<\/em>. Verlag Katz, Gernsbach 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798006549-4-44af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798006549-4-44af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1852<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9496\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593390300{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Napoleon III., Gem\u00e4lde von Alexandre Cabanel, um 1865. Es war das Lieblingsportr\u00e4t Kaiserin Eug\u00e9nies, weil es seine Person am getreusten darstellte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502191798{padding-top: 10px !important;}\u201c]<b>Napoleon III.<\/b> (* 20. April 1808 in Paris; \u2020 9. Januar 1873 in Chislehurst bei London) war unter seinem Geburtsnamen <b>Charles-Louis-Napol\u00e9on Bonaparte<\/b> w\u00e4hrend der Zweiten Republik von 1848 bis 1852 franz\u00f6sischer Staatspr\u00e4sident und von 1852 bis 1870 als Napoleon\u00a0III. Kaiser der Franzosen. Mit dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 hatte der aus einer Volkswahl hervorgegangene Pr\u00e4sident eine Diktatur errichtet. Ein Jahr darauf (1852) proklamierte er sich zum Kaiser und sein Land zum <strong>Zweiten Kaiserreich<\/strong>. Das Parlament wurde weitgehend entmachtet und erhielt erst ganz am Ende seiner Herrschaft wieder etwas mehr Kompetenzen.\n<p>Bedingt durch den plebiszit\u00e4ren Charakter seiner Herrschaft war der Kaiser praktisch gezwungen, immer neue Erfolge vorzuweisen, um sich die Gunst der Massen zu erhalten. Dies f\u00fchrte zu einer relativ expansiven Au\u00dfenpolitik, die auch das Ziel der territorialen Vergr\u00f6\u00dferung Frankreichs auf Kosten seiner Nachbarstaaten verfolgte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666593458729{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Johannes Willms: <em>Napoleon III. Frankreichs letzter Kaiser<\/em>. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2008<br>\nFranz Herre: <em>Napoleon III. Glanz und Elend des zweiten Kaiserreiches<\/em>. Bertelsmann, M\u00fcnchen 1990<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798008178-5-34af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798008178-5-34af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1870<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9497\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594277299{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>K\u00e4mpfe am 18. August 1870 auf dem Dorffriedhof von Saint-Privat bei Gravelotte nahe Metz. Gem\u00e4lde von <span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author\"><span title=\"franz\u00f6sischer Schlachtenmaler\">Alphonse de Neuville<\/span><\/span><\/span>.<br>\nDer Friedhof von Saint-Privat, 1881, \u00d6l auf Leinwand, Mus\u00e9e d\u00b4Orsay, Paris; Der in der N\u00e4he von Metz wurde zum blutigen Schlachtfeld, auf dem 42000 Soldaten starben. Am 18. August 1870 k\u00e4mpften dort die franz\u00f6sischen Truppen, erkennbar an ihren roten Hosen, in den letzten Z\u00fcgen gegen die preu\u00dfische Armee.\u00a0 Mit dem Bild verteidigt der Maler den republikanischen Patriotismus und st\u00e4rkt das franz\u00f6sische Revanchestreben. Das Gem\u00e4lde, das 1881 im Pariser Salon erstmals ausgestellt wurde, brachte dem K\u00fcnstler den Offizierstitel der Ehrenlegion ein.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502475038{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg von 1870 bis 1871<\/b> war eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der F\u00fchrung Preu\u00dfens. Ausl\u00f6ser des Krieges war der Streit zwischen Frankreich und Preu\u00dfen um die spanische Thronkandidatur. Am 19. Juli 1870 erkl\u00e4rte Frankreich Preu\u00dfen den Krieg. Entgegen der Erwartung des franz\u00f6sischen Kaisers traten auch die vier s\u00fcddeutschen Staaten in den Krieg ein. W\u00e4hrenddessen blieben die \u00fcbrigen europ\u00e4ischen M\u00e4chte neutral.\n<p>Innerhalb weniger Wochen im Sp\u00e4tsommer 1870 besiegten die deutschen Verb\u00fcndeten gro\u00dfe Teile der franz\u00f6sischen Armeen. Nach der Schlacht von Sedan in Nordfrankreich ging Kaiser Napol\u00e9on III. am 2. September 1870 in Gefangenschaft. Daraufhin bildete sich in Paris eine provisorische nationale Regierung, welche die Dritte Franz\u00f6sische Republik ausrief, den Krieg fortf\u00fchrte und neue Armeen aufstellte. Aber auch die neue Regierung vermochte es nicht, das Blatt zu wenden. Nach dem Fall von Paris fand sich die franz\u00f6sische Regierung im Februar 1871 zum Vorfrieden von Versailles bereit. Offiziell endete der Krieg am 10.\u00a0Mai 1871 mit dem Frieden von Frankfurt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594335519{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Michael Epkenhans: <em>Der Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg 1870\/1871<\/em> (= Kriege der Moderne). Reclam Philipp Jun., Stuttgart 2020<br>\nJochen Oppermann: <em>Der Deutsch-Franz\u00f6sische Krieg. 1870\/71<\/em>. marixverlag, Wiesbaden 2020<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798009613-6-34af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798009613-6-34af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1870<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9523\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594832101{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm Camphausen: Napoleon III. und Bismarck nach der Schlacht bei Sedan (1878)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666502613360{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Schlacht von Sedan<\/b> fand am 1. und 2. September 1870 im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg in Sedan, einer Stadt im D\u00e9partement Ardennes statt. Die Stadt liegt in der N\u00e4he der belgischen Grenze am Ufer der Maas. Der deutsche Sieg war vorentscheidend f\u00fcr den Ausgang des Krieges. Auf franz\u00f6sischer Seite hatte die Kapitulation der franz\u00f6sischen Truppen und die Gefangennahme des Kaisers Napol\u00e9on\u00a0III. die Ausrufung der Dritten Republik zur Folge.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666594889131{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Gerd Fesser: <em>Sedan 1870. Ein unheilvoller Sieg<\/em>. Paderborn 2019<br>\nDennis E. Showalter: <em>Das Gesicht des modernen Krieges. Sedan, 1. und 2. September 1870<\/em>. In: Stig F\u00f6rster, Dierk Walter, Markus P\u00f6hlmann (Hrsg.): Schlachten der Weltgeschichte. Von Salamis bis Sinai. 2. Auflage. M\u00fcnchen 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798010865-7-54af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798010865-7-54af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-3798 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1871<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9499\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666595536445{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Adolphe Thiers in den 1870er Jahren.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666504064629{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Dritte Franz\u00f6sische Republik<\/b> (franz\u00f6sisch <span lang=\"fr-Latn\">Troisi\u00e8me R\u00e9publique fran\u00e7aise<\/span>) bezeichnet man den franz\u00f6sischen Staat zwischen 1870 und 1940. Der offizielle Staatsname war <i>R\u00e9publique fran\u00e7aise<\/i>.\n<p>Die Verfassung schuf eine Legislative mit Zwei-Kammer-Parlament (Abgeordnetenkammer und Senat), das gemeinsam als Nationalversammlung einen Pr\u00e4sidenten mit starker Stellung gegen\u00fcber der Regierung auf sieben Jahre w\u00e4hlte. Die Stellung des Pr\u00e4sidenten war nicht ganz so stark wie sp\u00e4ter in der gaullistischen Konzeption f\u00fcr die F\u00fcnfte Republik. Der Ministerpr\u00e4sident war abh\u00e4ngig von der Mehrheit in der Abgeordnetenkammer; die Kabinette wechselten recht h\u00e4ufig. Erster Pr\u00e4sident der <em><span lang=\"fr-Latn\">Troisi\u00e8me R\u00e9publique fran\u00e7aise <\/span><\/em><span lang=\"fr-Latn\">sollte der Historiker <strong>Adolphe Louis Thiers<\/strong> (Bild) werden. Bis zur Amts\u00fcbernahme durch Raymond Pointcar\u00e9 (1913) sollten Thiers noch weitere sieben Staatspr\u00e4sidenten folgen.<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666595582558{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Jens Ivo Engels: Kleine Geschichte der Dritten franz\u00f6sischen Republik (1870\u20131940). B\u00f6hlau, K\u00f6ln 2007<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cwilhelm_II\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3 id=\"firstHeading\" class=\"firstHeading\" lang=\"de\"><span style=\"color: #800000;\">wilhelm II. und das deutsche reich<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6853\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474173360{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]<b>Wilhelm II.<\/b>, mit vollem Namen <b>Friedrich Wilhelm Albert Viktor von Preu\u00dfen<\/b>\u00a0(* 27. Januar 1859 in Berlin; \u2020 4. Juni 1941 in Doorn in den Niederlanden), aus dem Haus Hohenzollern war von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und K\u00f6nig von Preu\u00dfen. Wilhelm war ein Enkel Kaiser Wilhelms I. und ein Sohn Kaiser Friedrichs\u00a0III. Dieser regierte nur 99\u00a0Tage, sodass im \u201eDreikaiserjahr\u201c 1888 auf einen 90-j\u00e4hrigen und einen 56-j\u00e4hrigen Herrscher der 29-j\u00e4hrige Wilhelm II. folgte. Durch seine Mutter Victoria von Gro\u00dfbritannien und Irland war Wilhelm Enkel der britischen K\u00f6nigin Victoria. Mit seiner traditionellen Auffassung vom Kaisertum zeigte Wilhelm wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Wesen der konstitutionellen Monarchie.\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a7c00\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a7c00\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Erst im Oktober 1918, unter dem Druck des sich f\u00fcr Deutschland und seine mit ihm verb\u00fcndeten anderen Mittelm\u00e4chte als verloren abzeichnenden Ersten Weltkriegs, stimmte Wilhelm den Oktoberreformen zu, denen zufolge der Reichskanzler formell das Vertrauen des Reichstags ben\u00f6tigte. Der von Wilhelm stark forcierte Ausbau der Kaiserlichen Marine und die damit eng verbundene sogenannte Weltpolitik wurden zum Markenzeichen wilhelminischer Politik, aber gleichzeitig auch zum Symbol ihres Scheiterns.<sup id=\"cite_ref-2\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p>Nach Beginn der Novemberrevolution verk\u00fcndete Reichskanzler Max von Baden am 9. November 1918 die Abdankung Wilhelms und seines Sohnes, Kronprinz Wilhelms von Preu\u00dfen. Bereits seit dem 29. Oktober hielt sich der Kaiser im deutschen Hauptquartier im belgischen Spa auf. Er ging von dort ins Exil in die nahen Niederlande, wo ihm K\u00f6nigin Wilhelmina Asyl gew\u00e4hrte und 1919 die von den Entente-M\u00e4chten verlangte Auslieferung als Kriegsverbrecher ablehnte. Im Haus Doorn ans\u00e4ssig geworden, bem\u00fchte sich Wilhelm II. erfolglos um eine Restauration der Monarchie in Deutschland. Er starb 1941 im Alter von 82 Jahren, ohne jemals wieder deutschen Boden betreten zu haben.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6950\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6><span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-source\"><span class=\"mw-mmv-title\">Karte des Deutschen Reiches 1871\u20131918<\/span>; aus: Putzger \u2013 Historischer Weltatlas; Datei aus Wikipedia<br>\n<\/span><\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3>Timeline V: \u201edie preussen \u00fcbernehmen das zepter\u201c<\/h3>\n<h4><span style=\"color: #800000;\">VOM FLICKENTEPPICH ZUM KAISERREICH<br>\n<\/span><\/h4>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-6577\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Tabs\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-5279\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798083675-84af2-62e7\" id=\"1595798083675-84af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798083728-94af2-62e7\" id=\"1595798083728-94af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1849<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798178904-2-74af2-62e7\" id=\"1595798178904-2-74af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;; 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Nachdem oppositionelle Volksversammlungen in Berlin Freiheitsrechte von der preu\u00dfischen Monarchie gefordert hatten, ging ab dem 13. M\u00e4rz 1848 Milit\u00e4r gegen sie vor. Diese Auseinandersetzungen steigerten sich am 18. und 19. M\u00e4rz zu Barrikadenk\u00e4mpfen, die mehrere hundert Todesopfer forderten. K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. sah sich schlie\u00dflich gezwungen, das Milit\u00e4r aus Berlin abzuziehen und den Demonstranten politische Zugest\u00e4ndnisse zu machen. Bis zum Sommer kam es zu einer vor\u00fcbergehenden Liberalisierung: Eine liberale M\u00e4rzregierung wurde ernannt, und eine frei gew\u00e4hlte Nationalversammlung begann mit der Ausarbeitung einer Verfassung f\u00fcr Preu\u00dfen. Die Uneinigkeit der revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte erm\u00f6glichte es dem K\u00f6nig jedoch, die meisten Zugest\u00e4ndnisse ab 1849 wieder zur\u00fcckzunehmen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596147815{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: R\u00fcdiger Hachtmann: Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution. Dietz, Bonn 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9513\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596890049{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Auszug aus dem Flickenteppich autonomer Reiche, F\u00fcrsten und Herzogt\u00fcmer die sich \u00fcber das Gebiet des heutigen Deutschlands ausdehnten.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597031046{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Deutsche Bund<\/strong> war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die \u201esouver\u00e4nen F\u00fcrsten und freien St\u00e4dte Deutschlands\u201c mit Einschluss des Kaisers von \u00d6sterreich und der K\u00f6nige von Preu\u00dfen, von D\u00e4nemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Z\u00fcge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besa\u00df der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine \u201ev\u00f6lkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz\u201c.\n<p>W\u00e4hrend der Revolution von 1848\/49 verlor der Bund seine Bedeutung und l\u00f6ste sich im Juli 1848 faktisch auf.<\/p>\n<p>Der Deutsche Bund wurde infolge des Deutschen Krieges vom Sommer 1866 aufgel\u00f6st. Preu\u00dfen und seine Verb\u00fcndeten gr\u00fcndeten einen Bundesstaat, den Norddeutschen Bund. Dieser war formell kein Nachfolger des Deutschen Bundes, nahm aber viele Ideen und Initiativen aus jener Zeit auf.<\/p>\n<p>Einen \u201eDeutschen Bund\u201c gab es kurzfristig noch am Anfang des Jahres 1871. Durch Vereinbarung des Norddeutschen Bundes mit Bayern, W\u00fcrttemberg, Baden und Hessen vom 8. Dezember und Beschluss des Bundesrates und des Reichstags vom 9.\/10. Dezember 1870 wurde der Halbsatz \u201eDieser Bund wird den Namen Deutscher Bund f\u00fchren\u201c ersetzt durch: \u201eDieser Bund wird den Namen Deutsches Reich f\u00fchren\u201c; die Bestimmung \u00fcber den neuen Staatsnamen trat am 1. Januar 1871 in Kraft. Mit der neuen Reichsverfassung vom 16. April 1871 wurde der \u201eDeutsche Bund\u201c aus dem Titel der Verfassung getilgt.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597190415{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Wolf D. Gruner: <em>Der Deutsche Bund: 1815\u20131866.<\/em> Beck, M\u00fcnchen 2010<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9515\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597973913{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm I. auf einem Portr\u00e4t des Hoffotografen Wilhelm Kuntzem\u00fcller (1884)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598334868{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Wilhelm I.<\/strong>, mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preu\u00dfen (* 22. M\u00e4rz 1797 in Berlin; \u2020 9. M\u00e4rz 1888 ebenda), aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod K\u00f6nig von Preu\u00dfen und seit der Reichsgr\u00fcndung 1871 erster Deutscher Kaiser.\n<p>Nach der Thronbesteigung seines \u00e4lteren kinderlosen Bruders, Friedrich Wilhelm IV., avancierte er als Prinz von Preu\u00dfen zum Thronfolger und setzte sich gegen jede Form der Verfassungs\u00e4nderung ein. Die \u00d6ffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Milit\u00e4rpartei am preu\u00dfischen Hof wahr.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der M\u00e4rzrevolution 1848 sprach sich der Prinz zwar f\u00fcr ein gewaltsames Vorgehen gegen die Demonstranten aus, hatte faktisch aber keine Kommandogewalt \u00fcber die in Berlin stationierten Truppen. Der bald \u00f6ffentlich als <strong><em>Kart\u00e4tschenprinz<\/em> <\/strong>beschimpfte Wilhelm sah sich schlie\u00dflich gezwungen, ins Exil nach Gro\u00dfbritannien zu gehen, von wo er bereits im Sommer 1848 zur\u00fcckkehrte. 1849 lie\u00df er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen.<\/p>\n<p>Durch die Revolution 1848\/1849 und seinen Aufenthalt in Koblenz als Milit\u00e4rgouverneur des Rheinlandes und Westfalens begann sich Wilhelms Einstellung gegen\u00fcber einer konstitutionellen Monarchie zu m\u00e4\u00dfigen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein m\u00f6gliches politisches Instrument f\u00fcr Preu\u00dfens Krone.<\/p>\n<p>1858 \u00fcbernahm Wilhelm f\u00fcr seinen erkrankten Bruder die Regentschaft. In der politischen \u00d6ffentlichkeit bef\u00f6rderte der Thronwechsel Hoffnungen auf eine Neue \u00c4ra. Da der Prinzregent, ab 1861 K\u00f6nig von Preu\u00dfen, jedoch auf eine konservative Heeresreform hinarbeitete, eskalierte kurz darauf ein Streit mit dem Abgeordnetenhaus zu einem Verfassungskonflikt.<\/p>\n<p>Im Kampf gegen das Parlament berief Wilhelm 1862 Otto von Bismarck zum preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten. Mit dessen Unterst\u00fctzung konnte der Verfassungskonflikt 1866 beigelegt und mittels Kriegen eine Machtsteigerung Preu\u00dfens erreicht werden.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598227788{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Guntram Schulze-Wegener: Wilhelm I. Deutscher Kaiser, K\u00f6nig von Preu\u00dfen, Nationaler Mythos. Mittler, Hamburg 2015<br>\nFranz Herre: Kaiser Wilhelm I. Der letzte Preu\u00dfe. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1980<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9517\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598478955{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Otto von Bismarck werden zahlreiche Zitate in den Mund geschoben \u2026<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598650183{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Ernennung Otto von Bismarcks zum preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten<\/b> sprach K\u00f6nig Wilhelm I. am 22. oder 23. September 1862 aus. Im Zuge des sich zuspitzenden preu\u00dfischen Verfassungskonflikts hatten konservative Politiker Bismarck wiederholt als preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten ins Gespr\u00e4ch gebracht. Erst nachdem jedoch ein Einigungsversuch der preu\u00dfischen Regierung mit dem Landtag am Widerstand des K\u00f6nigs gescheitert war und zwei Minister R\u00fccktrittsgesuche eingereicht hatten, wurde Bismarck im Herbst 1862 nach Berlin gerufen. Da zu erwarten war, dass das preu\u00dfische Abgeordnetenhaus die Finanzierung von Wilhelms Heeresreform ablehnen w\u00fcrde, erwog dieser, zu Gunsten von Kronprinz Friedrich Wilhelm abzudanken. In dieser Situation kam es am 22. September 1862 zu einer Unterredung zwischen Bismarck und K\u00f6nig Wilhelm I. in Schloss und Park Babelsberg bei Potsdam. In Folge des Treffens wurde Bismarck zun\u00e4chst zum Ministerpr\u00e4sidenten ernannt, am 8. Oktober 1862 zus\u00e4tzlich auch zum Minister der ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598668603{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Zur Vorgeschichte und den Umst\u00e4nden der Ernennung siehe das Kapitel \u201eDeutschland am Kreuzweg\u201c von Otto Pflanze: <i>Bismarck.<\/i> Band 1: <i>Der Reichsgr\u00fcnder.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9519\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599512682{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm I. trifft w\u00e4hrend der Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz auf den Kronprinzen Friedrich, Wandgem\u00e4lde von Emil H\u00fcnten f\u00fcr die Berliner Ruhmeshalle.Beim Wiedersehen auf dem Schlachtfeld \u00fcbereichte der K\u00f6nig tief ergriffen dem Kronprinzen den Orden \u201ePour le merite\u201c. Generalstabschef Helmuth Moltke ist am linken Bildrand zu erkennen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599586706{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der niedergeschlagenen Deutschen Revolution 1848\/49 war die Frage nach einer deutschen Einigung noch nicht gekl\u00e4rt. Zwar wurde der Deutsche Bund wiederhergestellt, doch die nationalen Gef\u00fchle wurden dadurch nicht befriedigt. Hinzu kam noch, dass auch der Adel den Nutzen einer nationalstaatlichen Einigung sah, besonders unter wirtschaftlichen Aspekten. Ein einheitlicher deutscher Binnenmarkt sollte die Grundlage sein f\u00fcr die Fahrt aufnehmende industrielle Revolution in Deutschland.\n<p>Mit den <strong>Deutschen Einigungskriegen<\/strong> setzte Preu\u00dfen die Idee des deutschen Nationalstaates im Sinn der kleindeutschen L\u00f6sung durch. Nach dem <em>Deutsch-D\u00e4nischen Krieg<\/em> (1864), dem <em>Deutschen Krieg<\/em> (1866) und dem <em>Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg<\/em> (1870\/71) entstand das preu\u00dfisch dominierte Deutsche Kaiserreich. Im historischen R\u00fcckblick wurde die Nationalstaatsbildung mit einer \u201eBlut-und-Eisen-Politik\u201c Otto von Bismarcks in Verbindung gebracht.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599624461{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Thorsten Loch, Lars Zacharias: Wie die Siegess\u00e4ule nach Berlin kam. Eine kleine Geschichte der Reichseinigungskriege 1864\u20131871. Rombach, Freiburg i.Br. 2012<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9516\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666600823381{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Proklamation des preu\u00dfischen K\u00f6nigs Wilhelm I. am 18. Januar 1871 zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles. Die dritte Version fertiggestellt am 22. M\u00e4rz 1877 zum 80. Geburtstag Kaiser Wilhelms I. Gem\u00e4lde von Anton von Werner im Auftrag der preu\u00dfischen K\u00f6nigsfamilie zum 70. Geburtstag Kanzler Bismarck erstellt. Bismarcks wei\u00dfe Kleidung entspricht nicht der Realit\u00e4t, sollte aber seine Position herausheben.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666600963520{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der deutsche Sieg bei Sedan und die Gefangennahme des franz\u00f6sischen Kaisers Napoleon III. (beides am 2. September 1870) machten den Weg f\u00fcr die <strong>Reichsgr\u00fcndung<\/strong> frei. Bismarck begann mit den s\u00fcddeutschen Staaten zu verhandeln. Dies bedeutete den Beitritt Bayerns, W\u00fcrttembergs und Badens zum Norddeutschen Bund durch die im November 1870 vereinbarte Gr\u00fcndung eines neuen \u201eDeutschen Bundes\u201c.\n<p>Andere Pl\u00e4ne wie der eines Doppelbundes, wie ihn etwa Bayern vorgeschlagen hatte, waren nunmehr chancenlos. Die bismarcksche L\u00f6sung garantierte zum einen eine Dominanz Preu\u00dfens auch im neuen, sogenannten zweiten Deutschen Reich. Zum anderen bedeutete der monarchische F\u00f6deralismus eine Barriere gegen Tendenzen zur Parlamentarisierung.<\/p>\n<p>Der preu\u00dfische K\u00f6nig, Inhaber des Bundespr\u00e4sidiums, erhielt den zus\u00e4tzlichen Titel \u201eDeutscher Kaiser\u201c. Diese Benennung war staatsrechtlich von untergeordneter, symbolisch jedoch von erheblicher Bedeutung \u2013 die Erinnerung an das Alte Reich erleichterte die Identifikation mit dem neuen Staat. K\u00f6nig Wilhelm selbst, der \u2013 nicht zu Unrecht \u2013 f\u00fcrchtete, dass der neue Titel die preu\u00dfische K\u00f6nigsw\u00fcrde \u00fcberdecken werde, blieb lange ablehnend. Wenn \u00fcberhaupt, verlangte er den Titel eines \u201eKaisers von Deutschland\u201c. Bismarck warnte, dass die s\u00fcddeutschen Monarchen dies kaum akzeptieren w\u00fcrden. Au\u00dferdem lautete der verfassungsm\u00e4\u00dfige Titel seit dem 1. Januar bereits \u201eDeutscher Kaiser\u201c. Wilhelm lie\u00df es dann bei der Kaiserproklamation am 18. Januar geschehen, dass der badische Gro\u00dfherzog ein Hoch auf \u201eKaiser Wilhelm\u201c ausrief.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601200744{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Margaret Anderson, Sibylle Hirschfeld (\u00dcbers.): <em>Lehrjahre der Demokratie \u2013 Wahlen und politische Kultur im Deutschen Kaiserreich.<\/em> Steiner, Stuttgart 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9514\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601664529{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Von links nach rechts: Die drei Kaiser des Jahres 1888. Wilhelm I. (1871\u20131888), Friedrich III.(1888) und Wilhelm II.(1888\u20131918)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601839776{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das Jahr 1888 ist als <strong>Dreikaiserjahr<\/strong> in die deutsche Geschichte eingegangen.\n<p>Auf Kaiser Wilhelm I., der am 9. M\u00e4rz in Berlin starb, folgte sein an Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich Wilhelm als Kaiser Friedrich III., der nach 99 Tagen Regentschaft am 15. Juni in Potsdam starb. Ihm folgte am selben Tag sein \u00e4ltester Sohn Friedrich Wilhelm, der als Kaiser Wilhelm II. den Thron als Deutscher Kaiser und K\u00f6nig von Preu\u00dfen bestieg. Innerhalb von nur vier Monaten wurde das Deutsche Reich somit von drei Herrschern aus unmittelbar aufeinanderfolgenden Generationen regiert.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Dreikaiserjahr entstand im Volksmund der Spruch: \u201eWilhelm I. war der greise Kaiser, Friedrich III. der weise (oder \u201eleise\u201c) Kaiser und Wilhelm II. der Reisekaiser.\u201c Damit wurde auf das mit fast 91 Jahren hohe Lebensalter Wilhelms I. und auf die kurz vor der Thronbesteigung aufgetretene, durch Kehlkopfkrebs ausgel\u00f6ste Stummheit Friedrichs III. Bezug genommen[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/p><\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9518\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602380415{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Lotse geht von Bord<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602449017{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der kurzen Herrschaftszeit von Friedrich\u00a0III. standen sich mit dem neuen Kaiser Wilhelm\u00a0II. und Bismarck zwei ungleiche Pers\u00f6nlichkeiten gegen\u00fcber. Bismarck hielt Wilhelm f\u00fcr unreif und wenig vorbereitet auf die \u00dcbernahme der Verantwortung. Er sei ein \u201eBrausekopf, k\u00f6nne nicht schweigen, sei Schmeichlern zug\u00e4nglich und k\u00f6nne Deutschland in einen Krieg st\u00fcrzen, ohne es zu ahnen und zu wollen.\u201c<sup id=\"cite_ref-152\" class=\"reference\"><\/sup> F\u00fcr Wilhelm dagegen war Bismarck eine nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfe Person und er machte deutlich, selbst politischen Einfluss nehmen zu wollen: \u201eSechs Monate will ich den Alten verschnaufen lassen, dann regiere ich selbst.\u201c\n<p>Bismarck sah vor diesem Hintergrund in der mutwilligen Versch\u00e4rfung der innenpolitischen Lage eine M\u00f6glichkeit, den neuen Kaiser von seiner Unentbehrlichkeit zu \u00fcberzeugen. Er brachte daher ein neues, versch\u00e4rftes und unbefristetes Sozialistengesetz ein, wohl wissend, dass dies die Kartellparteien auseinandersprengen w\u00fcrde, da die Nationalliberalen dies nicht mittragen konnten. Wilhelm, der seine Regierungszeit nicht mit einem solchen Konfliktkurs beginnen wollte, stellte sich den Pl\u00e4nen des Kanzlers entgegen. In einer Sitzung des Kronrates prallten beide am 24.\u00a0Januar 1890 aufeinander.<sup id=\"cite_ref-154\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p>In den folgenden Monaten versuchte Bismarck verzweifelt, seine Stellung zu halten und spielte erneut mit Staatsstreichgedanken, aber auch mit dem Plan einer engen Zusammenarbeit zwischen Zentrum und Konservativen.<\/p>\n<p>Am 15. M\u00e4rz 1890 entzog Kaiser Wilhelm dem Kanzler wegen dessen Konfliktkurses endg\u00fcltig die Unterst\u00fctzung. Das Entlassungsgesuch Bismarcks datiert vom 18. M\u00e4rz 1890.<\/p>\n<p>Als Nachfolger Otto von Bismarcks w\u00e4hlte der Kaiser den politisch unerfahrenen General Leo von Caprivi.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602588221{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Christoph Nonn: <i>Bismarck. Ein Preu\u00dfe und sein Jahrhundert.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2015.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-6577\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798083675-84af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798083675-84af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9512\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596072622{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Stra\u00dfenk\u00e4mpfe am Alexanderplatz in Berlin im Jahr 1848 w\u00e4hrend der Deutschen Revolution.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596106677{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>M\u00e4rzrevolution in Berlin<\/strong> war ein Teil der Revolutionen 1848\/1849 in Europa und ein zentrales Ereignis der deutschen Freiheits- und Nationalbewegung. Nachdem oppositionelle Volksversammlungen in Berlin Freiheitsrechte von der preu\u00dfischen Monarchie gefordert hatten, ging ab dem 13. M\u00e4rz 1848 Milit\u00e4r gegen sie vor. Diese Auseinandersetzungen steigerten sich am 18. und 19. M\u00e4rz zu Barrikadenk\u00e4mpfen, die mehrere hundert Todesopfer forderten. K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. sah sich schlie\u00dflich gezwungen, das Milit\u00e4r aus Berlin abzuziehen und den Demonstranten politische Zugest\u00e4ndnisse zu machen. Bis zum Sommer kam es zu einer vor\u00fcbergehenden Liberalisierung: Eine liberale M\u00e4rzregierung wurde ernannt, und eine frei gew\u00e4hlte Nationalversammlung begann mit der Ausarbeitung einer Verfassung f\u00fcr Preu\u00dfen. Die Uneinigkeit der revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte erm\u00f6glichte es dem K\u00f6nig jedoch, die meisten Zugest\u00e4ndnisse ab 1849 wieder zur\u00fcckzunehmen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596147815{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: R\u00fcdiger Hachtmann: Berlin 1848. Eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution. Dietz, Bonn 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798083728-94af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798083728-94af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1849<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9513\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666596890049{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Auszug aus dem Flickenteppich autonomer Reiche, F\u00fcrsten und Herzogt\u00fcmer die sich \u00fcber das Gebiet des heutigen Deutschlands ausdehnten.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597031046{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Deutsche Bund<\/strong> war ein Staatenbund, auf den sich im Jahr 1815 die \u201esouver\u00e4nen F\u00fcrsten und freien St\u00e4dte Deutschlands\u201c mit Einschluss des Kaisers von \u00d6sterreich und der K\u00f6nige von Preu\u00dfen, von D\u00e4nemark (hinsichtlich Holsteins) und der Niederlande (hinsichtlich Luxemburgs) geeinigt hatten. Dieser Bund existierte von 1815 bis 1866 und hatte bereits bundesstaatliche Z\u00fcge, da sich ein Recht des Deutschen Bundes entwickelte, das die Gliedstaaten band. Dennoch besa\u00df der Deutsche Bund keine Staatsgewalt, sondern nur eine \u201ev\u00f6lkerrechtsvertraglich vermittelte Vereinskompetenz\u201c.\n<p>W\u00e4hrend der Revolution von 1848\/49 verlor der Bund seine Bedeutung und l\u00f6ste sich im Juli 1848 faktisch auf.<\/p>\n<p>Der Deutsche Bund wurde infolge des Deutschen Krieges vom Sommer 1866 aufgel\u00f6st. Preu\u00dfen und seine Verb\u00fcndeten gr\u00fcndeten einen Bundesstaat, den Norddeutschen Bund. Dieser war formell kein Nachfolger des Deutschen Bundes, nahm aber viele Ideen und Initiativen aus jener Zeit auf.<\/p>\n<p>Einen \u201eDeutschen Bund\u201c gab es kurzfristig noch am Anfang des Jahres 1871. Durch Vereinbarung des Norddeutschen Bundes mit Bayern, W\u00fcrttemberg, Baden und Hessen vom 8. Dezember und Beschluss des Bundesrates und des Reichstags vom 9.\/10. Dezember 1870 wurde der Halbsatz \u201eDieser Bund wird den Namen Deutscher Bund f\u00fchren\u201c ersetzt durch: \u201eDieser Bund wird den Namen Deutsches Reich f\u00fchren\u201c; die Bestimmung \u00fcber den neuen Staatsnamen trat am 1. Januar 1871 in Kraft. Mit der neuen Reichsverfassung vom 16. April 1871 wurde der \u201eDeutsche Bund\u201c aus dem Titel der Verfassung getilgt.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597190415{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Wolf D. Gruner: <em>Der Deutsche Bund: 1815\u20131866.<\/em> Beck, M\u00fcnchen 2010<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798178904-2-74af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798178904-2-74af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1861<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9515\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666597973913{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm I. auf einem Portr\u00e4t des Hoffotografen Wilhelm Kuntzem\u00fcller (1884)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598334868{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Wilhelm I.<\/strong>, mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preu\u00dfen (* 22. M\u00e4rz 1797 in Berlin; \u2020 9. M\u00e4rz 1888 ebenda), aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod K\u00f6nig von Preu\u00dfen und seit der Reichsgr\u00fcndung 1871 erster Deutscher Kaiser.\n<p>Nach der Thronbesteigung seines \u00e4lteren kinderlosen Bruders, Friedrich Wilhelm IV., avancierte er als Prinz von Preu\u00dfen zum Thronfolger und setzte sich gegen jede Form der Verfassungs\u00e4nderung ein. Die \u00d6ffentlichkeit nahm ihn als Symbolfigur der antiliberalen Milit\u00e4rpartei am preu\u00dfischen Hof wahr.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der M\u00e4rzrevolution 1848 sprach sich der Prinz zwar f\u00fcr ein gewaltsames Vorgehen gegen die Demonstranten aus, hatte faktisch aber keine Kommandogewalt \u00fcber die in Berlin stationierten Truppen. Der bald \u00f6ffentlich als <strong><em>Kart\u00e4tschenprinz<\/em> <\/strong>beschimpfte Wilhelm sah sich schlie\u00dflich gezwungen, ins Exil nach Gro\u00dfbritannien zu gehen, von wo er bereits im Sommer 1848 zur\u00fcckkehrte. 1849 lie\u00df er als Oberbefehlshaber die Revolutionen in der Pfalz und in Baden blutig niederschlagen.<\/p>\n<p>Durch die Revolution 1848\/1849 und seinen Aufenthalt in Koblenz als Milit\u00e4rgouverneur des Rheinlandes und Westfalens begann sich Wilhelms Einstellung gegen\u00fcber einer konstitutionellen Monarchie zu m\u00e4\u00dfigen. Den deutschen Nationalismus betrachtete er zunehmend als ein m\u00f6gliches politisches Instrument f\u00fcr Preu\u00dfens Krone.<\/p>\n<p>1858 \u00fcbernahm Wilhelm f\u00fcr seinen erkrankten Bruder die Regentschaft. In der politischen \u00d6ffentlichkeit bef\u00f6rderte der Thronwechsel Hoffnungen auf eine Neue \u00c4ra. Da der Prinzregent, ab 1861 K\u00f6nig von Preu\u00dfen, jedoch auf eine konservative Heeresreform hinarbeitete, eskalierte kurz darauf ein Streit mit dem Abgeordnetenhaus zu einem Verfassungskonflikt.<\/p>\n<p>Im Kampf gegen das Parlament berief Wilhelm 1862 Otto von Bismarck zum preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten. Mit dessen Unterst\u00fctzung konnte der Verfassungskonflikt 1866 beigelegt und mittels Kriegen eine Machtsteigerung Preu\u00dfens erreicht werden.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598227788{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Guntram Schulze-Wegener: Wilhelm I. Deutscher Kaiser, K\u00f6nig von Preu\u00dfen, Nationaler Mythos. Mittler, Hamburg 2015<br>\nFranz Herre: Kaiser Wilhelm I. Der letzte Preu\u00dfe. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1980<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798179795-3-54af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798179795-3-54af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1862<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9517\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598478955{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Otto von Bismarck werden zahlreiche Zitate in den Mund geschoben \u2026<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598650183{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Ernennung Otto von Bismarcks zum preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten<\/b> sprach K\u00f6nig Wilhelm I. am 22. oder 23. September 1862 aus. Im Zuge des sich zuspitzenden preu\u00dfischen Verfassungskonflikts hatten konservative Politiker Bismarck wiederholt als preu\u00dfischen Ministerpr\u00e4sidenten ins Gespr\u00e4ch gebracht. Erst nachdem jedoch ein Einigungsversuch der preu\u00dfischen Regierung mit dem Landtag am Widerstand des K\u00f6nigs gescheitert war und zwei Minister R\u00fccktrittsgesuche eingereicht hatten, wurde Bismarck im Herbst 1862 nach Berlin gerufen. Da zu erwarten war, dass das preu\u00dfische Abgeordnetenhaus die Finanzierung von Wilhelms Heeresreform ablehnen w\u00fcrde, erwog dieser, zu Gunsten von Kronprinz Friedrich Wilhelm abzudanken. In dieser Situation kam es am 22. September 1862 zu einer Unterredung zwischen Bismarck und K\u00f6nig Wilhelm I. in Schloss und Park Babelsberg bei Potsdam. In Folge des Treffens wurde Bismarck zun\u00e4chst zum Ministerpr\u00e4sidenten ernannt, am 8. Oktober 1862 zus\u00e4tzlich auch zum Minister der ausw\u00e4rtigen Angelegenheiten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666598668603{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Zur Vorgeschichte und den Umst\u00e4nden der Ernennung siehe das Kapitel \u201eDeutschland am Kreuzweg\u201c von Otto Pflanze: <i>Bismarck.<\/i> Band 1: <i>Der Reichsgr\u00fcnder.<\/i> Beck, M\u00fcnchen 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798181205-4-84af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798181205-4-84af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1864-1870<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9519\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599512682{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Wilhelm I. trifft w\u00e4hrend der Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz auf den Kronprinzen Friedrich, Wandgem\u00e4lde von Emil H\u00fcnten f\u00fcr die Berliner Ruhmeshalle.Beim Wiedersehen auf dem Schlachtfeld \u00fcbereichte der K\u00f6nig tief ergriffen dem Kronprinzen den Orden \u201ePour le merite\u201c. Generalstabschef Helmuth Moltke ist am linken Bildrand zu erkennen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599586706{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der niedergeschlagenen Deutschen Revolution 1848\/49 war die Frage nach einer deutschen Einigung noch nicht gekl\u00e4rt. Zwar wurde der Deutsche Bund wiederhergestellt, doch die nationalen Gef\u00fchle wurden dadurch nicht befriedigt. Hinzu kam noch, dass auch der Adel den Nutzen einer nationalstaatlichen Einigung sah, besonders unter wirtschaftlichen Aspekten. Ein einheitlicher deutscher Binnenmarkt sollte die Grundlage sein f\u00fcr die Fahrt aufnehmende industrielle Revolution in Deutschland.\n<p>Mit den <strong>Deutschen Einigungskriegen<\/strong> setzte Preu\u00dfen die Idee des deutschen Nationalstaates im Sinn der kleindeutschen L\u00f6sung durch. Nach dem <em>Deutsch-D\u00e4nischen Krieg<\/em> (1864), dem <em>Deutschen Krieg<\/em> (1866) und dem <em>Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg<\/em> (1870\/71) entstand das preu\u00dfisch dominierte Deutsche Kaiserreich. Im historischen R\u00fcckblick wurde die Nationalstaatsbildung mit einer \u201eBlut-und-Eisen-Politik\u201c Otto von Bismarcks in Verbindung gebracht.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666599624461{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Thorsten Loch, Lars Zacharias: Wie die Siegess\u00e4ule nach Berlin kam. Eine kleine Geschichte der Reichseinigungskriege 1864\u20131871. Rombach, Freiburg i.Br. 2012<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798182008-5-104af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798182008-5-104af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1871<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9516\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666600823381{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Proklamation des preu\u00dfischen K\u00f6nigs Wilhelm I. am 18. Januar 1871 zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles. Die dritte Version fertiggestellt am 22. M\u00e4rz 1877 zum 80. Geburtstag Kaiser Wilhelms I. Gem\u00e4lde von Anton von Werner im Auftrag der preu\u00dfischen K\u00f6nigsfamilie zum 70. Geburtstag Kanzler Bismarck erstellt. Bismarcks wei\u00dfe Kleidung entspricht nicht der Realit\u00e4t, sollte aber seine Position herausheben.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666600963520{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der deutsche Sieg bei Sedan und die Gefangennahme des franz\u00f6sischen Kaisers Napoleon III. (beides am 2. September 1870) machten den Weg f\u00fcr die <strong>Reichsgr\u00fcndung<\/strong> frei. Bismarck begann mit den s\u00fcddeutschen Staaten zu verhandeln. Dies bedeutete den Beitritt Bayerns, W\u00fcrttembergs und Badens zum Norddeutschen Bund durch die im November 1870 vereinbarte Gr\u00fcndung eines neuen \u201eDeutschen Bundes\u201c.\n<p>Andere Pl\u00e4ne wie der eines Doppelbundes, wie ihn etwa Bayern vorgeschlagen hatte, waren nunmehr chancenlos. Die bismarcksche L\u00f6sung garantierte zum einen eine Dominanz Preu\u00dfens auch im neuen, sogenannten zweiten Deutschen Reich. Zum anderen bedeutete der monarchische F\u00f6deralismus eine Barriere gegen Tendenzen zur Parlamentarisierung.<\/p>\n<p>Der preu\u00dfische K\u00f6nig, Inhaber des Bundespr\u00e4sidiums, erhielt den zus\u00e4tzlichen Titel \u201eDeutscher Kaiser\u201c. Diese Benennung war staatsrechtlich von untergeordneter, symbolisch jedoch von erheblicher Bedeutung \u2013 die Erinnerung an das Alte Reich erleichterte die Identifikation mit dem neuen Staat. K\u00f6nig Wilhelm selbst, der \u2013 nicht zu Unrecht \u2013 f\u00fcrchtete, dass der neue Titel die preu\u00dfische K\u00f6nigsw\u00fcrde \u00fcberdecken werde, blieb lange ablehnend. Wenn \u00fcberhaupt, verlangte er den Titel eines \u201eKaisers von Deutschland\u201c. Bismarck warnte, dass die s\u00fcddeutschen Monarchen dies kaum akzeptieren w\u00fcrden. Au\u00dferdem lautete der verfassungsm\u00e4\u00dfige Titel seit dem 1. Januar bereits \u201eDeutscher Kaiser\u201c. Wilhelm lie\u00df es dann bei der Kaiserproklamation am 18. Januar geschehen, dass der badische Gro\u00dfherzog ein Hoch auf \u201eKaiser Wilhelm\u201c ausrief.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601200744{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Margaret Anderson, Sibylle Hirschfeld (\u00dcbers.): <em>Lehrjahre der Demokratie \u2013 Wahlen und politische Kultur im Deutschen Kaiserreich.<\/em> Steiner, Stuttgart 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798183221-6-04af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798183221-6-04af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1888<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9514\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601664529{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Von links nach rechts: Die drei Kaiser des Jahres 1888. Wilhelm I. (1871\u20131888), Friedrich III.(1888) und Wilhelm II.(1888\u20131918)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666601839776{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das Jahr 1888 ist als <strong>Dreikaiserjahr<\/strong> in die deutsche Geschichte eingegangen.\n<p>Auf Kaiser Wilhelm I., der am 9. M\u00e4rz in Berlin starb, folgte sein an Kehlkopfkrebs erkrankter Sohn Friedrich Wilhelm als Kaiser Friedrich III., der nach 99 Tagen Regentschaft am 15. Juni in Potsdam starb. Ihm folgte am selben Tag sein \u00e4ltester Sohn Friedrich Wilhelm, der als Kaiser Wilhelm II. den Thron als Deutscher Kaiser und K\u00f6nig von Preu\u00dfen bestieg. Innerhalb von nur vier Monaten wurde das Deutsche Reich somit von drei Herrschern aus unmittelbar aufeinanderfolgenden Generationen regiert.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Dreikaiserjahr entstand im Volksmund der Spruch: \u201eWilhelm I. war der greise Kaiser, Friedrich III. der weise (oder \u201eleise\u201c) Kaiser und Wilhelm II. der Reisekaiser.\u201c Damit wurde auf das mit fast 91 Jahren hohe Lebensalter Wilhelms I. und auf die kurz vor der Thronbesteigung aufgetretene, durch Kehlkopfkrebs ausgel\u00f6ste Stummheit Friedrichs III. Bezug genommen[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/p><\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798184159-7-34af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798184159-7-34af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-5279 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1890<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9518\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602380415{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Der Lotse geht von Bord<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602449017{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der kurzen Herrschaftszeit von Friedrich\u00a0III. standen sich mit dem neuen Kaiser Wilhelm\u00a0II. und Bismarck zwei ungleiche Pers\u00f6nlichkeiten gegen\u00fcber. Bismarck hielt Wilhelm f\u00fcr unreif und wenig vorbereitet auf die \u00dcbernahme der Verantwortung. Er sei ein \u201eBrausekopf, k\u00f6nne nicht schweigen, sei Schmeichlern zug\u00e4nglich und k\u00f6nne Deutschland in einen Krieg st\u00fcrzen, ohne es zu ahnen und zu wollen.\u201c<sup id=\"cite_ref-152\" class=\"reference\"><\/sup> F\u00fcr Wilhelm dagegen war Bismarck eine nicht mehr zeitgem\u00e4\u00dfe Person und er machte deutlich, selbst politischen Einfluss nehmen zu wollen: \u201eSechs Monate will ich den Alten verschnaufen lassen, dann regiere ich selbst.\u201c\n<p>Bismarck sah vor diesem Hintergrund in der mutwilligen Versch\u00e4rfung der innenpolitischen Lage eine M\u00f6glichkeit, den neuen Kaiser von seiner Unentbehrlichkeit zu \u00fcberzeugen. Er brachte daher ein neues, versch\u00e4rftes und unbefristetes Sozialistengesetz ein, wohl wissend, dass dies die Kartellparteien auseinandersprengen w\u00fcrde, da die Nationalliberalen dies nicht mittragen konnten. Wilhelm, der seine Regierungszeit nicht mit einem solchen Konfliktkurs beginnen wollte, stellte sich den Pl\u00e4nen des Kanzlers entgegen. In einer Sitzung des Kronrates prallten beide am 24.\u00a0Januar 1890 aufeinander.<sup id=\"cite_ref-154\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p>In den folgenden Monaten versuchte Bismarck verzweifelt, seine Stellung zu halten und spielte erneut mit Staatsstreichgedanken, aber auch mit dem Plan einer engen Zusammenarbeit zwischen Zentrum und Konservativen.<\/p>\n<p>Am 15. M\u00e4rz 1890 entzog Kaiser Wilhelm dem Kanzler wegen dessen Konfliktkurses endg\u00fcltig die Unterst\u00fctzung. Das Entlassungsgesuch Bismarcks datiert vom 18. M\u00e4rz 1890.<\/p>\n<p>Als Nachfolger Otto von Bismarcks w\u00e4hlte der Kaiser den politisch unerfahrenen General Leo von Caprivi.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666602588221{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Christoph Nonn: <i>Bismarck. Ein Preu\u00dfe und sein Jahrhundert.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2015.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column css=\u201c.vc_custom_1498229431694{padding-bottom: 50px !important;}\u201c][vc_column_text][\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_row_inner css=\u201c.vc_custom_1592343943959{padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;background-color: #f5f5f5 !important;}\u201c][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033]<div id=\"ultimate-heading-92746a71dae9a884f\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-92746a71dae9a884f uvc-2252  uvc-heading-default-font-sizes\" data-hspacer=\"no_spacer\" data-halign=\"left\" style=\"text-align:left\"><div class=\"uvc-heading-spacer no_spacer\" style=\"top\"><\/div><div class=\"uvc-sub-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-92746a71dae9a884f .uvc-sub-heading \" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' style=\"font-weight:normal;\">\n<h3>ZWEI K\u00d6PFE HINTER DEM KAISER \u2026<\/h3>\n<\/div><\/div>[vc_single_image image=\u201c9611\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6><strong>Otto von Bismarck (1815-1898), Ministerpr\u00e4sident Preussens und Kanzler des Deutschen Reichs<\/strong><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c10\u2033][vc_column_text]\n<h6>Unbestritten: Bismarck gilt als die dominierende Figur zur Zeit der Eingung Deutschlands und eigentlicher Gr\u00fcnder des Deutschen Kaiserreichs sowie Vordenker des modernen Sozialstaats. Seine Denkschriften und vielmehr noch die unz\u00e4hligen Darstellungen seines Lebens und politischen Wirkens (\u00fcber)f\u00fcllen B\u00fccherregale.<\/h6>\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Bismarck war 1866 zum Generalmajor, 1871 zum Generalleutnant und 1876 zum General der Kavallerie ernannt worden. 1890 erfolgte anl\u00e4sslich seines R\u00fccktritts die Ernennung zum Generaloberst der Kavallerie im Rang eines Generalfeldmarschalls.<\/span><\/h6>\n<h6>Als Kanzler und preu\u00dfischer Ministerpr\u00e4sident bestimmte er die Politik des neu geschaffenen Reiches bis zu seiner Entlassung 1890 entscheidend mit. Er setzte au\u00dfenpolitisch auf einen Ausgleich der europ\u00e4ischen M\u00e4chte und wandte sich lange gegen eine deutsche Kolonialpolitik.<\/h6>\n<h6>Ein Grundziel von Bismarcks Au\u00dfenpolitik blieb es, Frankreich zu schw\u00e4chen. Um dies zu erreichen, bem\u00fchte er sich um gute Beziehungen zu \u00d6sterreich und zu Russland, ohne dabei eine Seite zu pr\u00e4ferieren. Ergebnis dieser Strategie war das Dreikaiserabkommen von 1873. Wie schwierig es f\u00fcr das Deutsche Reich jedoch war, seine neue Position auf Kosten Frankreichs zu festigen, zeigte bereits 1875 die weitgehend von Bismarck selbst provozierte \u201eKrieg-in-Sicht-Krise\u201c. Der Versuch Bismarcks, eine deutsche Hegemonialpolitik gegen\u00fcber Frankreich durchzusetzen, scheiterte.<\/h6>\n<h6>Auch wenn Bismarck dem wiedererstarkten Frankreich lediglich drohen wollte und nicht konkret einen Krieg plante, war die Krise f\u00fcr ihn lehrreich. Sie zeigte, dass eine Ann\u00e4herung zwischen Frankreich und Russland nicht grunds\u00e4tzlich ausgeschlossen war. Die M\u00f6glichkeit eines B\u00fcndnisses zwischen beiden bereitete ihm f\u00fcr den Rest seiner Amtszeit Sorge. Aber auch England hatte deutlich gemacht, dass es einen weiteren Machtzuwachs Deutschlands nicht akzeptieren werde. Im Zweifelsfall arbeiteten die europ\u00e4ischen Fl\u00fcgelm\u00e4chte zusammen, um eine St\u00f6rung des machtpolitischen Gleichgewichts zu verhindern.<\/h6>\n<h6>Innenpolitisch ist seine Regierungszeit nach 1866 in zwei Phasen einteilbar. Zun\u00e4chst kam es zu einem B\u00fcndnis mit den gem\u00e4\u00dfigten Liberalen. In dieser Zeit gab es zahlreiche innenpolitische Reformen wie die Einf\u00fchrung der Zivilehe, wobei Bismarck Widerstand von katholischer Seite mit drastischen Ma\u00dfnahmen bek\u00e4mpfte. Seit den sp\u00e4ten 1870er-Jahren wandte Bismarck sich zunehmend von den Liberalen ab. In diese Phase f\u00e4llt der \u00dcbergang zur Schutzzollpolitik und zu staatsinterventionistischen Ma\u00dfnahmen. Dazu z\u00e4hlte insbesondere die Schaffung des Sozialversicherungssystems. Innenpolitisch gepr\u00e4gt waren die 1880er-Jahre nicht zuletzt vom repressiven Sozialistengesetz. 1890 f\u00fchrten Meinungsverschiedenheiten mit dem seit knapp zwei Jahren amtierenden Kaiser Wilhelm II. zu Bismarcks Entlassung.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space height=\u201c37\u2033][vc_single_image image=\u201c9609\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6><strong>Helmuth Karl Bernhard von Moltke<\/strong>, ab 1870 Graf von Moltke, genannt <em>Moltke der \u00c4ltere<\/em>, volkst\u00fcmlich <em>Der gro\u00dfe Schweiger<\/em> (* 1800 , \u20201891), war preu\u00dfischer Generalfeldmarschall. Als Chef des Generalstabs hatte er wesentlichen Anteil am Erfolg Preu\u00dfens in den Deutschen Einigungskriegen. Moltke geh\u00f6rte nicht nur zu den erfolgreichsten Feldherren seiner Zeit, sondern seine Konzepte sind \u2013 nicht nur im milit\u00e4rischen Bereich \u2013 bis heute fortdauernd aktuell. Er war der Urgro\u00dfonkel des Widerstandsk\u00e4mpfers gegen den Nationalsozialismus Helmuth James Graf von Moltke.<br>\nMoltke galt als genialer Stratege und war in leitender Verantwortung ma\u00dfgeblich an der Ausarbeitung der Pl\u00e4ne f\u00fcr den Deutsch-D\u00e4nischen Krieg (1864), den Deutschen Krieg (genauer: Preu\u00dfisch-Deutscher Krieg von 1866) gegen die Truppen des Deutschen Bundes (insbes. \u00d6sterreich, Bayern, Sachsen, Hannover und Kurhessen) und den Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg (1870\/1871) beteiligt. Dabei erkannte er fr\u00fch die Bedeutung strategischer Bahnen f\u00fcr den Aufmarsch gro\u00dfer Heere.<\/h6>\n<h6>Die entscheidende Schlacht bei K\u00f6niggr\u00e4tz gegen \u00d6sterreich f\u00fchrte Moltke pers\u00f6nlich. Nach den siegreichen K\u00e4mpfen gegen Frankreich erhielt er am 28. Oktober 1870 den erblichen Titel eines Grafen und am 16. Juni 1871, am Tag der gl\u00e4nzenden Berliner Siegesparade, die Ernennung zum Generalfeldmarschall. Er blieb bis zu der aus Altersgr\u00fcnden erbetenen Verabschiedung am 9. August des Dreikaiserjahres 1888 in der Dienststellung des Chefs des Gro\u00dfen Generalstabs.<\/h6>\n<h6>Moltke und Bismarck gelten als Schmiede der Reichseinigung von 1871, Moltke aus milit\u00e4rischer und Bismarck aus politischer Sicht. Obwohl Moltke ab 1871 Immediatrecht beim Kaiser hatte und damit faktisch die M\u00f6glichkeit, milit\u00e4rische Entscheidungen zusammen mit dem Oberbefehlshaber unter Ausschluss von Reichstag und Kanzler zu treffen, war er stets bereit, sich dem von Bismarck geforderten Primat der Politik zu unterwerfen. Noch in seiner letzten Reichstagsrede, die er als fast 90-J\u00e4hriger am 14. Mai 1890 hielt (also wenige Monate nach Bismarcks Entlassung), warnte er eindringlich vor einem neuen Krieg in Europa mit den Worten:<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">\u201eMeine Herren, es kann ein siebenj\u00e4hriger, es kann ein drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg werden \u2013 und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfa\u00df schleudert!\u201c<\/h6>\n<h6>Moltkes Konzept <strong>F\u00fchren mit Auftrag<\/strong> ging in die Milit\u00e4rdoktrinen zahlreicher Staaten ein; seine Bedeutung zeigt sich auch daran, dass das Wort \u201eAuftragstaktik\u201c als Germanismus in viele Sprachen \u00fcbernommen wurde.<\/h6>\n<h6>In j\u00fcngerer Zeit wurden Moltkes Strategie- und Taktikprinzipien vermehrt auch auf zivile Bereiche \u00fcbertragen. Der amerikanische Harvard Business Review, der Moltke 1992 als den \u201evielleicht gr\u00f6\u00dften Strategen aller Zeiten\u201c (\u201eperhaps the greatest strategist of all time\u201c) bezeichnete, empfahl nachdr\u00fccklich, seine Ideen auch im Bereich des Managements anzuwenden.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cfranz-josef-I\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">kaiser franz josef i und die \u00f6sterreichisch-ungarische doppelmonarchie<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column][vc_single_image image=\u201c6860\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474154282{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]Die Thronbesteigung des 18 j\u00e4hrigen Erzherzogs Franz Josef Karl von \u00d6sterreich (1830-1916) war eine Folge der revolution\u00e4ren Erehebungen von 1848. Sein Onkel Ferdinand I. war nach Ansicht der Dynastie Habsburg-Lothringen zu schwach, seine Regierung (von 1835-1848) fortzuf\u00fchren und sein Bruder, Franz Josefs Vater Franz Karl von \u00d6sterreich verzichtete auf Dr\u00e4ngen seiner Frau auf die Thronfolge.\n<p>W\u00e4hrend 68 Jahren sollte deren beider Sohn als Kaiser Franz Josef I. die Geschicke eines riesigen Imperiums leiten, in welchem diverse, teils hochbrisante Spannungsfelder schwelten und zahlreiche Kronl\u00e4nder eine Abspaltung anstrebten. Diese Bestrebungen wurden von den damals strategischen Gegnern Preussen, Frankreich und Italien zus\u00e4tzlich befeuert.<\/p>\n<p>Das Ausmass seiner Macht \u00fcber 53 Milionen Menschen (1914), die sich in elf unterschiedlichen Sprachen unterhielten war beschr\u00e4nkt. Das Reich mit seinen 676.000 km2 war schlicht zu ausgedehnt, um den notwendigen Einfluss geltend zu machen. Franz Josef bezeichnete sich selbst als den \u201eersten Beamten\u201c des Staats, obschon sein \u201eGrosser Titel\u201c eigentlich anderes besagte. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a8865\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a8865\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Dieser lautet ab 1869: \u201eFranz Joseph I. von Gottes Gnaden Kaiser von \u00d6sterreich, K\u00f6nig von Ungarn und B\u00f6hmen, von Dalmazien, Croatien, Slavonien, Galicien, Lodomerien und Illyrien, K\u00f6nig von Jerusalem; Erzherzog zu \u00d6sterreich, Gro\u00dfherzog von Toskana und Krakau, Herzog von Lothringen, von Salzburg, von Steyer, K\u00e4rnthen, Krain und der Bukowina, Gro\u00dff\u00fcrst zu Siebenb\u00fcrgen; Markgraf von M\u00e4hren; Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Quastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara; gef\u00fcrsteter Graf von Habsburg und Tyrol, Kyburg, G\u00f6rz und Gradiska, F\u00fcrst von Trient und Brixen, Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien, Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc., Herr von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark, Gro\u00dfwojwode der Wojwodschaft Serbien etc.\u201c<\/p>\n<p>Von 1848 bis 1866 hatte Franz Joseph noch zus\u00e4tzlich den Titel <i>K\u00f6nig der Lombardei und Venedigs<\/i> gef\u00fchrt, welcher sp\u00e4ter jedoch gestrichen wurde, nachdem Venetien im Frieden von Wien und die zuvor schon verlorene Lombardei endg\u00fcltig von der Donaumonarchie abgetrennt worden waren. <\/p><\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6248\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6>Die \u00d6sterreichisch-Ungarnische Monarchie und die Schweiz 1899.\u00a0 Zum Reichsgebiet geh\u00f6rten die Territorien der heutigen Staaten: \u00d6sterreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Hezegowina sowie Teile des heutigen Rum\u00e4niens (Siebenb\u00fcrgen, Banat), Montenegros (Gemeinden an der K\u00fcste), Polens (Westgalizien), der Ukraine (Ostgalizien, Karpatenukraine und Nordbukkowina), Italiens (Trentino-S\u00fcdtirol und Teile von Friaul-Julisch Venetien) sowie Serbiens (Vojvodina). Original: \u201eVolksschul-Atlas\u201c, Westermann, Braunschweig, 1899; Digital: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h4>Erfolgloser Kriegsherr \u2013 ungl\u00fccklicher familenvater \u2013 alter Kaiser<\/h4>\n<h5>Milit\u00e4rische Erziehung<\/h5>\n<p>Franz Josef wurde seit fr\u00fchster Jugend auf seine Funktion als k\u00fcnftiger Kaiser und \u201eAllerh\u00f6chster Kriegsherr\u201c vorbereitet. Soldatisches bereitete ihm Freude, seine Erziehung erfolgte nach der Tradition des Drills, des Gehorsams und des Pflichtbewusstseins. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a8878\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a8878\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Seine milt\u00e4rischen Erfolge sind aber mehr als bescheiden, sowohl als \u201eAllerh\u00f6chster Kriegsherr\u201c und mehr noch als auf dem Feld pr\u00e4senter \u201eSchlachtenlenker\u201c. Die glorreiche Zeit des Kaiserlichen Heeres unter dem legend\u00e4ren Feldmarschall Radetzky (1766-1858) war nach 1849 ausgelaufen. Der Sieger von Sta. Lucia (Verona), Custozzo, Novara und Mortara wurde 1857, im Alter von 90 Jahren (sic!)\u00a0 \u2013 nach 72 Dienstjahren in den Ruhestand versetzt. Er diente unter f\u00fcnf Kaisern und war an mindestens 17 Feldz\u00fcgen beteiligt.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter starb der wohl bedeutendste Feldherr \u00d6sterreichs des 19. Jahrhunderts und dem jungen Kaiser fehlte nun ein gewiefter Stratege und Taktiker, da Radetzkys Nachfolger mit bedeutend weniger entsprechenden Talenten beg\u00fcnstigt war.<\/p>\n<p>Bei der verlustreichen Schlacht bei Solferino gegen Napoleon III. (1859) f\u00fchrte Franz Josef I. ein erstes und einziges Mal sein kaiserliches Berufsheer pers\u00f6nlich in die Schlacht. Die Niederlage f\u00fchrte nicht nur zum Verlust weiterer Gebiete in Norditalien. Die 14\u2019000 Toten und Verwundeten auf \u00f6sterreichischer Seite zu beklagenden Soldaten sowie die weiteren 8\u2019000 Vermissten und Gefangenen hatte er nun pers\u00f6nlich zu verantworten und dies f\u00fchrte selbstverst\u00e4ndlich zu einer gravierenden Einbusse seines Prestiges. <\/p><\/div><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h5>zun\u00e4chst gl\u00fccklicher Ehemann \u2013 bald schon ungl\u00fccklicher Familienvater<\/h5>\n<p>1854 heiratete Franz Josef die damals 16 j\u00e4hrige Wittelsbacherin Elisabeth, Herzogin in Bayern. Als \u201eSisi\u201c ist sie nach Maria Theresia wohl die bekannteste Kaiserin aus dem Haus Habsburg. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, wobei die erstgeborene Tochter Sophie (1855) im Alter von zwei Jahren an Typhus verstarb. Nach der zweiten Tochter\u00a0 Gisela (1856-1932) wurde 1858 der Thronfolger, Kronzprinz Erzherzog Rudolf geboren. Als Nachz\u00fcglerin komplettierte 10 Jahre sp\u00e4ter Marie Valerie (1868-1924) die kaiserliche Familie.<\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a8885\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a8885\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Die drei Kinder sollten sp\u00e4ter standesgem\u00e4ss verheiratet werden, so wie dies auch im Hause Habsburg w\u00e4hrend Hunderten von Jahren arrangiert wurde. Dem Thronfolger Rudolf wurde Stephanie, Prinzessin von Belgien \u201ezugewiesen\u201c, welche er 1881 dann auch aus dynastischen Gr\u00fcnden heiratete. 1883 kam die Tochter des Thronfolgerpaares, Elisabeht Marie (1883-1963) zur Welt. Rudolf war f\u00fcr seine zahlreichen Aff\u00e4ren mit attraktiven Frauen \u201estadtbekannt\u201c.<\/p>\n<p>Das Leben am Hof war ihm \u2013 und da schlagen wohl die Gene seiner Mutter Sisi bei Rudolf duch \u2013 zu beengend. Wie sie, verliess er wenn immer m\u00f6glich die h\u00f6fische Umgebung und besch\u00e4ftigte sich mit naturwissenschaftlichen und geographischen Studien, welche letzlich 1885 die Herausgabe des ersten Bandes einer vpm Rudolf angeregten, 24-teiligen Enzyklop\u00e4die \u201eDie \u00f6sterreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild\u201c zum Resultat hatte. Diese landeskundlichen Darstellungen wurden auch als Kronprinzenwerk bezeichnet und erschienen in der Folge bis 1902. Rudolf sollte allerdings lediglich die Lieferung der ersten sechs B\u00e4nde erleben. Im Januar 1889 schied er gemeinsam mit seiner Geliebten in Mayerling aus dem Leben. Ein absoluter Skandal am kaiserlichen Hof. <\/p><\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6262\u2033 img_size=\u201cfull\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6>Das Kaiserpaar um 1865 auf zwei Gem\u00e4lden von Franz Xaver Winterhalder und Kronprinz Erzherzog Rudolf auf einem Portrait von Eugen Felix, wohl um 1870. Auf dem wohl bekanntesten Portraits der Kaiserin Elisabeth tr\u00e4gt diese in ihren Haaren 27 sogenannten Edelweissterne, ein Haarschmuck aus Diamantsternen, welche sie zu ihrer Hochzeit erhalten hatte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c16px\u201c][vc_column_text]Nach deren erstgeborener Tochter hatte das Kaiserpaar im Januar 1889 nun auch noch den Kronprinzen auf tragische Art und f\u00fcr das erzkatholische Haus \u00e4usserst peinliche Weise verloren. Ob Franz Josef I. seinen Sohn auch wirklich als Thronfolger eingesetzt h\u00e4tte kann nur spekulativ beantwortet werden. Sein Filius war ihm m\u00f6glicherweise doch ein zu lebhafter Sch\u00f6ngeist und insbesondere Rudolfs liberale Haltung in staats- und damit machtpolitischen Fragen entsprach nicht seiner Linie. Die Betroffenheit des Kaisers \u00fcber den Verlust seines einzigen Sohnes hielt sich offenbar in Grenzen, im Gegensatz zur aufrichtigen Trauer der Mutter, die mit Rudolf auch einen der wenigen, ihr Vertrauten bei Hofe verloren hatte.\n<p>Die Kaiserin begab sich auch schon vor Rudolfs Tod immer wieder auf ausgedehnte Reisen. Als offizieller Grund wurde immer wieder ihre gesundheitliche Verfassung angegeben.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a8890\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a8890\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Die \u00c4rzte verordneten ihr \u201eLungenkuren\u201c, welche sie, oft auch in Begleitung ihrer j\u00fcngsten Tochter im Mittelmeerraum absolvierte. Den ersten Kuraufenthalt verbrachte sie auf Madeira, erlitt aber nach ihrer R\u00fcckkehr rasch einen schweren R\u00fcckfall, so dass die \u00c4rzte ihr mit Verdacht auf Tuberkulose einen weiteren Aufenthalt in der W\u00e4rme verschrieben, welchen sie auf Korfu im Ionischen Meer verbrachte.<\/p>\n<p>Es ist aber kein Geheimnis, dass Sisi diese Reisen vorallem dazu nutzte, sich vom Hof und Hofstaat begr\u00fcndet fernzuhalten. Ihr pflichtbewusster Gatte fand kaum Zeit f\u00fcr seine Kaiserin und Repr\u00e4sentationsaufgaben wurden ihr zunehmend zur l\u00e4stigen Qual. <\/p><\/div><\/div>\n<h5><\/h5>\n<h5>\u201eMir bleibt doch nichts erspart auf dieser Welt\u201c<\/h5>\n<p>Ihre letzte Reise f\u00fchrte Elisabeth nach Genf wo sie sich inkognito im Hotel Beau-Rivage niederliess. Am 10. September 1898 erlag die Kaiserin im Alter von 60 Jahren dem Attentat des italitnischen Anarchisten Luigi Lucheni, welcher sie mit einer spitzen Feile erstach. Lucheni wollte nach eigener Aussage im Verh\u00f6r urspr\u00fcnglich den Prinzen Henri Philippe d\u2019Orl\u00e9ans ermorden. Da dieser aber kurzfristig seine Reisepl\u00e4ne ge\u00e4ndert hatte und nicht in Genf eintraf, w\u00e4hlte Lucheni Elisabeth als sein Opfer, nachdem er von ihrer Anwesenheit in Genf erfahren hatte. Lucheni wurde wegen des Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 19. Oktober 1910 fand man ihn erh\u00e4ngt mit einem G\u00fcrtel in einer Dunkelzelle.<\/p>\n<p>Die verbleibenden 18 Jahre seines Lebens sollte Kaiser Franz Josef I. als Wittwer verbringen m\u00fcssen, wobei ihm seine Begleiterin Katharina Schratt, eine Burgschauspielerin mit welcher der Kaiser seit 1883 einen freundschaftlichen Austausch pflegte bis an sein Lebensende 1916 beiseite stand.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1599539727597{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Timeline VI: kaiser franz josef I und seine Zeit<\/span><\/h3>\n<h4>DATEN UND EREIGNISSE IM LEBEN DES \u201eERSTEN BEAMTEN DES REICHS\u201c<\/h4>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-5060\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-2163\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595799189564-5\" id=\"1595799189564-5\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1830<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595799189775-7\" id=\"1595799189775-7\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595799387731-2-5\" id=\"1595799387731-2-5\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1889<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595799391669-5-6\" id=\"1595799391669-5-6\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1898<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595799392705-6-2\" id=\"1595799392705-6-2\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1916<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><\/ul><div data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-desc-wrap-5060 .ult_tabcontent .ult_tab_min_contain  p\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult_tabcontent ult-responsive style1\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\"><div class=\"ult_tab_min_contain \">\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9578\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666715445019{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das <strong>Schloss Sch\u00f6nbrunn<\/strong> geht in seiner heutigen Form zun\u00e4chst auf eine von und f\u00fcr Kaiser Joseph I. geplante Residenz zur\u00fcck, die Kaiserin Maria Theresia sp\u00e4ter im 18. Jahrhundert f\u00fcr ihre Familie zur gem\u00fctlichen Sommerresidenz umbauen lie\u00df. 1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Sch\u00f6nbrunner Schloss auf, als die Franzosen Wien besetzt hatten. Am 15. Dezember 1805 wurde hier der Vertrag von Sch\u00f6nbrunn zwischen Preu\u00dfen und Frankreich unterzeichnet und am 14. Oktober 1809 der noch bedeutendere Friede von Sch\u00f6nbrunn zwischen Frankreich und \u00d6sterreich. 1832 starb hier Napoleons Sohn und einziger legitimer Nachkomme Napoleon Franz Bonaparte, in \u00d6sterreich als Herzog von Reichstadt gel\u00e4ufig, im Alter von 21 Jahren.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595660700288{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Erzherzog Franz Joseph Karl<\/strong> war der \u00e4lteste Sohn des Erzherzogs Franz Karl von \u00d6sterreich und dessen Gemahlin Prinzessin Sophie Friederike von Bayern und wurde am <strong>18. August 1830 auf Schloss Sch\u00f6nbrunn geboren.<\/strong>\n<p>Da aus der Ehe des zeugungsunf\u00e4higen Thronfolgers Erzherzog Ferdinand (ab 1835 Kaiser) keine Nachkommen zu erwarten waren, sollte dessen n\u00e4chst\u00e4lterer Bruder Franz Karl die Erbfolge der Habsburger fortsetzen, weshalb der Geburt von dessen Sohn Franz Joseph am Wiener Hof besondere Bedeutung zugemessen wurde. Franz Karl war n\u00e4mlich sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig von schwacher Konstitution und galt daher f\u00fcr eine Regentschaft als kaum geeignet. Aus diesem Grund wurde Franz Joseph bereits von fr\u00fchester Kindheit an von seiner politisch ambitionierten Mutter konsequent als potenzieller Nachfolger auf dem Kaiserthron aufgebaut[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666716463268{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Litertatur zur Geschichte des Schloss Sch\u00f6nbrunn: Kurt Eigl, Franz Hubmann, Christian Brandst\u00e4tter: <em>Sch\u00f6nbrunn. Ein Schlo\u00df und seine Welt<\/em>. Wien 1982.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9579\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666716804634{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Josef Klaus (1853), Kr\u00f6nung Kaiser Franz Josephs I. im Palast des Erzbischofs von Olm\u00fctz am 2. Dezember 1848.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595662498804{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der Niederschlagung der M\u00e4rzrevolution ersch\u00fctterten weitere revolution\u00e4re Erhebungen das Kaisertum \u00d6sterreich. Die Ereignisse des Jahres 1848 verdeutlichten auch die F\u00fchrungsschw\u00e4che Kaiser Ferdinands und zeigten, dass er krankheitsbedingt nahezu regierungsunf\u00e4hig war.\n<p>Am <strong>2. Dezember 1848<\/strong> legte Ferdinand offiziell die Regierung nieder und Franz Joseph wurde im Thronsaal der f\u00fcrstbisch\u00f6flichen Residenz von Olm\u00fctz, wohin der Hof aufgrund des Wiener Oktoberaufstands geflohen war, <strong>zum neuen Kaiser proklamiert.<\/strong> Der feierliche Staatsakt umfasste neben der Erkl\u00e4rung des Regierungsverzichts Ferdinands die Gro\u00dfj\u00e4hrigkeitserkl\u00e4rung Franz Josephs durch F\u00fcrst Schwarzenberg. In seiner Regierungserkl\u00e4rung umriss der neue Souver\u00e4n seine Herrschaftsvorstellung mit den Worten: <i>\u2026Fest entschlossen den Glanz der Krone ungetr\u00fcbt zu erhalten, aber bereit, Unsere Rechte mit den Vertretern Unserer V\u00f6lker zu teilen, rechnen Wir darauf, dass es mit Gottes Beistand gelingen werde, alle L\u00e4nder und St\u00e4mme der Monarchie zu einem gro\u00dfen Staatsk\u00f6rper zu vereinen\u2026 <\/i><sup id=\"cite_ref-4\" class=\"reference\"><\/sup>Zu seinem Wahlspruch erkor er \u201eViribus Unitis\u201c (\u201emit vereinten Kr\u00e4ften\u201c).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666717121084{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographien von Franz Joseph I: Franz Herre: Kaiser Franz Joseph von \u00d6sterreich. Sein Leben \u2013 seine Zeit. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1992.<br>\nKatrin Unterreiner: Kaiser Franz Joseph 1830\u20131916. Mythos und Wahrheit. Brandst\u00e4tter, Wien 2015.<br>\nMichaela Vocelka, Karl Vocelka: Franz Joseph I. Kaiser von \u00d6sterreich und K\u00f6nig von Ungarn. Beck, M\u00fcnchen 2015.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9580\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666758256568{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Verm\u00e4hlung von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth von Bayern am 24. April 1854<br>\nLeipziger Illustrirte Zeitung, Nr. 22 (1854), S. 268\/269; Digital: dhm\/lemo.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666758414399{padding-top: 10px !important;}\u201c]1853 suchte die dynastiebewusste Erzherzogin Sophie nach einer geeigneten Braut f\u00fcr ihren noch unverheirateten Sohn. Sie fasste eine Verbindung mit dem Haus Wittelsbach ins Auge und gemeinsam mit ihrer Schwester, Herzogin Ludovika in Bayern, wollte sie entweder deren Tochter Helene (genannt N\u00e9n\u00e9) oder<strong> Elisabeth (genannt Sisi)<\/strong> mit dem Kaiser verm\u00e4hlen. Im Sommer 1853 traf Franz Joseph seine beiden Cousinen anl\u00e4sslich seines Geburtstags in Bad Ischl. Unerwartet zog er die 15-j\u00e4hrige Elisabeth ihrer Schwester Helene vor und am 19. August fand die feierliche Verlobung statt.\n<p>Am <strong>24. April 1854<\/strong> erfolgte in der Wiener Augustinerkirche vor 70 Bisch\u00f6fen und Pr\u00e4laten die <strong>Trauung<\/strong>. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:<\/p>\n<p>Erzherzogin <strong>Sophie<\/strong> Friederike (1855\u20131857)<br>\nErzherzogin <strong>Gisela<\/strong> (1856\u20131932) \u26ad Leopold von Bayern<br>\nKronprinz Erzherzog <strong>Rudolf<\/strong> (1858\u20131889) \u26ad Stephanie von Belgien<br>\nErzherzogin <strong>Marie Valerie<\/strong> (1868\u20131924) \u26ad Franz Salvator von \u00d6sterreich-Toskana[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760209105{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographie zu Elisabeth von Bayern (Sisi):<br>\nBrigitte Hamann: <em>Elisabeth. Kaiserin wider Willen.<\/em> Piper, M\u00fcnchen 2004<br>\nKatrin Unterreiner: <em>Sisi. Mythos und Wahrheit.<\/em> Verlag Brandst\u00e4tter, Wien 2005<br>\nRichard Reifenscheid:<em>Die Habsburger in Lebensbildern.<\/em> Eine Familie schreibt Geschichte, Piper, M\u00fcnchen 2003<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9585\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666759823569{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Feierliche Kr\u00f6nung zu K\u00f6nig und K\u00f6niging Ungarns in Budapest.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595665299512{padding-top: 10px !important;}\u201c]Mit allem Pomp fr\u00fcherer Jahrhunderte erfolgte am<strong> 8. Juni 1867<\/strong> in der Matthiaskirche von Budapest die feierliche <strong>Kr\u00f6nung des K\u00f6nigs und der K\u00f6nigin Elisabeth von Ungarn.<\/strong> Elisabeth soll sich in besonderer Weise f\u00fcr den Ausgleich eingesetzt haben. Das K\u00f6nigspaar erhielt anl\u00e4sslich der Kr\u00f6nung vom ungarischen Staat Schloss G\u00f6d\u00f6ll\u0151 zur pers\u00f6nlichen Disposition. Damit war die Vers\u00f6hnung der Magyaren mit der Dynastie besiegelt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760169813{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Geschichte Ungarns: Paul Lendvai: <em>Die Ungarn. Eine tausendj\u00e4hrige Geschichte.<\/em> Goldmann, M\u00fcnchen 2001<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6547\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760372644{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Leichnam des Kronprinzen Rudolf nach dem Suizid in Mayerling<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595684211778{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Kronprinz Rudolf<\/strong> litt unter starken Stimmungsschwankungen. Vermutlich <strong>nahm er sich in der Nacht vom 29. auf den 30. J\u00e4nner 1889 in Schloss Mayerling durch einen Schuss in den Kopf das Leben<\/strong>. Seine Maitresse, die 17-j\u00e4hrige Baroness <strong>Mary Vetsera<\/strong> starb ebenfalls dort. Dem Bericht des Arztes zufolge war sie von Kronprinz Rudolf erschossen worden. Dass die Baroness tats\u00e4chlich durch einen Kopfschuss starb, ist inzwischen gekl\u00e4rt. Die Wiener Hof\u00e4rzte obduzierten den Leichnam des Kronprinzen und attestierten aufgrund pathologischer Befunde des Gehirns, die Tat sei in einem \u201eZustande von Geistesverwirrung geschehen\u201c, wodurch der Kronprinz mit allen kirchlichen Zeremonien beigesetzt werden konnte. Baroness Mary wurde in das Stift Heiligenkreuz gebracht und auf dem Friedhof der Zisterzienserabtei beerdigt. Ihre Anwesenheit wurde seitens des Hofes bis 1918 in keiner Weise thematisiert.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760545592{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Brigitte Hamann:<em> Kronprinz Rudolf. Ein Leben.<\/em> Amalthea, Wien 2005<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6552\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763080731{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Totenmaske der Kaiserin<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595685016017{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Am 10. September 1898 verstirbt die Kaiserin<\/strong> nach einem Attentat in Genf.\u00a0 Ihrem Wunsch, \u201eam Meer, am liebsten in Korfu\u201c ihre letzte Ruhest\u00e4tte zu finden, wurde nicht entsprochen. Als der Leichnam in einem eisgef\u00fcllten Sarg in ihrem Salonwagen nach Wien \u00fcberf\u00fchrt wurde, waren alle Beamten des Kaiserreichs entlang der Strecke verpflichtet, der Toten im Zug die Reverenz zu erweisen. Am 17.\u00a0September fand die Beisetzung in der Wiener Kapuzinergruft statt. Elisabeths einbalsamierter Leichnam ruht vollst\u00e4ndig in der Kapuzinergruft. Dies ist eine Ausnahme, denn bei den meisten Habsburger Herrschern wurde der Leichnam zerteilt: Der K\u00f6rper wurde in der Kapuzinergruft bestattet, das Herz in der Augustinerkirche und die Eingeweide im Stephansdom. Elisabeths Sarkophag steht heute neben denen von Franz Joseph I. und Kronprinz Rudolf.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763097532{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Kapuzinergruft und zur Bestattungspraxis des Hauses Habsburg: Gigi Beutler: <em>F\u00fchrer durch die Kaisergruft bei den PP Kapuzinern zu Wien,<\/em> Wien 2004.<br>\nMagdalena Hawlik-van de Water: <em>Die Kapuzinergruft. Begr\u00e4bnisst\u00e4tte der Habsburger in Wien<\/em>. 2. Auflage, Wien 1993<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6554\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763330312{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Der Wagen, ein Doppelphaeton (28\/32 PS) von Gr\u00e4f &amp; Stift, in dem Franz Ferdinand und seine Frau Herzogin Sophie von Hohenberg in Sarajevo erschossen wurden.<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666764924261{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Rahmen von Man\u00f6verbesuchen hielten sich der <strong>Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von Hohenberg<\/strong> im Juni 1914 in Bosnien-Herzegowina auf.<strong> Am 28. Juni 1914<\/strong> statteten sie dessen Hauptstadt <strong>Sarajevo<\/strong> einen offiziellen Besuch ab. Die Untergrundorganisation \u201eMlada Bosna\u201c plante mit Hilfe von Mitgliedern der serbischen Geheimorganisation \u201eSchwarze Hand\u201c zu diesem Anlass ein <strong>Attentat<\/strong>. Nach einem zun\u00e4chst fehlschlagenden Attentat mit einer Handgranate t\u00f6tete der 19-j\u00e4hrige Sch\u00fcler Gavrilo Princip bald danach den Erzherzog und seine Frau mit zwei Pistolensch\u00fcssen, wobei der Thronfolger an der Halsvene und der Luftr\u00f6hre getroffen wurde, kurz darauf das Bewusstsein verlor und verblutete.<sup id=\"cite_ref-29\" class=\"reference\"><\/sup>\n<p>Das Automobil, in dem Franz Ferdinand und seine Frau erschossen wurden, kann im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien besichtigt werden, wobei das Durchschussloch jenes Gescho\u00dfes, das Sophie t\u00f6dlich traf, deutlich zu sehen ist. Ebenso kann die blut\u00fcberstr\u00f6mte Uniform des Thronfolgers besichtigt werden (Leihgabe des Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museums, Schloss Artstetten). <sup id=\"cite_ref-30\" class=\"reference\"><\/sup>Die von Franz Ferdinand am Tag seiner Ermordung getragenen Orden und Ehrenzeichen befinden sich hingegen auf Schloss Konopi\u0161t\u011b. Das blutbefleckte Kleid der Herzogin von Hohenberg ist ebenfalls erhalten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666764819258{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><span class=\"mw-mmv-title\">Literatur zu Franz Ferdinand und dem Attentat von Sarajewo:<br>\n<\/span><\/h6>\n<h6>Alma Hannig:<em> Franz Ferdinand, die Biografie<\/em>. Amalthea Signum, Wien 2013<br>\nErika Bestenreiner: <em>Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg. Verbotene Liebe am Kaiserhof.<\/em> Piper, M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich 2004<br>\nJean-Paul Bled: <em>Franz Ferdinand, der eigensinnige Thronfolger,<\/em> B\u00f6hlauverlag, Wien 2013.<br>\nScholler Christiane: <em>Er war mein Urgrossvater. Anita Hohenberg \u00fcber Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand,<\/em> Styria, Wien 2011<\/h6>\n<h6>Frank Gerbert: <em>Endstation Sarajevo, Die letzten sieben Tage des Thronfolgers Franz Ferdinand, Eine Spurensuche von B\u00f6hmen bis Bosnien<\/em>, Wien, 2014<br>\nGregor Mayer: <em>Verschw\u00f6rung in Sarajevo, Triumpf und Tod des Attent\u00e4ters Gavrilo Princip<\/em>, Residenz Verlag, Salzburg-St. P\u00f6lten-Wien, 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6557\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666765915460{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Franz Joseph I. in Marschalluniform auf seinem Sterbebett.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595686519378{padding-top: 10px !important;}\u201c]Anfang November 1916 weitete sich eine chronische Entz\u00fcndung der Atemwege Franz Josephs zu einer Lungenentz\u00fcndung aus. Trotz anhaltend hohem Fieber hielt der 86-J\u00e4hrige an seinem gewohnten Tagesablauf mit immensem Arbeitspensum fest und empfing am Vormittag des<strong> 21. November<\/strong> wie gewohnt Besuche. Gegen Nachmittag verschlechterte sich der Gesundheitszustand rapide, bis Leibarzt Joseph von Kerzl kurz nach 21 Uhr in Gegenwart enger Familienmitglieder <strong>des Kaisers, den Tod feststellte<\/strong>.\n<p>Anl\u00e4sslich seines <strong>Begr\u00e4bnisses am 30. November<\/strong> entfaltete die Habsburgermonarchie zum letzten Mal ihren vollen Glanz. Unter dem Glockengel\u00e4ut s\u00e4mtlicher Wiener Kirchen und der Anteilnahme tausender Trauernder am Stra\u00dfenrand wurde der Sarg des verstorbenen Kaisers von der Hofburg zum Requiem in den Stephansdom gebracht. Der Trauerzug f\u00fchrte vom Schweizerhof \u00fcber den Heldenplatz, dann auf der Ringstra\u00dfe vorbei an Oper und Kriegsministerium \u00fcber den Franz-Josefs-Kai und die Rotenturmstra\u00dfe zum Stephansdom. Gro\u00dfneffe und Nachfolger Karl I. f\u00fchrte den Trauerzug an, dem Vertreter der verb\u00fcndeten M\u00e4chte, s\u00e4mtlicher deutscher F\u00fcrsten und des Hauses Habsburg angeh\u00f6rten. Beigesetzt wurde Franz Joseph an der Seite seiner Ehefrau und seines Sohnes in der Kaisergruft im Wiener Stadtzentrum.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666766301372{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographie: John van der Kiste: <i>Franz Joseph I. Kaiser von \u00d6sterreich.<\/i> Magnus-Verlag, Essen 2005,<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-5060\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799189564-5\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799189564-5\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1830<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9578\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666715445019{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das <strong>Schloss Sch\u00f6nbrunn<\/strong> geht in seiner heutigen Form zun\u00e4chst auf eine von und f\u00fcr Kaiser Joseph I. geplante Residenz zur\u00fcck, die Kaiserin Maria Theresia sp\u00e4ter im 18. Jahrhundert f\u00fcr ihre Familie zur gem\u00fctlichen Sommerresidenz umbauen lie\u00df. 1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Sch\u00f6nbrunner Schloss auf, als die Franzosen Wien besetzt hatten. Am 15. Dezember 1805 wurde hier der Vertrag von Sch\u00f6nbrunn zwischen Preu\u00dfen und Frankreich unterzeichnet und am 14. Oktober 1809 der noch bedeutendere Friede von Sch\u00f6nbrunn zwischen Frankreich und \u00d6sterreich. 1832 starb hier Napoleons Sohn und einziger legitimer Nachkomme Napoleon Franz Bonaparte, in \u00d6sterreich als Herzog von Reichstadt gel\u00e4ufig, im Alter von 21 Jahren.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595660700288{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Erzherzog Franz Joseph Karl<\/strong> war der \u00e4lteste Sohn des Erzherzogs Franz Karl von \u00d6sterreich und dessen Gemahlin Prinzessin Sophie Friederike von Bayern und wurde am <strong>18. August 1830 auf Schloss Sch\u00f6nbrunn geboren.<\/strong>\n<p>Da aus der Ehe des zeugungsunf\u00e4higen Thronfolgers Erzherzog Ferdinand (ab 1835 Kaiser) keine Nachkommen zu erwarten waren, sollte dessen n\u00e4chst\u00e4lterer Bruder Franz Karl die Erbfolge der Habsburger fortsetzen, weshalb der Geburt von dessen Sohn Franz Joseph am Wiener Hof besondere Bedeutung zugemessen wurde. Franz Karl war n\u00e4mlich sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig von schwacher Konstitution und galt daher f\u00fcr eine Regentschaft als kaum geeignet. Aus diesem Grund wurde Franz Joseph bereits von fr\u00fchester Kindheit an von seiner politisch ambitionierten Mutter konsequent als potenzieller Nachfolger auf dem Kaiserthron aufgebaut[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666716463268{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Litertatur zur Geschichte des Schloss Sch\u00f6nbrunn: Kurt Eigl, Franz Hubmann, Christian Brandst\u00e4tter: <em>Sch\u00f6nbrunn. Ein Schlo\u00df und seine Welt<\/em>. Wien 1982.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799189775-7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799189775-7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9579\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666716804634{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Josef Klaus (1853), Kr\u00f6nung Kaiser Franz Josephs I. im Palast des Erzbischofs von Olm\u00fctz am 2. Dezember 1848.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595662498804{padding-top: 10px !important;}\u201c]Nach der Niederschlagung der M\u00e4rzrevolution ersch\u00fctterten weitere revolution\u00e4re Erhebungen das Kaisertum \u00d6sterreich. Die Ereignisse des Jahres 1848 verdeutlichten auch die F\u00fchrungsschw\u00e4che Kaiser Ferdinands und zeigten, dass er krankheitsbedingt nahezu regierungsunf\u00e4hig war.\n<p>Am <strong>2. Dezember 1848<\/strong> legte Ferdinand offiziell die Regierung nieder und Franz Joseph wurde im Thronsaal der f\u00fcrstbisch\u00f6flichen Residenz von Olm\u00fctz, wohin der Hof aufgrund des Wiener Oktoberaufstands geflohen war, <strong>zum neuen Kaiser proklamiert.<\/strong> Der feierliche Staatsakt umfasste neben der Erkl\u00e4rung des Regierungsverzichts Ferdinands die Gro\u00dfj\u00e4hrigkeitserkl\u00e4rung Franz Josephs durch F\u00fcrst Schwarzenberg. In seiner Regierungserkl\u00e4rung umriss der neue Souver\u00e4n seine Herrschaftsvorstellung mit den Worten: <i>\u2026Fest entschlossen den Glanz der Krone ungetr\u00fcbt zu erhalten, aber bereit, Unsere Rechte mit den Vertretern Unserer V\u00f6lker zu teilen, rechnen Wir darauf, dass es mit Gottes Beistand gelingen werde, alle L\u00e4nder und St\u00e4mme der Monarchie zu einem gro\u00dfen Staatsk\u00f6rper zu vereinen\u2026 <\/i><sup id=\"cite_ref-4\" class=\"reference\"><\/sup>Zu seinem Wahlspruch erkor er \u201eViribus Unitis\u201c (\u201emit vereinten Kr\u00e4ften\u201c).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666717121084{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographien von Franz Joseph I: Franz Herre: Kaiser Franz Joseph von \u00d6sterreich. Sein Leben \u2013 seine Zeit. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1992.<br>\nKatrin Unterreiner: Kaiser Franz Joseph 1830\u20131916. Mythos und Wahrheit. Brandst\u00e4tter, Wien 2015.<br>\nMichaela Vocelka, Karl Vocelka: Franz Joseph I. Kaiser von \u00d6sterreich und K\u00f6nig von Ungarn. Beck, M\u00fcnchen 2015.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799387731-2-5\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799387731-2-5\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1853\/54<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9580\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666758256568{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Verm\u00e4hlung von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth von Bayern am 24. April 1854<br>\nLeipziger Illustrirte Zeitung, Nr. 22 (1854), S. 268\/269; Digital: dhm\/lemo.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666758414399{padding-top: 10px !important;}\u201c]1853 suchte die dynastiebewusste Erzherzogin Sophie nach einer geeigneten Braut f\u00fcr ihren noch unverheirateten Sohn. Sie fasste eine Verbindung mit dem Haus Wittelsbach ins Auge und gemeinsam mit ihrer Schwester, Herzogin Ludovika in Bayern, wollte sie entweder deren Tochter Helene (genannt N\u00e9n\u00e9) oder<strong> Elisabeth (genannt Sisi)<\/strong> mit dem Kaiser verm\u00e4hlen. Im Sommer 1853 traf Franz Joseph seine beiden Cousinen anl\u00e4sslich seines Geburtstags in Bad Ischl. Unerwartet zog er die 15-j\u00e4hrige Elisabeth ihrer Schwester Helene vor und am 19. August fand die feierliche Verlobung statt.\n<p>Am <strong>24. April 1854<\/strong> erfolgte in der Wiener Augustinerkirche vor 70 Bisch\u00f6fen und Pr\u00e4laten die <strong>Trauung<\/strong>. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:<\/p>\n<p>Erzherzogin <strong>Sophie<\/strong> Friederike (1855\u20131857)<br>\nErzherzogin <strong>Gisela<\/strong> (1856\u20131932) \u26ad Leopold von Bayern<br>\nKronprinz Erzherzog <strong>Rudolf<\/strong> (1858\u20131889) \u26ad Stephanie von Belgien<br>\nErzherzogin <strong>Marie Valerie<\/strong> (1868\u20131924) \u26ad Franz Salvator von \u00d6sterreich-Toskana[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760209105{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographie zu Elisabeth von Bayern (Sisi):<br>\nBrigitte Hamann: <em>Elisabeth. Kaiserin wider Willen.<\/em> Piper, M\u00fcnchen 2004<br>\nKatrin Unterreiner: <em>Sisi. Mythos und Wahrheit.<\/em> Verlag Brandst\u00e4tter, Wien 2005<br>\nRichard Reifenscheid:<em>Die Habsburger in Lebensbildern.<\/em> Eine Familie schreibt Geschichte, Piper, M\u00fcnchen 2003<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799388965-3-7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799388965-3-7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1867<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9585\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666759823569{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Feierliche Kr\u00f6nung zu K\u00f6nig und K\u00f6niging Ungarns in Budapest.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595665299512{padding-top: 10px !important;}\u201c]Mit allem Pomp fr\u00fcherer Jahrhunderte erfolgte am<strong> 8. Juni 1867<\/strong> in der Matthiaskirche von Budapest die feierliche <strong>Kr\u00f6nung des K\u00f6nigs und der K\u00f6nigin Elisabeth von Ungarn.<\/strong> Elisabeth soll sich in besonderer Weise f\u00fcr den Ausgleich eingesetzt haben. Das K\u00f6nigspaar erhielt anl\u00e4sslich der Kr\u00f6nung vom ungarischen Staat Schloss G\u00f6d\u00f6ll\u0151 zur pers\u00f6nlichen Disposition. Damit war die Vers\u00f6hnung der Magyaren mit der Dynastie besiegelt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760169813{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Geschichte Ungarns: Paul Lendvai: <em>Die Ungarn. Eine tausendj\u00e4hrige Geschichte.<\/em> Goldmann, M\u00fcnchen 2001<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799390041-4-2\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799390041-4-2\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1889<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6547\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760372644{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Leichnam des Kronprinzen Rudolf nach dem Suizid in Mayerling<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595684211778{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Kronprinz Rudolf<\/strong> litt unter starken Stimmungsschwankungen. Vermutlich <strong>nahm er sich in der Nacht vom 29. auf den 30. J\u00e4nner 1889 in Schloss Mayerling durch einen Schuss in den Kopf das Leben<\/strong>. Seine Maitresse, die 17-j\u00e4hrige Baroness <strong>Mary Vetsera<\/strong> starb ebenfalls dort. Dem Bericht des Arztes zufolge war sie von Kronprinz Rudolf erschossen worden. Dass die Baroness tats\u00e4chlich durch einen Kopfschuss starb, ist inzwischen gekl\u00e4rt. Die Wiener Hof\u00e4rzte obduzierten den Leichnam des Kronprinzen und attestierten aufgrund pathologischer Befunde des Gehirns, die Tat sei in einem \u201eZustande von Geistesverwirrung geschehen\u201c, wodurch der Kronprinz mit allen kirchlichen Zeremonien beigesetzt werden konnte. Baroness Mary wurde in das Stift Heiligenkreuz gebracht und auf dem Friedhof der Zisterzienserabtei beerdigt. Ihre Anwesenheit wurde seitens des Hofes bis 1918 in keiner Weise thematisiert.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666760545592{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur: Brigitte Hamann:<em> Kronprinz Rudolf. Ein Leben.<\/em> Amalthea, Wien 2005<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799391669-5-6\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799391669-5-6\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1898<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6552\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763080731{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Totenmaske der Kaiserin<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595685016017{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Am 10. September 1898 verstirbt die Kaiserin<\/strong> nach einem Attentat in Genf.\u00a0 Ihrem Wunsch, \u201eam Meer, am liebsten in Korfu\u201c ihre letzte Ruhest\u00e4tte zu finden, wurde nicht entsprochen. Als der Leichnam in einem eisgef\u00fcllten Sarg in ihrem Salonwagen nach Wien \u00fcberf\u00fchrt wurde, waren alle Beamten des Kaiserreichs entlang der Strecke verpflichtet, der Toten im Zug die Reverenz zu erweisen. Am 17.\u00a0September fand die Beisetzung in der Wiener Kapuzinergruft statt. Elisabeths einbalsamierter Leichnam ruht vollst\u00e4ndig in der Kapuzinergruft. Dies ist eine Ausnahme, denn bei den meisten Habsburger Herrschern wurde der Leichnam zerteilt: Der K\u00f6rper wurde in der Kapuzinergruft bestattet, das Herz in der Augustinerkirche und die Eingeweide im Stephansdom. Elisabeths Sarkophag steht heute neben denen von Franz Joseph I. und Kronprinz Rudolf.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763097532{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Literatur zur Kapuzinergruft und zur Bestattungspraxis des Hauses Habsburg: Gigi Beutler: <em>F\u00fchrer durch die Kaisergruft bei den PP Kapuzinern zu Wien,<\/em> Wien 2004.<br>\nMagdalena Hawlik-van de Water: <em>Die Kapuzinergruft. Begr\u00e4bnisst\u00e4tte der Habsburger in Wien<\/em>. 2. Auflage, Wien 1993<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799392705-6-2\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799392705-6-2\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1914<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6554\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666763330312{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Der Wagen, ein Doppelphaeton (28\/32 PS) von Gr\u00e4f &amp; Stift, in dem Franz Ferdinand und seine Frau Herzogin Sophie von Hohenberg in Sarajevo erschossen wurden.<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666764924261{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Rahmen von Man\u00f6verbesuchen hielten sich der <strong>Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von Hohenberg<\/strong> im Juni 1914 in Bosnien-Herzegowina auf.<strong> Am 28. Juni 1914<\/strong> statteten sie dessen Hauptstadt <strong>Sarajevo<\/strong> einen offiziellen Besuch ab. Die Untergrundorganisation \u201eMlada Bosna\u201c plante mit Hilfe von Mitgliedern der serbischen Geheimorganisation \u201eSchwarze Hand\u201c zu diesem Anlass ein <strong>Attentat<\/strong>. Nach einem zun\u00e4chst fehlschlagenden Attentat mit einer Handgranate t\u00f6tete der 19-j\u00e4hrige Sch\u00fcler Gavrilo Princip bald danach den Erzherzog und seine Frau mit zwei Pistolensch\u00fcssen, wobei der Thronfolger an der Halsvene und der Luftr\u00f6hre getroffen wurde, kurz darauf das Bewusstsein verlor und verblutete.<sup id=\"cite_ref-29\" class=\"reference\"><\/sup>\n<p>Das Automobil, in dem Franz Ferdinand und seine Frau erschossen wurden, kann im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien besichtigt werden, wobei das Durchschussloch jenes Gescho\u00dfes, das Sophie t\u00f6dlich traf, deutlich zu sehen ist. Ebenso kann die blut\u00fcberstr\u00f6mte Uniform des Thronfolgers besichtigt werden (Leihgabe des Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museums, Schloss Artstetten). <sup id=\"cite_ref-30\" class=\"reference\"><\/sup>Die von Franz Ferdinand am Tag seiner Ermordung getragenen Orden und Ehrenzeichen befinden sich hingegen auf Schloss Konopi\u0161t\u011b. Das blutbefleckte Kleid der Herzogin von Hohenberg ist ebenfalls erhalten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666764819258{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><span class=\"mw-mmv-title\">Literatur zu Franz Ferdinand und dem Attentat von Sarajewo:<br>\n<\/span><\/h6>\n<h6>Alma Hannig:<em> Franz Ferdinand, die Biografie<\/em>. Amalthea Signum, Wien 2013<br>\nErika Bestenreiner: <em>Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg. Verbotene Liebe am Kaiserhof.<\/em> Piper, M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich 2004<br>\nJean-Paul Bled: <em>Franz Ferdinand, der eigensinnige Thronfolger,<\/em> B\u00f6hlauverlag, Wien 2013.<br>\nScholler Christiane: <em>Er war mein Urgrossvater. Anita Hohenberg \u00fcber Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand,<\/em> Styria, Wien 2011<\/h6>\n<h6>Frank Gerbert: <em>Endstation Sarajevo, Die letzten sieben Tage des Thronfolgers Franz Ferdinand, Eine Spurensuche von B\u00f6hmen bis Bosnien<\/em>, Wien, 2014<br>\nGregor Mayer: <em>Verschw\u00f6rung in Sarajevo, Triumpf und Tod des Attent\u00e4ters Gavrilo Princip<\/em>, Residenz Verlag, Salzburg-St. P\u00f6lten-Wien, 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595799393650-7-1\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595799393650-7-1\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-2163 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1916<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6557\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666765915460{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Kaiser Franz Joseph I. in Marschalluniform auf seinem Sterbebett.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1595686519378{padding-top: 10px !important;}\u201c]Anfang November 1916 weitete sich eine chronische Entz\u00fcndung der Atemwege Franz Josephs zu einer Lungenentz\u00fcndung aus. Trotz anhaltend hohem Fieber hielt der 86-J\u00e4hrige an seinem gewohnten Tagesablauf mit immensem Arbeitspensum fest und empfing am Vormittag des<strong> 21. November<\/strong> wie gewohnt Besuche. Gegen Nachmittag verschlechterte sich der Gesundheitszustand rapide, bis Leibarzt Joseph von Kerzl kurz nach 21 Uhr in Gegenwart enger Familienmitglieder <strong>des Kaisers, den Tod feststellte<\/strong>.\n<p>Anl\u00e4sslich seines <strong>Begr\u00e4bnisses am 30. November<\/strong> entfaltete die Habsburgermonarchie zum letzten Mal ihren vollen Glanz. Unter dem Glockengel\u00e4ut s\u00e4mtlicher Wiener Kirchen und der Anteilnahme tausender Trauernder am Stra\u00dfenrand wurde der Sarg des verstorbenen Kaisers von der Hofburg zum Requiem in den Stephansdom gebracht. Der Trauerzug f\u00fchrte vom Schweizerhof \u00fcber den Heldenplatz, dann auf der Ringstra\u00dfe vorbei an Oper und Kriegsministerium \u00fcber den Franz-Josefs-Kai und die Rotenturmstra\u00dfe zum Stephansdom. Gro\u00dfneffe und Nachfolger Karl I. f\u00fchrte den Trauerzug an, dem Vertreter der verb\u00fcndeten M\u00e4chte, s\u00e4mtlicher deutscher F\u00fcrsten und des Hauses Habsburg angeh\u00f6rten. Beigesetzt wurde Franz Joseph an der Seite seiner Ehefrau und seines Sohnes in der Kaisergruft im Wiener Stadtzentrum.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666766301372{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Biographie: John van der Kiste: <i>Franz Joseph I. Kaiser von \u00d6sterreich.<\/i> Magnus-Verlag, Essen 2005,<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column css=\u201c.vc_custom_1498229431694{padding-bottom: 50px !important;}\u201c][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h4>DER ALTERNDE KAISER<\/h4>\n<p>Die Bilder in der voranstehenden Timeline machen es offensichtlich; das Leben von Franz Josef war von Schicksalsschl\u00e4gen begleitet. Wohl stellte sich nach dem Tod seiner Gattin eine grosse Verbitterung seines Gem\u00fcts ein, aber Resignation liess sein monarchisches Amt nicht zu. Die dynastische Thronfolge war gegeben. Nach dem Tod Rudolfs sollte des Kaisers Neffe, <strong>Erzherzog Franz Ferdinand von \u00d6sterreich-Este<\/strong> (1863-1914) dem alternden Franz Josef auf dem Thron folgen. Franz Ferdinand war der Sohn seines zweit\u00e4ltesten Bruders Erzerzog Karl Ludwig ( 1833-1896). Wie den Kaiser erzog deren beiden Mutter Erzherzogin Sophie, Karl Ludwig streng katholisch. Karl litt zunehmend unter religi\u00f6sem Wahn und segnete Passanten aus der Kutsche heraus. Nach dem Tod des Kronprinzen Rudolf 1889 war er automatisch Thronfolger der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie. Karl Ludwig starb 1896 an einer Krankheit, die er sich bei einer Reise nach \u00c4gypten und Pal\u00e4stina zuzog, als er aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden (verseuchtes) Jordanwasser trank.<\/p>\n<p>Von seinem designierten Nachfolger Franz Ferdinand war der Kaiser aber offensichtlich nicht wirklich begeistert. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a94ec\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a94ec\" class=\"collapseomatic_content my_content\"> Bem\u00fchungen Franz Ferdinand standesgem\u00e4ss zu verm\u00e4hlen, unter anderen mit Rudolfs Wittwe Kronprinzessin Stephanie, schlugen fehl. 1900 ehelichte Franz Ferdinand die zwar von hohem, b\u00f6hmischem Adel abstammende, aber eben nicht dem habsburgischen Stand entsprechende <strong>Sophie von Chotek (<\/strong>1868-1914). Da sich der Kaiser nicht dazu \u00fcberwinden konnte, ihre Familie in die Liste der ebenb\u00fcrtigen Geschlechter aufzunehmen, erlaubte er nach langem Widerstreben nur eine morganatische Heirat unter der Bedingung, dass Sophie nicht \u201edie k\u00fcnftige Kaiserin-Gemahlin\u201c, sondern nur \u201eGemahlin des k\u00fcnftigen Kaisers\u201c werde und die sp\u00e4teren Nachkommen des Paares, die den Familiennamen <i>von Hohenberg<\/i> trugen, keinen Anspruch auf den Thron h\u00e4tten. Der Titel F\u00fcstin und ab 1909 Herzogin von Hohenberg verlieh der Kaiser Sophie anl\u00e4sslich deren Verm\u00e4hlung 1900. <\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6565\u2033 img_size=\u201cfull\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Franz Ferdinand und seite Gattin Sophie von Hohenberg. Der Thronfolger und seine Gemahlin sollten 1914 in Sarajewo einem Attetant zum Opfer fallen, welches oft als ausl\u00f6sendes Ereignis des Ersten Weltkriegs dargestellt wird. Franz Ferdinand tr\u00e4gt auf diesem Bild von Wilhelm Vita bereits alle Insignien als \u00f6sterreichischer Kaiser. In Anbetracht des hohen Alters von Franz Josef I. musste mit dessen baldigem Ableben gerechnet werden und das kaiserliche Portrait des Nachfolgers lag in grosser Anzahl bereit, um dieses in den k.u.k. Amtsstuben \u201eauszuwechseln\u201c. Neudeutsch bezeichnet handelt es sich bei dieser Abbildung also um \u201eFake\u201c.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h4>Viel Macht aber nicht m\u00e4chtig \u2026<\/h4>\n<p>Der \u00f6sterreichische Verwaltungsapparat war (und ist) legend\u00e4r. Unter Franz Josef agierten wohl Tausende von Beamten unterschiedlichsten Rangs und Ordnung. Bei der fl\u00e4chenm\u00e4ssigen Ausdehnung der Monarchie und deren kronlandspezifischen Besonderheiten musste dies wohl auch so sein. Dem Kaiser direkt unterstellt waren seine Minister, selbstverst\u00e4ndlich alle adeliger Abstammung mit entsprechendem Titel. Wer \u00fcber einen nicht ausreichenden \u201eStammbaum\u201c verf\u00fcgte, fiel durch das politische Karrienetz und sollte sich ausnahmsweise mal eine Person niederen Standes durch eine auffallend gute Leistung aufgedr\u00e4ngt haben, wurde dieser kurzum in den Adelsstand erhoben. Die Verleihung von Titeln waren in der k.u.k. Monarchie die preiswerteste Art einer \u201eLohnerh\u00f6hung\u201c. Kostet nichts oder h\u00f6chstens ein St\u00fcck Blech f\u00fcr einen Orden, steigert aber das Ansehen in der Gesellschaft ungemein. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a94fe\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a94fe\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Mit zunehmendem Alter verlor Franz Josef allerdings immer mehr Einfluss auf seine regierenden Minister, welche zum h\u00f6flichen Vortrag regelm\u00e4ssig nach Sch\u00f6nbrunn geladen wurden. In welcher Tiefe diese dannzumal anstehende und laufende Regierungsgesch\u00e4fte pr\u00e4sentieren wissen wir nicht, sicher aber liessen sie dabei manches Detail aus oder beliessen den Kaiser im Glauben, dass die Monarchie auf Kurs sei. Franz Josef war integrativer Bestandteil der Monarchie, aber er war l\u00e4nger je mehr der einzige integrative Bestandteil.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu vielen politischen Gesch\u00e4ften interessierte sich der Kaiser zeitlebens f\u00fcr die milit\u00e4rischen Angelegenheiten seiner stolzen k.u.k Armee. Er identifizierte sich derart mit seinen Streitkr\u00e4ften, dass Franz Josef nahezu t\u00e4glich Uniform trug. Abbildungen des Kaisers in zivilem Anzug sind selten, etwa bei der Jagd oder Spazierg\u00e4ngen in Bad Ischl.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seinen 68 Regierungsjahren sahr er sich nicht nur als der \u201eerste Beamte der Monarchie\u201c sondern stets auch als \u201eoberster Befehlshaber der bewaffneten Macht\u201c, welche aus Heer, Kriegsmarine, Landwehr und Landsturm bestand. <\/p><\/div><\/div>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cvittorio-emanuele-III\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">vittorio emanuele III. und sein junges K\u00f6nigreich Italien<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=\u201c6862\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474117068{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h4>Zur Vorgeschichte: Immer wieder Napoleon Bonaparte<\/h4>\n<p>1796\/97 unterwarf Napoleon Bonaparte im Italienfeldzug grosse Teile Ober- und Mittelitaliens und zwang im <strong>Frieden von Campo Formio<\/strong> \u00d6sterreich und das r\u00f6misch-deutsche Kaisertum zur Anerkennung seiner Eroberungen und zum Verzicht auf die Lehensrechte in Italien. \u00d6sterreich erhielt nach der Selbstaufl\u00f6sung der Republik Venedig deren Gebiet. Frankreich gr\u00fcndete im \u00fcbrigen Italien Vasallenstaaten. Teile Norditaliens wurden zur \u201eTransalpinischen Republik\u201c zusammengefasst, die dann in Cisalpinische bzw. Cisalpine Republik umbenannt wurde. Genua wurde zur Ligurischen Republik, das 1799 eroberte K\u00f6nigreich Neapel zur Parthenop\u00e4ischen Republik. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9a950c\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9a950c\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>1799 erlitt Frankreich in Italien eine Niederlage gegen \u00d6sterreich und Russland. Die franz\u00f6sische Herrschaft in Italien brach zusammen, die alte Ordnung (so der Kirchenstaat) wurde zum Teil wiederhergestellt. 1800 kam es zur erneuten franz\u00f6sischen Eroberung, Napoleon lie\u00df Italien wieder neu ordnen. Das Gro\u00dfherzogtum Toskana wurde zum K\u00f6nigreich Etrurien, die <i>Cisalpine Republik<\/i> zur <i>Republik Italien<\/i> mit Napoleon als erstem Konsul. Piemont blieb unter franz\u00f6sischer Milit\u00e4rverwaltung. Nach seiner Kaiserkr\u00f6nung 1804 wandelte Napoleon die Republik Italien zum K\u00f6nigreich Italien um. Er kr\u00f6nte sich 1805 in Mailand mit der Eisernen Krone zum <i>K\u00f6nig von Italien<\/i>. Im Frieden von Pre\u00dfburg 1805 nach dem Dritten Koalitionskrieg verlor \u00d6sterreich das venezianische Gebiet wieder an Frankreich, das den Westteil Venetiens dem <i>K\u00f6nigreich Italien<\/i> zuschlug und aus dem \u00f6stlichen Teil (den Gebieten an der \u00f6stlichen Adria) einen neuen Vasallenstaat formte, die Illyrischen Provinzen. 1806 wurden die Bourbonen erneut aus dem K\u00f6nigreich Neapel verjagt und Napoleons Bruder Joseph dort als Herrscher eingesetzt. <\/p><\/div><\/div>\n<div class=\"thumb tleft\">\n<div class=\"thumbinner\">\n<div class=\"thumbcaption\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\"><\/div>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space height=\u201c72px\u201c][vc_single_image image=\u201c6619\u2033 img_size=\u201c600\u00d7605\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1595927003721{margin-bottom: 10px !important;}\u201c][vc_empty_space height=\u201c65px\u201c][vc_column_text]\n<h6>40 Lire-M\u00fcnze mit dem Portrait Napoleons, dem Kaiser und K\u00f6nig, 1808.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6618\u2033 img_size=\u201c600\u00d7800\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294206504{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Napoleonische Ordnung in Italien von 1812.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h4>Die Neuordnung von 1815<\/h4>\n<p>Durch den Wiener Kongress kam es zur Neuordnung Italiens. <strong>\u00d6sterreich<\/strong> bekam zur Lombardei nun <strong>Venetien<\/strong> dazu, das damit seine Unabh\u00e4ngigkeit endg\u00fcltig verlor; der <strong>Kirchenstaat<\/strong> wurde wiederhergestellt, verlor aber Avignon an Frankreich; das <strong>K\u00f6nigreich Sardinien<\/strong> bekam die Republik Genua zugesprochen; in Parma-Piacenza und Guastalla wurde Napoleons Frau, die Habsburgerin Marie-Louise, als Herrscherin eingesetzt; Modena-Reggio wurde fortan vom Haus Habsburg-Este regiert; das von einer habsburgischen Nebenlinie regierte Grossherzogtum Toskana wurde wiederhergestellt; die zuvor formal getrennten K\u00f6nigreiche Neapel und Sizilien wurden zum <strong>K\u00f6nigreich beider Sizilien <\/strong>vereinigt.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6630\u2033 img_size=\u201c600\u00d7800\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294220506{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Marie Louise von \u00d6sterreich (1791-1847) war die Tochter des \u00f6sterreichischen Kaisers Franz II.\/I. und wurde 1810 mit Kaiser Napoleon verheiratet. Sie war die Mutter des einzigen, legitimen Sohnes Napoleons. Als Napoleon II. (1811-1832) erhielt dieser den Titel eines K\u00f6nigs von Rom und war nach Napoleons Abdankung kurzfristig titularischer Kaiser der Franzosen. Nach der Restauration des franz\u00f6sischen K\u00f6nigreichs durch Ludwig XVIII wurde er von seinem Grossvater Franz I. zum Herzog von Reichstatt ernannt. Seine Mutter wurde 1814 \u2013 als \u00d6sterreicherin \u2013 Herzogin von Parma, Piacenza und Guastalla und entwickelte sich bis zu ihrem Tod 1847 zu einer gesch\u00e4tzten Landesmutter.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6639\u2033 img_size=\u201c600\u00d7718\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294238034{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Neuordnung der italienischen Halbinsel nach Abschluss des Wiener Kongresses. Zum einen wurden vornapoleonische Verh\u00e4ltnisse wieder restauriert. So erstarkte der <em>Kirchenstaat<\/em> (violett) wieder. Das Piemont und Sardinien wurden zum <em>K\u00f6nigreich Sardinien-Piemont <\/em>zusammengefasst<em>. <\/em>Der S\u00fcden bildete das neue <em>K\u00f6nigreich beider Sizilien<\/em>, w\u00e4hrend der Nordosten als <em>K\u00f6nigreich Lombardo-Venetien<\/em> dem \u00f6stereichischen Kaiser zugeschlagen wurde. <em>Parma-Piacenza, Modena<\/em> und das <em>Grosherzogtum Toskana<\/em> wurden restauriert.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3>RISORGIMENTO \u2013 Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen und Einigungskriege<span id=\"Kampf_gegen_Fremdherrschaft,_Zerst\u00fcckelung_und_Absolutismus\" class=\"mw-headline\"><\/span><\/h3>\n<p>Nach 1815 war das K\u00f6nigreich Sardinien der letzte bedeutende Staat unter einer einheimischen Dynastie. Italien unterlag weiterhin dem Einfluss fremder M\u00e4chte, obwohl durch den Untergang des Heiligen R\u00f6mischen Reichs Deutscher Nation 1806 \u201eReichsitalien\u201c mit den daran h\u00e4ngenden Anspr\u00fcchen und Titeln verschwand. Je mehr die (in der Regel ausl\u00e4ndischen) F\u00fcrsten Italiens nun bestrebt waren, die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse auf die Zeit vor Napoleon zur\u00fcckzudrehen, desto mehr wurde der Korse als fortschrittlicher, anti-absolutistischer Herrscher gesehen.<\/p>\n<div class=\"thumb tleft\">\n<div class=\"thumbinner\">Der Wunsch, Italien von Fremdherrschaft, Zerst\u00fcckelung und Absolutismus zu befreien, erfasste immer mehr Menschen. Geheimb\u00fcnde entstanden, vor allem die in Neapel einflussreichen, gegen die Franzosen k\u00e4mpfenden und Aufst\u00e4nde organisierenden \u201eCarbonari\u201c (K\u00f6hler). Eine bedeutende Rolle spielten der Publizist Giuseppe Mazzini und die von ihm gegr\u00fcndete Bewegung \u201eGiovane Italia\u201c (Junges Italien), der sich in den 1830er-Jahren viele ehemalige Mitglieder der Carboneria nach deren weitgehender Zerschlagung anschlossen. Die Carbonari zwangen im Juli 1820 die nach Napoleon zur\u00fcckgekehrten Spanier unter Ferdinand I. zur Annahme einer Verfassung, die neben Gott das Volk als Souver\u00e4n und Ursprung der Macht betonte. Sie wurde jedoch nach der Unterdr\u00fcckung des Aufstands widerrufen. Eine zweite, durch die franz\u00f6sische Julirevolution Anfang 1831 ausgel\u00f6ste Welle von Erhebungen in Modena-Reggio und im Kirchenstaat scheiterte ebenfalls.<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4>F\u00fchrungsrolle Piemonts, gescheiterte Revolutionen<\/h4>\n<p>Das vergleichsweise liberal regierte K\u00f6nigreich Sardinien-Piemont, das 1848 die Emanzipation der Juden und eine Verfassung durchsetzte, machte sich die Forderung nach einer Einigung Italiens zu eigen, es kam zu den Italienischen Unabh\u00e4ngigkeitskriegen.<\/p>\n<p>Nach mehrt\u00e4gigen Stra\u00dfen- und Barrikadenk\u00e4mpfen kam es im Revolutionsjahr 1848 zur Bildung provisorischer Regierungen in Mailand (18. bis 22. M\u00e4rz 1848), Venedig (17. M\u00e4rz 1848 bis 22. August 1849) und Palermo, dessen Parlament Sizilien f\u00fcr unabh\u00e4ngig erkl\u00e4rte (12. Januar 1848 bis 15. Mai 1849). Im folgenden Jahr erhob sich die Bev\u00f6lkerung der ewigen Stadt gegen die weltliche Herrschaft des Papstes, woraufhin die von einem Triumvirat regierte R\u00f6mische Republik (9. Februar bis 4. Juli 1849) ausgerufen wurde.<\/p>\n<p>Die Revolutionen wurden allesamt niedergeschlagen; die Armee Sardinien-Piemonts, dessen K\u00f6nig <strong>Karl Albert<\/strong> am 24. M\u00e4rz 1848 \u00d6sterreich den Krieg erkl\u00e4rt hatte, wurde im Juli 1848 bei <em>Custozza <\/em>und nach Wiederaufnahme des Kriegs im M\u00e4rz des Folgejahrs bei <em>Novara <\/em>von den \u00d6sterreichern unter <strong>Radetzky <\/strong>geschlagen. Der Monarch dankte daraufhin zugunsten seines Sohnes <strong>Viktor Emanuel II<\/strong>. ab. In der Folge kam es zur Restauration der Herrschaft der Bourbonen, \u00d6sterreichs und Papst Pius\u2019 IX.<\/p>\n<h4>Der zweite und dritte Unabh\u00e4ngigkeitskrieg<\/h4>\n<p>Die legend\u00e4ren, f\u00fcr Italien verlustreichen Schlachten bei Custozza, Novara und \u2026 bildeten den Auftakt zu einer Serie von weiteren Auseinandersetzungen mit \u00d6sterreich an deren Ende das habsburgische Kaiserreich die Lombardei an das sich fortlaufend einigende Italien fiel.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6677\u2033 img_size=\u201c600X800\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294253369{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Karl Albert (1798-1849) erkl\u00e4rte \u00d6sterreich am 24. M\u00e4rz 1848 als K\u00f6nig von Sardinien den Krieg.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6669\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294265327{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Der greise Feldmarschall Radetzky (1766-1858) zerschlug den Aufstand der sardisch-piemontesischen Streitkr\u00e4fte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6670\u2033 img_size=\u201c600\u00d7800\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294280035{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Nach dem gescheiterten Aufstand dankte Karl Albert zugunsten seines Sohnes Victor Emanuel II ab.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Timeline VII: Die italienischen Unabh\u00e4ngigkeitskriege und deren Folgen<\/span><\/h3>\n<p>Die legend\u00e4ren, f\u00fcr Italien verlustreichen Schlachten bei Custozza, Novara und \u2026 bildeten den Auftakt zu einer Serie von weiteren Auseinandersetzungen mit \u00d6sterreich an deren Ende das habsburgische Kaiserreich die Lombardei an das sich fortlaufend einigende Italien abtreten musste.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<\/p><div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-2479\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-9493\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595795662898-106b0b-a2a8\" id=\"1595795662898-106b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1859<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796097315-5-96b0b-a2a8\" id=\"1595796097315-5-96b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1860<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796098920-6-16b0b-a2a8\" id=\"1595796098920-6-16b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;; 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Juli 1848 gegen\u00fcber. In den Tagen zuvor und danach fanden eigentliche Seitengefechte <span class=\"mw-headline\">bei Sona und Sommacampagna (23. und 24. 7.) bzw. bei Volta (26.\/27.7.) Der Sieg bei Custozza sollte noch nicht den finalen Entscheid zugunsten \u00d6sterreichs bringen, f\u00fchrte aber zum endg\u00fcltigen Ruhm des \u00f6sterreichischen Feldherrn, welchem Johann Strauss Vater sein bekanntestes Werk, den weltweit bekannten <strong>Radetzkymarsch<\/strong> widmete, der noch gleichen Jahres uraufgef\u00fchrt wurde. Literarisch setzte ihm Franz Grillparzer noch vor der bevorstehenden Schlacht im Juni 1848 durch seinem Radetzky-Loblied ein Denkmal: <\/span><em>\u201eGl\u00fcck auf, mein Feldherr, f\u00fchre den Streich! <\/em><em>Nicht blo\u00df um des Ruhmes Schimmer, <\/em><strong><em>In deinem Lager ist \u00d6sterreich, <\/em><em>Wir andern sind einzelne Tr\u00fcmmer.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span id=\"Schlachten_bei_Sona_und_Sommacampagna_am_23._und_24._Juli\" class=\"mw-headline\">\u00a0<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666771007767{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Gabriele B. Clemens: Geschichte des Risorgimento. Italiens Weg in die Moderne (1770\u20131870) (= Italien in der Moderne. Band 27). B\u00f6hlau, K\u00f6ln 2021; Zu Custozza spezifisch: Pieri, Piero . Storia militare del Risorgimento: guerre e insurrezioni. 1962, Torino.<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n<p><span id=\"Schlachten_bei_Sona_und_Sommacampagna_am_23._und_24._Juli\" class=\"mw-headline\">\u00a0<\/span>[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/p><\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9592\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666769812940{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Albrecht Adam, 1855 \u201eFeldmarschall Radetzky und sein Stab bei Novarra am 23. M\u00e4rz 1849\u201c<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596029633734{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die am 23. M\u00e4rz 1849 ausgetragene <strong>Schlacht bei Novara<\/strong> sollte das vorl\u00e4ufige Ende der milit\u00e4risch ausgetragenen Unabh\u00e4ngigkeistbestrebungen Italiens darstellen. Nochmals war es Radetzky, der \u00f6sterreichischerseits die Z\u00fcgel in der Hand hielt. 57\u2019000 Angeh\u00f6rige der sardischen Truppen stiessen auf dem Schlachtfeld zwischen Mailand und Turin auf 51\u2019000 Kaiserliche, beritten und zu Fuss. Das Verh\u00e4ltnis an Gesch\u00fctzen lag aber auf \u00f6sterreichischer Seite. Radetzky siegte ein letztes Mal in einer entscheidenden Schlacht und <strong>Lombardei-Venetien blieb vorerst unter \u00f6sterreichischer Herrschaft.\u00a0<\/strong>Nach dieser Niederlage folgte die Abdankung von Carlo Alberto Amadeo von Sardinen-Piemont zugunsten seines Sohnes Vittorio Emanuele.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666771139393{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong> Zu Radezky:<\/strong> Franz Herre: Radetzky. Eine Biographie. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1981<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9597\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772655741{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">George Peter Alexander Healy, 1871, Portrait von <strong>Papst Pius IX<\/strong>. (Giovanni Maria Mastai Ferretti). In sein Pontifikat (1846 bis 1878) \u2013 mit 31 Jahren und 8 Monaten das l\u00e4ngste nachweisbare \u2013 fallen die Verk\u00fcndung des Dogmas von der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mariens, das Erste Vatikanische Konzil mit der Propagierung des p\u00e4pstlichen Jurisdiktionsprimats und der p\u00e4pstlichen Unfehlbarkeit sowie der Verlust des Kirchenstaates an das K\u00f6nigreich Italien.<br>\n<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772116868{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Februar 1849 riefen italienisch Radikale in Rom die <strong>R\u00f6mische Republik<\/strong> aus und enthronten <strong>Papst Pius IX<\/strong>. (1792-1878), den Herrscher der Stadt. Der K\u00f6nig von Neapel und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Louis Napoleon \u2013 der sp\u00e4tere Kaiser Napoleon III. \u2013 entsandten Truppen zur Wiedereinsetzung des Papstes. Seitens der Republick herrschte ein Triumphirat, welche im April durch den <strong>Zuzug Garibaldis Legion<\/strong> Unterst\u00fctzung erhielt. Diese Freisch\u00e4rler waren allerdings schecht ger\u00fcstet, konnten einem ersten Sturm der Franzosen und Neapoletaner erfolgreich entgegentreten. Nach einem Monat der <strong>Belagerung der ewigen Stadt<\/strong> gelang es den Franzosen am 3. Juli in Rom einzudringen und Pius IX. wieder in Amt und W\u00fcrde einzuf\u00fchren. Garibaldi war es gelungen, 4000 Freiwilige noch vor Einzug der Franzosen aus der Stadt herauszuf\u00fchren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772487232{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\"><br>\nLitertaur: Bernd Rill: <em>Die Geschichte des Kirchenstaates. C\u00e4saren mit der Tiara<\/em>. Universitas Verlag, M\u00fcnchen 2012<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6732\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666774666705{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Darstellung der Schlacht von Mangenta, Adolphe Yvon (1863)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596084323797{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der<strong> Schlacht von Mangeta<\/strong> vom 4. Juni 1859 erlitt das habsburgische Heer eine erste Niederlage im Zuge des zweiten Unabh\u00e4ngigkeitskrieges Italiens, der auch als sardischer Krieg in die Geschichte einging. Nach dem R\u00fccktritt von Radetzky f\u00fchrte der neue Oberbefehlshaber der \u00f6sterreichischen Truppen in Italien,<strong> Ferenzc Joszef Gyulay<\/strong> die 62\u2019000 Kaiserlichen mit weit weniger Erfolg in den Feldzug gegen die sardisch-piemontesische Armee, welche nun durch Frankreich unter Napoleon III. eine namhafte Verst\u00e4rkung erhielt. Mit rund 10\u2019000 Mann weniger als der \u00f6sterreichische Gegner besiegte <strong>General Mac Mahon<\/strong> Gyulys Truppen wenige Kilometer westlich von Mailand.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666774755635{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Helmuth Karl Bernhard von Moltke: Der italienische Feldzug des Jahres 1859. Redigirt von der historischen Abtheilung des Generalstabes der K\u00f6niglich-Preu\u00dfischen Armee. 2, vermehrte Auflage, Berlin 1863, <a class=\"external text\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/bub_gb_2Go5AAAAcAAJ\" rel=\"nofollow\">Digitalisat<\/a><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9602\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666775995127{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Carlo Bossoli, <strong>\u201eSolferino 1859\u201c<\/strong>,\u00a0 24. Juni 1859 \u2013 ca. 14 Uhr: Fazit der Schlacht von Solferino. Die Kr\u00e4fte der Abteilung \u201eForey\u201c und Division \u201eDe Ladmirault\u201c nehmen das Schloss und die Festung von Solferino in Besitz.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596118722623{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der<strong> Schlacht von Solferino<\/strong> versetzte Napoleon III. an der Spitze der sardisch-franz\u00f6sischen Streitkr\u00e4fte am <strong>24. Juni 1859<\/strong> dem \u00f6sterreichischen Heer, welches direkt unter dem Kommando des damals 29j\u00e4hrigen Kaisers Franz Josef I. den entscheidenden Schlag. An der Schlacht beteiligten sich 152\u2019000 Soldaten auf der Seite Napoleons und 130\u2019000 kaiserliche unter Franz Josef. Die Verluste waren ausserordentlich: Sardinien-Piemont \/ Frankreich hatte 15\u2019000 Gefallene und Verwundete zu beklagen, weitere 2000 galten nach der Schlacht als vermisst; auf \u00f6sterreichischer Seite beliefen sich die Zahlen auf 14\u2019000 Betroffene der Kategorie \u201eGefallen oder Verwundet\u201c und von 8000 Armeeangeh\u00f6rigen fehlte abends jede Spur.\n<p>Am Abend des 24. Juni 1859<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"> <\/sup> kam <strong>Henri Dunant<\/strong> (1828-1910) in Solferino vorbei. Noch immer lagen etwa 38.000 Verwundete, Sterbende und Tote auf dem Schlachtfeld, ohne dass ihnen jemand Hilfe leistete. Zutiefst ersch\u00fcttert davon, was er sah, organisierte er spontan mit Freiwilligen aus der \u00f6rtlichen Zivilbev\u00f6lkerung, haupts\u00e4chlich Frauen und M\u00e4dchen, die notd\u00fcrftige Versorgung der verwundeten und kranken Soldaten. In der Kleinstadt Castiglione delle Stiviere in unmittelbarer N\u00e4he zu Solferino richtete er mit anderen Helfern in der Chiesa Maggiore, der gr\u00f6ssten Kirche des Ortes, ein Behelfshospital ein. Hier wurden etwa 500 der insgesamt etwa 8.000 bis 10.000 Verwundeten versorgt, die nach Castiglione gebracht worden waren.<\/p>\n<p>Wie er schnell feststellte, fehlte es an fast allem: an Helfern, an Fachwissen und an medizinischem Material und Verpflegung. Dunant und die seinem Aufruf folgenden Helfer machten bei ihrer Hilfeleistung keinen Unterschied zwischen den Soldaten hinsichtlich ihrer nationalen Zugeh\u00f6rigkeit. Ber\u00fchmt f\u00fcr diese Einstellung wurde die Losung \u201eTutti fratelli\u201c (ital. <i>Alle sind Br\u00fcder<\/i>) der Frauen Castigliones. Es gelang Dunant dar\u00fcber hinaus, von den Franzosen gefangengenommene \u00f6sterreichische Armee\u00e4rzte f\u00fcr die Versorgung der Verletzten freigestellt zu bekommen. Er richtete Behelfskrankenh\u00e4user ein und liess auf seine Kosten Verbandsmaterial und Hilfsg\u00fcter herbeischaffen. Angesichts dieser Katastrophe gr\u00fcndete er 1863 In Genf das heutige<strong> Internationales Komitee vom Roten Kreuz<\/strong> (IKRK) in dessen Folge 1864 die erste Genfer Konvention zu \u201eMassnahmen zur Verbesserung der Hilfe f\u00fcr im Felde verwundete Soldaten\u201c. Hier einigte man sich auch auf ein einheitliches Symbol zum Schutz der Verwundeten und des Hilfspersonals: das leicht und weithin erkennbare Rote Kreuz auf weissem Grund, die Umkehrung der Schweizer Flagge. Erster Pr\u00e4sident des IKRK war der erste General der Schweiz seit deren Staatsgr\u00fcndung 1848,<strong> Henri Guillaume Dufour<\/strong> \u2013 und seit Gr\u00fcndung des Roten Kreuzes steht diese gemeinn\u00fctzige Organisation stand und steht stehr unter F\u00fchrung eines Schweizers.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666776597470{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Ulrich Ladurner: Solferino. Kleine Geschichte eines gro\u00dfen Schauplatzes. Residenz Verlag, St. P\u00f6lten 2009<br>\nHenri Dunant, Eine Erinnerung an Solferino, (franz\u00f6sischer Originaltitel: Un souvenir de Solf\u00e9rino), die Aufzeichnung aus dem Jahr 1862, die den Autor zur Gr\u00fcndung der Rotkreuzbewegung (IKRK) bewog.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6745\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Als <strong>Zug der Tausend<\/strong> (italienisch <em>spedizione dei Mille<\/em>) bezeichnet man den Marsch einer 1067 Mann starken Truppe aus Freiwilligen, wegen ihrer Uniformierung Rothemden genannt, die unter der F\u00fchrung von Giuseppe Garibaldi am 11. Mai 1860 auf Sizilien landete und im Zuge des Risorgimentos die s\u00fcditalienische Insel von der Herrschaft der Bourbonen befreite.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596175711189{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h2><\/h2>\n<p>Nach dem \u201eSardinischen Krieg\u201c und dem Waffenstillstand von Villafranca kam es Ende 1859 und vor allem im April 1860 auf Sizilien zu Volksaufst\u00e4nden gegen die Bourbonen, die von Anh\u00e4ngern <strong>Giuseppe Mazzinis<\/strong> angef\u00fchrt wurden. Sie verlangten eine Intervention des K\u00f6nigreichs Sardinien, was aber sowohl K\u00f6nig Viktor Emanuel II. als auch Ministerpr\u00e4sident <strong>Cavour <\/strong>offiziell ablehnten. Zwar f\u00fcrchteten sie eine republikanische Wendung der italienischen Einigungsbewegung, doch unterst\u00fctzten sie de facto zusammen mit England heimlich die <strong>Intervention Garibaldis und seiner tausend Freiwilligen<\/strong>, die im weiteren Verlauf durch weitere Freiwillige aus Sizilien und Neapel, sowie durch piemontesische Soldaten in Zivil verst\u00e4rkt wurden.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1860 schifften sich \u201edie Tausend\u201c in Quarto bei Genua auf zwei von der sardinischen Regierung gecharterte Schiffeund\u00a0 fuhren zun\u00e4chst nach Talamone und Porto Santo Stefano in der Toskana, wo sie Proviant, Waffen und Kohle erhielten.\u00a0 Am 11. Mai landeten sie unter dem Schutz zweier britischer Kriegsschiffe nahe der westsizilianischen Stadt Marsala und versuchten, Palermo durch das Landesinnere zu erreichen. Am 15. Mai kam es zwischen Marsala und Palermo zur <strong>Schlacht von Calatafimi<\/strong>, in der die \u201eRothemden\u201c beinahe unterlagen. Am 27. Mai gelang nach einem heftigen <strong>Gefecht beim \u201ePonte dell\u2019Ammiraglio\u201c<\/strong> der Einzug in Palermo. Bei Milazzo schlug Garibaldi die neapolitanische Armee am 20. Juli erneut und sicherte sich definitiv die Kontrolle \u00fcber die Insel. Auf seinem weiteren Vormarsch auf dem Festland stellte sich Garibaldi kein weiterer Widerstand entgegen. Erst im Oktober versuchte der K\u00f6nig von Neapel die \u201eRothemden\u201c in Kampanien zu schlagen, scheiterte aber in der <strong>Schlacht am Volturno<\/strong>. Nach der Sprengung der Festung in Gaeta mussten die Bourbonen kapitulieren.<\/p>\n<p>Die Regierung in Turin geriet nun in Unruhe, weil man um die Vorrechte des Hauses Savoyen im neuen Italien f\u00fcrchtete. Garibaldis Erfolge im S\u00fcden h\u00e4tten die Republik zur Folge haben k\u00f6nnen. Sein ungest\u00fcmer Revolutionsgeist machte auch vor Rom und dem Papst nicht halt, was wie schon 1849 zu einer internationalen Intervention f\u00fchren konnte. Um dies zu verhindern, entsandte die piemontesische Regierung Truppen nach S\u00fcden, die am 18. September 1860 zun\u00e4chst bei<strong> Castelfidardo<\/strong> (Ancona) die p\u00e4pstlichen Truppen schlugen und sich anschlie\u00dfend mit Garibaldis Freischaren vereinigten. Der Kirchenstaat wurde damit auf das Gebiet um Rom verkleinert. Am 26. Oktober 1860 fand in Teano bei Neapel das ber\u00fchmte Treffen zwischen Viktor Emanuel II. und Garibaldi statt. Garibaldi gr\u00fc\u00dfte Viktor Emanuel als \u201eK\u00f6nig von Italien\u201c und tat somit seinem politischen Gegenspieler Cavour den Gefallen, auf eigene politische Ambitionen zu verzichten und dem Haus Savoyen die Krone Italiens zu sichern.[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/p><\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6751\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666791785106{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das <strong>Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II<\/strong> (Nationaldenkmal f\u00fcr Viktor Emanuel II.), in der Regel Vittoriano oder Altare della Patria (Altar des Vaterlands) genannt, ist ein 1927 vollendetes Nationaldenkmal in Rom. Es ist dem ersten K\u00f6nig des neugegr\u00fcndeten K\u00f6nigreichs Italien, Viktor Emanuel II. aus dem Haus Savoyen, gewidmet und z\u00e4hlt zu den Staatssymbolen der Italienischen Republik. In dem Geb\u00e4ude befindet sich das Museo del Risorgimento, das an die italienische Staatsgr\u00fcndungsbewegung im 19. Jahrhundert erinnert.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596182929277{padding-top: 10px !important;}\u201c]<b>Viktor Emanuel II.<\/b>, mit vollem Namen <i>Vittorio Emanuele Maria Alberto Eugenio Ferdinando Tommaso di Savoia<\/i>, italienisch <i>Vittorio Emanuele\u00a0II.<\/i> (* 1820 in Turin; \u2020 1878 in Rom) aus dem Haus Savoyen war von 1849 bis 1861 K\u00f6nig von Sardinien-Piemont.\n<p>Gemeinsam mit seinem Premierminister Camillo Benso von Cavour stellte sich Viktor Emanuel an die Spitze der italienischen Einigungsbewegung, an dessen Ende die Schaffung eines geeinten Nationalstaates stand. Am <strong>17. M\u00e4rz 1861<\/strong> nahm er den Titel <strong><i>K\u00f6nig von Italien<\/i><\/strong> an und regierte das Land bis zu seinem Tod im Jahre 1878. Ihm folgte sein Sohn <em>Umberto I<\/em>. (Regierungszeit 1878-1900). W\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs sollte dann <em>Vittorio Emanuel III.<\/em> die Geschicke des Landes leiten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c]\n\t\t\t<\/p><\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6749\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666792534881{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die <strong>Schlacht bei Custozza<\/strong> (1866), der letzte grosse Triumph \u00d6sterreich-Ungarns \u00fcber Italien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596180193799{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im <strong>Dritten Italienischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg<\/strong> kam es am 24. Juni 1866 zur zweiten <b>Schlacht bei Custozza<\/b> zwischen Italien und dem Kaisertum \u00d6sterreich. Italiens Heer verlor zwar diese Schlacht, konnte aber infolge eines Geheimabkommens mit Preu\u00dfen nach der Niederlage \u00d6sterreichs im Deutschen Krieg (Entscheidung in der Schlacht bei K\u00f6nigggr\u00e4tz\u00a0 am 3. Juli 1866) trotzdem die begehrte Provinz Venetien in sein Territorium eingliedern. Zur Reihe dieser vorerst letzten Auseinandersetzung mit \u00d6sterreich z\u00e4hlt auch die drei Tage zuvor ausgetragene, f\u00fcr die kaiserliche Marine unter <strong>Wilhelm von Tegetthoff<\/strong> erfolgreiche <strong>Seeschlacht bei Lissa<\/strong>, (heute Kroatien) sowie die <strong>Schlacht bei Bezzecca<\/strong>, in welcher Garibaldis Freisch\u00e4rler einen Erfolg davontragen konnten.\n<p>\u00d6sterreich zog sich entsprechende aus Venetien zur\u00fcck und etablierte seine neue Reichsgrenze n\u00f6rdlich bei Trient. Der Grenzverlauf wurde durch eine stattliche <strong>Anzahl von Befestigungsanlagen<\/strong> gesichert, die dann im Verlauf der Auseinandersetzung w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs an Bedeutung gewinnen sollten. Das italienischsprachige Gebiete weiterhin unter Einfluss \u00d6sterreichs standen, befeuerte die Anh\u00e4nger des <strong>\u201eIrredentismus\u201c<\/strong>, eine Bewegung die zum Ziel hatte, dass alle italienischsprachigen Bev\u00f6lkerungsgruppen dem neuen Staat zugef\u00fchrt werden sollten.[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-2479\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595795662898-106b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595795662898-106b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1848<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9590\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666767685651{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-author\">Felice Cerruti Bauduc, 1858, \u201e<\/span><\/span>Der Angriff auf die genuesische Kavallerie (Cavalleria Genovesa) bei Volta\u201c (nahe Mantua)<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n<p><span id=\"Schlachten_bei_Sona_und_Sommacampagna_am_23._und_24._Juli\" class=\"mw-headline\">\u00a0<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596026422459{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der<strong> Ersten Schlacht bei Custozza<\/strong> (1848) besiegte das \u00f6sterreichische Heer unter Radetzky die sardisch-piemontesischen Truppen rund 20 km westlich von Verona. 33\u2019000 Kaiserliche standen 22\u2019000 \u201eItalienern\u201c\u00a0 am 25. Juli 1848 gegen\u00fcber. In den Tagen zuvor und danach fanden eigentliche Seitengefechte <span class=\"mw-headline\">bei Sona und Sommacampagna (23. und 24. 7.) bzw. bei Volta (26.\/27.7.) Der Sieg bei Custozza sollte noch nicht den finalen Entscheid zugunsten \u00d6sterreichs bringen, f\u00fchrte aber zum endg\u00fcltigen Ruhm des \u00f6sterreichischen Feldherrn, welchem Johann Strauss Vater sein bekanntestes Werk, den weltweit bekannten <strong>Radetzkymarsch<\/strong> widmete, der noch gleichen Jahres uraufgef\u00fchrt wurde. Literarisch setzte ihm Franz Grillparzer noch vor der bevorstehenden Schlacht im Juni 1848 durch seinem Radetzky-Loblied ein Denkmal: <\/span><em>\u201eGl\u00fcck auf, mein Feldherr, f\u00fchre den Streich! <\/em><em>Nicht blo\u00df um des Ruhmes Schimmer, <\/em><strong><em>In deinem Lager ist \u00d6sterreich, <\/em><em>Wir andern sind einzelne Tr\u00fcmmer.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span id=\"Schlachten_bei_Sona_und_Sommacampagna_am_23._und_24._Juli\" class=\"mw-headline\">\u00a0<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666771007767{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Gabriele B. Clemens: Geschichte des Risorgimento. Italiens Weg in die Moderne (1770\u20131870) (= Italien in der Moderne. Band 27). B\u00f6hlau, K\u00f6ln 2021; Zu Custozza spezifisch: Pieri, Piero . Storia militare del Risorgimento: guerre e insurrezioni. 1962, Torino.<strong><br>\n<\/strong><\/h6>\n<p><span id=\"Schlachten_bei_Sona_und_Sommacampagna_am_23._und_24._Juli\" class=\"mw-headline\">\u00a0<\/span>[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/p><\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595795662924-46b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595795662924-46b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1849<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9592\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666769812940{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Albrecht Adam, 1855 \u201eFeldmarschall Radetzky und sein Stab bei Novarra am 23. M\u00e4rz 1849\u201c<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596029633734{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die am 23. M\u00e4rz 1849 ausgetragene <strong>Schlacht bei Novara<\/strong> sollte das vorl\u00e4ufige Ende der milit\u00e4risch ausgetragenen Unabh\u00e4ngigkeistbestrebungen Italiens darstellen. Nochmals war es Radetzky, der \u00f6sterreichischerseits die Z\u00fcgel in der Hand hielt. 57\u2019000 Angeh\u00f6rige der sardischen Truppen stiessen auf dem Schlachtfeld zwischen Mailand und Turin auf 51\u2019000 Kaiserliche, beritten und zu Fuss. Das Verh\u00e4ltnis an Gesch\u00fctzen lag aber auf \u00f6sterreichischer Seite. Radetzky siegte ein letztes Mal in einer entscheidenden Schlacht und <strong>Lombardei-Venetien blieb vorerst unter \u00f6sterreichischer Herrschaft.\u00a0<\/strong>Nach dieser Niederlage folgte die Abdankung von Carlo Alberto Amadeo von Sardinen-Piemont zugunsten seines Sohnes Vittorio Emanuele.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666771139393{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong> Zu Radezky:<\/strong> Franz Herre: Radetzky. Eine Biographie. Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 1981<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796088448-2-26b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796088448-2-26b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1849<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9597\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772655741{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">George Peter Alexander Healy, 1871, Portrait von <strong>Papst Pius IX<\/strong>. (Giovanni Maria Mastai Ferretti). In sein Pontifikat (1846 bis 1878) \u2013 mit 31 Jahren und 8 Monaten das l\u00e4ngste nachweisbare \u2013 fallen die Verk\u00fcndung des Dogmas von der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mariens, das Erste Vatikanische Konzil mit der Propagierung des p\u00e4pstlichen Jurisdiktionsprimats und der p\u00e4pstlichen Unfehlbarkeit sowie der Verlust des Kirchenstaates an das K\u00f6nigreich Italien.<br>\n<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772116868{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Februar 1849 riefen italienisch Radikale in Rom die <strong>R\u00f6mische Republik<\/strong> aus und enthronten <strong>Papst Pius IX<\/strong>. (1792-1878), den Herrscher der Stadt. Der K\u00f6nig von Neapel und der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Louis Napoleon \u2013 der sp\u00e4tere Kaiser Napoleon III. \u2013 entsandten Truppen zur Wiedereinsetzung des Papstes. Seitens der Republick herrschte ein Triumphirat, welche im April durch den <strong>Zuzug Garibaldis Legion<\/strong> Unterst\u00fctzung erhielt. Diese Freisch\u00e4rler waren allerdings schecht ger\u00fcstet, konnten einem ersten Sturm der Franzosen und Neapoletaner erfolgreich entgegentreten. Nach einem Monat der <strong>Belagerung der ewigen Stadt<\/strong> gelang es den Franzosen am 3. Juli in Rom einzudringen und Pius IX. wieder in Amt und W\u00fcrde einzuf\u00fchren. Garibaldi war es gelungen, 4000 Freiwilige noch vor Einzug der Franzosen aus der Stadt herauszuf\u00fchren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666772487232{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\"><br>\nLitertaur: Bernd Rill: <em>Die Geschichte des Kirchenstaates. C\u00e4saren mit der Tiara<\/em>. Universitas Verlag, M\u00fcnchen 2012<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796095580-3-96b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796095580-3-96b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1859<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6732\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666774666705{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Darstellung der Schlacht von Mangenta, Adolphe Yvon (1863)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596084323797{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der<strong> Schlacht von Mangeta<\/strong> vom 4. Juni 1859 erlitt das habsburgische Heer eine erste Niederlage im Zuge des zweiten Unabh\u00e4ngigkeitskrieges Italiens, der auch als sardischer Krieg in die Geschichte einging. Nach dem R\u00fccktritt von Radetzky f\u00fchrte der neue Oberbefehlshaber der \u00f6sterreichischen Truppen in Italien,<strong> Ferenzc Joszef Gyulay<\/strong> die 62\u2019000 Kaiserlichen mit weit weniger Erfolg in den Feldzug gegen die sardisch-piemontesische Armee, welche nun durch Frankreich unter Napoleon III. eine namhafte Verst\u00e4rkung erhielt. Mit rund 10\u2019000 Mann weniger als der \u00f6sterreichische Gegner besiegte <strong>General Mac Mahon<\/strong> Gyulys Truppen wenige Kilometer westlich von Mailand.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666774755635{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Helmuth Karl Bernhard von Moltke: Der italienische Feldzug des Jahres 1859. Redigirt von der historischen Abtheilung des Generalstabes der K\u00f6niglich-Preu\u00dfischen Armee. 2, vermehrte Auflage, Berlin 1863, <a class=\"external text\" href=\"https:\/\/archive.org\/details\/bub_gb_2Go5AAAAcAAJ\" rel=\"nofollow\">Digitalisat<\/a><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796096539-4-96b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796096539-4-96b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1859<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9602\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666775995127{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Carlo Bossoli, <strong>\u201eSolferino 1859\u201c<\/strong>,\u00a0 24. Juni 1859 \u2013 ca. 14 Uhr: Fazit der Schlacht von Solferino. Die Kr\u00e4fte der Abteilung \u201eForey\u201c und Division \u201eDe Ladmirault\u201c nehmen das Schloss und die Festung von Solferino in Besitz.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596118722623{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der<strong> Schlacht von Solferino<\/strong> versetzte Napoleon III. an der Spitze der sardisch-franz\u00f6sischen Streitkr\u00e4fte am <strong>24. Juni 1859<\/strong> dem \u00f6sterreichischen Heer, welches direkt unter dem Kommando des damals 29j\u00e4hrigen Kaisers Franz Josef I. den entscheidenden Schlag. An der Schlacht beteiligten sich 152\u2019000 Soldaten auf der Seite Napoleons und 130\u2019000 kaiserliche unter Franz Josef. Die Verluste waren ausserordentlich: Sardinien-Piemont \/ Frankreich hatte 15\u2019000 Gefallene und Verwundete zu beklagen, weitere 2000 galten nach der Schlacht als vermisst; auf \u00f6sterreichischer Seite beliefen sich die Zahlen auf 14\u2019000 Betroffene der Kategorie \u201eGefallen oder Verwundet\u201c und von 8000 Armeeangeh\u00f6rigen fehlte abends jede Spur.\n<p>Am Abend des 24. Juni 1859<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"> <\/sup> kam <strong>Henri Dunant<\/strong> (1828-1910) in Solferino vorbei. Noch immer lagen etwa 38.000 Verwundete, Sterbende und Tote auf dem Schlachtfeld, ohne dass ihnen jemand Hilfe leistete. Zutiefst ersch\u00fcttert davon, was er sah, organisierte er spontan mit Freiwilligen aus der \u00f6rtlichen Zivilbev\u00f6lkerung, haupts\u00e4chlich Frauen und M\u00e4dchen, die notd\u00fcrftige Versorgung der verwundeten und kranken Soldaten. In der Kleinstadt Castiglione delle Stiviere in unmittelbarer N\u00e4he zu Solferino richtete er mit anderen Helfern in der Chiesa Maggiore, der gr\u00f6ssten Kirche des Ortes, ein Behelfshospital ein. Hier wurden etwa 500 der insgesamt etwa 8.000 bis 10.000 Verwundeten versorgt, die nach Castiglione gebracht worden waren.<\/p>\n<p>Wie er schnell feststellte, fehlte es an fast allem: an Helfern, an Fachwissen und an medizinischem Material und Verpflegung. Dunant und die seinem Aufruf folgenden Helfer machten bei ihrer Hilfeleistung keinen Unterschied zwischen den Soldaten hinsichtlich ihrer nationalen Zugeh\u00f6rigkeit. Ber\u00fchmt f\u00fcr diese Einstellung wurde die Losung \u201eTutti fratelli\u201c (ital. <i>Alle sind Br\u00fcder<\/i>) der Frauen Castigliones. Es gelang Dunant dar\u00fcber hinaus, von den Franzosen gefangengenommene \u00f6sterreichische Armee\u00e4rzte f\u00fcr die Versorgung der Verletzten freigestellt zu bekommen. Er richtete Behelfskrankenh\u00e4user ein und liess auf seine Kosten Verbandsmaterial und Hilfsg\u00fcter herbeischaffen. Angesichts dieser Katastrophe gr\u00fcndete er 1863 In Genf das heutige<strong> Internationales Komitee vom Roten Kreuz<\/strong> (IKRK) in dessen Folge 1864 die erste Genfer Konvention zu \u201eMassnahmen zur Verbesserung der Hilfe f\u00fcr im Felde verwundete Soldaten\u201c. Hier einigte man sich auch auf ein einheitliches Symbol zum Schutz der Verwundeten und des Hilfspersonals: das leicht und weithin erkennbare Rote Kreuz auf weissem Grund, die Umkehrung der Schweizer Flagge. Erster Pr\u00e4sident des IKRK war der erste General der Schweiz seit deren Staatsgr\u00fcndung 1848,<strong> Henri Guillaume Dufour<\/strong> \u2013 und seit Gr\u00fcndung des Roten Kreuzes steht diese gemeinn\u00fctzige Organisation stand und steht stehr unter F\u00fchrung eines Schweizers.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666776597470{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Ulrich Ladurner: Solferino. Kleine Geschichte eines gro\u00dfen Schauplatzes. Residenz Verlag, St. P\u00f6lten 2009<br>\nHenri Dunant, Eine Erinnerung an Solferino, (franz\u00f6sischer Originaltitel: Un souvenir de Solf\u00e9rino), die Aufzeichnung aus dem Jahr 1862, die den Autor zur Gr\u00fcndung der Rotkreuzbewegung (IKRK) bewog.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796097315-5-96b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796097315-5-96b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1860<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6745\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Als <strong>Zug der Tausend<\/strong> (italienisch <em>spedizione dei Mille<\/em>) bezeichnet man den Marsch einer 1067 Mann starken Truppe aus Freiwilligen, wegen ihrer Uniformierung Rothemden genannt, die unter der F\u00fchrung von Giuseppe Garibaldi am 11. Mai 1860 auf Sizilien landete und im Zuge des Risorgimentos die s\u00fcditalienische Insel von der Herrschaft der Bourbonen befreite.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596175711189{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h2><\/h2>\n<p>Nach dem \u201eSardinischen Krieg\u201c und dem Waffenstillstand von Villafranca kam es Ende 1859 und vor allem im April 1860 auf Sizilien zu Volksaufst\u00e4nden gegen die Bourbonen, die von Anh\u00e4ngern <strong>Giuseppe Mazzinis<\/strong> angef\u00fchrt wurden. Sie verlangten eine Intervention des K\u00f6nigreichs Sardinien, was aber sowohl K\u00f6nig Viktor Emanuel II. als auch Ministerpr\u00e4sident <strong>Cavour <\/strong>offiziell ablehnten. Zwar f\u00fcrchteten sie eine republikanische Wendung der italienischen Einigungsbewegung, doch unterst\u00fctzten sie de facto zusammen mit England heimlich die <strong>Intervention Garibaldis und seiner tausend Freiwilligen<\/strong>, die im weiteren Verlauf durch weitere Freiwillige aus Sizilien und Neapel, sowie durch piemontesische Soldaten in Zivil verst\u00e4rkt wurden.<\/p>\n<p>In der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 1860 schifften sich \u201edie Tausend\u201c in Quarto bei Genua auf zwei von der sardinischen Regierung gecharterte Schiffeund\u00a0 fuhren zun\u00e4chst nach Talamone und Porto Santo Stefano in der Toskana, wo sie Proviant, Waffen und Kohle erhielten.\u00a0 Am 11. Mai landeten sie unter dem Schutz zweier britischer Kriegsschiffe nahe der westsizilianischen Stadt Marsala und versuchten, Palermo durch das Landesinnere zu erreichen. Am 15. Mai kam es zwischen Marsala und Palermo zur <strong>Schlacht von Calatafimi<\/strong>, in der die \u201eRothemden\u201c beinahe unterlagen. Am 27. Mai gelang nach einem heftigen <strong>Gefecht beim \u201ePonte dell\u2019Ammiraglio\u201c<\/strong> der Einzug in Palermo. Bei Milazzo schlug Garibaldi die neapolitanische Armee am 20. Juli erneut und sicherte sich definitiv die Kontrolle \u00fcber die Insel. Auf seinem weiteren Vormarsch auf dem Festland stellte sich Garibaldi kein weiterer Widerstand entgegen. Erst im Oktober versuchte der K\u00f6nig von Neapel die \u201eRothemden\u201c in Kampanien zu schlagen, scheiterte aber in der <strong>Schlacht am Volturno<\/strong>. Nach der Sprengung der Festung in Gaeta mussten die Bourbonen kapitulieren.<\/p>\n<p>Die Regierung in Turin geriet nun in Unruhe, weil man um die Vorrechte des Hauses Savoyen im neuen Italien f\u00fcrchtete. Garibaldis Erfolge im S\u00fcden h\u00e4tten die Republik zur Folge haben k\u00f6nnen. Sein ungest\u00fcmer Revolutionsgeist machte auch vor Rom und dem Papst nicht halt, was wie schon 1849 zu einer internationalen Intervention f\u00fchren konnte. Um dies zu verhindern, entsandte die piemontesische Regierung Truppen nach S\u00fcden, die am 18. September 1860 zun\u00e4chst bei<strong> Castelfidardo<\/strong> (Ancona) die p\u00e4pstlichen Truppen schlugen und sich anschlie\u00dfend mit Garibaldis Freischaren vereinigten. Der Kirchenstaat wurde damit auf das Gebiet um Rom verkleinert. Am 26. Oktober 1860 fand in Teano bei Neapel das ber\u00fchmte Treffen zwischen Viktor Emanuel II. und Garibaldi statt. Garibaldi gr\u00fc\u00dfte Viktor Emanuel als \u201eK\u00f6nig von Italien\u201c und tat somit seinem politischen Gegenspieler Cavour den Gefallen, auf eigene politische Ambitionen zu verzichten und dem Haus Savoyen die Krone Italiens zu sichern.[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/p><\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796098920-6-16b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796098920-6-16b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1861<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6751\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666791785106{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das <strong>Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II<\/strong> (Nationaldenkmal f\u00fcr Viktor Emanuel II.), in der Regel Vittoriano oder Altare della Patria (Altar des Vaterlands) genannt, ist ein 1927 vollendetes Nationaldenkmal in Rom. Es ist dem ersten K\u00f6nig des neugegr\u00fcndeten K\u00f6nigreichs Italien, Viktor Emanuel II. aus dem Haus Savoyen, gewidmet und z\u00e4hlt zu den Staatssymbolen der Italienischen Republik. In dem Geb\u00e4ude befindet sich das Museo del Risorgimento, das an die italienische Staatsgr\u00fcndungsbewegung im 19. Jahrhundert erinnert.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596182929277{padding-top: 10px !important;}\u201c]<b>Viktor Emanuel II.<\/b>, mit vollem Namen <i>Vittorio Emanuele Maria Alberto Eugenio Ferdinando Tommaso di Savoia<\/i>, italienisch <i>Vittorio Emanuele\u00a0II.<\/i> (* 1820 in Turin; \u2020 1878 in Rom) aus dem Haus Savoyen war von 1849 bis 1861 K\u00f6nig von Sardinien-Piemont.\n<p>Gemeinsam mit seinem Premierminister Camillo Benso von Cavour stellte sich Viktor Emanuel an die Spitze der italienischen Einigungsbewegung, an dessen Ende die Schaffung eines geeinten Nationalstaates stand. Am <strong>17. M\u00e4rz 1861<\/strong> nahm er den Titel <strong><i>K\u00f6nig von Italien<\/i><\/strong> an und regierte das Land bis zu seinem Tod im Jahre 1878. Ihm folgte sein Sohn <em>Umberto I<\/em>. (Regierungszeit 1878-1900). W\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs sollte dann <em>Vittorio Emanuel III.<\/em> die Geschicke des Landes leiten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c]\n\t\t\t            <\/p><\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796099918-7-86b0b-a2a8\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796099918-7-86b0b-a2a8\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-9493 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1866<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6749\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666792534881{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die <strong>Schlacht bei Custozza<\/strong> (1866), der letzte grosse Triumph \u00d6sterreich-Ungarns \u00fcber Italien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596180193799{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im <strong>Dritten Italienischen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg<\/strong> kam es am 24. Juni 1866 zur zweiten <b>Schlacht bei Custozza<\/b> zwischen Italien und dem Kaisertum \u00d6sterreich. Italiens Heer verlor zwar diese Schlacht, konnte aber infolge eines Geheimabkommens mit Preu\u00dfen nach der Niederlage \u00d6sterreichs im Deutschen Krieg (Entscheidung in der Schlacht bei K\u00f6nigggr\u00e4tz\u00a0 am 3. Juli 1866) trotzdem die begehrte Provinz Venetien in sein Territorium eingliedern. Zur Reihe dieser vorerst letzten Auseinandersetzung mit \u00d6sterreich z\u00e4hlt auch die drei Tage zuvor ausgetragene, f\u00fcr die kaiserliche Marine unter <strong>Wilhelm von Tegetthoff<\/strong> erfolgreiche <strong>Seeschlacht bei Lissa<\/strong>, (heute Kroatien) sowie die <strong>Schlacht bei Bezzecca<\/strong>, in welcher Garibaldis Freisch\u00e4rler einen Erfolg davontragen konnten.\n<p>\u00d6sterreich zog sich entsprechende aus Venetien zur\u00fcck und etablierte seine neue Reichsgrenze n\u00f6rdlich bei Trient. Der Grenzverlauf wurde durch eine stattliche <strong>Anzahl von Befestigungsanlagen<\/strong> gesichert, die dann im Verlauf der Auseinandersetzung w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs an Bedeutung gewinnen sollten. Das italienischsprachige Gebiete weiterhin unter Einfluss \u00d6sterreichs standen, befeuerte die Anh\u00e4nger des <strong>\u201eIrredentismus\u201c<\/strong>, eine Bewegung die zum Ziel hatte, dass alle italienischsprachigen Bev\u00f6lkerungsgruppen dem neuen Staat zugef\u00fchrt werden sollten.[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/p><\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c][vc_column css=\u201c.vc_custom_1498229431694{padding-bottom: 50px !important;}\u201c][vc_column_text][\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_row_inner css=\u201c.vc_custom_1592343943959{padding-top: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;background-color: #f5f5f5 !important;}\u201c][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033]<div id=\"ultimate-heading-30006a71dae9aa1ad\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-30006a71dae9aa1ad uvc-3266  uvc-heading-default-font-sizes\" data-hspacer=\"no_spacer\" data-halign=\"left\" style=\"text-align:left\"><div class=\"uvc-heading-spacer no_spacer\" style=\"top\"><\/div><div class=\"uvc-sub-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-30006a71dae9aa1ad .uvc-sub-heading \" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' style=\"font-weight:normal;\">\n<h3>K\u00f6pfe der Einigungsbewegung<\/h3>\n<\/div><\/div>[vc_single_image image=\u201c6760\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6><strong>Giuseppe Garibaldi<\/strong> (1807 in Rom \u2013 1882 auf Caprera)\u00a0 ist unbetritten der bekannteste Freiheitsk\u00e4mpfer und Proagoniset des Risorgimento zwischen 1820 und 1870.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c20\u2033][vc_column_text]Unbestritten: Garibaldi ist die Nr. 1 und bis heute der \u201eShootingstar\u201c unter den Freiheitsk\u00e4mpfern. Es gibt wohl in Italien vom kleinsten Flecken bis zur Millionenstadt keinen Ort, der nicht zumindest \u00fcber einen, nach ihm benannten Platz, eine Strasse oder eines Restaurants oder Hotels verf\u00fcgt. Internetbasierte Suchmaschinen weisen weltweit unter Angabe der entsprechenden Begriffen eine Unzahl an Adressen und Referenzen aus.\n<p>Aber auch sein ideologischer Vorbereiter Mazzini und der im Sinne der Machterhaltung des Hauses Savoyen handelnde Ministerpr\u00e4sident Cavour verf\u00fcgen \u00fcber eine \u00e4hnlich grosse Reputation im heutigen Italien.<\/p>\n<p>Die Benennung von Pl\u00e4tzen, Strassen und Wegen in Erinnerung an diese Protagonisten des Risorgiment0 im heute deutschsprachigen Teil Italiens ist die Folge der nach 1919 einsetzenden Italianisierungsmassnahmen in S\u00fcdtirol. Das ist aber eine andere Geschichte.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6761\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<\/p><h6><b>Giuseppe Mazzini<\/b> (* 1805 in Genua; \u2020 1872 in Pisa). Mazzinis politisches Ziel war das Selbstbestimmungsrecht der europ\u00e4ischen V\u00f6lker und insbesondere die Unabh\u00e4ngigkeit und Einigung der italienischen Staaten. Mazzini strebte die italienische Einigung in einer Republik an, die er nur durch die revolution\u00e4re Erhebung des Volkes und die Vertreibung der fremden Besatzungsm\u00e4chte als m\u00f6glich erachtete. Zu Beginn des Sardinischen Krieges im Mai 1859 stellte Mazzini sich gegen das B\u00fcndnis Sardiniens mit Frankreich, weil K\u00f6nig Viktor Emanuel II. Frankreich f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung die Abtretung Savoyens und Nizzas zugesagt hatte.bMazzini unterst\u00fctzte im Mai 1860 Giuseppe Garibaldis Expedition zur Befreiung Siziliens mit dem sogenannten \u201eZug der Tausend\u201c und legte ihm nahe, auch Rom und Venedig zu befreien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c20\u2033][vc_single_image image=\u201c6759\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5\u2033][vc_column_text]\n<h6><strong>Camillo Benso Graf von Cavour<\/strong> ; (* 1810 in Turin; \u2020 1861 ebenda) war ein italienischer Staatsmann und Unternehmer. Als Ministerpr\u00e4sident des K\u00f6nigreichs Sardinien trieb er die italienische Einheit voran, war danach Architekt der italienischen Verfassung und erster Ministerpr\u00e4sident des neuen K\u00f6nigreiches Italien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cmehmed-V\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3 id=\"firstHeading\" class=\"firstHeading\" lang=\"de\"><span style=\"color: #800000;\">Mehmed V. \u2013 der kranke Mann am Bosporus<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6855\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474086426{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]<strong>Mehmed V. Re\u015fad \u2013 auch Mohammed V<\/strong>.\u00a0 (* 2. November 1844 in Konstantinopel; \u2020 3. Juli 1918 ebenda) war vom 27. April 1909 bis zu seinem Tod Sultan des Osmanischen Reiches und Kalif der Muslime. Er folgte seinem Bruder Abd\u00fclhamid II. nach, der zuvor von den Jungt\u00fcrken zum R\u00fccktritt gezwungen worden war.\n<p>Mehmed war ein Sohn Abd\u00fclmecids I., seine Mutter war G\u00fclcemal Kad\u0131n Efendi. Ihm wurden Ambitionen auf den Thron nachgesagt, so dass sein regierender Bruder Abd\u00fclhamid II. ihn von der \u00d6ffentlichkeit und der politischen Macht abzuschotten versuchte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierung seines Bruders Abd\u00fclhamid II. war Mehmed Re\u015fad politischer Gefangener. Er lebte 45 Jahre in strengem Gewahrsam in seinem im n\u00f6rdlichen Istanbul auf der europ\u00e4ischen Seite gelegenen Sindschirli Kuju-Palast). Diese lange Gefangenschaft hatte die physischen und geistigen Kr\u00e4fte Mehmed Re\u015fads gebrochen, so dass er zur Zeit der Absetzung seines Bruders ein apathischer, siecher, zu jedweder Arbeit unf\u00e4higer Greis war. Eben deshalb jedoch war er f\u00fcr die Jungt\u00fcrken, welche selbst regieren und durch den Monarchen nicht beeintr\u00e4chtigt werden wollten, ein erw\u00fcnschter Thronkandidat.<\/p>\n<p>Im Sommer 1908 wurde Abd\u00fclhamid von den Jungt\u00fcrken dazu gezwungen, die osmanische Verfassung von 1876 in Kraft zu setzen und die eigene Macht zu begrenzen. Als der Sultan im folgenden Jahr dies wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen versuchte, setzten die Jungt\u00fcrken ihn am 27. April 1909 endg\u00fcltig ab und ersetzten ihn durch Mehmed, der im Alter von 64 Jahren Sultan und Kalif wurde.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9aa1c4\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9aa1c4\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Dessen Regierungszeit war durch R\u00fcckschl\u00e4ge f\u00fcr das Osmanische Reich und der Manifestation des Begriffes des <strong>\u201ekranken Mannes am Bosporus\u201c<\/strong> gekennzeichnet. Am Anfang seiner Herrschaft musste er die \u00f6sterreichische Annexion Bosniens und der Herzegowina sowie die Unabh\u00e4ngigkeit Bulgariens anerkennen. Die letzten nordafrikanischen Besitzungen westlich von \u00c4gypten verlor er bis 1912 an Italien. \u00c4gypten selbst stand nur noch formell unter osmanischer Herrschaft und wurde de facto von den Briten kontrolliert. Es folgten Aufst\u00e4nde in Albanien und die beiden Balkankriege 1912 und 1913, die die osmanische Herrschaft dort beendeten. Kurz darauf gelang es Mehmed V., ein kleineres Gebiet um Adrianopel zur\u00fcckzuerobern und 1914 mit dem Russischen Reich per Vertrag den Grenzverlauf in Armenien friedlich festzulegen.<\/p>\n<p>Am 2. August 1914 schloss Mehmed V. ein Defensivb\u00fcndnis mit dem Deutschen Reich gegen Russland. Er versuchte zun\u00e4chst, im beginnenden Ersten Weltkrieg neutral zu bleiben; auf Druck der Jungt\u00fcrken trat er Anfang Oktober 1914 in den Krieg aufseiten der Mittelm\u00e4chte ein und ernannte Enver Pascha zum Kriegsminister. Nach dem Verlust Zyperns und \u00c4gyptens gelang es Mehmed V., eine stabile Defensive gegen die Briten am Suezkanal und im Irak aufzubauen. Russland eroberte zwar Armenien, doch wurde dies sp\u00e4ter im Frieden von Brest-Litowsk wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. In der letzten Phase des Krieges gingen schlie\u00dflich Syrien, Pal\u00e4stina und das Zweistromland verloren.<\/p>\n<p>Am 1. Februar 1916 wurde Mehmed V. zum Generalfeldmarschall des Deutschen Reichs ernannt und am 19. Mai 1918 \u2013 im Zuge eines Staatsbesuchs Kaiser Karls I. in Istanbul \u2013 zum Feldmarschall \u00d6sterreich-Ungarns.<\/p>\n<p>Mehmed V. starb am 3. Juli 1918 im Alter von 73 Jahren, vier Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Laut Arztbericht hatte er zun\u00e4chst eine Woche lang leichte Verdauungsbeschwerden, ab 25. Juni aber heftiges Fieber \u2013 beides typische Symptome der Spanischen Grippe, die damals in Europa w\u00fctete. Das Fieber mit zuletzt 39,5 \u00b0C versch\u00e4rfte die schon vorher vorhandene Zuckerkrankheit. Den Untergang des Osmanischen Reiches erlebte er nicht mehr. Als (letzter) Sultan und Kalif folgte ihm sein Halbbruder Mehmed VI.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6953\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Das Osmanische Reich in seiner pr\u00e4chtigsten Ausdehnung. Anfang des 20. Jahrhunderts sollte der rasche Untergang seinen Anfang nehmen. Bild: Wikipedia<span class=\"mw-mmv-source-author\"><span class=\"mw-mmv-source\"><br>\n<\/span><\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h3>\u201eAufstieg und untergang des osmanischen Reichs\u201c<\/h3>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"color: #000000;\">Es mag dem Verst\u00e4ndnis dienen, wenn die nachfolgende Zeitleiste weit fr\u00fcher einsetzt und sich nicht ausschliesslich auf das 19. Jahrhundert beschr\u00e4nkt. Wir setzen nicht gerade bei den M\u00e4rchen rund um \u201eTausend und eine Nacht\u201c ein, aber der Konflikt zwischen Orient und Oxident, zwischen Islam und Christentum pr\u00e4gt Europa sp\u00e4testens seit der maurischen Invasion auf der iberischen Halbinsel (al-Andalus) 711 und sollte w\u00e4hrend 781 Jahren (bis 1492) in unterschiedlicher Ausdehnung anhalten. Es bleibt allerdings zu erw\u00e4hnen, dass die Iberische Besetzung mit dem Osmanischen Reich nichts zu tun hatte, muss aber im Hinblick auf die mittelalterliche Phobie vor den \u201eAndersgl\u00e4ubigen\u201c, die letztlich die blutigen Kreuzz\u00fcge zur Folge hatten zumindest ber\u00fccksichtigt werden.\u00a0 <\/span><br>\n<\/span>[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<\/p><h3>Timeline IIX: \u201eder Aufstieg des osmanischen Reichs\u201c<\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-6884\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Tabs\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-4940\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595798248680-14af2-62e7\" id=\"1595798248680-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;; 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Im Gebiet des ostr\u00f6mischen Reichs (Byzanz) sollen die Osmanen in der Folge an Macht gewinnen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109224355{padding-top: 10px !important;}\u201c]Unter der sogenannten<strong> Reichsteilung von 395 n. Chr.<\/strong> versteht man die nach dem Tod von Theodosius I. erfolgte Teilung des<em> Imperium Romanum<\/em> in eine westliche und eine \u00f6stliche H\u00e4lfte, in der jeweils ein Kaiser residierte. Der erste ostr\u00f6mische Kaiser war Theodosius\u2019 \u00e4lterer Sohn Arcadius, der erste westr\u00f6mische Kaiser sein j\u00fcngerer Sohn Honorius. Kaiserresidenz des Ostens war Konstantinopel, im Westen residierte der Hof zun\u00e4chst in Mailand, sp\u00e4ter dann meist in Ravenna sowie vereinzelt auch in Rom.\n<p>West- und Ostrom waren im 5. Jahrhundert allerdings nicht etwa zwei voneinander unabh\u00e4ngige Reiche, sondern bildeten nach damaligem Verst\u00e4ndnis weiterhin gemeinsam das unteilbare Imperium Romanum. So gab es weiterhin auch nur ein einziges r\u00f6misches B\u00fcrgerrecht (civitas Romana). Es ist daher zutreffender, statt von einer Reichsteilung von einer Teilung der Herrschaft im R\u00f6mischen Reich zu sprechen, auch wenn es nach 395 in vielerlei Hinsicht zu einer langsamen Auseinanderentwicklung der beiden Reichsh\u00e4lften kam.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666802743897{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Hans-Georg Beck: <i>Das Byzantinische Jahrtausend.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 1994<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9626\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109449508{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Ausdehnung des byzantinishen Reichs um 550 n. Chr.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109723323{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das <strong>Byzantinische Reich<\/strong>, verk\u00fcrzt auch nur Byzanz, oder das Ostr\u00f6mische Reich bzw. Ostrom war ein Kaiserreich im \u00f6stlichen Mittelmeerraum. Die Bezeichnungen sind modernen Ursprungs, f\u00fcr Zeitgenossen handelte es sich zun\u00e4chst um die \u00f6stliche H\u00e4lfte des sp\u00e4tantiken R\u00f6mischen Reiches, das bei der sogenannten Reichsteilung von 395 in zwei Verwaltungseinheiten mit je einem Kaiser unterteilt wurde. Erst nach dem Untergang des Westr\u00f6mischen Reichs im sp\u00e4ten 5. Jahrhundert wurde Ostrom zum Nachfolger des stets ungeteilten Imperiums. Das von der Hauptstadt Konstantinopel \u2013 auch \u201eByzanz\u201c genannt \u2013 aus regierte Reich erstreckte sich w\u00e4hrend seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung Mitte des sechsten Jahrhunderts inklusive r\u00fcckeroberter Teile des untergegangenen Westreichs von S\u00fcdspanien, Italien und der Balkanhalbinsel bis zur Arabischen Halbinsel und nach Nordafrika, war aber seit dem siebten Jahrhundert weitgehend auf Kleinasien und S\u00fcdosteuropa beschr\u00e4nkt. Mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453 endete das Byzantinische Reich.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109779866{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Hans-Georg Beck: Das Byzantinische Jahrtausend. C.H. Beck, M\u00fcnchen 19<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9628\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667110286266{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die islamische Expansion bis zu den Umayyaden 750.<\/h6>\n<h6>Dunkelgr\u00fcnd: Der Islam bis zum Tod Mohammends (622\u2013632)<br>\nGr\u00fcn: Eroberungen der vier \u201erechtgeleiteten Kalifen\u201c (632\u2013661)<br>\nHellgr\u00fcn: Eroberungen der Umayyaden (661\u2013750)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667110908816{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>islamische Expansion<\/strong> bezeichnet im Folgenden die Eroberungen der Araber von der Mitte der 630er Jahre an und die damit einhergehende Ausdehnung des Islams bis ins 8. Jahrhundert hinein. Mit dem Beginn der islamischen Expansion wird h\u00e4ufig auch das Ende der Antike angesetzt.\n<p>In den 630er Jahren begann der Angriff der Araber auf das Ostr\u00f6mische bzw. Byzantinische Reich und das neupersische Sassanidenreich, wobei beide sp\u00e4tantiken Gro\u00dfm\u00e4chte von einem langj\u00e4hrigen Krieg gegeneinander stark geschw\u00e4cht waren. Die Ostr\u00f6mer verloren 636 Pal\u00e4stina und Syrien, 640\/42 \u00c4gypten und bis 698 ganz Nordafrika an die Araber. W\u00e4hrend die Ostr\u00f6mer ein Restreich mit dem Schwerpunkt Kleinasien und Balkan halten konnten, ging das Sassanidenreich 651 unter. In den folgenden Jahrzehnten griffen die Araber auch zur See an. Sie eroberten zu Beginn des 8. Jahrhunderts das Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel und drangen im Osten bis nach Zentralasien vor.<\/p>\n<p>Mehrere St\u00e4dte ergaben sich oft kampflos bzw. nach Verhandlungen den neuen Herren. Christen, Zoroastrier und Juden durften als \u201eLeute des Buches\u201c ihren Glauben behalten, mussten aber Sondersteuern entrichten und Restriktionen bei der Glaubensaus\u00fcbung akzeptieren. Die Islamisierung der eroberten Gebiete verlief unterschiedlich schnell und ging zun\u00e4chst eher langsam voran; noch gut 300 Jahre nach der milit\u00e4rischen Eroberung stellten Muslime in vielen Teilen des Reiches nicht die Mehrheit.<\/p>\n<p>Der arabische Vormarsch konnte schlie\u00dflich im Osten von den Byzantinern gestoppt werden, w\u00e4hrend den Arabern im Westen nur kleinere Vorst\u00f6\u00dfe in das Frankenreich gelangen. Damit begann im Fr\u00fchmittelalter die fortdauernde Teilung Europas und des Mittelmeerraums in einen islamischen und einen christlichen Teil, der seinerseits in einen lateinischen Westen und einen von Byzanz dominierten griechischen Osten zerfiel.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111161514{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Lutz Berger: <i>Die Entstehung des Islam. Die ersten hundert Jahre.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2016. Albrecht Noth: <i>Fr\u00fcher Islam.<\/i> In: Ulrich Haarmann (Hrsg.): <i>Geschichte der arabischen Welt.<\/i> 3. erweiterte Auflage. Beck, M\u00fcnchen 1994.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9646\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111474121{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das Kerngebiet des in der Folge an Macht gewinnenden Reiches, das den Namen seines ersten Sultans, Osman tragen sollte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111600449{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das Jahr 1299 wird traditionell als das Gr\u00fcndungsjahr des Osmanischen Reiches angesehen. Mit den ersten Eroberungen Osmans im Westen geriet seine Herrschaft ins Blickfeld der byzantinischen Chroniken. Als erster byzantinischer Historiker berichtete Georgios Pachymeres von einem osmanischen Sieg \u00fcber eine byzantinische Armee: Am 27. Juli 1302 siegten die Osmanen in der Schlacht von Bapheus (Koyunhisar); dieser Tag wird seither als der Tag der Dynastiegr\u00fcndung angesehen[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111772544{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Suraiya Faroqhi: Geschichte des Osmanischen Reiches. 6. Auflage. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2014.<br>\nKlaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300\u20131922. Aktualisierte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9649\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667112114657{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Osman Gazi I.<\/strong>; * 1258 in S\u00f6\u011f\u00fct; gestorben. 1326 oder nach anderen Angaben 1324 ebenda war der Gr\u00fcnder der osmanischen Dynastie und des Osmanischen Reiches.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667116032352{padding-top: 10px !important;}\u201c]Osman Gazi war von Beginn an daran interessiert, die Christen in seinen eroberten L\u00e4ndern zu besch\u00fctzen. Diese Neigung von Osman gilt als einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die rasche Vergr\u00f6\u00dferung des osmanischen Reichs. Der t\u00fcrkische Geschichtsschreiber Aschikpaschazade verzeichnete dazu mehrere Zitate von Osman. Osman hatte sich bereits fr\u00fch zum Besch\u00fctzer der Christen vor den Pl\u00fcnderungen des benachbarten F\u00fcrstentums der Germiyan ernannt. Osmanische Quellen machen deutlich, dass Istimalet (Schutz und Respekt von Fremden, um Sympathien zu ernten) eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den Erfolg der osmanischen Eroberungen und die Vergr\u00f6\u00dferung des Reichs hatte. Islamrechtlich galten die Christen als <em>Dhimmi<\/em>. Die Wegbegleiter von Osman waren zu einem Teil <em>Garib<\/em> (Fremdlinge\/\u00dcberl\u00e4ufer). Bei Oruc ist verzeichnet: \u201ediese Osmanen m\u00f6gen die Fremdlinge\u201c. Anders als sein Vater f\u00fchrte Osman oft den Dschihad gegen die Christen im benachbarten Kaiserreich Nikaia, aber auch mit den benachbarten muslimischen St\u00e4mmen f\u00fchrte er regelm\u00e4\u00dfig Krieg und pl\u00fcnderte ihre Ansiedlungen. Durch seine Eroberungen, etwa von \u0130neg\u00f6l, Bilecik und Yeni\u015fehir vergr\u00f6\u00dferte er sein Herrschaftsgebiet, das urspr\u00fcnglich nur etwa 1500 km\u00b2 umfasste, auf schlie\u00dflich 18.000 km\u00b2. Osman war Vasall der Rum-Seldschuken, die ihrerseits den mongolischen Ilchanen botm\u00e4\u00dfig waren. Obwohl er den Mongolen j\u00e4hrlich Steuern zahlte, gibt es doch Anzeichen, dass er f\u00fcr sein Herrschaftsgebiet zunehmend Souver\u00e4nit\u00e4t in Anspruch nahm: So nannte er sich Emir und lie\u00df sich ab etwa 1299 w\u00e4hrend der Chutba namentlich erw\u00e4hnen, was nach islamischer Rechtsauffassung nur unabh\u00e4ngigen Herrschern zusteht.\n<p>Die im Rahmen der <strong>osmanisch-byzantinischen Kriege<\/strong> eroberten L\u00e4ndereien gab er als Lehen an Verwandte, Freunde, Milit\u00e4rf\u00fchrer und verdiente Gazis. Dadurch wurde die bis dahin halbnomadische Lebensweise seines Stammes beendet und die Grundlage f\u00fcr das sp\u00e4tere Feudalwesen des Osmanischen Reichs gelegt. Auch setzte er einen ersten <em>Beylerbey<\/em> als Oberkommandierenden des neuen stehenden Heeres ein, das das Stammeskriegertum seiner Anfangsjahre ersetzte.<\/p>\n<p>In die Reihe der osmanisch-byzantinischen Kriege und der in diese Phase fallenden \u201eKreuzz\u00fcge\u201c fallen nachfolgenden Schlachten:<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ab09c\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ab09c\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p><strong>Die Belagerung Nikomedias, dem heutigen Izmit (1333-1337)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>unbekannte Zahl an Osmanen gegen Byzantiner mit unklarem Ausgang und unbekannter Zahl an Verlusten<\/li>\n<li>Nikomedias wird Ende der Belagerung zur Hauptstadt des osmanischen Reichs<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Der Kreuzzug nach Nikopolis (1396)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>16\u2019000 Christen gegen 20\u2019000 Osmanen schlagen sich am 25. September nahe Nikopol (heutiges Bulgarien)<\/li>\n<li>die Osmanen gehen siegreich aus der Schlacht, verzeichnen aber mehr Verluste, als das unterlegene Heer der Christen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Der Kreuzzug nach Varna (1444)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>30\u2019000 Ungaren und deren Verb\u00fcndete treffen am 10. November auf gesch\u00e4tzte 60\u2019000 Osmanen<\/li>\n<li>Sieg der Osmanen mit einer unbekannten, aber sehr grossen Zahl an Verlusten auf ungarischer Seite<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung und Einnahme von Konstantinopel (1453)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>80\u2019000 Osmanen belagern die 7\u2019000 byzantinischen Krieger in der Hauptstadt Byzanz (Konstantinopel bzw Istanbul) vom 6. April bis 29. Mai.<\/li>\n<li>Konstantinopel f\u00e4llt in die H\u00e4nde der Osmanen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667113881291{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Ernst Werner: <i>Die Geburt einer Grossmacht \u2013 Die Osmanen. Ein Beitrag zur Genesis des t\u00fcrkischen Feudalismus<\/i>. 4. Auflage. B\u00f6hlau, Wien 1985.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9647\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667113969681{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>\u00a0Die Schlacht auf dem Kosovo polje (Amselfeld) 1389, Adam Stefanovi\u0107, 1870<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667116891199{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Rahmen des<strong> osmanisch-serbischen Krieges<\/strong> kommt es am 15. Juni 1389 zur bis heute von Legenden und Mythen begleiteten <strong>Schlacht auf dem Amselfeld<\/strong> (Kosovo polje) nahe Pristina im heutigen Kosovo.\n<p>Der Konflikt entstand aus dem offensiven Vorgehen der Osmanen gegen die verbliebenen unabh\u00e4ngigen christlichen Reiche auf der Balkanhalbinsel. Murad I. versuchte, die serbischen F\u00fcrstent\u00fcmer der Oberhoheit des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Damit w\u00e4re das letzte Hindernis zur \u00dcbernahme des Byzantinischen Reiches mit dessen Hauptstadt Konstantinopel beseitigt gewesen.<\/p>\n<p>Die Schlacht, in der die Anf\u00fchrer beider Streitm\u00e4chte fielen, endete ohne eindeutigen Sieger. Im Ergebnis war aber der Widerstand der serbischen F\u00fcrsten gegen die osmanische Expansion in den nachfolgenden Jahren entscheidend geschw\u00e4cht. Serbische Verb\u00fcndete, wie das F\u00fcrstentum der Lazarevi\u0107i, mussten die Oberhoheit und Vorherrschaft der Osmanen anerkennen, der sich einzig Vuk Brankovi\u0107 als F\u00fcrst auf dem Territorium des heutigen Kosovo auch nach der Schlacht widersetzte.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ab141\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ab141\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Obwohl das Byzantinische Reich nicht an der Schlacht beteiligt war, schied es durch die Schw\u00e4chung der serbischen Verb\u00fcndeten und deren Anerkennung der Oberhoheit der Osmanen endg\u00fcltig als Machtfaktor in S\u00fcdosteuropa aus. Byzanz wandte sich Rom zu, um mit der Unterst\u00fctzung des christlichen Europas die endg\u00fcltige Unterwerfung Konstantinopels abzuwenden.<\/p>\n<p>Das Ereignis wurde in der \u00dcberlieferung schon bald durch Prozesse der Legendenbildung in Volksdichtung, sowie insbesondere in der Rezeption der serbisch-orthodoxen Kirche im Amselfeld-Kult in einer stark mythologisierten Form weitergegeben. Im Genre der \u00fcber Jahrhunderte von Guslaren in Begleitung der Gusle oral \u00fcberlieferten Kosovo-Epen formten sich in der Abwandlung von zeitgen\u00f6ssischen Chroniken und Historiographien in den Volks\u00fcberlieferungen die Leitthemen des Martyriums Lazars, dem Verrat Vuk Brankovi\u0107s und der Heldentat Milo\u0161 Obili\u0107s zum Nationalmythos Serbiens, in dem die Illusion eines t\u00fcrkischen Sieges, durch \u00f6konomischen und milit\u00e4rischen Antrieb die Balkanhalbinsel dem Einfluss des Osmanischen Reiches zu unterwerfen, bald durch die historische Realit\u00e4t verwirklicht wurde.Jedoch ist die Meinung, das Serbische Reich w\u00e4re auf dem Amselfeld untergegangen, fundamental falsch, da der Staat auch danach f\u00fcr weitere sieben Jahrzehnte bestand und dabei sowohl \u00f6konomisch wie auch kulturell wiederauflebte.<\/p>\n<p>Der am 15. Juni in Serbien gefeierte Vidovdan ist der Gedenktag der Schlacht. Der in der Schlacht gefallene F\u00fcrst Lazar wurde schon 1390 oder 1391 heiliggesprochen und ist einer der wichtigsten Heiligen der serbisch-orthodoxen Kirche.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667117320852{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Malte Olschewski: Der Krieg um den Kosovo. Serbiens neue Schlacht am Amselfeld. Nidda Verlag, Bad Vilbel 1999.<br>\nMalte Olschewski: Der serbische Mythos. Die versp\u00e4tete Nation. Herbig, M\u00fcnchen 1998<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9653\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667120670692{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667285131286{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>Schlacht von Lepanto<\/strong> ist ein weiteres Ereignis, welches im Rahmen der osmanischen Eroberungskriege von Bedeutung ist. Byzanz als vormalig herrschendes Reich war nach dem Fall von Konstantinopel (1453) von unwesentlicher Bedeutung. Als Widersacher der Osmanen traten nun Safawiden (in Persien), Mamelucken (in \u00c4gypten), Ritter des Johanitterordens (auf Rhodos), Ungaren, Kreuzfahrer (in Tunesien)\u00a0 und bald schon die Truppen der Heiligen Liga und in deren Gefolge auch die habsburgischen Streitkr\u00e4fte in Aktion. Die osmanische Expansion sollte bis 1683 anhalten.\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ab202\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ab202\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p><em>In die Reihe dieser osmanischen Eroberungskriege lassen sich einordnen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Schlacht bei Tschaldiran 1514<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>60\u201900 Osmanen stellen sich am 23. August ca. 50\u2019000 Safawiden nahe T\u00e4bris (der heutigen Hauptstadt von Ost-Aserbeitschan, Iran) und besiegen die Perser.<\/li>\n<li>Die hohen Verluste verteilen sich ausgeglichen auf die beiden Konfliktparteien.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Schlacht bei Raydaniya 1517<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Am 22. Januar schlagen 40\u2019000 Osmanen die gleiche Anzahl an Malmelucken unweit von Kairo in der arabischen W\u00fcste.<\/li>\n<li>Den Verlusten von 6\u2019000 Osmanen stehen\u00a0 7\u2019000 Malmaluken gegen\u00fcb er, Kairo wird Teil des osmanischen Reichs.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung und Einnahme der Insel Rhodos 1522<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Von Juni bis Dezember belagern 100\u2019000 Osmanen die christiliche Festung auf Rhodos, welche von 7\u2019000 Johanittern verteidigt wirt.<\/li>\n<li>50\u2019000 Osmanen fallen, 5200 Gefallene sind auf christlicher Seite zu beklagen. Da seitens anderer christlichen M\u00e4chte eine Unterst\u00fctzung der Inselfestung ausbleibt, \u00fcbergeben die Johanitter schliesslich die Festung unter Zusicherung des freien Abzugs.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung Maltas 1565<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Nach dem R\u00fcckzug der Johaniitter von Rhodos errichten diese auf der Insel Malta ein neues Hauptquartier.<\/li>\n<li>Von Mai bis September belagert eine ungewisse Anzahl (30\u2019000-60\u2019000) Osmanen die 14\u2019000 Verteidiger, ohne letztlich die Insel zu besetzen.<\/li>\n<li>Die Verteidiger beklagen 5000, die Osmanen 24\u2019000 Gefallene<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Osmanische Eroberung Ungarns<\/em><\/p>\n<p>In der <strong>Schlacht bei Moh\u00e1cs<\/strong> erlitt das Heer des K\u00f6nigreiches Ungarn unter K\u00f6nig Ludwig II. und P\u00e1l Tomori am 29. August 1526 gegen die Osmanische Armee unter S\u00fcleyman I. bei Moh\u00e1cs in S\u00fcdungarn eine vernichtende Niederlage. Die Osmanen konnten wenig sp\u00e4ter gro\u00dfe Teile Ungarns und Kroatiens erobern.<\/p>\n<p><em>In die Reihe der osmanisch-habsburgischen Kriege fallen<\/em><\/p>\n<p><strong>Die erste Belagerung Wiens 1529<\/strong><\/p>\n<p>Die Erste Wiener T\u00fcrkenbelagerung oder Erste Wiener Osmanenbelagerung war ein H\u00f6hepunkt der T\u00fcrkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten \u00f6sterreichischen T\u00fcrkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan S\u00fcleyman I. dem Pr\u00e4chtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte Mitteleuropas war. Unterst\u00fctzt von anderen Truppen des Heiligen R\u00f6mischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten.<\/p>\n<p><strong>Die Schlacht um Tunis 1535<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Hafen von Tunis wurde seitens der Osmanen nach 1534 als wichtigester St\u00fctzpunkt der Piraterie genutzt, nachdem es ihnen gelungen war, die k\u00fcstennahen Landstriche handstreichartig zu besetzen.<\/li>\n<li>Kaiser Karl V. versammelte ein Kreuzfahrerheer, um die Stadt zur\u00fcckzuerobern und \u00fcberquerte das Mittlemeer im Schutz der genuesischen Flotte. Nach einer Belagerungszeit nahmen die kaiserlichen Truppen zun\u00e4chst den Hafen von La Goleta ein um dann Tunis den Osmanen wieder zu entreissen. Der Pl\u00fcnderung der Stadt sollten rund 30\u2019000 Einwohner zum Opfer fallen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667200491248{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Klaus Kreiser: <i>Der Osmanische Staat 1300\u20131922.<\/i> Aktualisierte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 2008. R.G. Grant, <em>Kriege und Schlachten, 5000 Jahre Milit\u00e4rgeschichte<\/em>, Weltbild-Verlag, Augsburg, 2014.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9650\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667287685530{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das osmanischen Reich in seiner gr\u00f6ssten Ausdehnung 1683. In hellgr\u00fcner Farbe dargestellt sind die Vasallenstaaten, namentlich: Zentral-Ungarn, Transsilvanien, die Wallachei, Moldawien, s\u00fcdwestliche Gebiete der heutigen Ukraine, die Krim und der Landstrich um das asowsche Meer. Karte: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667287950784{padding-top: 10px !important;}\u201c]Zur Zeit seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung im 17. Jahrhundert erstreckte es sich das Reich von seinen Kernlanden Kleinasien und Rumelien nordw\u00e4rts bis in das Gebiet um das Schwarze und das Asowsche Meer, westw\u00e4rts bis weit nach S\u00fcdosteuropa hinein. Jahrhundertelang beanspruchte das Osmanische Reich politisch, milit\u00e4risch und wirtschaftlich eine europ\u00e4ische Gro\u00dfmachtrolle neben dem Heiligen R\u00f6mischen Reich, Frankreich und England. Im Mittelmeer k\u00e4mpfte das Reich mit den italienischen Republiken Venedig und Genua, dem Kirchenstaat und dem Malteserorden um die wirtschaftliche und politische Vormachtstellung. Ab dem sp\u00e4ten 17. bis ins sp\u00e4te 19. Jahrhundert hinein rang es mit dem Russischen Kaiserreich um die Herrschaft \u00fcber die Schwarzmeerregion.\n<p>In Vorderasien beherrschten die Osmanen mit Syrien, dem Gebiet des heutigen Irak und dem Hedschas (mit den heiligen St\u00e4dten Mekka und Medina) die historischen Kernlande des Islam, in Nordafrika unterstand das Gebiet von Nubien \u00fcber Ober\u00e4gypten westw\u00e4rts bis zum mittleren Atlasgebirge der osmanischen Herrschaft. In der islamischen Welt stellte das Osmanische Reich nach dem Umayyaden- und Abbasidenreich die dritte und letzte sunnitische Gro\u00dfmacht dar. Nachdem in Persien die Dynastie der Safawiden die Schia als Staatsreligion durchgesetzt hatte, setzten beide Reiche den alten innerislamischen Konflikt zwischen beiden islamischen Bekenntnissen in drei gro\u00dfen Kriegen fort.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288023285{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Suraiya Faroqhi:\u00a0<i>Geschichte des Osmanischen Reiches.<\/i>\u00a06. Auflage. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-6884\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798248680-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798248680-14af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">395<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9618\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666802671603{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Reichsteilung von 395. Im Gebiet des ostr\u00f6mischen Reichs (Byzanz) sollen die Osmanen in der Folge an Macht gewinnen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109224355{padding-top: 10px !important;}\u201c]Unter der sogenannten<strong> Reichsteilung von 395 n. Chr.<\/strong> versteht man die nach dem Tod von Theodosius I. erfolgte Teilung des<em> Imperium Romanum<\/em> in eine westliche und eine \u00f6stliche H\u00e4lfte, in der jeweils ein Kaiser residierte. Der erste ostr\u00f6mische Kaiser war Theodosius\u2019 \u00e4lterer Sohn Arcadius, der erste westr\u00f6mische Kaiser sein j\u00fcngerer Sohn Honorius. Kaiserresidenz des Ostens war Konstantinopel, im Westen residierte der Hof zun\u00e4chst in Mailand, sp\u00e4ter dann meist in Ravenna sowie vereinzelt auch in Rom.\n<p>West- und Ostrom waren im 5. Jahrhundert allerdings nicht etwa zwei voneinander unabh\u00e4ngige Reiche, sondern bildeten nach damaligem Verst\u00e4ndnis weiterhin gemeinsam das unteilbare Imperium Romanum. So gab es weiterhin auch nur ein einziges r\u00f6misches B\u00fcrgerrecht (civitas Romana). Es ist daher zutreffender, statt von einer Reichsteilung von einer Teilung der Herrschaft im R\u00f6mischen Reich zu sprechen, auch wenn es nach 395 in vielerlei Hinsicht zu einer langsamen Auseinanderentwicklung der beiden Reichsh\u00e4lften kam.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1666802743897{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6>Literatur: Hans-Georg Beck: <i>Das Byzantinische Jahrtausend.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 1994<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798248735-84af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798248735-84af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">550<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9626\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109449508{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Ausdehnung des byzantinishen Reichs um 550 n. Chr.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109723323{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das <strong>Byzantinische Reich<\/strong>, verk\u00fcrzt auch nur Byzanz, oder das Ostr\u00f6mische Reich bzw. Ostrom war ein Kaiserreich im \u00f6stlichen Mittelmeerraum. Die Bezeichnungen sind modernen Ursprungs, f\u00fcr Zeitgenossen handelte es sich zun\u00e4chst um die \u00f6stliche H\u00e4lfte des sp\u00e4tantiken R\u00f6mischen Reiches, das bei der sogenannten Reichsteilung von 395 in zwei Verwaltungseinheiten mit je einem Kaiser unterteilt wurde. Erst nach dem Untergang des Westr\u00f6mischen Reichs im sp\u00e4ten 5. Jahrhundert wurde Ostrom zum Nachfolger des stets ungeteilten Imperiums. Das von der Hauptstadt Konstantinopel \u2013 auch \u201eByzanz\u201c genannt \u2013 aus regierte Reich erstreckte sich w\u00e4hrend seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung Mitte des sechsten Jahrhunderts inklusive r\u00fcckeroberter Teile des untergegangenen Westreichs von S\u00fcdspanien, Italien und der Balkanhalbinsel bis zur Arabischen Halbinsel und nach Nordafrika, war aber seit dem siebten Jahrhundert weitgehend auf Kleinasien und S\u00fcdosteuropa beschr\u00e4nkt. Mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453 endete das Byzantinische Reich.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667109779866{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Hans-Georg Beck: Das Byzantinische Jahrtausend. C.H. Beck, M\u00fcnchen 19<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798322657-2-04af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798322657-2-04af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">620-750<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9628\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667110286266{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die islamische Expansion bis zu den Umayyaden 750.<\/h6>\n<h6>Dunkelgr\u00fcnd: Der Islam bis zum Tod Mohammends (622\u2013632)<br>\nGr\u00fcn: Eroberungen der vier \u201erechtgeleiteten Kalifen\u201c (632\u2013661)<br>\nHellgr\u00fcn: Eroberungen der Umayyaden (661\u2013750)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667110908816{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>islamische Expansion<\/strong> bezeichnet im Folgenden die Eroberungen der Araber von der Mitte der 630er Jahre an und die damit einhergehende Ausdehnung des Islams bis ins 8. Jahrhundert hinein. Mit dem Beginn der islamischen Expansion wird h\u00e4ufig auch das Ende der Antike angesetzt.\n<p>In den 630er Jahren begann der Angriff der Araber auf das Ostr\u00f6mische bzw. Byzantinische Reich und das neupersische Sassanidenreich, wobei beide sp\u00e4tantiken Gro\u00dfm\u00e4chte von einem langj\u00e4hrigen Krieg gegeneinander stark geschw\u00e4cht waren. Die Ostr\u00f6mer verloren 636 Pal\u00e4stina und Syrien, 640\/42 \u00c4gypten und bis 698 ganz Nordafrika an die Araber. W\u00e4hrend die Ostr\u00f6mer ein Restreich mit dem Schwerpunkt Kleinasien und Balkan halten konnten, ging das Sassanidenreich 651 unter. In den folgenden Jahrzehnten griffen die Araber auch zur See an. Sie eroberten zu Beginn des 8. Jahrhunderts das Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel und drangen im Osten bis nach Zentralasien vor.<\/p>\n<p>Mehrere St\u00e4dte ergaben sich oft kampflos bzw. nach Verhandlungen den neuen Herren. Christen, Zoroastrier und Juden durften als \u201eLeute des Buches\u201c ihren Glauben behalten, mussten aber Sondersteuern entrichten und Restriktionen bei der Glaubensaus\u00fcbung akzeptieren. Die Islamisierung der eroberten Gebiete verlief unterschiedlich schnell und ging zun\u00e4chst eher langsam voran; noch gut 300 Jahre nach der milit\u00e4rischen Eroberung stellten Muslime in vielen Teilen des Reiches nicht die Mehrheit.<\/p>\n<p>Der arabische Vormarsch konnte schlie\u00dflich im Osten von den Byzantinern gestoppt werden, w\u00e4hrend den Arabern im Westen nur kleinere Vorst\u00f6\u00dfe in das Frankenreich gelangen. Damit begann im Fr\u00fchmittelalter die fortdauernde Teilung Europas und des Mittelmeerraums in einen islamischen und einen christlichen Teil, der seinerseits in einen lateinischen Westen und einen von Byzanz dominierten griechischen Osten zerfiel.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111161514{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Lutz Berger: <i>Die Entstehung des Islam. Die ersten hundert Jahre.<\/i> C.H. Beck, M\u00fcnchen 2016. Albrecht Noth: <i>Fr\u00fcher Islam.<\/i> In: Ulrich Haarmann (Hrsg.): <i>Geschichte der arabischen Welt.<\/i> 3. erweiterte Auflage. Beck, M\u00fcnchen 1994.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798323655-3-04af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798323655-3-04af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1299<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9646\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111474121{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das Kerngebiet des in der Folge an Macht gewinnenden Reiches, das den Namen seines ersten Sultans, Osman tragen sollte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111600449{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das Jahr 1299 wird traditionell als das Gr\u00fcndungsjahr des Osmanischen Reiches angesehen. Mit den ersten Eroberungen Osmans im Westen geriet seine Herrschaft ins Blickfeld der byzantinischen Chroniken. Als erster byzantinischer Historiker berichtete Georgios Pachymeres von einem osmanischen Sieg \u00fcber eine byzantinische Armee: Am 27. Juli 1302 siegten die Osmanen in der Schlacht von Bapheus (Koyunhisar); dieser Tag wird seither als der Tag der Dynastiegr\u00fcndung angesehen[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667111772544{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Suraiya Faroqhi: Geschichte des Osmanischen Reiches. 6. Auflage. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2014.<br>\nKlaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300\u20131922. Aktualisierte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798325530-5-24af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798325530-5-24af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1337<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9649\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667112114657{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Osman Gazi I.<\/strong>; * 1258 in S\u00f6\u011f\u00fct; gestorben. 1326 oder nach anderen Angaben 1324 ebenda war der Gr\u00fcnder der osmanischen Dynastie und des Osmanischen Reiches.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667116032352{padding-top: 10px !important;}\u201c]Osman Gazi war von Beginn an daran interessiert, die Christen in seinen eroberten L\u00e4ndern zu besch\u00fctzen. Diese Neigung von Osman gilt als einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die rasche Vergr\u00f6\u00dferung des osmanischen Reichs. Der t\u00fcrkische Geschichtsschreiber Aschikpaschazade verzeichnete dazu mehrere Zitate von Osman. Osman hatte sich bereits fr\u00fch zum Besch\u00fctzer der Christen vor den Pl\u00fcnderungen des benachbarten F\u00fcrstentums der Germiyan ernannt. Osmanische Quellen machen deutlich, dass Istimalet (Schutz und Respekt von Fremden, um Sympathien zu ernten) eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den Erfolg der osmanischen Eroberungen und die Vergr\u00f6\u00dferung des Reichs hatte. Islamrechtlich galten die Christen als <em>Dhimmi<\/em>. Die Wegbegleiter von Osman waren zu einem Teil <em>Garib<\/em> (Fremdlinge\/\u00dcberl\u00e4ufer). Bei Oruc ist verzeichnet: \u201ediese Osmanen m\u00f6gen die Fremdlinge\u201c. Anders als sein Vater f\u00fchrte Osman oft den Dschihad gegen die Christen im benachbarten Kaiserreich Nikaia, aber auch mit den benachbarten muslimischen St\u00e4mmen f\u00fchrte er regelm\u00e4\u00dfig Krieg und pl\u00fcnderte ihre Ansiedlungen. Durch seine Eroberungen, etwa von \u0130neg\u00f6l, Bilecik und Yeni\u015fehir vergr\u00f6\u00dferte er sein Herrschaftsgebiet, das urspr\u00fcnglich nur etwa 1500 km\u00b2 umfasste, auf schlie\u00dflich 18.000 km\u00b2. Osman war Vasall der Rum-Seldschuken, die ihrerseits den mongolischen Ilchanen botm\u00e4\u00dfig waren. Obwohl er den Mongolen j\u00e4hrlich Steuern zahlte, gibt es doch Anzeichen, dass er f\u00fcr sein Herrschaftsgebiet zunehmend Souver\u00e4nit\u00e4t in Anspruch nahm: So nannte er sich Emir und lie\u00df sich ab etwa 1299 w\u00e4hrend der Chutba namentlich erw\u00e4hnen, was nach islamischer Rechtsauffassung nur unabh\u00e4ngigen Herrschern zusteht.\n<p>Die im Rahmen der <strong>osmanisch-byzantinischen Kriege<\/strong> eroberten L\u00e4ndereien gab er als Lehen an Verwandte, Freunde, Milit\u00e4rf\u00fchrer und verdiente Gazis. Dadurch wurde die bis dahin halbnomadische Lebensweise seines Stammes beendet und die Grundlage f\u00fcr das sp\u00e4tere Feudalwesen des Osmanischen Reichs gelegt. Auch setzte er einen ersten <em>Beylerbey<\/em> als Oberkommandierenden des neuen stehenden Heeres ein, das das Stammeskriegertum seiner Anfangsjahre ersetzte.<\/p>\n<p>In die Reihe der osmanisch-byzantinischen Kriege und der in diese Phase fallenden \u201eKreuzz\u00fcge\u201c fallen nachfolgenden Schlachten:<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9aa82f\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9aa82f\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p><strong>Die Belagerung Nikomedias, dem heutigen Izmit (1333-1337)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>unbekannte Zahl an Osmanen gegen Byzantiner mit unklarem Ausgang und unbekannter Zahl an Verlusten<\/li>\n<li>Nikomedias wird Ende der Belagerung zur Hauptstadt des osmanischen Reichs<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Der Kreuzzug nach Nikopolis (1396)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>16\u2019000 Christen gegen 20\u2019000 Osmanen schlagen sich am 25. September nahe Nikopol (heutiges Bulgarien)<\/li>\n<li>die Osmanen gehen siegreich aus der Schlacht, verzeichnen aber mehr Verluste, als das unterlegene Heer der Christen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Der Kreuzzug nach Varna (1444)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>30\u2019000 Ungaren und deren Verb\u00fcndete treffen am 10. November auf gesch\u00e4tzte 60\u2019000 Osmanen<\/li>\n<li>Sieg der Osmanen mit einer unbekannten, aber sehr grossen Zahl an Verlusten auf ungarischer Seite<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung und Einnahme von Konstantinopel (1453)<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>80\u2019000 Osmanen belagern die 7\u2019000 byzantinischen Krieger in der Hauptstadt Byzanz (Konstantinopel bzw Istanbul) vom 6. April bis 29. Mai.<\/li>\n<li>Konstantinopel f\u00e4llt in die H\u00e4nde der Osmanen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667113881291{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Ernst Werner: <i>Die Geburt einer Grossmacht \u2013 Die Osmanen. Ein Beitrag zur Genesis des t\u00fcrkischen Feudalismus<\/i>. 4. Auflage. B\u00f6hlau, Wien 1985.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798324555-4-14af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798324555-4-14af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1389<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9647\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667113969681{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>\u00a0Die Schlacht auf dem Kosovo polje (Amselfeld) 1389, Adam Stefanovi\u0107, 1870<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667116891199{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Rahmen des<strong> osmanisch-serbischen Krieges<\/strong> kommt es am 15. Juni 1389 zur bis heute von Legenden und Mythen begleiteten <strong>Schlacht auf dem Amselfeld<\/strong> (Kosovo polje) nahe Pristina im heutigen Kosovo.\n<p>Der Konflikt entstand aus dem offensiven Vorgehen der Osmanen gegen die verbliebenen unabh\u00e4ngigen christlichen Reiche auf der Balkanhalbinsel. Murad I. versuchte, die serbischen F\u00fcrstent\u00fcmer der Oberhoheit des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Damit w\u00e4re das letzte Hindernis zur \u00dcbernahme des Byzantinischen Reiches mit dessen Hauptstadt Konstantinopel beseitigt gewesen.<\/p>\n<p>Die Schlacht, in der die Anf\u00fchrer beider Streitm\u00e4chte fielen, endete ohne eindeutigen Sieger. Im Ergebnis war aber der Widerstand der serbischen F\u00fcrsten gegen die osmanische Expansion in den nachfolgenden Jahren entscheidend geschw\u00e4cht. Serbische Verb\u00fcndete, wie das F\u00fcrstentum der Lazarevi\u0107i, mussten die Oberhoheit und Vorherrschaft der Osmanen anerkennen, der sich einzig Vuk Brankovi\u0107 als F\u00fcrst auf dem Territorium des heutigen Kosovo auch nach der Schlacht widersetzte.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9aa889\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9aa889\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Obwohl das Byzantinische Reich nicht an der Schlacht beteiligt war, schied es durch die Schw\u00e4chung der serbischen Verb\u00fcndeten und deren Anerkennung der Oberhoheit der Osmanen endg\u00fcltig als Machtfaktor in S\u00fcdosteuropa aus. Byzanz wandte sich Rom zu, um mit der Unterst\u00fctzung des christlichen Europas die endg\u00fcltige Unterwerfung Konstantinopels abzuwenden.<\/p>\n<p>Das Ereignis wurde in der \u00dcberlieferung schon bald durch Prozesse der Legendenbildung in Volksdichtung, sowie insbesondere in der Rezeption der serbisch-orthodoxen Kirche im Amselfeld-Kult in einer stark mythologisierten Form weitergegeben. Im Genre der \u00fcber Jahrhunderte von Guslaren in Begleitung der Gusle oral \u00fcberlieferten Kosovo-Epen formten sich in der Abwandlung von zeitgen\u00f6ssischen Chroniken und Historiographien in den Volks\u00fcberlieferungen die Leitthemen des Martyriums Lazars, dem Verrat Vuk Brankovi\u0107s und der Heldentat Milo\u0161 Obili\u0107s zum Nationalmythos Serbiens, in dem die Illusion eines t\u00fcrkischen Sieges, durch \u00f6konomischen und milit\u00e4rischen Antrieb die Balkanhalbinsel dem Einfluss des Osmanischen Reiches zu unterwerfen, bald durch die historische Realit\u00e4t verwirklicht wurde.Jedoch ist die Meinung, das Serbische Reich w\u00e4re auf dem Amselfeld untergegangen, fundamental falsch, da der Staat auch danach f\u00fcr weitere sieben Jahrzehnte bestand und dabei sowohl \u00f6konomisch wie auch kulturell wiederauflebte.<\/p>\n<p>Der am 15. Juni in Serbien gefeierte Vidovdan ist der Gedenktag der Schlacht. Der in der Schlacht gefallene F\u00fcrst Lazar wurde schon 1390 oder 1391 heiliggesprochen und ist einer der wichtigsten Heiligen der serbisch-orthodoxen Kirche.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667117320852{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Malte Olschewski: Der Krieg um den Kosovo. Serbiens neue Schlacht am Amselfeld. Nidda Verlag, Bad Vilbel 1999.<br>\nMalte Olschewski: Der serbische Mythos. Die versp\u00e4tete Nation. Herbig, M\u00fcnchen 1998<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595798326866-6-54af2-62e7\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595798326866-6-54af2-62e7\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1571<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9653\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667120670692{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667285131286{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>Schlacht von Lepanto<\/strong> ist ein weiteres Ereignis, welches im Rahmen der osmanischen Eroberungskriege von Bedeutung ist. Byzanz als vormalig herrschendes Reich war nach dem Fall von Konstantinopel (1453) von unwesentlicher Bedeutung. Als Widersacher der Osmanen traten nun Safawiden (in Persien), Mamelucken (in \u00c4gypten), Ritter des Johanitterordens (auf Rhodos), Ungaren, Kreuzfahrer (in Tunesien)\u00a0 und bald schon die Truppen der Heiligen Liga und in deren Gefolge auch die habsburgischen Streitkr\u00e4fte in Aktion. Die osmanische Expansion sollte bis 1683 anhalten.\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9aa8f0\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9aa8f0\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p><em>In die Reihe dieser osmanischen Eroberungskriege lassen sich einordnen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Schlacht bei Tschaldiran 1514<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>60\u201900 Osmanen stellen sich am 23. August ca. 50\u2019000 Safawiden nahe T\u00e4bris (der heutigen Hauptstadt von Ost-Aserbeitschan, Iran) und besiegen die Perser.<\/li>\n<li>Die hohen Verluste verteilen sich ausgeglichen auf die beiden Konfliktparteien.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Schlacht bei Raydaniya 1517<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Am 22. Januar schlagen 40\u2019000 Osmanen die gleiche Anzahl an Malmelucken unweit von Kairo in der arabischen W\u00fcste.<\/li>\n<li>Den Verlusten von 6\u2019000 Osmanen stehen\u00a0 7\u2019000 Malmaluken gegen\u00fcb er, Kairo wird Teil des osmanischen Reichs.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung und Einnahme der Insel Rhodos 1522<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Von Juni bis Dezember belagern 100\u2019000 Osmanen die christiliche Festung auf Rhodos, welche von 7\u2019000 Johanittern verteidigt wirt.<\/li>\n<li>50\u2019000 Osmanen fallen, 5200 Gefallene sind auf christlicher Seite zu beklagen. Da seitens anderer christlichen M\u00e4chte eine Unterst\u00fctzung der Inselfestung ausbleibt, \u00fcbergeben die Johanitter schliesslich die Festung unter Zusicherung des freien Abzugs.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die Belagerung Maltas 1565<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Nach dem R\u00fcckzug der Johaniitter von Rhodos errichten diese auf der Insel Malta ein neues Hauptquartier.<\/li>\n<li>Von Mai bis September belagert eine ungewisse Anzahl (30\u2019000-60\u2019000) Osmanen die 14\u2019000 Verteidiger, ohne letztlich die Insel zu besetzen.<\/li>\n<li>Die Verteidiger beklagen 5000, die Osmanen 24\u2019000 Gefallene<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Osmanische Eroberung Ungarns<\/em><\/p>\n<p>In der <strong>Schlacht bei Moh\u00e1cs<\/strong> erlitt das Heer des K\u00f6nigreiches Ungarn unter K\u00f6nig Ludwig II. und P\u00e1l Tomori am 29. August 1526 gegen die Osmanische Armee unter S\u00fcleyman I. bei Moh\u00e1cs in S\u00fcdungarn eine vernichtende Niederlage. Die Osmanen konnten wenig sp\u00e4ter gro\u00dfe Teile Ungarns und Kroatiens erobern.<\/p>\n<p><em>In die Reihe der osmanisch-habsburgischen Kriege fallen<\/em><\/p>\n<p><strong>Die erste Belagerung Wiens 1529<\/strong><\/p>\n<p>Die Erste Wiener T\u00fcrkenbelagerung oder Erste Wiener Osmanenbelagerung war ein H\u00f6hepunkt der T\u00fcrkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten \u00f6sterreichischen T\u00fcrkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan S\u00fcleyman I. dem Pr\u00e4chtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte Mitteleuropas war. Unterst\u00fctzt von anderen Truppen des Heiligen R\u00f6mischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten.<\/p>\n<p><strong>Die Schlacht um Tunis 1535<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der Hafen von Tunis wurde seitens der Osmanen nach 1534 als wichtigester St\u00fctzpunkt der Piraterie genutzt, nachdem es ihnen gelungen war, die k\u00fcstennahen Landstriche handstreichartig zu besetzen.<\/li>\n<li>Kaiser Karl V. versammelte ein Kreuzfahrerheer, um die Stadt zur\u00fcckzuerobern und \u00fcberquerte das Mittlemeer im Schutz der genuesischen Flotte. Nach einer Belagerungszeit nahmen die kaiserlichen Truppen zun\u00e4chst den Hafen von La Goleta ein um dann Tunis den Osmanen wieder zu entreissen. Der Pl\u00fcnderung der Stadt sollten rund 30\u2019000 Einwohner zum Opfer fallen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667200491248{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Klaus Kreiser: <i>Der Osmanische Staat 1300\u20131922.<\/i> Aktualisierte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 2008. R.G. Grant, <em>Kriege und Schlachten, 5000 Jahre Milit\u00e4rgeschichte<\/em>, Weltbild-Verlag, Augsburg, 2014.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1667021614125-8-0\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1667021614125-8-0\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4940 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1683<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9650\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667287685530{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Das osmanischen Reich in seiner gr\u00f6ssten Ausdehnung 1683. In hellgr\u00fcner Farbe dargestellt sind die Vasallenstaaten, namentlich: Zentral-Ungarn, Transsilvanien, die Wallachei, Moldawien, s\u00fcdwestliche Gebiete der heutigen Ukraine, die Krim und der Landstrich um das asowsche Meer. Karte: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667287950784{padding-top: 10px !important;}\u201c]Zur Zeit seiner gr\u00f6\u00dften Ausdehnung im 17. Jahrhundert erstreckte es sich das Reich von seinen Kernlanden Kleinasien und Rumelien nordw\u00e4rts bis in das Gebiet um das Schwarze und das Asowsche Meer, westw\u00e4rts bis weit nach S\u00fcdosteuropa hinein. Jahrhundertelang beanspruchte das Osmanische Reich politisch, milit\u00e4risch und wirtschaftlich eine europ\u00e4ische Gro\u00dfmachtrolle neben dem Heiligen R\u00f6mischen Reich, Frankreich und England. Im Mittelmeer k\u00e4mpfte das Reich mit den italienischen Republiken Venedig und Genua, dem Kirchenstaat und dem Malteserorden um die wirtschaftliche und politische Vormachtstellung. Ab dem sp\u00e4ten 17. bis ins sp\u00e4te 19. Jahrhundert hinein rang es mit dem Russischen Kaiserreich um die Herrschaft \u00fcber die Schwarzmeerregion.\n<p>In Vorderasien beherrschten die Osmanen mit Syrien, dem Gebiet des heutigen Irak und dem Hedschas (mit den heiligen St\u00e4dten Mekka und Medina) die historischen Kernlande des Islam, in Nordafrika unterstand das Gebiet von Nubien \u00fcber Ober\u00e4gypten westw\u00e4rts bis zum mittleren Atlasgebirge der osmanischen Herrschaft. In der islamischen Welt stellte das Osmanische Reich nach dem Umayyaden- und Abbasidenreich die dritte und letzte sunnitische Gro\u00dfmacht dar. Nachdem in Persien die Dynastie der Safawiden die Schia als Staatsreligion durchgesetzt hatte, setzten beide Reiche den alten innerislamischen Konflikt zwischen beiden islamischen Bekenntnissen in drei gro\u00dfen Kriegen fort.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288023285{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Suraiya Faroqhi:\u00a0<i>Geschichte des Osmanischen Reiches.<\/i>\u00a06. Auflage. C.H. Beck, M\u00fcnchen 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h3>Timeline IX: \u201eder untergang des osmanischen Reichs\u201c<\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-1179\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-4072\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1596477996096-1a529-d3f9\" id=\"1596477996096-1a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1923<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><\/ul><div data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-desc-wrap-1179 .ult_tabcontent .ult_tab_min_contain  p\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult_tabcontent ult-responsive style1\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\"><div class=\"ult_tab_min_contain \">\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9651\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288610841{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Belagerung Wiens und die Schlacht am Kahlenberg, Im Vordergrund das Entsatzheer von K\u00f6nig\u00a0Johann\u00a0III. Sobieski in der Schlacht gegen die Osmanen, im Hintergrund die belagerte Stadt. Frans Geffels, zwischen 1683 und 1694, Original im Heeresgeschichtlichen Museum Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288437214{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Letzter Vorsto\u00df nach Mitteleuropa<\/strong><br>\n1683 unternahm die Hohe Pforte mit der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung nochmals einen Versuch, nach Mitteleuropa vorzusto\u00dfen und Wien zu erobern. Was aber schon in der Bl\u00fctezeit des Osmanischen Reiches rund 150 Jahre vorher nicht gelang, wurde im Feldzug Kara Mustafas nach Ankunft der vereinigten kaiserlich-s\u00fcddeutschen und polnisch-litauischen Entsatztruppen unter Johann III. Sobieski in der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 zum Desaster und zum Wendepunkt der Auseinandersetzung mit den europ\u00e4ischen Staaten.\n<p>Nachdem in dieser Niederlage die milit\u00e4rischen Schw\u00e4chen der Osmanen offenkundig geworden waren, begann im folgenden Jahr eine vom Papst initiierte Heilige Liga aus \u00d6sterreich, der Republik Venedig und Polen-Litauen einen Angriff auf das Osmanische Reich an mehreren Fronten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288828791{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur zur Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung<\/strong>: Johannes Sachslehner: <em>Wien anno 1683<\/em>. Pichler, Wien 2004<br>\nPeter Broucek, Erich Hillbrand, Fritz Vesely: <em>Historischer Atlas zur zweiten T\u00fcrkenbelagerung Wien 1683<\/em>. Deuticke, Wien 1983<br>\nPeter Broucek: <em>Der Sieg bei Wien 1683.<\/em> \u00d6sterreichischer Bundesverlag, Wien 1983<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9682\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667323152671{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Schlacht bei Zenta, Ausschnitt aus dem Wandgem\u00e4lde von Karl von Blaas (1833), Original im Bellevedere, Wien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667324545983{padding-top: 10px !important;}\u201c]Kaiser Leopold I. ging nach der Niederlage der Osmanen bei der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung in die Offensive. Seine Truppen eroberten Ofen (das heutige Budapest) 1684\/1686, besiegten die Osmanen in der Schlacht bei Moh\u00e1cs (1687) und eroberten 1688 Belgrad, das 1690 infolge des Pf\u00e4lzischen Erbfolgekrieges aber wieder an das Osmanische Reich zur\u00fcckfiel.\n<p>In der <strong>Schlacht bei Zenta<\/strong> errangen kaiserliche Truppen unter dem Oberbefehl von <strong>Prinz Eugen von Savoyen<\/strong> bei Zenta an der Thei\u00df am 11. September 1697 einen bedeutenden Sieg \u00fcber die Osmanen.<\/p>\n<p>Prinz Eugen (seit 1693 Feldmarschall) kehrte 1697, als der Pf\u00e4lzische Erbfolgekrieg beendet war, auf den osmanischen Kriegsschauplatz zur\u00fcck. Der bisherige Oberbefehlshaber, Kurf\u00fcrst Friedrich August von Sachsen, legte sein Kommando nieder, weil er nach dem Tode von Johann III. Sobieski zum K\u00f6nig der Polen gew\u00e4hlt worden war. R\u00fcdiger Graf Starhemberg, der ber\u00fchmte Verteidiger Wiens w\u00e4hrend der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung und damalige Pr\u00e4sident des Hofkriegsrates, empfahl in einem Gutachten vom 15. M\u00e4rz 1697:<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac33d\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac33d\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>\u201eIch wei\u00df Keinen, der mehr Verstand, Experienz, Application [Hinwendung, Flei\u00df] und Eifer zu Euer Kaiserlichen Majest\u00e4t Dienst h\u00e4tte, ein generoses und uninteressiertes Gem\u00fct, auch die Liebe und Respect bei der Miliz, als der Prinz von Savoyen [\u2026] Er hat in Italien commandiert [\u2026] die Armata jederzeit in gro\u00dfer Einigkeit, Respect und Gehorsam erhalten, welcher dagegen bei der Armata in Ungarn ganz zerfallen, weswegen wohl n\u00f6tig, derselben einen solchen vorzustellen, der ihn wieder Einzuf\u00fchren wei\u00df, von allen Offizieren beliebt und hierzu secundiert wird, die alle und sonderlich die Vornehmeren dem Prinzen von Savoyen so viel geneigt, als sie dem anderen [Kurf\u00fcrst von Sachsen] abgeneigt sind [\u2026][\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p>Der Sieg war vollst\u00e4ndig und umfassend, der Name Prinz Eugens wurde danach in ganz Europa zu einem Begriff. Der nach Temesv\u00e1r fliehende Sultan verlor an die 25.000 Mann, seine gesamte Artillerie und den ganzen Verpflegungsvorrat, wohingegen die Verluste der Truppen des Kaisers 28 Offiziere und 401 Mann an Toten betrugen. Der Sieg bei Zenta wurde milit\u00e4risch nicht vollst\u00e4ndig genutzt, weil auf eine Verfolgung der T\u00fcrken wegen der sp\u00e4ten Jahreszeit und Nachschubproblemen verzichtet wurde. Die Schlacht bei Zenta war dennoch die Grundlage f\u00fcr den Frieden von Karlowitz (1699), mit dem sich das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis in S\u00fcdosteuropa zu Ungunsten des Osmanischen Reiches ver\u00e4nderte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667324793454{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Hans-Joachim B\u00f6ttcher: <em>Die T\u00fcrkenkriege im Spiegel s\u00e4chsischer Biographien<\/em>, Gabriele Sch\u00e4fer Verlag Herne 2019<br>\nFranz Herre: <em>Prinz Eugen. Europas heimlicher Herrscher.<\/em> Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9659\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667326584929{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Prinz Eugen in der Schlacht bei Belgrad 1717. Zeitgen\u00f6ssischer, anonymer K\u00fcnstler um 1720. \u00d6lgem\u00e4lde im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667326343537{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Jahr 1714 begann der <strong>Venezianisch-\u00d6sterreichische T\u00fcrkenkrieg<\/strong>. 1699 war der Friede von Karlowitz geschlossen worden. Das Osmanische Reich musste Ungarn an \u00d6sterreich und Morea an Venedig abgeben. 1701 brach in Europa der Spanische Erbfolgekrieg (1701\u20131714) mit der Beteiligung \u00d6sterreichs aus. Auch die Osmanen r\u00fcsteten auf und konnten im Krieg gegen Russland (1710\u20131711) einen Erfolg verzeichnen. Auch in \u00d6sterreich erkannte man die R\u00fcstungsanstrengungen, vermutete aber, dass sich das Osmanische Reich gegen Venedig wenden w\u00fcrde. Als sich die osmanische Armee 1714 in Bewegung setzte und venezianische Besitzungen im heutigen Griechenland besetzte, gingen der Peloponnes sowie Kreta und weitere Inseln verloren.\n<p>1716 trat dann auch \u00d6sterreich unter Prinz Eugen in den Krieg ein. Die Osmanen schickten ihm eine Armee von 150\u2019000 Mann entgegen. Diese wurde am 5. August 1716 in der Schlacht von Peterwardein geschlagen, am 17. Oktober eroberten die \u00d6sterreicher dann Temeswar.<\/p>\n<p><strong>Das n\u00e4chste Ziel war Belgrad.<\/strong> Die Festung befand sich zwischen den Flussbiegungen von Save und Donau und war nur von s\u00fcdlicher Richtung aus direkt attackierbar. Durch diese strategisch g\u00fcnstige Lage hatte sie sowohl f\u00fcr die Habsburger wie f\u00fcr die Osmanen die Schl\u00fcsselstellung auf dem Balkan inne. Prinz Eugen, der bei der Belagerung der Stadt 1688 schwer verwundet worden war, forcierte mit Unterst\u00fctzung des Kaisers den Aufbau einer schlagkr\u00e4ftigen Donauflottille: Sie hatte die Aufgabe, der kampferprobten osmanischen Donaustreitmacht Paroli zu bieten und die Versorgung des kaiserlichen Heeres zu sichern. Die Besatzungen f\u00fcr die eilig aufgestellte Flotte wurden kurzerhand aus den habsburgischen Niederlanden angeworben.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac3fc\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac3fc\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Am 13. Mai 1717 verlie\u00df Eugen Wien und traf am 21. Mai bei seiner Truppe in Futog an der Donau ein. Noch bevor alle Truppenk\u00f6rper ganz versammelt waren, marschierte er am 9. Juni 1717 mit circa 70\u2019000 Mann auf Belgrad. Er wollte m\u00f6glichst rasch mit der Belagerung beginnen, um die Stadt noch vor Eintreffen eines osmanischen Heeres zu nehmen. Das erste Problem war der Anmarsch: Da die Festung nur von S\u00fcden her erreichbar war, musste entweder die Save oder die Donau \u00fcberquert werden. Der direkte Weg f\u00fchrte \u00fcber die schmalere Save, doch lag dieser in Reichweite der Festungsgesch\u00fctze. Auf Anraten eines seiner Gener\u00e4le w\u00e4hlte man jedoch die \u00dcberquerung weiter \u00f6stlich \u00fcber die Donau. Da die Osmanen damit nicht gerechnet hatten, gelang das \u00dcbersetzen vom 15. auf den 16. Juni ohne nennenswerten Widerstand. Schnell begann man Artilleriestellungen und Laufgr\u00e4ben anzulegen, ebenso Schanzen im R\u00fccken des Heeres, die sp\u00e4ter so genannten eugenischen Linien, da man Eugen berichtet hatte, dass ein 150\u2019000 Mann starkes osmanisches Heer im Anmarsch sei. Am 28. Juli traf die Entsatzarmee ein, die ihrerseits Schanzen anlegte. Die Belagerer wurden selber belagert, und der urspr\u00fcngliche Plan Eugens, das Entsatzheer vor den eugenischen Linien verbluten zu lassen und dann die Stadt zu nehmen, scheiterte, da die osmanische Streitmacht keinen Angriff startete. Stattdessen wurden seine Truppen nun zwischen der Festung und der osmanischen Armee in die Zange genommen. Durch Ausf\u00e4lle, Feuer\u00fcberf\u00e4lle, Kanonaden von zwei Seiten und Malaria aus den nahen Donau- und Saveauen starben viele seiner Soldaten.<\/p>\n<p>Die Lage war gef\u00e4hrlich, denn die Osmanen hatten Zeit genug, um die kaiserlichen Truppen langsam aufzureiben. Die Rettung kam am 14. August, als Belgrad pl\u00f6tzlich von einer gewaltigen Explosion ersch\u00fcttert wurde: Ein M\u00f6rser hatte das Pulvermagazin der Festung getroffen, auf einen Schlag starben an die 3.000 osmanische Verteidiger. Am folgenden Tag befahl Eugen einen \u00dcberraschungsangriff auf die osmanische Entsatzarmee f\u00fcr die Nacht auf den 16. August. Die Infanterie sollte im Zentrum, die Kavallerie an den Flanken angreifen. Au\u00dfer der Besatzung der Laufgr\u00e4ben vor der Festung sollte sich jeder an dem Angriff beteiligen.<\/p>\n<p>Da ein Nachtangriff in der damaligen Zeit ein Novum war, gl\u00fcckte die \u00dcberraschung. Als es nach Stunden n\u00e4chtlichen Kampfes langsam hell wurde, nutzten die Osmanen eine L\u00fccke im Zentrum der Kaiserlichen f\u00fcr einen Gegenangriff. Eugen schickte seine Reserven in die L\u00fccke und begab sich selbst an die Spitze der Kavallerie. Der osmanische Gegenangriff wurde abgewehrt und in der Folge die osmanischen Schanzen erst\u00fcrmt, woraufhin die osmanische Schlachtordnung in Unordnung geriet und der R\u00fcckzug angetreten wurde. Um 10 Uhr morgens war die Schlacht gewonnen. Die Besatzung von Belgrad kapitulierte am 18. August 1717 und zog unter freiem Geleit aus der Stadt ab. Die Verluste der Osmanen betrugen etwa 20\u2019000 Mann sowie abermals reiche Vorr\u00e4te an Munition, Kanonen und Verpflegung. Dagegen betrugen die Verluste der Kaiserlichen lediglich 5\u2019400.<\/p>\n<p>Das Volkslied von Prinz Eugen, dem edlen Ritter erz\u00e4hlt die Geschichte dieser Schlacht.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330146702{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Renate Barsch-Ritter: <i>\u00d6sterreich auf allen Meeren. Geschichte der K.(u.)K. Marine 1382 bis 1918.<\/i> Graz, Wien, K\u00f6ln 2000.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9660\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330904353{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Jakob Philipp Hackert: Die Zerst\u00f6rung der t\u00fcrkischen Flotte in der Schlacht von Tschesme, 1771<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330776484{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>6. Russisch-T\u00fcrkische Krieg begann im Jahr 1768<\/strong>, und Russland entsandte mehrere Ostsee-Schwadronen ins Mittelmeer, um die osmanische Aufmerksamkeit von der noch im Aufbau befindlichen neuen Schwarzmeerflotte abzulenken, die erst aus sechs Kriegsschiffen bestand. Zwei russische Schwadronen, angef\u00fchrt vom Admiral Grigori Spiridow und dem britischen Berater Admiral John Elphinstone vereinigten sich unter dem Oberbefehl des Grafen Alexei Orlow und begannen nach der t\u00fcrkischen Flotte zu suchen.\n<p>Die <strong>Seeschlacht von \u00c7e\u015fme<\/strong> (auch Schlacht zu Tschesme) ereignete sich zwischen dem 5. Juli und dem 7. Juli 1770 in der N\u00e4he der osmanischen Hafenstadt \u00c7e\u015fme. Sie war ein Teil der Orlow-Revolte in Griechenland, eines Vorl\u00e4ufers der sp\u00e4teren Griechischen Revolution, und die erste einer Reihe von siegreichen russischen Seeschlachten gegen das Osmanische Reich.<\/p>\n<p>Die Seeschlacht von \u00c7e\u015fme wurde zur gr\u00f6\u00dften osmanischen Niederlage auf See seit der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571. Die Schlacht f\u00f6rderte in Russland das Vertrauen in die Flotte und sicherte den Russen die Kontrolle \u00fcber die \u00c4g\u00e4is. Im Osmanischen Reich inspirierte die Vernichtung der Flotte viele Minderheiten zu Aufst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Katharina die Gro\u00dfe befahl den Bau von vier Monumenten, um den Sieg zu ehren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330973345{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Helmut Pemsel: <i>Seeherrschaft \u2013 Eine maritime Weltgeschichte von den Anf\u00e4ngen bis 1850<\/i>, Bd. 1, Bernard &amp; Graefe Verlag, Augsburg 1996<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9661\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667362506778{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Bonaparte besucht die Pestkranken anl\u00e4sslich der Belagerung von Jaffa (1799), um die Moral zu st\u00e4rken, obwohl er sich der Ansteckungsgefahr aussetzte (Gem\u00e4lde von Antoine-Jean Gros, 1804, Louvre)<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667365738266{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Napoleons \u00c4gyptenfeldzug<\/strong> oder \u00c4gyptische Expedition wird die milit\u00e4rische Unternehmung der Franzosen unter dem Kommando Napoleon Bonapartes in \u00c4gypten in den Jahren von 1798 bis 1801 bezeichnet.\n<p>Die vom Direktorium vorgegebenen Ziele der Expedition waren: aus \u00c4gypten eine franz\u00f6sische Provinz zu machen, die britische Vormachtstellung im Mittelmeerraum zu beenden und im levantinischen Handel Frankreich eine herrschende Rolle zu sichern. \u00c4gypten geh\u00f6rte zum Osmanischen Reich, die Macht aber \u00fcbten seit dem 17. Jahrhundert die Beys der Mameluken aus.<\/p>\n<p>Am 9. Juni traf die Flotte vor <strong>Malta<\/strong> ein. Tags darauf wurden franz\u00f6sische Soldaten auf die Insel entsandt. Der Malteserorden unternahm keine Anstrengungen, gegen ein christliches Heer zu k\u00e4mpfen. Am 11. Juni wurde an Bord der L\u2019Orient das Kapitulationspapier unterschrieben.\u00a0 Die Flotte segelte danach weiter nach \u00c4gypten und landete mit der gesamten Streitmacht bei <strong>Abukir<\/strong>. Am 2. Juli 1798 wurde <strong>Alexandria<\/strong> eingenommen. In der <strong>Schlacht bei den Pyramiden<\/strong> am 21. Juli 1798 etwas s\u00fcdlich von Gizeh wurde das osmanisch-\u00e4gyptische Heer zusammen mit einer Mamluken-Eliteeinheit unter Mourad Bey und Ibrahim Bey, insgesamt rund 5\u2019000 Mann (zuz\u00fcglich 12\u2019000 Dienern bzw. Waffentr\u00e4gern), vernichtend in die Flucht geschlagen. Danach wurden <strong>Kairo<\/strong> und ganz \u00c4gypten besetzt.<\/p>\n<p>Napol\u00e9on erkl\u00e4rte in zwei Proklamationen an die \u00c4gypter und an die Einwohner von Kairo, das Ziel der franz\u00f6sischen Invasion sei die Befreiung des Landes von der Sklaverei und Ausbeutung der \u201eSippschaft\u201c (race) der Mamluken und ihrer selbstherrlichen Beys sei. Die Einwohner, ihre Familien, ihre H\u00e4user und Eigentum w\u00fcrden gesch\u00fctzt. Ihre Lebensgewohnheiten, ihre Religion w\u00fcrden geachtet und zur Selbstverwaltung w\u00fcrden D\u012bw\u0101ne eingerichtet, besetzt mit einheimischen W\u00fcrdentr\u00e4gern.<\/p>\n<p>Bereits am 1.\/2. August 1798 wurde die vor der \u00e4gyptischen K\u00fcste liegende franz\u00f6sische Flotte von den Briten unter Admiral Nelson in der <strong>Seeschlacht bei Abukir<\/strong> vollst\u00e4ndig vernichtet, so dass ein R\u00fccktransport unm\u00f6glich und die Verbindung mit Frankreich unterbrochen waren. Napoleon lie\u00df einen <strong>Aufstand in Kairo<\/strong> am 22. und 23. Oktober 1798 niederschlagen. Jean-Joseph Ader schrieb von 3000 Get\u00f6teten (bei 300 Toten auf franz\u00f6sischer Seite) und sechs Hingerichteten.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Talleyrand war unterdessen nicht, wie abgesprochen, nach Konstantinopel zur Hohen Pforte gereist, um ihr zu versichern, dass die Expedition nicht gegen das Osmanische Reich gerichtet sei. Unter britischem und russischem Druck erkl\u00e4rte das Osmanische Reich (damals unter Sultan Selim III.) schlie\u00dflich doch Frankreich den Krieg.<\/p>\n<p>Das Direktorium in Paris rechnete inzwischen mit einer Niederlage Bonapartes. Es wurde ihm \u00fcberlassen, sich gegen Konstantinopel zu wenden, um eine Teilung des Osmanischen Reiches zu betreiben oder seine Stellungen in \u00c4gypten zu behaupten. In jedem Falle erwarte man von ihm Ma\u00dfnahmen und ruhmreiche Resultate.<\/p>\n<p>Im Februar 1799 f\u00fchrte Napoleon mit 14\u2019000 Mann einen <strong>Feldzug nach Syrien<\/strong> zur Verteidigung der Eroberung \u00c4gyptens gegen ein sich formierendes osmanische Heer. Die anf\u00e4nglichen Erfolge bei der <strong>Belagerung von al-Arisch<\/strong>, in <strong>Gaza<\/strong>, <strong>Hebron<\/strong>, <strong>Jaffa<\/strong> und am <strong>Berg Tabor<\/strong> endeten vor der Stadt <strong>Akkon<\/strong>, die Napol\u00e9on vom 20. M\u00e4rz bis 21. Mai 1799 erfolglos belagerte.<\/p>\n<p>Ein besonders dunkles Kapitel des \u00c4gyptenfeldzugs war die <strong>Belagerung von Jaffa<\/strong>. Nach einer britischen Beschreibung lie\u00df Bonaparte dort, neben 3\u2019000 Mann der Festungsverteidiger, 1\u2019400 weitere Gefangene exekutieren, die er zuvor bei al-Arisch gefangen genommen und freigelassen hatte, mit der Auflage, nicht mehr gegen die Franzosen zu k\u00e4mpfen. Die Wut der Franzosen auf die Verteidiger von Jaffa war auch durch die Ermordung eines Parlament\u00e4rs aufgestachelt worden, dessen abgeschlagenen Kopf man aufgespie\u00dft auf der Festungsmauer den Franzosen pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p>Napoleon musste sich schlie\u00dflich \u2013 auch wegen hoher Verluste in den K\u00e4mpfen, wegen Beulenpest und wegen der Hitze \u2013 nach \u00c4gypten zur\u00fcckziehen, wo er aber am 25. Juli 1799 die Osmanen in der <strong>Schlacht bei Abukir<\/strong> vernichtend schlug.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac528\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac528\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Da sich die Lage f\u00fcr Frankreich innenpolitisch durch die Misswirtschaft der Regierung und milit\u00e4risch durch die Konfrontation mit der Zweiten Koalition dramatisch verschlechtert hatte und \u00d6sterreich begann, seine italienischen Eroberungen und Republikgr\u00fcndungen wieder zunichtezumachen, kehrte Napoleon am 23. August 1799 unaufgefordert und mit vorgeschobenen Begr\u00fcndungen (seine Kritiker bezeichneten es als Desertion) nach Frankreich zur\u00fcck. Er verlie\u00df seine Armee, ohne sie in einem Tagesbefehl dar\u00fcber zu informieren, und \u00fcbertrug das Oberkommando in \u00c4gypten seinem dienst\u00e4ltesten General Kl\u00e9ber.<\/p>\n<p>Kl\u00e9ber handelte mit den Osmanen den freien Abzug aus \u00c4gypten aus. Als Gro\u00dfbritannien aber die bedingungslose Kapitulation forderte, wurde der Krieg fortgesetzt. Kl\u00e9ber schlug die Osmanen am 20. M\u00e4rz 1800 bei Heliopolis vernichtend, besetzte Kairo nach Niederschlagung eines erneuten Aufruhrs wieder und bestrafte es mit einer hohen Kontribution. Kl\u00e9ber wurde am 14. Juni 1800 in Kairo von einem Muslim ermordet. Sein Nachfolger wurde Menou.<\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1801 landeten 17\u2019000 Mann britische Truppen unter dem Kommando der Gener\u00e4le Abercrombie und Hutchinson bei Abukir. Das osmanische Heer unter Yussuf Pascha z\u00e4hlte mehr als 20\u2019000 Krieger, darunter 6\u2019000 Albaner und Janitscharen. Die franz\u00f6sischen Truppen, die mehrere St\u00e4dte und Festungen besetzt hielten, sollen 16\u2019000 Mann stark gewesen sein. Am 21. M\u00e4rz verloren sie bei Alexandria eine erste Schlacht, die Stadt selbst wurde eingeschlossen. Am 9. Mai fiel Ramanja, am 27. Juni kapitulierte Kairo und am 31. August Alexandria. Die franz\u00f6sischen Truppen mussten \u00c4gypten verlassen, konnten aber ihre Ausr\u00fcstungen mitnehmen. Die wissenschaftlichen Begleiter der Expedition sollten ihre Unterlagen und Aufzeichnungen abgeben. Sie protestierten heftig und drohten damit, diese eher ins Meer zu werfen als sie den Engl\u00e4ndern zu \u00fcbergeben. Schlie\u00dflich durften sie sie behalten.<\/p>\n<p>Auf britischen Schiffen wurden die Franzosen nach Frankreich zur\u00fcckgebracht. Die Regierungen beider L\u00e4nder nahmen Verhandlungen auf; im M\u00e4rz 1802 wurde der Friede von Amiens unterzeichnet.<\/p>\n<p>Die Expedition startete mit fast 30\u2019000 Mann \u2013 fast 20\u2019000 von ihnen starben, darunter die Gener\u00e4le Kl\u00e9ber, Caffarelli du Falga, Bon und der Admiral Brueys. Frankreich verlor einen Gro\u00dfteil seiner Mittelmeerflotte, 11 Linienschiffen und 2 Fregatten sowie gro\u00dfe Mengen an Waffen und Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667365173917{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Juan Ricardo Cole: <i>Napoleon\u2019s Egypt: Invading the Middle East.<\/i> In deutscher \u00dcbersetzung 2010 unter dem Titel <i>Die Schlacht bei den Pyramiden: Napoleon erobert den Orient.<\/i> Theiss, Stuttgart 2010.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9662\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366009770{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<div class=\"mw-mmv-image-wrapper\">\n<h6 class=\"mw-mmv-stripe-button-container\"><span class=\"mw-mmv-title\">Mahmud II. (nach Einf\u00fchrung seiner Kleiderreform von 1828)<\/span><\/h6>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366698118{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Sultan Mahmud II.<\/strong> (reg. 1808\u20131839) erreichte, was seinem Vorg\u00e4nger Selim III. nicht gelungen war: Er ordnete 1826 die Aufstellung eines neuen, modernen Armeekorps an. Erwartungsgem\u00e4\u00df revoltierten die Janitscharen, Mahmud nutzte jedoch seine neue Truppe, um in einem Massaker am 15. Juni 1826 das Janitscharenkorps, die einflussreichsten Reformgegner, gewaltsam abzuschaffen. Im gleichen Jahr ersetzte er die milit\u00e4risch bedeutungslos gewordene Sipahi-Truppe durch eine moderne Kavallerie. Die osmanische Armee wurde nach europ\u00e4ischem Vorbild reformiert und nun \u02bf<em>A\u1e63\u0101kir-i Man\u1e63\u016bre-i Mu\u1e25ammed\u012bye<\/em> (\u201eSiegreiche Armee Mohammeds\u201c) genannt, um dem Vorwurf des Glaubensabfalls entgegenzutreten, an dem der Reformversuch Selims gescheitert war. Unterst\u00fctzt von f\u00e4higen Beamten wie dem Milit\u00e4rreformer und Oberbefehlshaber <em>H\u00fcsrev Mehmed Pascha<\/em>, dem Hauptsekret\u00e4r der Hofkanzlei <em>Canip Mehmet Besim Efendi<\/em> und dem liberal gesinnten <em>Gro\u00dfwesir Mehmet Said Galip Pascha<\/em> setzte er seine Reformen durch. 1827 gr\u00fcndete Mahmud II. zun\u00e4chst eine medizinische Milit\u00e4rhochschule, 1834 nach dem Vorbild der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rschule Saint-Cyr die Osmanische Milit\u00e4rakademie. Unterrichtssprache war Franz\u00f6sisch. Er ordnete die Verwaltung neu, indem er Ministerien nach europ\u00e4ischem Vorbild schuf. 1831 gr\u00fcndete er das erste Amtsblatt in osmanisch-t\u00fcrkischer Sprache. In den 1830er Jahren wurden die osmanischen Botschaften in Westeuropa wieder er\u00f6ffnet. Um im diplomatischen Austausch nicht mehr von griechischen Dolmetschern abh\u00e4ngig zu sein, wurde ein \u00dcbersetzungsb\u00fcro eingerichtet. Den politischen Einfluss der Zentralregierung auf die islamische Gelehrtenschaft st\u00e4rkte er, indem er dem obersten Religionsgelehrten den Status eines Staatsbeamten verlieh. Ein Ministerium f\u00fcr religi\u00f6se Stiftungen kontrollierte nun die Finanzen. Erwirtschaftete \u00dcbersch\u00fcsse mussten nun an den Staat abgef\u00fchrt werden.\n<p>Die Reformen Mahmuds II. lie\u00dfen im Reich eine neue Elite entstehen, die der Sprachen und politischen und gesellschaftlichen Br\u00e4uche Westeuropas kundig war. Der Einfluss der Religionsgelehrten wurde schrittweise vermindert und umgangen. Als der politische und wirtschaftliche Druck Europas sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts immer st\u00e4rker auszuwirken begann, waren es diese Menschen, die Mahmuds Reformen fortsetzten und eine neue Epoche im Osmanischen Reich mit einleiteten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366799967{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Klaus Kreiser: <i>Das letzte osmanische Jahrhundert<\/i>. In: Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann: <i>Kleine Geschichte der T\u00fcrkei<\/i>. Bonn 2005<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9663\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667367075350{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Abd\u00fclhamid II. war vom 31. August 1876 bis zum 27. April 1909 Sultan des Osmanischen Reiches. Er war der zweite Sohn des Sultans Abd\u00fclmecid I. und folgte seinem Bruder Murad V. nach dessen Absetzung auf den Thron.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667367727390{padding-top: 10px !important;}\u201c]Innenpolitisch brach Abd\u00fclhamid II. das konstitutionelle Experiment ab und regierte autokratisch. Im Hintergrund dieses Vorgehens stehen der Umstand, dass einerseits sein Onkel Abd\u00fclaziz durch einen Putsch hoher Beamter und Offiziere abgesetzt worden und unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden zu Tode gekommen war, und andererseits Russland die Einf\u00fchrung der Verfassung zum Anlass f\u00fcr ein milit\u00e4risches Eingreifen genommen hatte, das f\u00fcr das osmanische Reich desastr\u00f6s endete. Bei gro\u00dfen Gebieten, die nominell weiter zum Reich geh\u00f6rten (Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Ostrumelien, Zypern, \u00c4gypten, Tunis) war deren parlamentarische Vertretung in einem osmanischen Parlament politisch so gut wie ausgeschlossen. Der Reformer und kurzfristige Gro\u00dfwesir Midhat Pascha wurde unter Berufung auf Artikel 113 der von ihm initiierten Verfassung ins Exil geschickt und das Parlament geschlossen. Abd\u00fclhamids Regierungszeit war durch Despotie und Spitzelei gepr\u00e4gt. Als letzter Sultan seiner Dynastie regierte er als Alleinherrscher. Die osmanische Verfassung blieb aber formell weiterhin in Kraft und wurde, mit Ausnahme der Bestimmungen \u00fcber das osmanische Parlament, weiterhin angewandt.\n<p>In seine Regierungszeit fallen auch die Massaker an den Armeniern in den Jahren 1894-1896.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac62f\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac62f\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Die Massaker an den Armeniern von 1894 bis 1896 wurden durch die osmanische Regierung \u2013 namentlich von Sultan Abd\u00fclhamid II. \u2013 veranlasst. Die Massaker begannen in der Region Sason und wurden dann auf alle armenischen Siedlungsgebiete ausgeweitet. Die Zahl der Todesopfer lag zwischen 80\u2019000 und \u00fcber 300\u2019000. Mit Hilfe der lokalen muslimischen Bev\u00f6lkerung und der Hamidiye-Einheiten wurden zudem Deportationen und Pl\u00fcnderungen durchgef\u00fchrt und auch versucht, christliche Teile der Bev\u00f6lkerung zur Konversion zum Islam zu zwingen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zum Genozid des 20. Jahrhunderts handelte es sich noch nicht um einen Versuch, s\u00e4mtliche Armenier des Osmanischen Reiches zu vertreiben oder zu ermorden, stattdessen sollte die alte Ordnung der Dominanz der Moslems \u00fcber die Christen wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde der T\u00e4ter lagen in der \u00dcberzeugung, man k\u00f6nne die lang andauernde Schw\u00e4chung des Osmanischen Reiches durch eine Verwandlung in eine rein t\u00fcrkisch-islamische Bastion aufhalten, was unter anderem durch \u201egenozidal eingef\u00e4rbte Religiozide\u201c umgesetzt werden sollte.<\/p>\n<p>Obwohl sich die Massaker haupts\u00e4chlich gegen die Armenier richteten, wandelten sie sich zu allgemein antichristlichen Pogromen, wie bei dem Massaker von Diyarbak\u0131r. Die Osmanen unterdr\u00fcckten auch Revolten anderer Minderheiten, die h\u00e4rtesten Ma\u00dfnahmen richteten sich aber gegen die Armenier. Die Verantwortlichen des Osmanischen Reiches unterschieden dabei nicht zwischen nationalistischen Dissidenten und der armenischen Bev\u00f6lkerung in ihrer Gesamtheit. Die US-amerikanische Missionarin und Zeitzeugin Corinna Shattuck beschrieb das Massaker vom 28. Dezember 1895 in Urfa, bei dem von 4\u2019000 Opfern etwa 1\u2019500 in einer Kirche lebendig verbrannt wurden, in einem Brief von 1896 als \u201eein Massaker, das zu einem gro\u00dfen Holocaust wurde\u201c.<\/p>\n<p>Die Vorg\u00e4nge fanden in Westeuropa und den Vereinigten Staaten durchaus aktuelle Aufmerksamkeit, so berichtete die New York Times am 10. September 1895 unter der Schlagzeile \u201eEin weiterer Armenischer Holocaust\u201c. William Mitchell Ramsay beschrieb 1897 ausf\u00fchrlich das Massaker und schloss: \u201eDie Armenier werden mit allerh\u00f6chster Wahrscheinlichkeit ausgerottet werden, soweit sie nicht in andere L\u00e4nder entkommen k\u00f6nnen\u201c. Sowohl in Europa wie auch in Amerika emp\u00f6rte man sich, sah der Verfolgung aber letztendlich tatenlos zu.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667368019413{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Ferenc Majoros, Bernd Rill: <em>Das Osmanische Reich 1300\u20131922. Die Geschichte einer Gro\u00dfmacht.<\/em> Marix, Wiesbaden 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9664\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667369053258{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Mehmed V., vorletzter Sultan des Osmanischen Reichs, flankiert von seinen Weltkriegsverb\u00fcndeten: Kaiser Wilhlem II. und Kaiser Franz Josef I.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667369221646{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<p><strong>Mehmed V. Re\u015fad \u2013 auch Mohammed V.<\/strong>\u00a0 war ein Sohn Abd\u00fclmecids I., seine Mutter war G\u00fclcemal Kad\u0131n Efendi. Ihm wurden Ambitionen auf den Thron nachgesagt, so dass sein regierender Bruder Abd\u00fclhamid II. ihn von der \u00d6ffentlichkeit und der politischen Macht abzuschotten versuchte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierung seines Bruders Abd\u00fclhamid II. war Mehmed Re\u015fad politischer Gefangener. Er lebte 45 Jahre in strengem Gewahrsam in seinem im n\u00f6rdlichen Istanbul auf der europ\u00e4ischen Seite gelegenen Konak Sindschirli Kuju (deutsch Sindschirli Kuju-Palast). Diese lange Gefangenschaft hatte die physischen und geistigen Kr\u00e4fte Mehmed Re\u015fads gebrochen, so dass er zur Zeit der Absetzung seines Bruders ein apathischer, siecher, zu jedweder Arbeit unf\u00e4higer Greis war. Eben deshalb jedoch war er f\u00fcr die Jungt\u00fcrken, welche selbst regieren und durch den Monarchen nicht beeintr\u00e4chtigt werden wollten, ein erw\u00fcnschter Thronkandidat. Im Sommer 1908 wurde Abd\u00fclhamid von den Jungt\u00fcrken dazu gezwungen, die osmanische Verfassung von 1876 in Kraft zu setzen und die eigene Macht zu begrenzen. Als der Sultan im folgenden Jahr dies wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen versuchte, setzten die Jungt\u00fcrken ihn am 27. April 1909 endg\u00fcltig ab und ersetzten ihn durch Mehmed, der im Alter von 64 Jahren Sultan und Kalif wurde.<\/p>\n<p>Dessen Regierungszeit war durch R\u00fcckschl\u00e4ge f\u00fcr das Osmanische Reich und der Manifestation des Begriffes des \u201ekranken Mannes am Bosporus\u201c gekennzeichnet. Am Anfang seiner Herrschaft musste er die \u00f6sterreichische Annexion Bosniens und der Herzegowina sowie die Unabh\u00e4ngigkeit Bulgariens anerkennen. Die letzten nordafrikanischen Besitzungen westlich von \u00c4gypten verlor er bis 1912 an Italien. \u00c4gypten selbst stand nur noch formell unter osmanischer Herrschaft und wurde de facto von den Briten kontrolliert. Es folgten Aufst\u00e4nde in Albanien und die beiden Balkankriege 1912 und 1913, die die osmanische Herrschaft dort beendeten. Kurz darauf gelang es Mehmed V., ein kleineres Gebiet um Adrianopel zur\u00fcckzuerobern und 1914 mit dem Russischen Reich per Vertrag den Grenzverlauf in Armenien friedlich festzulegen.<\/p>\n<p>Am 2. August 1914 schloss Mehmed V. ein Defensivb\u00fcndnis mit dem Deutschen Reich gegen Russland. Er versuchte zun\u00e4chst, im beginnenden Ersten Weltkrieg neutral zu bleiben; auf Druck der Jungt\u00fcrken trat er Anfang Oktober 1914 in den Krieg aufseiten der Mittelm\u00e4chte ein und ernannte Enver Pascha zum Kriegsminister. Nach dem Verlust Zyperns und \u00c4gyptens gelang es Mehmed V., eine stabile Defensive gegen die Briten am Suezkanal und im Irak aufzubauen. Russland eroberte zwar Armenien, doch wurde dies sp\u00e4ter im Frieden von Brest-Litowsk wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. In der letzten Phase des Krieges gingen schlie\u00dflich Syrien, Pal\u00e4stina und das Zweistromland verloren.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac6e5\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac6e5\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Am 1. Februar 1916 wurde Mehmed V. zum Generalfeldmarschall des Deutschen Reichs ernannt und am 19. Mai 1918 \u2013 im Zuge eines Staatsbesuchs Kaiser Karls I. in Istanbul \u2013 zum Feldmarschall \u00d6sterreich-Ungarns.<\/p>\n<p>Mehmed V. starb am 3. Juli 1918 im Alter von 73 Jahren, vier Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Laut Arztbericht hatte er zun\u00e4chst eine Woche lang leichte Verdauungsbeschwerden, ab 25. Juni aber heftiges Fieber \u2013 beides typische Symptome der Spanischen Grippe, die damals in Europa w\u00fctete. Das Fieber mit zuletzt 39,5 \u00b0C versch\u00e4rfte die schon vorher vorhandene Zuckerkrankheit.[1] Den Untergang des Osmanischen Reiches erlebte er nicht mehr. Als (letzter) Sultan und Kalif folgte ihm sein Halbbruder Mehmed VI.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Teil seines Lebens verbrachte Mehmed V. im Dolmabah\u00e7e-Palast und Y\u0131ld\u0131z-Palast in Konstantinopel. Sein Grab befindet sich im historischen Ey\u00fcp-Viertel der Stadt.<\/p>\n<p>Er hinterlie\u00df zwei S\u00f6hne: Prinz Mehmed Ziyaeddin (1873\u20131938) und Prinz \u00d6mer Hilmi (1886\u20131935). Seine einzige Tochter, Prinzessin Refia (* 1888), starb bereits als S\u00e4ugling. Ein weiterer Sohn, Prinz Mehmed Necmeddin (1878\u20131913) starb vor seinem Vater. Er war Sohn von D\u00fcrridem Kad\u0131n Efend\u0131 gewesen, die in Kars geboren und georgischer Herkunft war. Sie war damals die zweite Frau, wurde aber im Jahre 1887 geschieden, und die Konkubine Mihrengiz nahm ihren Platz als zweite Frau ein.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596526946981{padding-top: 10px !important;}\u201c]I am text block. Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. 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November 1938 in Istanbul), auch als <em>Mustafa Kemal Atat\u00fcrk<\/em> bezeichnet, war der Begr\u00fcnder der Republik T\u00fcrkei und von 1923 bis 1938 erster Pr\u00e4sident der nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen modernen Republik.\n<p>Seine Verdienste als Offizier bei der Verteidigung der Halbinsel Gallipoli 1915 gegen alliierte Truppen, welche die Dardanellen unter ihre Kontrolle bringen wollten, und ab 1921 der Abwehrkampf gegen die nach Anatolien vorgedrungenen Griechen lie\u00dfen ihn zur Symbolfigur t\u00fcrkischen Selbstbehauptungswillens und Nationalbewusstseins werden. Als Machtpolitiker, der die Modernisierung seines Landes nach westlichem Vorbild beharrlich vorantrieb, schuf er mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit weitreichenden gesellschaftlichen Reformen einen in dieser Form einmaligen Staatstypus. Darauf beruhen \u2013 trotz teilweiser Kontroversen \u00fcber sein Wirken \u2013 die personenkultartige Verehrung, die ihm in der T\u00fcrkei bis heute entgegengebracht wird, und die Unangefochtenheit des ihm 1934 vom t\u00fcrkischen Parlament verliehenen Nachnamens Atat\u00fcrk (Vater der T\u00fcrken).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667541405631{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Johannes Glasneck: <i>Die Rolle der Pers\u00f6nlichkeit Kemal Atat\u00fcrks im nationalen Befreiungskampf der V\u00f6lker des Nahen Ostens<\/i>. Akademie-Verlag, Berlin 1983. Neuauflage: <i>Kemal Atat\u00fcrk und die moderne T\u00fcrkei<\/i>. Ahriman-Verlag, Freiburg 2010.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-1179\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596477996096-1a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596477996096-1a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1683<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9651\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288610841{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Belagerung Wiens und die Schlacht am Kahlenberg, Im Vordergrund das Entsatzheer von K\u00f6nig\u00a0Johann\u00a0III. Sobieski in der Schlacht gegen die Osmanen, im Hintergrund die belagerte Stadt. Frans Geffels, zwischen 1683 und 1694, Original im Heeresgeschichtlichen Museum Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288437214{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Letzter Vorsto\u00df nach Mitteleuropa<\/strong><br>\n1683 unternahm die Hohe Pforte mit der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung nochmals einen Versuch, nach Mitteleuropa vorzusto\u00dfen und Wien zu erobern. Was aber schon in der Bl\u00fctezeit des Osmanischen Reiches rund 150 Jahre vorher nicht gelang, wurde im Feldzug Kara Mustafas nach Ankunft der vereinigten kaiserlich-s\u00fcddeutschen und polnisch-litauischen Entsatztruppen unter Johann III. Sobieski in der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 zum Desaster und zum Wendepunkt der Auseinandersetzung mit den europ\u00e4ischen Staaten.\n<p>Nachdem in dieser Niederlage die milit\u00e4rischen Schw\u00e4chen der Osmanen offenkundig geworden waren, begann im folgenden Jahr eine vom Papst initiierte Heilige Liga aus \u00d6sterreich, der Republik Venedig und Polen-Litauen einen Angriff auf das Osmanische Reich an mehreren Fronten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667288828791{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur zur Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung<\/strong>: Johannes Sachslehner: <em>Wien anno 1683<\/em>. Pichler, Wien 2004<br>\nPeter Broucek, Erich Hillbrand, Fritz Vesely: <em>Historischer Atlas zur zweiten T\u00fcrkenbelagerung Wien 1683<\/em>. Deuticke, Wien 1983<br>\nPeter Broucek: <em>Der Sieg bei Wien 1683.<\/em> \u00d6sterreichischer Bundesverlag, Wien 1983<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596477996214-6a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596477996214-6a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1697<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9682\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667323152671{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Schlacht bei Zenta, Ausschnitt aus dem Wandgem\u00e4lde von Karl von Blaas (1833), Original im Bellevedere, Wien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667324545983{padding-top: 10px !important;}\u201c]Kaiser Leopold I. ging nach der Niederlage der Osmanen bei der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung in die Offensive. Seine Truppen eroberten Ofen (das heutige Budapest) 1684\/1686, besiegten die Osmanen in der Schlacht bei Moh\u00e1cs (1687) und eroberten 1688 Belgrad, das 1690 infolge des Pf\u00e4lzischen Erbfolgekrieges aber wieder an das Osmanische Reich zur\u00fcckfiel.\n<p>In der <strong>Schlacht bei Zenta<\/strong> errangen kaiserliche Truppen unter dem Oberbefehl von <strong>Prinz Eugen von Savoyen<\/strong> bei Zenta an der Thei\u00df am 11. September 1697 einen bedeutenden Sieg \u00fcber die Osmanen.<\/p>\n<p>Prinz Eugen (seit 1693 Feldmarschall) kehrte 1697, als der Pf\u00e4lzische Erbfolgekrieg beendet war, auf den osmanischen Kriegsschauplatz zur\u00fcck. Der bisherige Oberbefehlshaber, Kurf\u00fcrst Friedrich August von Sachsen, legte sein Kommando nieder, weil er nach dem Tode von Johann III. Sobieski zum K\u00f6nig der Polen gew\u00e4hlt worden war. R\u00fcdiger Graf Starhemberg, der ber\u00fchmte Verteidiger Wiens w\u00e4hrend der Zweiten Wiener T\u00fcrkenbelagerung und damalige Pr\u00e4sident des Hofkriegsrates, empfahl in einem Gutachten vom 15. M\u00e4rz 1697:<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ab92b\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ab92b\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>\u201eIch wei\u00df Keinen, der mehr Verstand, Experienz, Application [Hinwendung, Flei\u00df] und Eifer zu Euer Kaiserlichen Majest\u00e4t Dienst h\u00e4tte, ein generoses und uninteressiertes Gem\u00fct, auch die Liebe und Respect bei der Miliz, als der Prinz von Savoyen [\u2026] Er hat in Italien commandiert [\u2026] die Armata jederzeit in gro\u00dfer Einigkeit, Respect und Gehorsam erhalten, welcher dagegen bei der Armata in Ungarn ganz zerfallen, weswegen wohl n\u00f6tig, derselben einen solchen vorzustellen, der ihn wieder Einzuf\u00fchren wei\u00df, von allen Offizieren beliebt und hierzu secundiert wird, die alle und sonderlich die Vornehmeren dem Prinzen von Savoyen so viel geneigt, als sie dem anderen [Kurf\u00fcrst von Sachsen] abgeneigt sind [\u2026][\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p>Der Sieg war vollst\u00e4ndig und umfassend, der Name Prinz Eugens wurde danach in ganz Europa zu einem Begriff. Der nach Temesv\u00e1r fliehende Sultan verlor an die 25.000 Mann, seine gesamte Artillerie und den ganzen Verpflegungsvorrat, wohingegen die Verluste der Truppen des Kaisers 28 Offiziere und 401 Mann an Toten betrugen. Der Sieg bei Zenta wurde milit\u00e4risch nicht vollst\u00e4ndig genutzt, weil auf eine Verfolgung der T\u00fcrken wegen der sp\u00e4ten Jahreszeit und Nachschubproblemen verzichtet wurde. Die Schlacht bei Zenta war dennoch die Grundlage f\u00fcr den Frieden von Karlowitz (1699), mit dem sich das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis in S\u00fcdosteuropa zu Ungunsten des Osmanischen Reiches ver\u00e4nderte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667324793454{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Hans-Joachim B\u00f6ttcher: <em>Die T\u00fcrkenkriege im Spiegel s\u00e4chsischer Biographien<\/em>, Gabriele Sch\u00e4fer Verlag Herne 2019<br>\nFranz Herre: <em>Prinz Eugen. Europas heimlicher Herrscher.<\/em> Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1997<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478708304-2-4a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478708304-2-4a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1717<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9659\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667326584929{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Prinz Eugen in der Schlacht bei Belgrad 1717. Zeitgen\u00f6ssischer, anonymer K\u00fcnstler um 1720. \u00d6lgem\u00e4lde im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667326343537{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Jahr 1714 begann der <strong>Venezianisch-\u00d6sterreichische T\u00fcrkenkrieg<\/strong>. 1699 war der Friede von Karlowitz geschlossen worden. Das Osmanische Reich musste Ungarn an \u00d6sterreich und Morea an Venedig abgeben. 1701 brach in Europa der Spanische Erbfolgekrieg (1701\u20131714) mit der Beteiligung \u00d6sterreichs aus. Auch die Osmanen r\u00fcsteten auf und konnten im Krieg gegen Russland (1710\u20131711) einen Erfolg verzeichnen. Auch in \u00d6sterreich erkannte man die R\u00fcstungsanstrengungen, vermutete aber, dass sich das Osmanische Reich gegen Venedig wenden w\u00fcrde. Als sich die osmanische Armee 1714 in Bewegung setzte und venezianische Besitzungen im heutigen Griechenland besetzte, gingen der Peloponnes sowie Kreta und weitere Inseln verloren.\n<p>1716 trat dann auch \u00d6sterreich unter Prinz Eugen in den Krieg ein. Die Osmanen schickten ihm eine Armee von 150\u2019000 Mann entgegen. Diese wurde am 5. August 1716 in der Schlacht von Peterwardein geschlagen, am 17. Oktober eroberten die \u00d6sterreicher dann Temeswar.<\/p>\n<p><strong>Das n\u00e4chste Ziel war Belgrad.<\/strong> Die Festung befand sich zwischen den Flussbiegungen von Save und Donau und war nur von s\u00fcdlicher Richtung aus direkt attackierbar. Durch diese strategisch g\u00fcnstige Lage hatte sie sowohl f\u00fcr die Habsburger wie f\u00fcr die Osmanen die Schl\u00fcsselstellung auf dem Balkan inne. Prinz Eugen, der bei der Belagerung der Stadt 1688 schwer verwundet worden war, forcierte mit Unterst\u00fctzung des Kaisers den Aufbau einer schlagkr\u00e4ftigen Donauflottille: Sie hatte die Aufgabe, der kampferprobten osmanischen Donaustreitmacht Paroli zu bieten und die Versorgung des kaiserlichen Heeres zu sichern. Die Besatzungen f\u00fcr die eilig aufgestellte Flotte wurden kurzerhand aus den habsburgischen Niederlanden angeworben.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ab99d\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ab99d\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Am 13. Mai 1717 verlie\u00df Eugen Wien und traf am 21. Mai bei seiner Truppe in Futog an der Donau ein. Noch bevor alle Truppenk\u00f6rper ganz versammelt waren, marschierte er am 9. Juni 1717 mit circa 70\u2019000 Mann auf Belgrad. Er wollte m\u00f6glichst rasch mit der Belagerung beginnen, um die Stadt noch vor Eintreffen eines osmanischen Heeres zu nehmen. Das erste Problem war der Anmarsch: Da die Festung nur von S\u00fcden her erreichbar war, musste entweder die Save oder die Donau \u00fcberquert werden. Der direkte Weg f\u00fchrte \u00fcber die schmalere Save, doch lag dieser in Reichweite der Festungsgesch\u00fctze. Auf Anraten eines seiner Gener\u00e4le w\u00e4hlte man jedoch die \u00dcberquerung weiter \u00f6stlich \u00fcber die Donau. Da die Osmanen damit nicht gerechnet hatten, gelang das \u00dcbersetzen vom 15. auf den 16. Juni ohne nennenswerten Widerstand. Schnell begann man Artilleriestellungen und Laufgr\u00e4ben anzulegen, ebenso Schanzen im R\u00fccken des Heeres, die sp\u00e4ter so genannten eugenischen Linien, da man Eugen berichtet hatte, dass ein 150\u2019000 Mann starkes osmanisches Heer im Anmarsch sei. Am 28. Juli traf die Entsatzarmee ein, die ihrerseits Schanzen anlegte. Die Belagerer wurden selber belagert, und der urspr\u00fcngliche Plan Eugens, das Entsatzheer vor den eugenischen Linien verbluten zu lassen und dann die Stadt zu nehmen, scheiterte, da die osmanische Streitmacht keinen Angriff startete. Stattdessen wurden seine Truppen nun zwischen der Festung und der osmanischen Armee in die Zange genommen. Durch Ausf\u00e4lle, Feuer\u00fcberf\u00e4lle, Kanonaden von zwei Seiten und Malaria aus den nahen Donau- und Saveauen starben viele seiner Soldaten.<\/p>\n<p>Die Lage war gef\u00e4hrlich, denn die Osmanen hatten Zeit genug, um die kaiserlichen Truppen langsam aufzureiben. Die Rettung kam am 14. August, als Belgrad pl\u00f6tzlich von einer gewaltigen Explosion ersch\u00fcttert wurde: Ein M\u00f6rser hatte das Pulvermagazin der Festung getroffen, auf einen Schlag starben an die 3.000 osmanische Verteidiger. Am folgenden Tag befahl Eugen einen \u00dcberraschungsangriff auf die osmanische Entsatzarmee f\u00fcr die Nacht auf den 16. August. Die Infanterie sollte im Zentrum, die Kavallerie an den Flanken angreifen. Au\u00dfer der Besatzung der Laufgr\u00e4ben vor der Festung sollte sich jeder an dem Angriff beteiligen.<\/p>\n<p>Da ein Nachtangriff in der damaligen Zeit ein Novum war, gl\u00fcckte die \u00dcberraschung. Als es nach Stunden n\u00e4chtlichen Kampfes langsam hell wurde, nutzten die Osmanen eine L\u00fccke im Zentrum der Kaiserlichen f\u00fcr einen Gegenangriff. Eugen schickte seine Reserven in die L\u00fccke und begab sich selbst an die Spitze der Kavallerie. Der osmanische Gegenangriff wurde abgewehrt und in der Folge die osmanischen Schanzen erst\u00fcrmt, woraufhin die osmanische Schlachtordnung in Unordnung geriet und der R\u00fcckzug angetreten wurde. Um 10 Uhr morgens war die Schlacht gewonnen. Die Besatzung von Belgrad kapitulierte am 18. August 1717 und zog unter freiem Geleit aus der Stadt ab. Die Verluste der Osmanen betrugen etwa 20\u2019000 Mann sowie abermals reiche Vorr\u00e4te an Munition, Kanonen und Verpflegung. Dagegen betrugen die Verluste der Kaiserlichen lediglich 5\u2019400.<\/p>\n<p>Das Volkslied von Prinz Eugen, dem edlen Ritter erz\u00e4hlt die Geschichte dieser Schlacht.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330146702{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Renate Barsch-Ritter: <i>\u00d6sterreich auf allen Meeren. Geschichte der K.(u.)K. Marine 1382 bis 1918.<\/i> Graz, Wien, K\u00f6ln 2000.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478711051-3-5a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478711051-3-5a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1770<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9660\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330904353{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Jakob Philipp Hackert: Die Zerst\u00f6rung der t\u00fcrkischen Flotte in der Schlacht von Tschesme, 1771<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330776484{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>6. Russisch-T\u00fcrkische Krieg begann im Jahr 1768<\/strong>, und Russland entsandte mehrere Ostsee-Schwadronen ins Mittelmeer, um die osmanische Aufmerksamkeit von der noch im Aufbau befindlichen neuen Schwarzmeerflotte abzulenken, die erst aus sechs Kriegsschiffen bestand. Zwei russische Schwadronen, angef\u00fchrt vom Admiral Grigori Spiridow und dem britischen Berater Admiral John Elphinstone vereinigten sich unter dem Oberbefehl des Grafen Alexei Orlow und begannen nach der t\u00fcrkischen Flotte zu suchen.\n<p>Die <strong>Seeschlacht von \u00c7e\u015fme<\/strong> (auch Schlacht zu Tschesme) ereignete sich zwischen dem 5. Juli und dem 7. Juli 1770 in der N\u00e4he der osmanischen Hafenstadt \u00c7e\u015fme. Sie war ein Teil der Orlow-Revolte in Griechenland, eines Vorl\u00e4ufers der sp\u00e4teren Griechischen Revolution, und die erste einer Reihe von siegreichen russischen Seeschlachten gegen das Osmanische Reich.<\/p>\n<p>Die Seeschlacht von \u00c7e\u015fme wurde zur gr\u00f6\u00dften osmanischen Niederlage auf See seit der Schlacht von Lepanto im Jahr 1571. Die Schlacht f\u00f6rderte in Russland das Vertrauen in die Flotte und sicherte den Russen die Kontrolle \u00fcber die \u00c4g\u00e4is. Im Osmanischen Reich inspirierte die Vernichtung der Flotte viele Minderheiten zu Aufst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Katharina die Gro\u00dfe befahl den Bau von vier Monumenten, um den Sieg zu ehren.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667330973345{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Helmut Pemsel: <i>Seeherrschaft \u2013 Eine maritime Weltgeschichte von den Anf\u00e4ngen bis 1850<\/i>, Bd. 1, Bernard &amp; Graefe Verlag, Augsburg 1996<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478711860-4-8a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478711860-4-8a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1798-1801<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9661\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667362506778{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Bonaparte besucht die Pestkranken anl\u00e4sslich der Belagerung von Jaffa (1799), um die Moral zu st\u00e4rken, obwohl er sich der Ansteckungsgefahr aussetzte (Gem\u00e4lde von Antoine-Jean Gros, 1804, Louvre)<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667365738266{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Napoleons \u00c4gyptenfeldzug<\/strong> oder \u00c4gyptische Expedition wird die milit\u00e4rische Unternehmung der Franzosen unter dem Kommando Napoleon Bonapartes in \u00c4gypten in den Jahren von 1798 bis 1801 bezeichnet.\n<p>Die vom Direktorium vorgegebenen Ziele der Expedition waren: aus \u00c4gypten eine franz\u00f6sische Provinz zu machen, die britische Vormachtstellung im Mittelmeerraum zu beenden und im levantinischen Handel Frankreich eine herrschende Rolle zu sichern. \u00c4gypten geh\u00f6rte zum Osmanischen Reich, die Macht aber \u00fcbten seit dem 17. Jahrhundert die Beys der Mameluken aus.<\/p>\n<p>Am 9. Juni traf die Flotte vor <strong>Malta<\/strong> ein. Tags darauf wurden franz\u00f6sische Soldaten auf die Insel entsandt. Der Malteserorden unternahm keine Anstrengungen, gegen ein christliches Heer zu k\u00e4mpfen. Am 11. Juni wurde an Bord der L\u2019Orient das Kapitulationspapier unterschrieben.\u00a0 Die Flotte segelte danach weiter nach \u00c4gypten und landete mit der gesamten Streitmacht bei <strong>Abukir<\/strong>. Am 2. Juli 1798 wurde <strong>Alexandria<\/strong> eingenommen. In der <strong>Schlacht bei den Pyramiden<\/strong> am 21. Juli 1798 etwas s\u00fcdlich von Gizeh wurde das osmanisch-\u00e4gyptische Heer zusammen mit einer Mamluken-Eliteeinheit unter Mourad Bey und Ibrahim Bey, insgesamt rund 5\u2019000 Mann (zuz\u00fcglich 12\u2019000 Dienern bzw. Waffentr\u00e4gern), vernichtend in die Flucht geschlagen. Danach wurden <strong>Kairo<\/strong> und ganz \u00c4gypten besetzt.<\/p>\n<p>Napol\u00e9on erkl\u00e4rte in zwei Proklamationen an die \u00c4gypter und an die Einwohner von Kairo, das Ziel der franz\u00f6sischen Invasion sei die Befreiung des Landes von der Sklaverei und Ausbeutung der \u201eSippschaft\u201c (race) der Mamluken und ihrer selbstherrlichen Beys sei. Die Einwohner, ihre Familien, ihre H\u00e4user und Eigentum w\u00fcrden gesch\u00fctzt. Ihre Lebensgewohnheiten, ihre Religion w\u00fcrden geachtet und zur Selbstverwaltung w\u00fcrden D\u012bw\u0101ne eingerichtet, besetzt mit einheimischen W\u00fcrdentr\u00e4gern.<\/p>\n<p>Bereits am 1.\/2. August 1798 wurde die vor der \u00e4gyptischen K\u00fcste liegende franz\u00f6sische Flotte von den Briten unter Admiral Nelson in der <strong>Seeschlacht bei Abukir<\/strong> vollst\u00e4ndig vernichtet, so dass ein R\u00fccktransport unm\u00f6glich und die Verbindung mit Frankreich unterbrochen waren. Napoleon lie\u00df einen <strong>Aufstand in Kairo<\/strong> am 22. und 23. Oktober 1798 niederschlagen. Jean-Joseph Ader schrieb von 3000 Get\u00f6teten (bei 300 Toten auf franz\u00f6sischer Seite) und sechs Hingerichteten.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Talleyrand war unterdessen nicht, wie abgesprochen, nach Konstantinopel zur Hohen Pforte gereist, um ihr zu versichern, dass die Expedition nicht gegen das Osmanische Reich gerichtet sei. Unter britischem und russischem Druck erkl\u00e4rte das Osmanische Reich (damals unter Sultan Selim III.) schlie\u00dflich doch Frankreich den Krieg.<\/p>\n<p>Das Direktorium in Paris rechnete inzwischen mit einer Niederlage Bonapartes. Es wurde ihm \u00fcberlassen, sich gegen Konstantinopel zu wenden, um eine Teilung des Osmanischen Reiches zu betreiben oder seine Stellungen in \u00c4gypten zu behaupten. In jedem Falle erwarte man von ihm Ma\u00dfnahmen und ruhmreiche Resultate.<\/p>\n<p>Im Februar 1799 f\u00fchrte Napoleon mit 14\u2019000 Mann einen <strong>Feldzug nach Syrien<\/strong> zur Verteidigung der Eroberung \u00c4gyptens gegen ein sich formierendes osmanische Heer. Die anf\u00e4nglichen Erfolge bei der <strong>Belagerung von al-Arisch<\/strong>, in <strong>Gaza<\/strong>, <strong>Hebron<\/strong>, <strong>Jaffa<\/strong> und am <strong>Berg Tabor<\/strong> endeten vor der Stadt <strong>Akkon<\/strong>, die Napol\u00e9on vom 20. M\u00e4rz bis 21. Mai 1799 erfolglos belagerte.<\/p>\n<p>Ein besonders dunkles Kapitel des \u00c4gyptenfeldzugs war die <strong>Belagerung von Jaffa<\/strong>. Nach einer britischen Beschreibung lie\u00df Bonaparte dort, neben 3\u2019000 Mann der Festungsverteidiger, 1\u2019400 weitere Gefangene exekutieren, die er zuvor bei al-Arisch gefangen genommen und freigelassen hatte, mit der Auflage, nicht mehr gegen die Franzosen zu k\u00e4mpfen. Die Wut der Franzosen auf die Verteidiger von Jaffa war auch durch die Ermordung eines Parlament\u00e4rs aufgestachelt worden, dessen abgeschlagenen Kopf man aufgespie\u00dft auf der Festungsmauer den Franzosen pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p>Napoleon musste sich schlie\u00dflich \u2013 auch wegen hoher Verluste in den K\u00e4mpfen, wegen Beulenpest und wegen der Hitze \u2013 nach \u00c4gypten zur\u00fcckziehen, wo er aber am 25. Juli 1799 die Osmanen in der <strong>Schlacht bei Abukir<\/strong> vernichtend schlug.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9aba3f\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9aba3f\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Da sich die Lage f\u00fcr Frankreich innenpolitisch durch die Misswirtschaft der Regierung und milit\u00e4risch durch die Konfrontation mit der Zweiten Koalition dramatisch verschlechtert hatte und \u00d6sterreich begann, seine italienischen Eroberungen und Republikgr\u00fcndungen wieder zunichtezumachen, kehrte Napoleon am 23. August 1799 unaufgefordert und mit vorgeschobenen Begr\u00fcndungen (seine Kritiker bezeichneten es als Desertion) nach Frankreich zur\u00fcck. Er verlie\u00df seine Armee, ohne sie in einem Tagesbefehl dar\u00fcber zu informieren, und \u00fcbertrug das Oberkommando in \u00c4gypten seinem dienst\u00e4ltesten General Kl\u00e9ber.<\/p>\n<p>Kl\u00e9ber handelte mit den Osmanen den freien Abzug aus \u00c4gypten aus. Als Gro\u00dfbritannien aber die bedingungslose Kapitulation forderte, wurde der Krieg fortgesetzt. Kl\u00e9ber schlug die Osmanen am 20. M\u00e4rz 1800 bei Heliopolis vernichtend, besetzte Kairo nach Niederschlagung eines erneuten Aufruhrs wieder und bestrafte es mit einer hohen Kontribution. Kl\u00e9ber wurde am 14. Juni 1800 in Kairo von einem Muslim ermordet. Sein Nachfolger wurde Menou.<\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1801 landeten 17\u2019000 Mann britische Truppen unter dem Kommando der Gener\u00e4le Abercrombie und Hutchinson bei Abukir. Das osmanische Heer unter Yussuf Pascha z\u00e4hlte mehr als 20\u2019000 Krieger, darunter 6\u2019000 Albaner und Janitscharen. Die franz\u00f6sischen Truppen, die mehrere St\u00e4dte und Festungen besetzt hielten, sollen 16\u2019000 Mann stark gewesen sein. Am 21. M\u00e4rz verloren sie bei Alexandria eine erste Schlacht, die Stadt selbst wurde eingeschlossen. Am 9. Mai fiel Ramanja, am 27. Juni kapitulierte Kairo und am 31. August Alexandria. Die franz\u00f6sischen Truppen mussten \u00c4gypten verlassen, konnten aber ihre Ausr\u00fcstungen mitnehmen. Die wissenschaftlichen Begleiter der Expedition sollten ihre Unterlagen und Aufzeichnungen abgeben. Sie protestierten heftig und drohten damit, diese eher ins Meer zu werfen als sie den Engl\u00e4ndern zu \u00fcbergeben. Schlie\u00dflich durften sie sie behalten.<\/p>\n<p>Auf britischen Schiffen wurden die Franzosen nach Frankreich zur\u00fcckgebracht. Die Regierungen beider L\u00e4nder nahmen Verhandlungen auf; im M\u00e4rz 1802 wurde der Friede von Amiens unterzeichnet.<\/p>\n<p>Die Expedition startete mit fast 30\u2019000 Mann \u2013 fast 20\u2019000 von ihnen starben, darunter die Gener\u00e4le Kl\u00e9ber, Caffarelli du Falga, Bon und der Admiral Brueys. Frankreich verlor einen Gro\u00dfteil seiner Mittelmeerflotte, 11 Linienschiffen und 2 Fregatten sowie gro\u00dfe Mengen an Waffen und Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667365173917{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Juan Ricardo Cole: <i>Napoleon\u2019s Egypt: Invading the Middle East.<\/i> In deutscher \u00dcbersetzung 2010 unter dem Titel <i>Die Schlacht bei den Pyramiden: Napoleon erobert den Orient.<\/i> Theiss, Stuttgart 2010.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478712746-5-6a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478712746-5-6a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1808-1839<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9662\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366009770{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<div class=\"mw-mmv-image-wrapper\">\n<h6 class=\"mw-mmv-stripe-button-container\"><span class=\"mw-mmv-title\">Mahmud II. (nach Einf\u00fchrung seiner Kleiderreform von 1828)<\/span><\/h6>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366698118{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Sultan Mahmud II.<\/strong> (reg. 1808\u20131839) erreichte, was seinem Vorg\u00e4nger Selim III. nicht gelungen war: Er ordnete 1826 die Aufstellung eines neuen, modernen Armeekorps an. Erwartungsgem\u00e4\u00df revoltierten die Janitscharen, Mahmud nutzte jedoch seine neue Truppe, um in einem Massaker am 15. Juni 1826 das Janitscharenkorps, die einflussreichsten Reformgegner, gewaltsam abzuschaffen. Im gleichen Jahr ersetzte er die milit\u00e4risch bedeutungslos gewordene Sipahi-Truppe durch eine moderne Kavallerie. Die osmanische Armee wurde nach europ\u00e4ischem Vorbild reformiert und nun \u02bf<em>A\u1e63\u0101kir-i Man\u1e63\u016bre-i Mu\u1e25ammed\u012bye<\/em> (\u201eSiegreiche Armee Mohammeds\u201c) genannt, um dem Vorwurf des Glaubensabfalls entgegenzutreten, an dem der Reformversuch Selims gescheitert war. Unterst\u00fctzt von f\u00e4higen Beamten wie dem Milit\u00e4rreformer und Oberbefehlshaber <em>H\u00fcsrev Mehmed Pascha<\/em>, dem Hauptsekret\u00e4r der Hofkanzlei <em>Canip Mehmet Besim Efendi<\/em> und dem liberal gesinnten <em>Gro\u00dfwesir Mehmet Said Galip Pascha<\/em> setzte er seine Reformen durch. 1827 gr\u00fcndete Mahmud II. zun\u00e4chst eine medizinische Milit\u00e4rhochschule, 1834 nach dem Vorbild der franz\u00f6sischen Milit\u00e4rschule Saint-Cyr die Osmanische Milit\u00e4rakademie. Unterrichtssprache war Franz\u00f6sisch. Er ordnete die Verwaltung neu, indem er Ministerien nach europ\u00e4ischem Vorbild schuf. 1831 gr\u00fcndete er das erste Amtsblatt in osmanisch-t\u00fcrkischer Sprache. In den 1830er Jahren wurden die osmanischen Botschaften in Westeuropa wieder er\u00f6ffnet. Um im diplomatischen Austausch nicht mehr von griechischen Dolmetschern abh\u00e4ngig zu sein, wurde ein \u00dcbersetzungsb\u00fcro eingerichtet. Den politischen Einfluss der Zentralregierung auf die islamische Gelehrtenschaft st\u00e4rkte er, indem er dem obersten Religionsgelehrten den Status eines Staatsbeamten verlieh. Ein Ministerium f\u00fcr religi\u00f6se Stiftungen kontrollierte nun die Finanzen. Erwirtschaftete \u00dcbersch\u00fcsse mussten nun an den Staat abgef\u00fchrt werden.\n<p>Die Reformen Mahmuds II. lie\u00dfen im Reich eine neue Elite entstehen, die der Sprachen und politischen und gesellschaftlichen Br\u00e4uche Westeuropas kundig war. Der Einfluss der Religionsgelehrten wurde schrittweise vermindert und umgangen. Als der politische und wirtschaftliche Druck Europas sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts immer st\u00e4rker auszuwirken begann, waren es diese Menschen, die Mahmuds Reformen fortsetzten und eine neue Epoche im Osmanischen Reich mit einleiteten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667366799967{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Klaus Kreiser: <i>Das letzte osmanische Jahrhundert<\/i>. In: Klaus Kreiser, Christoph K. Neumann: <i>Kleine Geschichte der T\u00fcrkei<\/i>. Bonn 2005<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478713458-6-1a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478713458-6-1a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1876<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9663\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667367075350{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Abd\u00fclhamid II. war vom 31. August 1876 bis zum 27. April 1909 Sultan des Osmanischen Reiches. Er war der zweite Sohn des Sultans Abd\u00fclmecid I. und folgte seinem Bruder Murad V. nach dessen Absetzung auf den Thron.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667367727390{padding-top: 10px !important;}\u201c]Innenpolitisch brach Abd\u00fclhamid II. das konstitutionelle Experiment ab und regierte autokratisch. Im Hintergrund dieses Vorgehens stehen der Umstand, dass einerseits sein Onkel Abd\u00fclaziz durch einen Putsch hoher Beamter und Offiziere abgesetzt worden und unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden zu Tode gekommen war, und andererseits Russland die Einf\u00fchrung der Verfassung zum Anlass f\u00fcr ein milit\u00e4risches Eingreifen genommen hatte, das f\u00fcr das osmanische Reich desastr\u00f6s endete. Bei gro\u00dfen Gebieten, die nominell weiter zum Reich geh\u00f6rten (Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Ostrumelien, Zypern, \u00c4gypten, Tunis) war deren parlamentarische Vertretung in einem osmanischen Parlament politisch so gut wie ausgeschlossen. Der Reformer und kurzfristige Gro\u00dfwesir Midhat Pascha wurde unter Berufung auf Artikel 113 der von ihm initiierten Verfassung ins Exil geschickt und das Parlament geschlossen. Abd\u00fclhamids Regierungszeit war durch Despotie und Spitzelei gepr\u00e4gt. Als letzter Sultan seiner Dynastie regierte er als Alleinherrscher. Die osmanische Verfassung blieb aber formell weiterhin in Kraft und wurde, mit Ausnahme der Bestimmungen \u00fcber das osmanische Parlament, weiterhin angewandt.\n<p>In seine Regierungszeit fallen auch die Massaker an den Armeniern in den Jahren 1894-1896.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9abad3\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9abad3\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Die Massaker an den Armeniern von 1894 bis 1896 wurden durch die osmanische Regierung \u2013 namentlich von Sultan Abd\u00fclhamid II. \u2013 veranlasst. Die Massaker begannen in der Region Sason und wurden dann auf alle armenischen Siedlungsgebiete ausgeweitet. Die Zahl der Todesopfer lag zwischen 80\u2019000 und \u00fcber 300\u2019000. Mit Hilfe der lokalen muslimischen Bev\u00f6lkerung und der Hamidiye-Einheiten wurden zudem Deportationen und Pl\u00fcnderungen durchgef\u00fchrt und auch versucht, christliche Teile der Bev\u00f6lkerung zur Konversion zum Islam zu zwingen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zum Genozid des 20. Jahrhunderts handelte es sich noch nicht um einen Versuch, s\u00e4mtliche Armenier des Osmanischen Reiches zu vertreiben oder zu ermorden, stattdessen sollte die alte Ordnung der Dominanz der Moslems \u00fcber die Christen wiederhergestellt werden.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde der T\u00e4ter lagen in der \u00dcberzeugung, man k\u00f6nne die lang andauernde Schw\u00e4chung des Osmanischen Reiches durch eine Verwandlung in eine rein t\u00fcrkisch-islamische Bastion aufhalten, was unter anderem durch \u201egenozidal eingef\u00e4rbte Religiozide\u201c umgesetzt werden sollte.<\/p>\n<p>Obwohl sich die Massaker haupts\u00e4chlich gegen die Armenier richteten, wandelten sie sich zu allgemein antichristlichen Pogromen, wie bei dem Massaker von Diyarbak\u0131r. Die Osmanen unterdr\u00fcckten auch Revolten anderer Minderheiten, die h\u00e4rtesten Ma\u00dfnahmen richteten sich aber gegen die Armenier. Die Verantwortlichen des Osmanischen Reiches unterschieden dabei nicht zwischen nationalistischen Dissidenten und der armenischen Bev\u00f6lkerung in ihrer Gesamtheit. Die US-amerikanische Missionarin und Zeitzeugin Corinna Shattuck beschrieb das Massaker vom 28. Dezember 1895 in Urfa, bei dem von 4\u2019000 Opfern etwa 1\u2019500 in einer Kirche lebendig verbrannt wurden, in einem Brief von 1896 als \u201eein Massaker, das zu einem gro\u00dfen Holocaust wurde\u201c.<\/p>\n<p>Die Vorg\u00e4nge fanden in Westeuropa und den Vereinigten Staaten durchaus aktuelle Aufmerksamkeit, so berichtete die New York Times am 10. September 1895 unter der Schlagzeile \u201eEin weiterer Armenischer Holocaust\u201c. William Mitchell Ramsay beschrieb 1897 ausf\u00fchrlich das Massaker und schloss: \u201eDie Armenier werden mit allerh\u00f6chster Wahrscheinlichkeit ausgerottet werden, soweit sie nicht in andere L\u00e4nder entkommen k\u00f6nnen\u201c. Sowohl in Europa wie auch in Amerika emp\u00f6rte man sich, sah der Verfolgung aber letztendlich tatenlos zu.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667368019413{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Ferenc Majoros, Bernd Rill: <em>Das Osmanische Reich 1300\u20131922. Die Geschichte einer Gro\u00dfmacht.<\/em> Marix, Wiesbaden 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478714217-7-0a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478714217-7-0a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4072 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1914-1918<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9664\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667369053258{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Mehmed V., vorletzter Sultan des Osmanischen Reichs, flankiert von seinen Weltkriegsverb\u00fcndeten: Kaiser Wilhlem II. und Kaiser Franz Josef I.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667369221646{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<p><strong>Mehmed V. Re\u015fad \u2013 auch Mohammed V.<\/strong>\u00a0 war ein Sohn Abd\u00fclmecids I., seine Mutter war G\u00fclcemal Kad\u0131n Efendi. Ihm wurden Ambitionen auf den Thron nachgesagt, so dass sein regierender Bruder Abd\u00fclhamid II. ihn von der \u00d6ffentlichkeit und der politischen Macht abzuschotten versuchte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierung seines Bruders Abd\u00fclhamid II. war Mehmed Re\u015fad politischer Gefangener. Er lebte 45 Jahre in strengem Gewahrsam in seinem im n\u00f6rdlichen Istanbul auf der europ\u00e4ischen Seite gelegenen Konak Sindschirli Kuju (deutsch Sindschirli Kuju-Palast). Diese lange Gefangenschaft hatte die physischen und geistigen Kr\u00e4fte Mehmed Re\u015fads gebrochen, so dass er zur Zeit der Absetzung seines Bruders ein apathischer, siecher, zu jedweder Arbeit unf\u00e4higer Greis war. Eben deshalb jedoch war er f\u00fcr die Jungt\u00fcrken, welche selbst regieren und durch den Monarchen nicht beeintr\u00e4chtigt werden wollten, ein erw\u00fcnschter Thronkandidat. Im Sommer 1908 wurde Abd\u00fclhamid von den Jungt\u00fcrken dazu gezwungen, die osmanische Verfassung von 1876 in Kraft zu setzen und die eigene Macht zu begrenzen. Als der Sultan im folgenden Jahr dies wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen versuchte, setzten die Jungt\u00fcrken ihn am 27. April 1909 endg\u00fcltig ab und ersetzten ihn durch Mehmed, der im Alter von 64 Jahren Sultan und Kalif wurde.<\/p>\n<p>Dessen Regierungszeit war durch R\u00fcckschl\u00e4ge f\u00fcr das Osmanische Reich und der Manifestation des Begriffes des \u201ekranken Mannes am Bosporus\u201c gekennzeichnet. Am Anfang seiner Herrschaft musste er die \u00f6sterreichische Annexion Bosniens und der Herzegowina sowie die Unabh\u00e4ngigkeit Bulgariens anerkennen. Die letzten nordafrikanischen Besitzungen westlich von \u00c4gypten verlor er bis 1912 an Italien. \u00c4gypten selbst stand nur noch formell unter osmanischer Herrschaft und wurde de facto von den Briten kontrolliert. Es folgten Aufst\u00e4nde in Albanien und die beiden Balkankriege 1912 und 1913, die die osmanische Herrschaft dort beendeten. Kurz darauf gelang es Mehmed V., ein kleineres Gebiet um Adrianopel zur\u00fcckzuerobern und 1914 mit dem Russischen Reich per Vertrag den Grenzverlauf in Armenien friedlich festzulegen.<\/p>\n<p>Am 2. August 1914 schloss Mehmed V. ein Defensivb\u00fcndnis mit dem Deutschen Reich gegen Russland. Er versuchte zun\u00e4chst, im beginnenden Ersten Weltkrieg neutral zu bleiben; auf Druck der Jungt\u00fcrken trat er Anfang Oktober 1914 in den Krieg aufseiten der Mittelm\u00e4chte ein und ernannte Enver Pascha zum Kriegsminister. Nach dem Verlust Zyperns und \u00c4gyptens gelang es Mehmed V., eine stabile Defensive gegen die Briten am Suezkanal und im Irak aufzubauen. Russland eroberte zwar Armenien, doch wurde dies sp\u00e4ter im Frieden von Brest-Litowsk wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. In der letzten Phase des Krieges gingen schlie\u00dflich Syrien, Pal\u00e4stina und das Zweistromland verloren.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9abb2a\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9abb2a\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Am 1. Februar 1916 wurde Mehmed V. zum Generalfeldmarschall des Deutschen Reichs ernannt und am 19. Mai 1918 \u2013 im Zuge eines Staatsbesuchs Kaiser Karls I. in Istanbul \u2013 zum Feldmarschall \u00d6sterreich-Ungarns.<\/p>\n<p>Mehmed V. starb am 3. Juli 1918 im Alter von 73 Jahren, vier Monate vor dem Ende des Ersten Weltkrieges. Laut Arztbericht hatte er zun\u00e4chst eine Woche lang leichte Verdauungsbeschwerden, ab 25. Juni aber heftiges Fieber \u2013 beides typische Symptome der Spanischen Grippe, die damals in Europa w\u00fctete. Das Fieber mit zuletzt 39,5 \u00b0C versch\u00e4rfte die schon vorher vorhandene Zuckerkrankheit.[1] Den Untergang des Osmanischen Reiches erlebte er nicht mehr. Als (letzter) Sultan und Kalif folgte ihm sein Halbbruder Mehmed VI.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Teil seines Lebens verbrachte Mehmed V. im Dolmabah\u00e7e-Palast und Y\u0131ld\u0131z-Palast in Konstantinopel. Sein Grab befindet sich im historischen Ey\u00fcp-Viertel der Stadt.<\/p>\n<p>Er hinterlie\u00df zwei S\u00f6hne: Prinz Mehmed Ziyaeddin (1873\u20131938) und Prinz \u00d6mer Hilmi (1886\u20131935). Seine einzige Tochter, Prinzessin Refia (* 1888), starb bereits als S\u00e4ugling. Ein weiterer Sohn, Prinz Mehmed Necmeddin (1878\u20131913) starb vor seinem Vater. Er war Sohn von D\u00fcrridem Kad\u0131n Efend\u0131 gewesen, die in Kars geboren und georgischer Herkunft war. Sie war damals die zweite Frau, wurde aber im Jahre 1887 geschieden, und die Konkubine Mihrengiz nahm ihren Platz als zweite Frau ein.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596526946981{padding-top: 10px !important;}\u201c]I am text block. Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. 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November 1938 in Istanbul), auch als <em>Mustafa Kemal Atat\u00fcrk<\/em> bezeichnet, war der Begr\u00fcnder der Republik T\u00fcrkei und von 1923 bis 1938 erster Pr\u00e4sident der nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen modernen Republik.\n<p>Seine Verdienste als Offizier bei der Verteidigung der Halbinsel Gallipoli 1915 gegen alliierte Truppen, welche die Dardanellen unter ihre Kontrolle bringen wollten, und ab 1921 der Abwehrkampf gegen die nach Anatolien vorgedrungenen Griechen lie\u00dfen ihn zur Symbolfigur t\u00fcrkischen Selbstbehauptungswillens und Nationalbewusstseins werden. Als Machtpolitiker, der die Modernisierung seines Landes nach westlichem Vorbild beharrlich vorantrieb, schuf er mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit weitreichenden gesellschaftlichen Reformen einen in dieser Form einmaligen Staatstypus. Darauf beruhen \u2013 trotz teilweiser Kontroversen \u00fcber sein Wirken \u2013 die personenkultartige Verehrung, die ihm in der T\u00fcrkei bis heute entgegengebracht wird, und die Unangefochtenheit des ihm 1934 vom t\u00fcrkischen Parlament verliehenen Nachnamens Atat\u00fcrk (Vater der T\u00fcrken).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667541405631{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Johannes Glasneck: <i>Die Rolle der Pers\u00f6nlichkeit Kemal Atat\u00fcrks im nationalen Befreiungskampf der V\u00f6lker des Nahen Ostens<\/i>. Akademie-Verlag, Berlin 1983. Neuauflage: <i>Kemal Atat\u00fcrk und die moderne T\u00fcrkei<\/i>. Ahriman-Verlag, Freiburg 2010.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cpeter-1-serbien\u201c][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Peter I. von Serbien und der Balkan \u2013 das Pulverfass an der Schnittstelle zwischen Orient und Okzident<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6864\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1596474288020{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h3>Im Fadenkreuz der M\u00e4chte\u00a0 und im kreuzfeuer der historiker<\/h3>\n<p>Seit Jahrhunderten steht der Balkan im Visier dreier M\u00e4chte und dreier Konfessionen; der katholischen habsburgischen Doppelmonarchie, des orthodoxen Russland und der islamischen T\u00fcrkei. Ihre nie endg\u00fcltig gel\u00f6sten Interessenskonflikte spielen bis auf den heutigen Tag eine Rolle und bed\u00fcrfen der dauerhaften, internationalen sowohl politisch als auch milit\u00e4rischen Beobachtung.<\/p>\n<p>Der Begriff \u201eBalkan\u201c wird in Westeuropa im Hinblick auf Konnotationen wie Zersplitterung, Konflikttr\u00e4chtigkeit (\u201ePulverfass Europas\u201c), R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, Korruption und \u00fcberm\u00e4\u00dfige Emotionalit\u00e4t oft abwertend gebraucht. <em>Metternich <\/em>meinte, der Balkan beginne schon am Rennweg in Wien-Landstra\u00dfe. <em>Bismarck <\/em>wird der Spruch nachgesagt, der Balkan sei \u201enicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert\u201c. <em>Winston Churchill <\/em>bezeichnete den Balkan, als sich dieser nach dem deutschen Balkanfeldzug 1941 in der Hand des Dritten Reiches befand, als \u201eEuropas weichen Unterleib\u201c. Diese wenig schmeichelhaften Beurteilungen, die inhaltlich eigentlich deckungsgleich sind basieren letztlich alle auf dem Umstand, dass durch die s\u00fcdosteurop\u00e4ischen L\u00e4nder \u2013 um den Begriff der \u201eBalkanstaaten\u201c bewusst zu vermeiden \u2013 seit Menschengedenken eine Grenze verlief, die den heute damit verstandenen Begriff einer Staatsgrenze bei weitem \u00fcbertrifft. Am Prellbock der \u201emorgen- und abendl\u00e4ndischen Kultur\u201c musste es zu fortlaufenden Reibereien kommen, die offensichtlich bis auf den heutigen Tag nicht abschliessend ausgetragen sind.<\/p>\n<p>Die Gesschichte dieses Konglomerats an Ethnien, Religionen und Wertvorstellungen ist \u00e4usserst komplex und deren Darstellung wird bis auf den heutigen Tag von der Auseinandersetzung mit der eigentlichen Deutungshoheit gepr\u00e4gt. Serbische Historiker \u2013 und Politiker werden die Vergangenheit der Region immer anderst beurteilen, als dies ihre t\u00fcrkischen, bosnischen, herzegowinischen, albanischen, kosowarischen oder kroatischen Berufskollegen tun und auch diese sind sich untereinander oft uneinig. Aber auch \u201eaus der Ferne\u201c betrachtet beurteilen Historiker aus dem \u201eWesten\u201c dies ebenso different, wie jene aus dem \u201erussischen Einzugsgebiet\u201c. <\/p><div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac811\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac811\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Wie unterschiedlich die tradierte Geschichte interpretiert wird und entsprechende Emotionen zu wecken mag, kann m\u00f6glicherweise anhand eines \u2013 sicherlich \u00fcberspitzten und auf dem Balkan als Witz erz\u00e4hlten \u2013 Sachverhalts aufgezeigt werden. 1953 ver\u00f6ffentlichte Ivo Andri\u0107 (1892- 1975 seinen historischen Roman \u201eDie Br\u00fccke \u00fcber die Drina\u201c, f\u00fcr welchen er 1961 mit dem Nobelpreis f\u00fcr Literatur ausgezeichnet wurde. Das Werk fand entsprechende Aufmerksamkeit und Verbreitung.<\/p>\n<p>Der Roman umfasst vier Jahrhunderte einer Chronik dieser Region, zun\u00e4chst unter osmanischer und sp\u00e4ter unter \u00f6sterreichisch-ungarischer Herrschaft und erz\u00e4hlt vom Zusammenleben der Nationen und Religionen in der Gegend von Vi\u0161egrad vor dem Hintergrund der Br\u00fccke und der dazugeh\u00f6rigen Karawanserei und des Flusses Drina. Die Handlung setzt ein zur Zeit der Geburt des sp\u00e4teren Gro\u00dfwesirs Sokollu Mehmed Pascha in Rudo 1506, erz\u00e4hlt vom auf dessen Veranlassung erfolgten Bau der Br\u00fccke als Verbindung zwischen dem osmanischen Kernland und dem sp\u00e4teren Bosnien und Herzegowina. Andri\u0107 zeichnet die Welt der Menschen an und auf der Br\u00fccke, auf deren Mitte Bosnier und T\u00fcrken, Christen und Muslime, Orient und Okzident aufeinandertreffen. Er erz\u00e4hlt von der Krise des Reiches, der \u00dcbernahme Bosniens durch \u00d6sterreich-Ungarn nach dem Berliner Kongress, dem Aufstieg des Nationalismus und den Krisen und Kriegen bis ins 20. Jahrhundert. Das Buch endet mit der Sprengung der Br\u00fccke durch die sich vor den Serben zur\u00fcckziehende \u00f6sterreichische Armee, als die Drina im Ersten Weltkrieg zur Frontlinie wurde.<\/p>\n<p>Auf die oft seitens westlicher Besucher an Bewohner Bosniens gestellte Frage \u2013 und so beginnt der Witz \u2013 ob er dann das Buch von Andri\u0107 gelesen habe, beantwortet er diese Frage anhand nachfolgender Geschichte: \u201eEin westlicher Ausl\u00e4nder ist in Bosnien herumgereist, ist zu den Serben, zu den Muslimen und den Kroaten gegangen und hat sich bei allen als Intimfreund Ivo Andri\u0107\u2018 und als Bewunderer seiner schriftstellerischen Leistung vorgestellt. Dreimal, von allen drei Konfessionsgruppen, ist er daraufhin verpr\u00fcgelt worden\u201c. (Zitiert nach Scholl-Latour, im Fadenkreuz der M\u00e4chte, Gespenster am Balkan,1994, S.13)<\/p>\n<p>Diese Anektote vermittelt die Problematik ja die Unm\u00f6glichkeit, es allen recht zu machen und wer sich mit der Geschichte der Balkanstaaten besch\u00e4ftigt, l\u00e4uft zwangsl\u00e4ufig Gefahr mit inhaltlich entgegnenden oder zumindest relativierenden Kommentaren konfrontiert zu werden.<\/p>\n<div class=\"thumb tleft\">\n<div class=\"thumbinner\">\n<div><\/div><\/div><\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"thumbcaption\"><\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"thumb tright\">\n<div class=\"thumbinner\"><\/div>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h3>Das Spannungsfeld \u00d6sterreich \u2013 Bosnien \u2013 SERBIEN<\/h3>\n<p>Das zum Verst\u00e4ndnis der Spannungen zwischen Belgrad, Wien und St. Petersburg im Vorfeld des Ersten Weltkrieges notwendige Wissen befreit den Autor dieser Zeilen von der Aufgabe der Abfassung einer historischen Gesamtdarstellung. Die heute urs\u00e4chlichen Spannung basieren auch auf den nachfolgenden Kriegen des 20. Jahrhunderts und wenn man sich zur Aussage verleiten l\u00e4sst, dass der Erste Weltkrieg ein Krieg der <em>Urgossv\u00e4ter<\/em>, der Zweite jener der <em>Grossv\u00e4ter <\/em>war und der Jugoslawienkrieg (1991-1999) dann durch die <em>V\u00e4ter und<\/em> deren <em>S\u00f6hne<\/em> ausgetragen wurde, impliziert dies, dass ertragene Repressionen im vorangehenden Konflikt immer auch von Tatbestand der Revanche oder Rache befeuert wurden \u2013 und wohl auch weiter werden.<\/p>\n<p>Im Folgenden liegt der Fokus also auf der Entwicklung der relevanten Situation in Serbien und Bosnien. Diese beginnt, wen wunderts, mit dem Grossen T\u00fcrkenkrieg (1683-1699) der Heiligen Liga gegen das Osmanische Reich und den legend\u00e4ren Erfolgen des Prinzen Eugen von Savoyen als \u00f6sterreichischer Feldherr. Das Osmanische Reich musste grosse Gebietsabtretungen verkraften und \u00d6sterreich stieg zur Grossmacht auf. Allerdings w\u00fcrde es den Rahmen sprengen, die Beziehung des Hauses Habsburg zu den Balkangebieten ab Ende des 17. Jahrhunderts aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Von Bedeutung war die Etablierung einer eigentlichen Verteidigungslinie entlang der neuen Grenzen des Osmanischen Reiches, welche als <strong>Milit\u00e4rgrenze<\/strong> in die Geschichte einging.Zur Zeit ihrer gr\u00f6\u00dften Ausdehnung im Jahre 1850 umfasste die Milit\u00e4rgrenze ein Gebiet von 50.000 Quadratkilometern und erstreckte sich zuletzt \u00fcber eine L\u00e4nge von 1850 km.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ac822\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ac822\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>Orgnaisatorisch bestand diese Zone aus den vier Generalfkommanden der Kroatischen (1538\u20131878), Slawonischen (1702\u20131878) sowie Banater (1742\u20131872) und Siebenb\u00fcrger Grenze (1764\u20131851) mit den dazugeh\u00f6rigen Grenzregimentern.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung der Milit\u00e4rgrenze setzte sich gr\u00f6\u00dftenteils aus Serben, Kroaten, Rum\u00e4nen und anderen orthodoxen Christen zusammen. Einen anderen Teil der Bev\u00f6lkerung stellten Deutsche und Ungarn, dar\u00fcber hinaus Walachen, Bulgaren, Morlaken, Albaner, Mazedonier, Bosniaken, Montenegriner und Slowenen.<\/p>\n<p>In der Milit\u00e4rgrenze siedelten in erster Linie Serben und Kroaten. Sie waren von Abgaben befreit, lebten im Verband der Gro\u00dffamilie und leisteten Wach- und Kriegsdienste. Erst nach der Aufl\u00f6sung der Milit\u00e4rgrenze kam es auch hier zur Ansiedlung deutschsprachiger Siedler.<\/p>\n<p>Als Ausgleich f\u00fcr die Wehrpflicht gab es f\u00fcr die Grenzer die Privilegien der Steuer- sowie der Religionsfreiheit. Die Zivilbeh\u00f6rden waren an Weisungen des Milit\u00e4rkommandanten gebunden, der direkt dem Herrscher unterstellt war. Die allgemeine Schulpflicht gab es hier erst ab 1826, nachdem sie in Zivilkroatien bereits 1774 durch Maria Theresia eingef\u00fchrt worden war.<\/p>\n<\/div><\/div>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6795\u2033 img_size=\u201cfull\u201c onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die nach den Grossen T\u00fcrkenkriege etablierte Milit\u00e4rgrenze mit den vier Kommandobereichen Kroatien, Slawonien, Banat und Siebenb\u00fcrgen. Darstellung aus Scholl-Latour, Im Fadenkreuz der M\u00e4chte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column][vc_column_text]Neben zahlreichen, lokal bedeutenden Schl\u00fcsselereignisse dr\u00e4ngen sich zwei Kongresse auf, anl\u00e4sslich welchen die Zukunft S\u00fcd\u00f6steuropas festgelegt werden sollte. Der Wiener Kongress 1814\/15 und der Berliner Kongress von 1878. Der <b>Berliner Kongress<\/b> war eine Versammlung von Vertretern der europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte: Deutsches Reich, \u00d6sterreich-Ungarn, Frankreich, Vereinigtes K\u00f6nigreich, Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches, auf der die Balkankrise von 1875-1878 beendet und eine neue Friedensordnung f\u00fcr S\u00fcdosteuropa ausgehandelt wurde.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6802\u2033 img_size=\u201cfull\u201c onclick=\u201clink_image\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text]\n<h6><i>Berliner Kongress<\/i> (\u00d6lgem\u00e4lde von Anton von Werner, 1881, 3,60\u00a0\u00d7\u00a06,15\u00a0m f\u00fcr das Rote Rathaus in Berlin). Abgebildet (v.\u00a0l.\u00a0n.\u00a0r.): von Haymerle, K\u00e1rolyi, de Launay, Gortschakow (sitzend), Waddington, Disraeli, von Radowitz, zu Hohenlohe-Schillingsf\u00fcrst, Corti, Graf de Mouy<sup id=\"cite_ref-1\" class=\"reference\">[<\/sup> (halb verdeckt), d\u2019Oubril (sitzend), de Saint-Vallier (verdeckend), Desprez, Andr\u00e1ssy, Bucher, Otto von Bismarck, von Holstein, Busch, Herbert von Bismarck, Schuwalow, Sadullah Bey, Russell, von B\u00fclow, Salisbury, Carath\u00e9odori und Mehmed Ali Pascha, Bild aus: Wikipedia.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6796\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294432787{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Balkanl\u00e4nder w\u00e4hrend der Zeit vom Wiener Kongress (1815) bis zum Berliner Kongress (1878); Abbildung aus Putzger, Historischer Weltatlas, Schweizer Ausgabe, 2004.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_single_image image=\u201c6797\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294443883{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Balkanl\u00e4nder w\u00e4hrend der Zeit vom\u00a0 Berliner Kongress (1878) bis Anfang des Ersten Weltkriegs (1915); Abbildung aus Putzger, Historischer Weltatlas, Schweizer Ausgabe, 2004.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">TIMELINE X: SERBIEN WIRD UNABH\u00c4NGIG, BOSNIEN WIRD BESETZT<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-6278\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-4707\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1667623524921-7-9\" id=\"1667623524921-7-9\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1804<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1667623578855-8-3\" id=\"1667623578855-8-3\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1804-1813<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796564023-6f220-0d1f\" id=\"1595796564023-6f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;; 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 \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1882<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796878134-3-7f220-0d1f\" id=\"1595796878134-3-7f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1908<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796878958-4-9f220-0d1f\" id=\"1595796878958-4-9f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">1912\/1913<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796879765-5-4f220-0d1f\" id=\"1595796879765-5-4f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">28.06.1914<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-right-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1595796880525-6-10f220-0d1f\" id=\"1595796880525-6-10f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;  \" class=\"ult_a \">\n\t\t\t\t\t   <span class=\"ult_tab_main  Both \">\n\t\t\t\t\t    <span class=\"ult_tab_section\">\n\t\t\t\t\t  \t\t<span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult-responsive\" style=\"\">Juli 1914<\/span>\n\t\t\t\t\t\t   \t<span class=\"aio-icon none ult_tab_iconright\" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\">\n\t\t\t\t\t\t   \t<i class=\"   ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t\t   <\/span>\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <\/span>\n\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/li><\/ul><div data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-desc-wrap-6278 .ult_tabcontent .ult_tab_min_contain  p\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult_tabcontent ult-responsive style1\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\"><div class=\"ult_tab_min_contain \">\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9749\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667623981352{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die fr\u00fche, bis heute andauernde Bindung Serbiens an das russische Reich (oder deren Nachfolgestaaten) basiert auf dem Vertrag von 1804. Darstellung: Accola<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624041592{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>russische Schirmherrschaft<\/strong> gegen\u00fcber Serbien garantiert deren Unterst\u00fctzung im Kriegsfall. Im Fokus stand der Erste serbische Aufstand gegen die osmanische Beherrschung des Balkans und St\u00e4rkung der chritlich-orthodoxen, slawischen Kultur auf dem Balkan.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624080487{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Litearatur:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6503\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624231317{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>\u0110or\u0111e Petrovi\u0107 Kara\u0111or\u0111e, der \u201cSchwarze \u0110or\u0111e\u201d: Anf\u00fchrer des Ersten Serbischen Aufstands, Bild: Vladimir Borovikovsky, 1816; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624280806{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Erste Serbische Aufstand<\/strong> von 1804 bis 1813 war die erste national- und sozialrevolution\u00e4re Erhebung w\u00e4hrend der Serbischen Revolution, in deren Folge sich Serbien vollst\u00e4ndig vom Osmanischen Reich emanzipierte und nachfolgend als Nationalstaat etablierte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624332259{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6809\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636386571{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Milo\u0161 Obrenovi\u0107, 1848, Prinz von Serbien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345022986{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Zweite Serbische Aufstand<\/b>\u00a0 von 1815 bis 1817 war die zweite Phase der nationalrevolution\u00e4ren Erhebung der Serben gegen das Osmanische Reich, welche kurz nach der erneuten Annexion Serbiens durch das Osmanische Reich ausbrach. Der Aufstand f\u00fchrte schlie\u00dflich zur begrenzten Unabh\u00e4ngigkeit Serbiens. Das <strong>F\u00fcrstentum Serbien<\/strong><strong>,<\/strong> wie es genannt wurde, wurde von seinem eigenen Parlament in der neuen Hauptstadt Belgrad regiert, hatte seine eigene Verfassung und eine k\u00f6nigliche Dynastie.\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636492023{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6812\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636678355{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Gefecht bei Jaice am 7. August 1878<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345358451{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im <b>Okkupationsfeldzug<\/b> von 1878 besetzte \u00d6sterreich-Ungarn die ihm im Berliner Kongress zur Verwaltung zugesprochenen osmanischen Provinzen Bosnien und Herzegowina. Dabei kam es zum bewaffneten Widerstand vor allem durch die muslimische Bev\u00f6lkerung.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636778722{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Gesellschaft f\u00fcr \u00f6sterreichische Heereskunde (Hrsg.):<em> Milit\u00e4rische Friedensmission \u00d6sterreich-Ungarns im Auftrag der europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte 1878\/79<\/em>. Teil 1 der dreiteiligen Reihe: Pulverfass Balkan, Bosnien Herzegowina (= Militaria austriaca, Nr. 11\/1992), Fritz H. Baer (Bearbeiter), St\u00f6hr, Wien 1992<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6810\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637165825{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Peter I<\/strong>. war von 1903 bis 1918 K\u00f6nig der Serben und ab 1918 bis zu seinem Tod K\u00f6nig der Serben, Kroaten und Slowenen. Er stammte aus dem Haus Kara\u0111or\u0111evi\u0107 und erhielt den Beinamen Petar Oslobodilac (der Befreier).<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345846762{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das <b>K\u00f6nigreich Serbien<\/b>\u00a0 war ein Staat auf dem Balkan, der sich aus dem F\u00fcrstentum Serbien entwickelte und 1878 beim Berliner Kongress selbstst\u00e4ndig wurde. <strong>1882 wurde Serbien zum K\u00f6nigreich<\/strong>. Der Staat existierte bis 1918 und ging dann im K\u00f6nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen (dem sp\u00e4teren Jugoslawien) auf. Zun\u00e4chst in festen H\u00e4nden des Hauses <b>Obrenovi\u0107, <\/b>die bereits als F\u00fcrsten Serbiens in Amt und W\u00fcrde waren, wechselte der serbische Thron 1903 in die Dynastie des Hauses<b> Kara\u0111or\u0111evi\u0107.<\/b>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637247958{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6813\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637412695{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Franz\u00f6sische Karikatur im Oktober 1908: Sultan Abd\u00fclhamid II. sieht hilflos zu, wie Kaiser Franz Joseph Bosnien-Herzegowina und Zar Ferdinand Bulgarien aus dem Osmanischen Reich herausrei\u00dfen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596346242537{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Bosnische Annexionskrise<\/b> oder einfach nur als <b>Bosnische Krise<\/b> bezeichnet man die Krise, welche auf die <strong>Annexion <\/strong>der bis dahin v\u00f6lkerrechtlich zum Osmanischen Reich geh\u00f6rigen Gebiete von Bosnien und Herzegowina durch <strong>\u00d6sterreich-Ungarn <\/strong>im Jahr 1908 folgte. Am 16. September 1908 verabredeten der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister Alois Lexa Freiherr von Aehrenthal und der russische Au\u00dfenminister Alexander Petrowitsch Iswolski auf, dass \u00d6sterreich Bosnien und Herzegowina erwerben k\u00f6nne, Russland im Gegenzug das Einverst\u00e4ndnis \u00d6sterreich-Ungarns mit der freien Durchfahrt russischer Kriegsschiffe durch den Bosporus und die Dardanellen erhalten sollte.\n<p>Im Verlauf der Krise 1908 schlug Generalstabschef Franz Conrad von H\u00f6tzendorf mehrmals vor, bei der Gelegenheit auch Serbien zu erobern. Montenegro sollte ebenfalls ausgeschaltet werden oder wenigstens eine \u201eEinengung\u201c erfahren. Die S\u00fcdslawen sollten einen Komplex im Rahmen der Monarchie bilden und dem Habsburgerreich, wie Bayern dem Deutschen Reich, untergeordnet werden. Weiters strebte er damals die Gewinnung Albaniens, des westlichen Makedoniens und Montenegros an, mit dem strategischen Ziel, Saloniki als \u00f6sterreichische Bastion an der \u00c4g\u00e4is zu etablieren. <strong>Sein imperialistisches Ziel war die Vereinigung aller West- und S\u00fcdslawen unter \u00f6sterreichischer Herrschaft<\/strong>, was er mit der missionarischen Idee einer St\u00e4rkung der christlichen Kultur rechtfertigte.<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"><\/sup>Diese Pl\u00e4ne wurden von Au\u00dfenminister Alois Lexa von Aehrenthal zur\u00fcckgewiesen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637520560{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Karl Adam: Gro\u00dfbritanniens Balkandilemma. Die britische Balkanpolitik von der bosnischen Krise bis zu den Balkankriegen 1908\u20131913. Hamburg 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6814\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638179713{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>MIlit\u00e4rischer Verlauf des Ersten Balkankrieges (1912); Ausschnitt aus der Darstellung auf Wikipedia unter dem entsprechenden Suchbegriff.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596347164003{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Balkankriege<\/b> waren zwei Kriege der Staaten der Balkanhalbinsel in den Jahren 1912 und 1913 im Vorfeld des Ersten Weltkriegs. Als Folge wurde das Osmanische Reich in Europa bis in die heutigen Grenzen der T\u00fcrkei verdr\u00e4ngt und musste gro\u00dfe Gebiete an die Nachbarl\u00e4nder abtreten.\n<p>Die Balkankriege waren Wegbereiter f\u00fcr den Eintritt der s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Staaten in den Ersten Weltkrieg. Das Osmanische Reich trat ebenso wie das auf dem Balkan isolierte Bulgarien an der Seite der Mittelm\u00e4chte in den Krieg ein. Beide M\u00e4chte strebten eine Revision der neu gezogenen Grenzen an.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Leitbild der \u201epolitischen Kriege\u201c, das zu dieser Zeit in Europa herrschte, waren die Balkankriege von einem hohen Ma\u00df an ethnisch begr\u00fcndeter Gewalt gepr\u00e4gt. Alle Seiten ermordeten und vertrieben zahlreiche Zivilisten der jeweils anderen V\u00f6lker. Der <strong>Frieden von Konstantinopel von 1913<\/strong> gilt als der erste Friedensvertrag der Geschichte, der einen geplanten Bev\u00f6lkerungsaustausch zwischen den Vertragspartnern mit dem Ziel einer ethnischen Entmischung vorsah. Im Fr\u00fchsommer 1914 folgte ein \u00e4hnliches Abkommen zwischen Griechenland und dem Osmanischen Reich, das wegen des beginnenden Ersten Weltkrieges jedoch kaum umgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Die Balkankriege und der folgende Erste Weltkrieg vergifteten f\u00fcr Jahrzehnte die Beziehungen zwischen den Balkanv\u00f6lkern.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638292998{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Katrin Boeckh: <i>Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. Kleinstaatenpolitik und ethnische Selbstbestimmung am Balkan<\/i>. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 1996<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6811\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638433553{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Einschussloch im \u201eWagen von Sarajewo\u201c, zu sehen im Heeresgeschtlichen Museum Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638553398{padding-top: 10px !important;}\u201c]Anl\u00e4sslich einer Inspektionsreise bei den bosnischen Truppen erliegt das \u00f6sterreichische Thronfolgerpaar in Serbien einem Anschlag. Das von der serbischen Geheimgesellschaft \u201eSchwarze Hand\u201c geplante Attentat in der bosnischen Hauptstadt l\u00f6ste die Julikrise aus, die schlie\u00dflich zum Ersten Weltkrieg f\u00fchrte. Mehr dazu unter der Seite: <a href=\"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/1914-1918-der-vorabend\/#hintergrund-vorabend-attentat\">Der Vorabend des Ersten Weltkriegs.<\/a>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639036581{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Christian Ortner, Thomas Ilming: <i>Das Auto von Sarajevo. Der geschichtstr\u00e4chtigste Oldtimer der Welt<\/i>, Verlag Edition Winkler-Hermaden, Wien 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c6815\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639469609{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Im Nachgang an das \u00f6sterreichische Ultimatum an Serbien drehen die M\u00fchlen der Diplomatie.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596348559752{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Julikrise<\/b> war die Zuspitzung der Konfliktlage zwischen den f\u00fcnf europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chten sowie Serbien, die auf die Ermordung des \u00f6sterreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 folgte und zum Ersten Weltkrieg f\u00fchrte. Bis heute werden die Motive und Handlungsweisen aller beteiligten M\u00e4chte, Politiker und Diplomaten sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch unter Historikern kontrovers diskutiert.\n<p>Das dem serbischen K\u00f6nig gegen\u00fcber durch \u00d6sterreich gestellte Ultimatum war, da sind sich die Historiker hingegen einig, derart formuliert, dass ein souver\u00e4ner Staat auf derartige Forderungen nicht eintreten konnte.<\/p>\n<p>Am<strong> 28. Juli 1914<\/strong> richtete sich der greise Kaiser Franz Josef \u201eAn seine V\u00f6lker\u201c und erkl\u00e4rte Serbien den Krieg. Mehr dazu und zur Juikrise: weiter unten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639643069{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Christopher Clark: <i>The Sleepwalkers. How Europe went to War in 1914.<\/i> Allen Lane, London u. a. 2012,\u00a0 Deutsch: <i>Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. <\/i>Gerd Krumeich: <i>Juli 1914. Eine Bilanz. Sch\u00f6ningh, Paderborn 2013.<br>\n<\/i><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-6278\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1667623524921-7-9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1667623524921-7-9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1804<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9749\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667623981352{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die fr\u00fche, bis heute andauernde Bindung Serbiens an das russische Reich (oder deren Nachfolgestaaten) basiert auf dem Vertrag von 1804. Darstellung: Accola<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624041592{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <strong>russische Schirmherrschaft<\/strong> gegen\u00fcber Serbien garantiert deren Unterst\u00fctzung im Kriegsfall. Im Fokus stand der Erste serbische Aufstand gegen die osmanische Beherrschung des Balkans und St\u00e4rkung der chritlich-orthodoxen, slawischen Kultur auf dem Balkan.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624080487{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Litearatur:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1667623578855-8-3\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1667623578855-8-3\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1804-1813<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6503\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624231317{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>\u0110or\u0111e Petrovi\u0107 Kara\u0111or\u0111e, der \u201cSchwarze \u0110or\u0111e\u201d: Anf\u00fchrer des Ersten Serbischen Aufstands, Bild: Vladimir Borovikovsky, 1816; Digital: Wikipedia<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624280806{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Erste Serbische Aufstand<\/strong> von 1804 bis 1813 war die erste national- und sozialrevolution\u00e4re Erhebung w\u00e4hrend der Serbischen Revolution, in deren Folge sich Serbien vollst\u00e4ndig vom Osmanischen Reich emanzipierte und nachfolgend als Nationalstaat etablierte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667624332259{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796564023-6f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796564023-6f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1817<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6809\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636386571{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Milo\u0161 Obrenovi\u0107, 1848, Prinz von Serbien<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345022986{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <b>Zweite Serbische Aufstand<\/b>\u00a0 von 1815 bis 1817 war die zweite Phase der nationalrevolution\u00e4ren Erhebung der Serben gegen das Osmanische Reich, welche kurz nach der erneuten Annexion Serbiens durch das Osmanische Reich ausbrach. Der Aufstand f\u00fchrte schlie\u00dflich zur begrenzten Unabh\u00e4ngigkeit Serbiens. Das <strong>F\u00fcrstentum Serbien<\/strong><strong>,<\/strong> wie es genannt wurde, wurde von seinem eigenen Parlament in der neuen Hauptstadt Belgrad regiert, hatte seine eigene Verfassung und eine k\u00f6nigliche Dynastie.\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636492023{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796564053-4f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796564053-4f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1878<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6812\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636678355{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Gefecht bei Jaice am 7. August 1878<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345358451{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im <b>Okkupationsfeldzug<\/b> von 1878 besetzte \u00d6sterreich-Ungarn die ihm im Berliner Kongress zur Verwaltung zugesprochenen osmanischen Provinzen Bosnien und Herzegowina. Dabei kam es zum bewaffneten Widerstand vor allem durch die muslimische Bev\u00f6lkerung.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667636778722{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur:<\/strong> Gesellschaft f\u00fcr \u00f6sterreichische Heereskunde (Hrsg.):<em> Milit\u00e4rische Friedensmission \u00d6sterreich-Ungarns im Auftrag der europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte 1878\/79<\/em>. Teil 1 der dreiteiligen Reihe: Pulverfass Balkan, Bosnien Herzegowina (= Militaria austriaca, Nr. 11\/1992), Fritz H. Baer (Bearbeiter), St\u00f6hr, Wien 1992<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796877276-2-3f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796877276-2-3f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1882<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6810\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637165825{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Peter I<\/strong>. war von 1903 bis 1918 K\u00f6nig der Serben und ab 1918 bis zu seinem Tod K\u00f6nig der Serben, Kroaten und Slowenen. Er stammte aus dem Haus Kara\u0111or\u0111evi\u0107 und erhielt den Beinamen Petar Oslobodilac (der Befreier).<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596345846762{padding-top: 10px !important;}\u201c]Das <b>K\u00f6nigreich Serbien<\/b>\u00a0 war ein Staat auf dem Balkan, der sich aus dem F\u00fcrstentum Serbien entwickelte und 1878 beim Berliner Kongress selbstst\u00e4ndig wurde. <strong>1882 wurde Serbien zum K\u00f6nigreich<\/strong>. Der Staat existierte bis 1918 und ging dann im K\u00f6nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen (dem sp\u00e4teren Jugoslawien) auf. Zun\u00e4chst in festen H\u00e4nden des Hauses <b>Obrenovi\u0107, <\/b>die bereits als F\u00fcrsten Serbiens in Amt und W\u00fcrde waren, wechselte der serbische Thron 1903 in die Dynastie des Hauses<b> Kara\u0111or\u0111evi\u0107.<\/b>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637247958{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Litearatur<\/strong>:\u00a0 Holm Sundhaussen: Geschichte Serbiens. 19.\u201321. Jahrhundert. B\u00f6hlau, K\u00f6ln\/Weimar, 2007.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796878134-3-7f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796878134-3-7f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1908<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6813\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637412695{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Franz\u00f6sische Karikatur im Oktober 1908: Sultan Abd\u00fclhamid II. sieht hilflos zu, wie Kaiser Franz Joseph Bosnien-Herzegowina und Zar Ferdinand Bulgarien aus dem Osmanischen Reich herausrei\u00dfen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596346242537{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <b>Bosnische Annexionskrise<\/b> oder einfach nur als <b>Bosnische Krise<\/b> bezeichnet man die Krise, welche auf die <strong>Annexion <\/strong>der bis dahin v\u00f6lkerrechtlich zum Osmanischen Reich geh\u00f6rigen Gebiete von Bosnien und Herzegowina durch <strong>\u00d6sterreich-Ungarn <\/strong>im Jahr 1908 folgte. Am 16. September 1908 verabredeten der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister Alois Lexa Freiherr von Aehrenthal und der russische Au\u00dfenminister Alexander Petrowitsch Iswolski auf, dass \u00d6sterreich Bosnien und Herzegowina erwerben k\u00f6nne, Russland im Gegenzug das Einverst\u00e4ndnis \u00d6sterreich-Ungarns mit der freien Durchfahrt russischer Kriegsschiffe durch den Bosporus und die Dardanellen erhalten sollte.\n<p>Im Verlauf der Krise 1908 schlug Generalstabschef Franz Conrad von H\u00f6tzendorf mehrmals vor, bei der Gelegenheit auch Serbien zu erobern. Montenegro sollte ebenfalls ausgeschaltet werden oder wenigstens eine \u201eEinengung\u201c erfahren. Die S\u00fcdslawen sollten einen Komplex im Rahmen der Monarchie bilden und dem Habsburgerreich, wie Bayern dem Deutschen Reich, untergeordnet werden. Weiters strebte er damals die Gewinnung Albaniens, des westlichen Makedoniens und Montenegros an, mit dem strategischen Ziel, Saloniki als \u00f6sterreichische Bastion an der \u00c4g\u00e4is zu etablieren. <strong>Sein imperialistisches Ziel war die Vereinigung aller West- und S\u00fcdslawen unter \u00f6sterreichischer Herrschaft<\/strong>, was er mit der missionarischen Idee einer St\u00e4rkung der christlichen Kultur rechtfertigte.<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"><\/sup>Diese Pl\u00e4ne wurden von Au\u00dfenminister Alois Lexa von Aehrenthal zur\u00fcckgewiesen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667637520560{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Karl Adam: Gro\u00dfbritanniens Balkandilemma. Die britische Balkanpolitik von der bosnischen Krise bis zu den Balkankriegen 1908\u20131913. Hamburg 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796878958-4-9f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796878958-4-9f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1912\/1913<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6814\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638179713{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>MIlit\u00e4rischer Verlauf des Ersten Balkankrieges (1912); Ausschnitt aus der Darstellung auf Wikipedia unter dem entsprechenden Suchbegriff.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596347164003{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Balkankriege<\/b> waren zwei Kriege der Staaten der Balkanhalbinsel in den Jahren 1912 und 1913 im Vorfeld des Ersten Weltkriegs. Als Folge wurde das Osmanische Reich in Europa bis in die heutigen Grenzen der T\u00fcrkei verdr\u00e4ngt und musste gro\u00dfe Gebiete an die Nachbarl\u00e4nder abtreten.\n<p>Die Balkankriege waren Wegbereiter f\u00fcr den Eintritt der s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Staaten in den Ersten Weltkrieg. Das Osmanische Reich trat ebenso wie das auf dem Balkan isolierte Bulgarien an der Seite der Mittelm\u00e4chte in den Krieg ein. Beide M\u00e4chte strebten eine Revision der neu gezogenen Grenzen an.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum Leitbild der \u201epolitischen Kriege\u201c, das zu dieser Zeit in Europa herrschte, waren die Balkankriege von einem hohen Ma\u00df an ethnisch begr\u00fcndeter Gewalt gepr\u00e4gt. Alle Seiten ermordeten und vertrieben zahlreiche Zivilisten der jeweils anderen V\u00f6lker. Der <strong>Frieden von Konstantinopel von 1913<\/strong> gilt als der erste Friedensvertrag der Geschichte, der einen geplanten Bev\u00f6lkerungsaustausch zwischen den Vertragspartnern mit dem Ziel einer ethnischen Entmischung vorsah. Im Fr\u00fchsommer 1914 folgte ein \u00e4hnliches Abkommen zwischen Griechenland und dem Osmanischen Reich, das wegen des beginnenden Ersten Weltkrieges jedoch kaum umgesetzt wurde.<\/p>\n<p>Die Balkankriege und der folgende Erste Weltkrieg vergifteten f\u00fcr Jahrzehnte die Beziehungen zwischen den Balkanv\u00f6lkern.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638292998{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Katrin Boeckh: <i>Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. Kleinstaatenpolitik und ethnische Selbstbestimmung am Balkan<\/i>. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, M\u00fcnchen 1996<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796879765-5-4f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796879765-5-4f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">28.06.1914<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6811\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638433553{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Einschussloch im \u201eWagen von Sarajewo\u201c, zu sehen im Heeresgeschtlichen Museum Wien.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667638553398{padding-top: 10px !important;}\u201c]Anl\u00e4sslich einer Inspektionsreise bei den bosnischen Truppen erliegt das \u00f6sterreichische Thronfolgerpaar in Serbien einem Anschlag. Das von der serbischen Geheimgesellschaft \u201eSchwarze Hand\u201c geplante Attentat in der bosnischen Hauptstadt l\u00f6ste die Julikrise aus, die schlie\u00dflich zum Ersten Weltkrieg f\u00fchrte. Mehr dazu unter der Seite: <a href=\"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/1914-1918-der-vorabend\/#hintergrund-vorabend-attentat\">Der Vorabend des Ersten Weltkriegs.<\/a>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639036581{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Literatur<\/strong>: Christian Ortner, Thomas Ilming: <i>Das Auto von Sarajevo. Der geschichtstr\u00e4chtigste Oldtimer der Welt<\/i>, Verlag Edition Winkler-Hermaden, Wien 2014<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1595796880525-6-10f220-0d1f\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1595796880525-6-10f220-0d1f\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-4707 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">Juli 1914<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c6815\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639469609{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Im Nachgang an das \u00f6sterreichische Ultimatum an Serbien drehen die M\u00fchlen der Diplomatie.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1596348559752{padding-top: 10px !important;}\u201c]Die <b>Julikrise<\/b> war die Zuspitzung der Konfliktlage zwischen den f\u00fcnf europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chten sowie Serbien, die auf die Ermordung des \u00f6sterreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 folgte und zum Ersten Weltkrieg f\u00fchrte. Bis heute werden die Motive und Handlungsweisen aller beteiligten M\u00e4chte, Politiker und Diplomaten sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch unter Historikern kontrovers diskutiert.\n<p>Das dem serbischen K\u00f6nig gegen\u00fcber durch \u00d6sterreich gestellte Ultimatum war, da sind sich die Historiker hingegen einig, derart formuliert, dass ein souver\u00e4ner Staat auf derartige Forderungen nicht eintreten konnte.<\/p>\n<p>Am<strong> 28. Juli 1914<\/strong> richtete sich der greise Kaiser Franz Josef \u201eAn seine V\u00f6lker\u201c und erkl\u00e4rte Serbien den Krieg. Mehr dazu und zur Juikrise: weiter unten.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1667639643069{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Christopher Clark: <i>The Sleepwalkers. How Europe went to War in 1914.<\/i> Allen Lane, London u. a. 2012,\u00a0 Deutsch: <i>Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog. <\/i>Gerd Krumeich: <i>Juli 1914. Eine Bilanz. Sch\u00f6ningh, Paderborn 2013.<br>\n<\/i><\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cWoodrow Wilson\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">thomas woodrow wilson und die vereinigten staaten von amerika<br>\n<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c9752\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c css=\u201c.vc_custom_1667625587618{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]Thomas Woodrow Wilson (*1856, \u2020 1924) war ein Politiker der Demokratischen Partei und von 1913 bis 1921 der <strong>28. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten.<\/strong>\n<p>Nach anf\u00e4nglicher Neutralit\u00e4t traten die Vereinigten Staaten w\u00e4hrend seiner zweiten Amtszeit 1917 in den Ersten Weltkrieg ein. Bei der Pariser Friedenskonferenz 1919 geh\u00f6rte er dem Rat der Vier an. Weitgehend auf seine Initiative geht die Gr\u00fcndung des V\u00f6lkerbundes zur\u00fcck. 1919 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.<\/p>\n<p>Wilson studierte Politikwissenschaften und Geschichte und promovierte 1886 zum Dr. phil. 1888 hatte er einen Professur f\u00fcr Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Wesleyan University in Middletown, Connecticut inne. Im Jahr 1901 ver\u00f6ffentlichte Wilson sein f\u00fcnfb\u00e4ndiges Geschichtswerk <em>A History of the American People<\/em>. Im Abschnitt \u00fcber die Rekonstruktionszeit nach dem Amerikanischen B\u00fcrgerkrieg zeigte er gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den 1865\u20131875 aktiven Ku-Klux-Klan und \u00e4u\u00dferte sich abf\u00e4llig \u00fcber Schwarze.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ad5b3\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ad5b3\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>\u201eDie wei\u00dfen M\u00e4nner des S\u00fcdens waren aufger\u00fcttelt durch den blo\u00dfen Selbsterhaltungstrieb, sich \u2013 mit gerechten Mitteln oder mit schrecklichen \u2013 zu befreien von der unertr\u00e4glichen Last einer Regierung, die sich auf die Stimmen der ungebildeten Neger st\u00fctzte und im Interesse von Abenteurern gef\u00fchrt wurde; (\u2026) Jede l\u00e4ndliche Gegend w\u00fcnschte sich ihren eigenen Ku-Klux, gegr\u00fcndet in Verschwiegenheit und Geheimnis wie die Mutter-\u201aH\u00f6hle\u2018 in Pulaski, bis letztlich ein gro\u00dfer Ku-Klux-Klan, ein \u201aUnsichtbares Reich des S\u00fcdens\u2018 entstanden war, in lockerer Organisation miteinander verbunden, um das Land des S\u00fcdens vor einigen der \u00fcbelsten Gefahren in einer Zeit der Umw\u00e4lzung zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p>1910 kandidierte Wilson f\u00fcr die Demokratische Partei als <strong>Gouverneur von New Jersey<\/strong>. Er trat gegen den Republikaner Vivian M. Lewis an, ein Mitglied der Staatsregierung, und bezwang diesen mit einem Vorsprung von mehr als 49.000 Stimmen. Der Umstand, dass Wilson vorher kein politisches Amt ausge\u00fcbt hatte, wirkte sich zu seinen Gunsten aus; sein Versprechen, sich vom Parteiapparat die Amtsf\u00fchrung nicht diktieren zu lassen, wurde von den W\u00e4hlern honoriert. Wilson hielt sich an seine Wahlkampfaussagen und setzte Reformen durch, die von der demokratischen Parteif\u00fchrung nicht mitgetragen wurden.<\/p>\n<p>Am 5. November 1912 gewann Wilson die <strong>Pr\u00e4sidentschaftswahl<\/strong>. In 40 der 48 Bundesst erlangte der die Mehrheit der Wahlm\u00e4nnerstimmen. Wilson war der zweite demokratische Pr\u00e4sident seit 1897 und der erste Pr\u00e4sident seit Andrew Johnson (1865\u20131869), der aus den ehemaligen Konf\u00f6derierten Staaten stammte. Innenpolitisch setzte er sich vor allem im Sinne des Progressivismus f\u00fcr eine sozialreformerische Politik ein.<\/p>\n<p>Wilson unterst\u00fctzte die S\u00fcdstaaten in ihrem Anliegen, das die Schwarzen benachteiligende Wahlrecht zu bewahren und ohne Eingriffe der Bundespolitik die Rassentrennung (\u201eSegregation\u201c) zu festigen.<\/p>\n<div><div class=\"collapseomatic noarrow my_button\" id=\"id6a71dae9ad5c4\" tabindex=\"0\">WEITERLESEN<\/div><div id=\"target-id6a71dae9ad5c4\" class=\"collapseomatic_content my_content\">\n<p>W\u00e4hrend Kabinettssitzungen erz\u00e4hlte der Pr\u00e4sident gerne \u201cdarky stories\u201d (rassistische Witze \u00fcber Schwarze). D. W. Griffiths Film <em>Die Geburt einer Nation<\/em>, der den historischen Ku-Klux-Klan verherrlicht und zu dessen Wiederbelebung f\u00fchrte, lie\u00df Wilson 1915 im Wei\u00dfen Haus vorf\u00fchren. Drei Zitate aus Wilsons Buch A History of the American People \u2013 teils gek\u00fcrzt, ver\u00e4ndert und neu zusammengesetzt \u2013 werden in dem Stummfilm als Titelkarten eingeblendet.<\/p>\n<p>Der Historiker Imanuel Geiss beschrieb Wilson als einen gem\u00e4\u00dfigten s\u00fcdstaatlichen Segregationisten. Der Rassismusforscher Ibram X. Kendi f\u00fchrte Wilson in einem Artikel in der Huffington Post hingegen als einen der rassistischsten Pr\u00e4sidenten der US-Geschichte an. Wilsons Biograph John M. Cooper relativierte in seinem 2009 erschienenen Werk Woodrow Wilson: <em>A Biography<\/em> dessen Rassismus, womit er aber die Ausnahme in der modernen geschichtswissenschaftlichen Rezeption blieb. Sie betont mehrheitlich Wilsons Rassismus und f\u00fchrt daf\u00fcr unter anderem an, dass er in Bundesbeh\u00f6rden Jim-Crow-Gesetze zur Rassentrennung einf\u00fchrte, wie sie in den S\u00fcdstaaten \u00fcblich waren, im V\u00f6lkerbund Gruppen anderer Hautfarbe nicht als gleichwertig akzeptierte und ihnen ihr Recht auf nationale Selbstbestimmung absprach.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p>Im <strong>Ersten Weltkrieg<\/strong> verfolgte Wilson anfangs eine Neutralit\u00e4tspolitik der Vereinigten Staaten. Er forderte das Deutsche Kaiserreich dazu auf, sich im U-Boot-Krieg gegen die Handelsschifffahrt innerhalb der Blockadezone um Gro\u00dfbritannien an die tradierte Kriegsordnung zu halten, noch bevor diese in Kraft getreten war. Die herk\u00f6mmliche Kriegsordnung inkludierte jedoch nicht diese neue U-Boot-Waffe, sondern behandelte den klassischen Schiffsverkehr \u00fcber Wasser. In einer scharf formulierten Botschaft an Berlin, deren Entwurf auf Au\u00dfenminister Robert Lansing zur\u00fcckgeht, erkl\u00e4rte Wilson am 10. Februar 1915, dass er f\u00fcr jegliche Sch\u00e4den an amerikanischen B\u00fcrgern und Eigentum das Kaiserreich zur Verantwortung ziehen werde. Durch dieses \u00fcberst\u00fcrzte Vorgehen legte er laut dem Historiker Kendrick A. Clements die entscheidenden Weichen f\u00fcr den sp\u00e4teren Kriegseintritt der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Die Neutralit\u00e4tspolitik Wilsons war wesentliches Thema bei seiner Wiederwahl 1916 gegen den Republikaner Charles Evans Hughes. Wilson konnte sich mit 49 gegen 46 Prozent und 277 gegen 254 Wahlm\u00e4nner knapp durchsetzen und wurde am 4. M\u00e4rz 1917 f\u00fcr eine zweite Amtszeit vereidigt. Die Demokraten warben um Stimmen mit dem Spruch: \u201eHe kept us out of war!\u201c (\u201eEr hielt uns vom Krieg fern!\u201c); Wilson selbst sagte dies jedoch in keiner einzigen Wahlkampfrede. Erst mit der Wiederaufnahme des uneingeschr\u00e4nkten U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Kaiserreich, der Februarrevolution im Russischen Reich und dem Zimmermann-Telegramm \u00e4nderte sich die \u00f6ffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten. Am<strong> 6. April 1917<\/strong> traten die Vereinigten Staaten unter F\u00fchrung Wilsons in den Ersten Weltkrieg ein.<\/p>\n<p>Nachdem ein Waffenstillstand vereinbart worden war, begann am 18. Januar 1919 der von den Entente-Staaten und ihren Verb\u00fcndeten einberufene <strong>Friedenskongress von Versailles<\/strong>, der von dem aus Georges Clemenceau, David Lloyd George, dem italienischen Minister Vittorio Orlando und Wilson gebildeten Rat der Vier geleitet wurde.[\/vc_column_text][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h3><span style=\"color: #800000;\">TIMELINE XI: DIE USA VON DEN INDIANERKRIEGEN BIS ZUM AUFSTIEG ZUR F\u00dcHRENDEN WIRTSCHAFTSMACHT<br>\n<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column]<div id=\"advanced-tabs-desc-wrap-2648\" class=\"ult_tabs \" style=\" \" data-tabsstyle=\"style1\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-fullheight=\"off\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-rotatetabs=\"0\" data-responsivemode=\"Both\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-respmode=\"Accordion\" data-respwidth=\"400\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\"><ul id=\"advanced-tabs-wrap-6328\" class=\"ult_tabmenu style1 Style_4\" style=\"color:transparent;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-width:0px;\"><li class=\"ult_tab_li ult_tab_style_4  \" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\" style=\"background-color:#435e2d;border-color:transparent;border-width:0px;border-style:solid;border-top-left-radius:8px;\">\n\t\t\t\t\t<a href=\"#1596478121275-3a529-d3f9\" id=\"1596478121275-3a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;; 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\u2020 15. Dezember 1890 in seinem Lager am Grand River in der Standing Rock Reservation, North Dakota) war Stammesh\u00e4uptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux. Als vor allem spiritueller Anf\u00fchrer leistete er jahrelangen Widerstand gegen die US-amerikanische Regierungspolitik.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668240844201{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Indianerkriege<\/strong> werden im engeren Sinn die Kriege und milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen zwischen den Indianern Nordamerikas und den europ\u00e4ischen Einwanderern bzw. \u2013 nach der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeit 1783 und der Bildung der Kanadischen Konf\u00f6deration 1867 \u2013 den Truppen der Vereinigten Staaten oder Kanadas bezeichnet.\n<p>Diese fanden von Anfang des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts statt und f\u00fchrten zur Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung eines gro\u00dfen Teils der indianischen Urbev\u00f6lkerung Nordamerikas. Ihr Anfang wird gew\u00f6hnlich mit dem Krieg der ersten englischen Kolonisten gegen die Powhatan-F\u00f6deration ab 1620 datiert, ihr Ende mit dem Massaker von Wounded Knee im Dezember 1890, mit dem der Widerstand der Pr\u00e4rie-Indianer endg\u00fcltig gebrochen wurde. Als bekanntestes Einzelereignis der Indianerkriege gilt die Schlacht am Little Bighorn 1876, in der eine aus Sioux, Cheyenne und Arapaho bestehende Indianerstreitmacht dem US-Heer eine schwere Niederlage zuf\u00fcgte.<\/p>\n<p>Die Indianerkriege begleiten die Geschichte Amerikas \u00e4hnlich einem roten Faden. Unterdr\u00fcckung durch den Versuch einer \u201eSozialisierung\u201c insbesondere aber Landnahme und Vertreibung bewogen die Ureinwohner immer wieder zum Aufstand gegen Siedler und die US-Amerikanischen Streitkr\u00e4fte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668240830306{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Werner Arens, Hans-Martin Braun: <i>Die Indianer Nordamerikas. Geschichte, Kultur, Religion.<\/i> C. H. Beck, M\u00fcnchen 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9797\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668237624732{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Schlacht auf den Queenston Heights 1812, Gem\u00e4lde von John David Kelly (1896)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668239211410{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Britisch-Amerikanische Krieg<\/strong> zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten K\u00f6nigreich, auch bekannt als Krieg von 1812,\u00a0 oder Zweiter Unabh\u00e4ngigkeitskrieg, begann mit der Kriegserkl\u00e4rung der Vereinigten Staaten am 18. Juni 1812 und wurde durch den Frieden von Gent vom 24. Dezember 1814 beendet, auf den jedoch weitere K\u00e4mpfe folgten, die bis in das Jahr 1815 dauerten. Als Ergebnis des Krieges wurde im Wesentlichen der Status quo ante bellum wiederhergestellt.\n<p>Im Krieg von 1812 kulminierten jahrelange Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten K\u00f6nigreich. In einer Rede vom 1. Juni 1812 nannte der amerikanische Pr\u00e4sident James Madison folgende Gr\u00fcnde, die aus seiner Sicht eine Kriegserkl\u00e4rung rechtfertigten:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zwangsrekrutierung (impressment) amerikanischer Seeleute in die Royal Navy.<\/li>\n<li>\u00dcbergriffe britischer Kriegsschiffe gegen Schiffe der Vereinigten Staaten.<\/li>\n<li>Die britische Blockade amerikanischer H\u00e4fen, um Handel mit dem von Napoleon besetzten Europa zu unterbinden.<\/li>\n<li>Die Weigerung der britischen Regierung, ein Verbot aufzuheben, das den neutralen Amerikanern angesichts der napoleonischen Kontinentalsperre den Handel mit den europ\u00e4ischen Staaten untersagte.<\/li>\n<li>Die angebliche Aufstachelung von Indianerv\u00f6lkern zu Gewaltakten gegen die Vereinigten Staaten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Landkrieg erfolgte entlang der Kanadischen Grenze, der Konflikt auf See wurde vornehmlich an der Ostk\u00fcste ausgetragen, wobei die US-Marine vorerst sehr erfolgreich war.<\/p>\n<p>Als Ergebnis des Krieges wurde im Wesentlichen der <em>Status quo ante bellum<\/em> wiederhergestellt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668238254044{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Jeremy Black: <em>The War of 1812 in the Age of Napoleon<\/em>. Continuum, London\/ New York 2009.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9803\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668241893664{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>M\u00e4nner, Frauen und Kinder arbeiten unter der Kontrolle eines berittenen Aufsehers auf einer Baumwollplantage im S\u00fcden der USA, um 1850<\/h6>\n<h6><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242511718{padding-top: 10px !important;}\u201c]Analog der Indianerkriege pr\u00e4gt die Problematik der <strong>Sklaverei die Geschichte der Vereinigten Staaten<\/strong> w\u00e4hrend Jahrhunderten nachhaltig.\n<p>Die Sklaverei in den Vereinigten Staaten bildet die Fortsetzung und Fortentwicklung der Sklaverei, die bereits in den 13 Kolonien bestand, aus denen 1776 die Vereinigten Staaten hervorgegangen sind. Die Kolonisierung Amerikas vom 16. bis 19. Jahrhundert ging mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher, die in allen Teilen des d\u00fcnn besiedelten Doppelkontinents als billige Arbeitskr\u00e4fte eingesetzt wurden. Dies betrifft nicht nur die britischen, niederl\u00e4ndischen, schwedischen, franz\u00f6sischen und spanischen Kolonien, aus denen sp\u00e4ter die USA entstanden sind, sondern in noch gr\u00f6\u00dferem Umfang Brasilien und die europ\u00e4ischen Kolonien in der Karibik. Auf dem nordamerikanischen Festland erlangte die Sklaverei jedoch Auspr\u00e4gungsformen, die auf dem Doppelkontinent einzigartig waren.<\/p>\n<p>Bereits der Amerikanische Unabh\u00e4ngigkeitskrieg (1775 bis 1783) war im Wesentlichen mit Tabaklieferungen aus Plantagen Virginias nach Frankreich finanziert worden. Edmund S. Morgan nannte als zentrales Paradox der amerikanischen Geschichte, dass Freiheit und Gleichheit, eine Betonung der Klassenlosigkeit als zentrale amerikanische Werte, ganz wesentlich auf der Sklaverei und dem zugeh\u00f6rigen Rassismus beruhten.<\/p>\n<p>In England w\u00e4re hingegen die individuelle Freiheit st\u00e4rker betont und die Sklaverei viel fr\u00fcher abgeschafft und bek\u00e4mpft worden. Hingegen blieb dort die st\u00e4ndische\/klassenspezifische Trennung deutlich st\u00e4rker.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242267451{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Joachim Mei\u00dfner, Ulrich M\u00fccke, Klaus Weber: <i>Schwarzes Amerika. Eine Geschichte der Sklaverei.<\/i> C.H. Beck, 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9805\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243124313{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Pr\u00e4sident Abraham Lincoln, Aufnahme des bekannten \u201eB\u00fcrgerkriegs-Fotographen\u201c Alexander Gardner, 1863<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242966609{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Abraham Lincoln<\/strong>\u00a0 (*1809,\u00a0 \u2020 1865) amtierte von 1861 bis 1865 als <strong>16. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika.<\/strong> Im Jahr 1860 erstmals gew\u00e4hlt, gelang ihm 1864 die Wiederwahl f\u00fcr eine zweite Amtszeit. Er war der erste Pr\u00e4sident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.\n<p>Lincolns Pr\u00e4sidentschaft gilt als eine der bedeutendsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten: Die Wahl des Sklavereigegners veranlasste zun\u00e4chst sieben, sp\u00e4ter weitere vier der sklavenhaltenden S\u00fcdstaaten, aus der Union auszutreten und einen eigenen Staatenbund, die Konf\u00f6derierten Staaten von Amerika, zu bilden. Lincoln f\u00fchrte die verbliebenen Nordstaaten durch den daraus entstandenen Sezessionskrieg. Er setzte die Wiederherstellung der Union durch und betrieb erfolgreich die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Unter seiner Regierung schlug das Land endg\u00fcltig den Weg zum zentral regierten, modernen Industriestaat ein und schuf so die Basis f\u00fcr seinen Aufstieg zur Weltmacht im 20. Jahrhundert.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243220252{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: J\u00f6rg Nagler, <i>Abraham Lincoln. Amerikas gro\u00dfer Pr\u00e4sident. Eine Biographie.<\/i> C. H. Beck, M\u00fcnchen 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9806\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243930376{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Vereinigten Staaten 1864: Unionsstaaten ohne Sklaverie (Dunkelblau), Unionsstaaten mit Sklaverei (helleres Blau), Konf\u00f6derierte Staaten (Rot).<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243740713{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Sezessionskrieg oder Amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/strong>[ war der von 1861 bis 1865 w\u00e4hrende milit\u00e4rische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konf\u00f6deration vereinigten S\u00fcdstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).\n<p>Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und S\u00fcdstaaten, die vor allem in der Sklavereifrage zu Tage trat und sich seit etwa 1830 immer weiter vertieft hatte. Als Reaktion auf die Wahl des gem\u00e4\u00dfigten Sklavereigegners Abraham Lincoln zum US-Pr\u00e4sidenten traten im Winter 1860\/61 die meisten S\u00fcdstaaten aus der Union aus. Der Krieg begann am 12. April 1861 mit der Beschie\u00dfung Fort Sumters durch die Konf\u00f6derierten. Er endete im Wesentlichen mit der Kapitulation der konf\u00f6derierten Nord-Virginia-Armee in Appomattox Court House am 9. April 1865. Die letzten Truppen der Konf\u00f6derierten kapitulierten am 23. Juni 1865 im Indianerterritorium. Nach dem Sieg des Nordens wurden die S\u00fcdstaaten im Rahmen der Reconstruction wieder in die Union aufgenommen.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Folgen des Krieges waren die St\u00e4rkung der Zentralmacht und die endg\u00fcltige Abschaffung der Sklaverei in den USA sowie die verst\u00e4rkte Ausrichtung des Landes als Industriestaat.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668244108229{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Michael Hochgeschwender,<em> Der amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/em>. Beck, M\u00fcnchen 2010<br>\nJohn Keegan, <em>Der amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/em>, Rowohlt, Berlin 2010, (Originaltitel: The American Civil War: A military history, \u00fcbersetzt von Hainer Kober)<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9808\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245507370{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Nordamerika, Ende des 19. Jahrhunderts, (Ausschnitt)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245671862{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der Zeit nach dem B\u00fcrgerkrieg standen die Vereinigten Staaten vor der schwierigen Aufgabe, den S\u00fcden wieder aufzubauen und die Abschaffung der Sklaverei konstitutionell zu verankern. Letzteres geschah mit dem 13., 14. und 15. Zusatzartikel zur Verfassung. Der<strong> Prozess der Reconstruction<\/strong> wird von den meisten Historikern nicht als Erfolg gewertet. In vielen Staaten wurden ab 1876 die so genannten Jim-Crow-Gesetze verabschiedet, die die Rechte der ehemaligen Sklaven drastisch minderten und dadurch die Rassentrennung verst\u00e4rkten. In die Jahre 1862 bis 1890 f\u00e4llt auch die letzte Phase der Indianerkriege.\n<p>Ein weiteres pr\u00e4gendes Motiv der amerikanischen Geschichte gegen Mitte des 19. Jahrhunderts war die<strong> Landnahme gegen Westen<\/strong>, welche die <em>frontier<\/em> \u2013 die Grenze zum offenen, \u201eunzivilisierten\u201c Land \u2013 immer weiter Richtung Kalifornien verschob. Dieses zu jener Zeit offene Land ist in der Folklore als \u201eWilder Westen\u201c in Erinnerung geblieben. Gepr\u00e4gt war diese historische Periode von den Indianerkriegen, die sich bis 1890 (Wounded Knee) hinzogen, dem \u201eGoldrausch\u201c 1848\/49 nach Goldfunden in Kalifornien, der Besiedlung durch wilde Siedler (Squatter) und den oft gewaltt\u00e4tig ausgetragenen \u201eWeidekriegen\u201c um die Inbesitznahme des offenen Landes (bekanntestes Beispiel: der Lincoln County War in New Mexico 1878 unter Beteiligung von John Chisum und Billy the Kid).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245820992{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Richard White, <cite>The Republic for Which It Stands: The United States during Reconstruction and the Gilded Age, 1865-1896<\/cite>. Oxford University Press, New York 2017<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<div class=\"ult_tabitemname\">\n\t\t\t\t[vc_single_image image=\u201c9809\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668246479945{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Stahlwerk in Pittsburgh, Pennsylvania, um\u00a01905<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668246662507{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Jahr 1877 war das offizielle Ende der milit\u00e4rischen Rekonstruktion; die Zeit nach der Rekonstruktion wird als Gilded Age bezeichnet. <strong>Die Gesellschaft der USA wurde immer mehr von Industrie und Wirtschaft gepr\u00e4gt<\/strong>. Die Weltausstellungen von Philadelphia 1876 und Chicago 1893 demonstrierten diesen Aufschwung nach au\u00dfen hin. Der Westen des Landes zog viele Spekulanten und Gl\u00fccksritter an. Neue Staaten traten nach und nach der Union bei.\n<p>In den 1880er Jahren und im Jahrzehnt von 1905 bis 1915 erreichte die europ\u00e4ische Einwanderung in die USA einen H\u00f6hepunkt, die daraufhin im Immigration Act von 1924 beschr\u00e4nkt wurde. Neben New York \u00fcberschritten um 1890 mit Philadelphia und Chicago zwei weitere St\u00e4dte die Zahl von einer Million Einwohner; die Gesamtbev\u00f6lkerung der USA stieg im Zeitraum von 1870 bis 1920 von 38,5 Millionen auf 106 Millionen.<\/p>\n<p>Durch die Zweite Welle der Industrialisierung 1865\u20131914 stiegen die Vereinigten Staaten zur weltweit <strong>f\u00fchrenden Wirtschaftsmacht<\/strong> auf. Namen wie Bell, Edison, Carnegie, Westinghouse, Vanderbilt, Rockefeller, J. P. Morgan und William Jennings Bryan pr\u00e4gten von nun an die Geschichte.<\/p>\n<p>1869 wurde durch die Verbindung von Central Pacific Railroad und Union Pacific Railroad die erste Transkontinentale Eisenbahn vollendet.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c]\n\t\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"ult_acord advanced-tabs-desc-wrap-2648\">\n   <div class=\"ult-tabto-accordion \" style=\"width:;\" data-titlecolor=\"#ffffff\" data-titlebg=\"#435e2d\" data-titlehoverbg=\"#435e2d\" data-titlehovercolor=\"#ffffff\" data-animation=\"Slide\" data-activetitle=\"#ffffff\" data-activeicon=\"\" data-activebg=\"#8e2d1d\" data-scroll=\"on\" data-activeindex=\"1\">\n     <dl><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478121275-3a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478121275-3a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1783-1890<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9801\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668240409936{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><strong>Sitting Bull<\/strong> (* um 1831 am Grand River, South Dakota; \u2020 15. Dezember 1890 in seinem Lager am Grand River in der Standing Rock Reservation, North Dakota) war Stammesh\u00e4uptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux. Als vor allem spiritueller Anf\u00fchrer leistete er jahrelangen Widerstand gegen die US-amerikanische Regierungspolitik.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668240844201{padding-top: 10px !important;}\u201c]Als <strong>Indianerkriege<\/strong> werden im engeren Sinn die Kriege und milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen zwischen den Indianern Nordamerikas und den europ\u00e4ischen Einwanderern bzw. \u2013 nach der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeit 1783 und der Bildung der Kanadischen Konf\u00f6deration 1867 \u2013 den Truppen der Vereinigten Staaten oder Kanadas bezeichnet.\n<p>Diese fanden von Anfang des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts statt und f\u00fchrten zur Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung eines gro\u00dfen Teils der indianischen Urbev\u00f6lkerung Nordamerikas. Ihr Anfang wird gew\u00f6hnlich mit dem Krieg der ersten englischen Kolonisten gegen die Powhatan-F\u00f6deration ab 1620 datiert, ihr Ende mit dem Massaker von Wounded Knee im Dezember 1890, mit dem der Widerstand der Pr\u00e4rie-Indianer endg\u00fcltig gebrochen wurde. Als bekanntestes Einzelereignis der Indianerkriege gilt die Schlacht am Little Bighorn 1876, in der eine aus Sioux, Cheyenne und Arapaho bestehende Indianerstreitmacht dem US-Heer eine schwere Niederlage zuf\u00fcgte.<\/p>\n<p>Die Indianerkriege begleiten die Geschichte Amerikas \u00e4hnlich einem roten Faden. Unterdr\u00fcckung durch den Versuch einer \u201eSozialisierung\u201c insbesondere aber Landnahme und Vertreibung bewogen die Ureinwohner immer wieder zum Aufstand gegen Siedler und die US-Amerikanischen Streitkr\u00e4fte.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668240830306{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Werner Arens, Hans-Martin Braun: <i>Die Indianer Nordamerikas. Geschichte, Kultur, Religion.<\/i> C. H. Beck, M\u00fcnchen 2004<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596478121224-10a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596478121224-10a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1812<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9797\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668237624732{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Schlacht auf den Queenston Heights 1812, Gem\u00e4lde von John David Kelly (1896)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668239211410{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Britisch-Amerikanische Krieg<\/strong> zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten K\u00f6nigreich, auch bekannt als Krieg von 1812,\u00a0 oder Zweiter Unabh\u00e4ngigkeitskrieg, begann mit der Kriegserkl\u00e4rung der Vereinigten Staaten am 18. Juni 1812 und wurde durch den Frieden von Gent vom 24. Dezember 1814 beendet, auf den jedoch weitere K\u00e4mpfe folgten, die bis in das Jahr 1815 dauerten. Als Ergebnis des Krieges wurde im Wesentlichen der Status quo ante bellum wiederhergestellt.\n<p>Im Krieg von 1812 kulminierten jahrelange Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten K\u00f6nigreich. In einer Rede vom 1. Juni 1812 nannte der amerikanische Pr\u00e4sident James Madison folgende Gr\u00fcnde, die aus seiner Sicht eine Kriegserkl\u00e4rung rechtfertigten:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zwangsrekrutierung (impressment) amerikanischer Seeleute in die Royal Navy.<\/li>\n<li>\u00dcbergriffe britischer Kriegsschiffe gegen Schiffe der Vereinigten Staaten.<\/li>\n<li>Die britische Blockade amerikanischer H\u00e4fen, um Handel mit dem von Napoleon besetzten Europa zu unterbinden.<\/li>\n<li>Die Weigerung der britischen Regierung, ein Verbot aufzuheben, das den neutralen Amerikanern angesichts der napoleonischen Kontinentalsperre den Handel mit den europ\u00e4ischen Staaten untersagte.<\/li>\n<li>Die angebliche Aufstachelung von Indianerv\u00f6lkern zu Gewaltakten gegen die Vereinigten Staaten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Landkrieg erfolgte entlang der Kanadischen Grenze, der Konflikt auf See wurde vornehmlich an der Ostk\u00fcste ausgetragen, wobei die US-Marine vorerst sehr erfolgreich war.<\/p>\n<p>Als Ergebnis des Krieges wurde im Wesentlichen der <em>Status quo ante bellum<\/em> wiederhergestellt.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668238254044{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Jeremy Black: <em>The War of 1812 in the Age of Napoleon<\/em>. Continuum, London\/ New York 2009.<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596528389201-2-7a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596528389201-2-7a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1850<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9803\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668241893664{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>M\u00e4nner, Frauen und Kinder arbeiten unter der Kontrolle eines berittenen Aufsehers auf einer Baumwollplantage im S\u00fcden der USA, um 1850<\/h6>\n<h6><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242511718{padding-top: 10px !important;}\u201c]Analog der Indianerkriege pr\u00e4gt die Problematik der <strong>Sklaverei die Geschichte der Vereinigten Staaten<\/strong> w\u00e4hrend Jahrhunderten nachhaltig.\n<p>Die Sklaverei in den Vereinigten Staaten bildet die Fortsetzung und Fortentwicklung der Sklaverei, die bereits in den 13 Kolonien bestand, aus denen 1776 die Vereinigten Staaten hervorgegangen sind. Die Kolonisierung Amerikas vom 16. bis 19. Jahrhundert ging mit einer Massenversklavung von Afrikanern einher, die in allen Teilen des d\u00fcnn besiedelten Doppelkontinents als billige Arbeitskr\u00e4fte eingesetzt wurden. Dies betrifft nicht nur die britischen, niederl\u00e4ndischen, schwedischen, franz\u00f6sischen und spanischen Kolonien, aus denen sp\u00e4ter die USA entstanden sind, sondern in noch gr\u00f6\u00dferem Umfang Brasilien und die europ\u00e4ischen Kolonien in der Karibik. Auf dem nordamerikanischen Festland erlangte die Sklaverei jedoch Auspr\u00e4gungsformen, die auf dem Doppelkontinent einzigartig waren.<\/p>\n<p>Bereits der Amerikanische Unabh\u00e4ngigkeitskrieg (1775 bis 1783) war im Wesentlichen mit Tabaklieferungen aus Plantagen Virginias nach Frankreich finanziert worden. Edmund S. Morgan nannte als zentrales Paradox der amerikanischen Geschichte, dass Freiheit und Gleichheit, eine Betonung der Klassenlosigkeit als zentrale amerikanische Werte, ganz wesentlich auf der Sklaverei und dem zugeh\u00f6rigen Rassismus beruhten.<\/p>\n<p>In England w\u00e4re hingegen die individuelle Freiheit st\u00e4rker betont und die Sklaverei viel fr\u00fcher abgeschafft und bek\u00e4mpft worden. Hingegen blieb dort die st\u00e4ndische\/klassenspezifische Trennung deutlich st\u00e4rker.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242267451{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur:<\/strong> Joachim Mei\u00dfner, Ulrich M\u00fccke, Klaus Weber: <i>Schwarzes Amerika. Eine Geschichte der Sklaverei.<\/i> C.H. Beck, 2008<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596528390105-3-10a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596528390105-3-10a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1860<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9805\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243124313{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Pr\u00e4sident Abraham Lincoln, Aufnahme des bekannten \u201eB\u00fcrgerkriegs-Fotographen\u201c Alexander Gardner, 1863<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668242966609{padding-top: 10px !important;}\u201c]<strong>Abraham Lincoln<\/strong>\u00a0 (*1809,\u00a0 \u2020 1865) amtierte von 1861 bis 1865 als <strong>16. Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika.<\/strong> Im Jahr 1860 erstmals gew\u00e4hlt, gelang ihm 1864 die Wiederwahl f\u00fcr eine zweite Amtszeit. Er war der erste Pr\u00e4sident aus den Reihen der Republikanischen Partei und der erste, der einem Attentat zum Opfer fiel.\n<p>Lincolns Pr\u00e4sidentschaft gilt als eine der bedeutendsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten: Die Wahl des Sklavereigegners veranlasste zun\u00e4chst sieben, sp\u00e4ter weitere vier der sklavenhaltenden S\u00fcdstaaten, aus der Union auszutreten und einen eigenen Staatenbund, die Konf\u00f6derierten Staaten von Amerika, zu bilden. Lincoln f\u00fchrte die verbliebenen Nordstaaten durch den daraus entstandenen Sezessionskrieg. Er setzte die Wiederherstellung der Union durch und betrieb erfolgreich die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Unter seiner Regierung schlug das Land endg\u00fcltig den Weg zum zentral regierten, modernen Industriestaat ein und schuf so die Basis f\u00fcr seinen Aufstieg zur Weltmacht im 20. Jahrhundert.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243220252{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: J\u00f6rg Nagler, <i>Abraham Lincoln. Amerikas gro\u00dfer Pr\u00e4sident. Eine Biographie.<\/i> C. H. Beck, M\u00fcnchen 2009<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596528391813-4-10a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596528391813-4-10a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1861-1865<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9806\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243930376{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Die Vereinigten Staaten 1864: Unionsstaaten ohne Sklaverie (Dunkelblau), Unionsstaaten mit Sklaverei (helleres Blau), Konf\u00f6derierte Staaten (Rot).<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668243740713{padding-top: 10px !important;}\u201c]Der <strong>Sezessionskrieg oder Amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/strong>[ war der von 1861 bis 1865 w\u00e4hrende milit\u00e4rische Konflikt zwischen den aus den Vereinigten Staaten ausgetretenen, in der Konf\u00f6deration vereinigten S\u00fcdstaaten und den in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten).\n<p>Ursache war eine tiefe wirtschaftliche, soziale und politische Spaltung zwischen Nord- und S\u00fcdstaaten, die vor allem in der Sklavereifrage zu Tage trat und sich seit etwa 1830 immer weiter vertieft hatte. Als Reaktion auf die Wahl des gem\u00e4\u00dfigten Sklavereigegners Abraham Lincoln zum US-Pr\u00e4sidenten traten im Winter 1860\/61 die meisten S\u00fcdstaaten aus der Union aus. Der Krieg begann am 12. April 1861 mit der Beschie\u00dfung Fort Sumters durch die Konf\u00f6derierten. Er endete im Wesentlichen mit der Kapitulation der konf\u00f6derierten Nord-Virginia-Armee in Appomattox Court House am 9. April 1865. Die letzten Truppen der Konf\u00f6derierten kapitulierten am 23. Juni 1865 im Indianerterritorium. Nach dem Sieg des Nordens wurden die S\u00fcdstaaten im Rahmen der Reconstruction wieder in die Union aufgenommen.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Folgen des Krieges waren die St\u00e4rkung der Zentralmacht und die endg\u00fcltige Abschaffung der Sklaverei in den USA sowie die verst\u00e4rkte Ausrichtung des Landes als Industriestaat.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668244108229{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Michael Hochgeschwender,<em> Der amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/em>. Beck, M\u00fcnchen 2010<br>\nJohn Keegan, <em>Der amerikanische B\u00fcrgerkrieg<\/em>, Rowohlt, Berlin 2010, (Originaltitel: The American Civil War: A military history, \u00fcbersetzt von Hainer Kober)<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596528393903-5-9a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596528393903-5-9a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1870<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9808\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245507370{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6>Nordamerika, Ende des 19. Jahrhunderts, (Ausschnitt)<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245671862{padding-top: 10px !important;}\u201c]In der Zeit nach dem B\u00fcrgerkrieg standen die Vereinigten Staaten vor der schwierigen Aufgabe, den S\u00fcden wieder aufzubauen und die Abschaffung der Sklaverei konstitutionell zu verankern. Letzteres geschah mit dem 13., 14. und 15. Zusatzartikel zur Verfassung. Der<strong> Prozess der Reconstruction<\/strong> wird von den meisten Historikern nicht als Erfolg gewertet. In vielen Staaten wurden ab 1876 die so genannten Jim-Crow-Gesetze verabschiedet, die die Rechte der ehemaligen Sklaven drastisch minderten und dadurch die Rassentrennung verst\u00e4rkten. In die Jahre 1862 bis 1890 f\u00e4llt auch die letzte Phase der Indianerkriege.\n<p>Ein weiteres pr\u00e4gendes Motiv der amerikanischen Geschichte gegen Mitte des 19. Jahrhunderts war die<strong> Landnahme gegen Westen<\/strong>, welche die <em>frontier<\/em> \u2013 die Grenze zum offenen, \u201eunzivilisierten\u201c Land \u2013 immer weiter Richtung Kalifornien verschob. Dieses zu jener Zeit offene Land ist in der Folklore als \u201eWilder Westen\u201c in Erinnerung geblieben. Gepr\u00e4gt war diese historische Periode von den Indianerkriegen, die sich bis 1890 (Wounded Knee) hinzogen, dem \u201eGoldrausch\u201c 1848\/49 nach Goldfunden in Kalifornien, der Besiedlung durch wilde Siedler (Squatter) und den oft gewaltt\u00e4tig ausgetragenen \u201eWeidekriegen\u201c um die Inbesitznahme des offenen Landes (bekanntestes Beispiel: der Lincoln County War in New Mexico 1878 unter Beteiligung von John Chisum und Billy the Kid).[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668245820992{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<\/p><h6><strong>Literatur<\/strong>: Richard White, <cite>The Republic for Which It Stands: The United States during Reconstruction and the Gilded Age, 1865-1896<\/cite>. Oxford University Press, New York 2017<\/h6>\n[\/vc_column_text]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd><dt class=\"\">\n        \t<a class=\"ult-tabto-actitle withBorder ult_a\" id=\"1596528394809-6-1a529-d3f9\" style=\"color:#ffffff;;background-color:#435e2d;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;border-bottom-color:transparent;border-bottom-width:0px;border-bottom-style:solid;\" href=\"#1596528394809-6-1a529-d3f9\">\n        \t\t<i class=\"accordion-icon\"><\/i>\n        \t\t\t<span class=\"ult_tab_main ult_ac_mainBoth\">\n\t\t\t\t\t   <span data-ultimate-target=\"#advanced-tabs-wrap-6328 .ult-span-text\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:12px;tablet:12px;tablet_portrait:12px;mobile_landscape:12px;mobile:12px;\",\"line-height\":\"\"}' class=\"ult-span-text ult_acordian-text ult-responsive\" style=\";color:inherit \">1877-1914<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t   <div class=\"aio-icon none \" style=\"color:#74777b;font-size:15px;\" data-iconcolor=\"#74777b\" data-iconhover=\"#ffffff\">\n\t\t\t\t\t   <i class=\"    ult_tab_icon\"><\/i>\n\t\t\t\t\t   <\/div>\n\t\t\t\t\t<\/a><\/dt>\n            \t\t<dd class=\"ult-tabto-accordionItem ult-tabto-accolapsed\">\n\t\t\t            <div class=\"ult-tabto-acontent\" style=\"border-style:solid; border-radius:3px; border-color:#e0e0e0;color:#74777b;\">\n\t\t\t               [vc_single_image image=\u201c9809\u2033 img_size=\u201cfull\u201c][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668246479945{padding-top: 10px !important;}\u201c]\n<h6><span class=\"mw-mmv-title\">Stahlwerk in Pittsburgh, Pennsylvania, um\u00a01905<\/span><\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c][vc_column_text css=\u201c.vc_custom_1668246662507{padding-top: 10px !important;}\u201c]Im Jahr 1877 war das offizielle Ende der milit\u00e4rischen Rekonstruktion; die Zeit nach der Rekonstruktion wird als Gilded Age bezeichnet. <strong>Die Gesellschaft der USA wurde immer mehr von Industrie und Wirtschaft gepr\u00e4gt<\/strong>. Die Weltausstellungen von Philadelphia 1876 und Chicago 1893 demonstrierten diesen Aufschwung nach au\u00dfen hin. Der Westen des Landes zog viele Spekulanten und Gl\u00fccksritter an. Neue Staaten traten nach und nach der Union bei.\n<p>In den 1880er Jahren und im Jahrzehnt von 1905 bis 1915 erreichte die europ\u00e4ische Einwanderung in die USA einen H\u00f6hepunkt, die daraufhin im Immigration Act von 1924 beschr\u00e4nkt wurde. Neben New York \u00fcberschritten um 1890 mit Philadelphia und Chicago zwei weitere St\u00e4dte die Zahl von einer Million Einwohner; die Gesamtbev\u00f6lkerung der USA stieg im Zeitraum von 1870 bis 1920 von 38,5 Millionen auf 106 Millionen.<\/p>\n<p>Durch die Zweite Welle der Industrialisierung 1865\u20131914 stiegen die Vereinigten Staaten zur weltweit <strong>f\u00fchrenden Wirtschaftsmacht<\/strong> auf. Namen wie Bell, Edison, Carnegie, Westinghouse, Vanderbilt, Rockefeller, J. P. Morgan und William Jennings Bryan pr\u00e4gten von nun an die Geschichte.<\/p>\n<p>1869 wurde durch die Verbindung von Central Pacific Railroad und Union Pacific Railroad die erste Transkontinentale Eisenbahn vollendet.<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space height=\u201c5px\u201c]\n\t\t\t            <\/div>\n        \t<\/dd>\n    \t<\/dl>\n    <!--<div class=\"extraborder\" style=\"background-color:#435e2d\"><\/div>-->\n<\/div>\n\n<\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cbuendnisse-vorkriegsjahre\u201c][vc_column][vc_empty_space][vc_column_text]\n<h2>DIE JAHRTAUSENDWENDE<\/h2>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Das B\u00fcndnissystem der Vorkriegsjahre<\/span><\/h3>\n<p>In den bisherigen Ausf\u00fchrungen zu den unterschiedlichen Entwicklungen von Reichen und Republiken wurde immer wieder auf deren bi-, tri- oder mehrlateralen Beziehungen hingewiesen. Sich diesbez\u00fcglich einen kl\u00e4renden \u00dcberblick zu schaffen ist in etwas gleicherweise komplex, wie die Verkn\u00fcfungen inhaltlicher Natur waren. Nachfolgend ein entsprechender Versuch.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6155\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1594835910852{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<\/p><h6>Die 1804 gew\u00e4hrte russische Schirmherrschaft gegen\u00fcber Serbien sicherte diesem die Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend des Ersten Serbischen Aufstands gegen das Osmanische Reich im Zuge dessen sich das F\u00fcrstentum Serbien von den T\u00fcrken emanzipierte. Wie die Russen z\u00e4hlen die Serben zu den Slawen und finden eine weitere Gemeinsamkeit in ihren orthodoxen Kirchen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6157\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1594835962562{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Der Deutsch-\u00d6sterreichische Zweibund war das Resultat des Ausstiegs Russlands aus dem sogenannten \u201eDreikaiserabkommen\u201c von 1873. In diesem, 1897 unterzeichneten Geheimabkommen, verpflichteten sich das Deutsche Reich und die \u00d6sterreichisch-Ungarische Monarchie, sich bei einem russischen Angriff \u201emit der gesamten Kriegsmacht\u201c beizustehen.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_single_image image=\u201c6152\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1594835976700{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>1882 trat das junge K\u00f6nigreich Italien dem Zweibund bei. Es versprach sich durch das geheime Defensivb\u00fcndnis, dem 1883 auch Rum\u00e4nien beitrat, vorallem die Unterst\u00fctzung der Mittelm\u00e4chte bei den italienischen Kolonialbestrebungen in Afrika. Der Dreibund sollte bis 1912 alle f\u00fcnf Jahre neu besiegelt werden.<\/h6>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6151\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1596294164223{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Im Deutsch-Russischen R\u00fcckversicherungsabkommen von 1887 versicherten sich der Deutsche Kaiser und der Russische Zar die gegenseitige \u201ewohlwollende Neutralit\u00e4t\u201c im Falle eines unprovozierten Angriffs einer dritten Macht. Ein geheimes Zusatzprotokoll sah dabei die Unterst\u00fctzung Deutschlands Russlands bei Umsetzung deren Balkan- und Bosporuspolitik vor.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6153\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1594835923846{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>Die Entente cordiale ist ein am 8. April 1904 zwischen dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Frankreich geschlossenes Abkommen, in welchem eine L\u00f6sung der Interessenskonflikte beider L\u00e4nder in den Kolonien Afrikas angestrebt wurde. Nachdem der Status quo im Mittelmeerraum durch das sogenannte \u201eMittelmeerabkommen\u201c 1887 besiegelt wurde, bedurfte es nun der Regelung im Zuge der weiteren Kolonialabsichten der grossen Bl\u00f6cke.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/3\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6159\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css=\u201c.vc_custom_1594835938528{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][vc_column_text]\n<h6>1907 schloss sich Russland der Entente an, wodurch die sogenannte Triple Entente entstand. Basis war eine bestehende russisch-franz\u00f6sische Allianz von 1894. Die aufstrebenden Mittelm\u00e4chte sahen sich nun von einer m\u00e4chtigen Allianz umringt, was den milit\u00e4rischen Druck entrechend erh\u00f6hte.<\/h6>\n[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c el_id=\u201cmegatrends\u201c][vc_column][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Megatrends um die Jahrtausendwende<\/span><\/h3>\n<p>Neben den oben nochmals zusammengefassten, politischen Schnittstellen der damaligen M\u00e4chte sind die nachfolgenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und milit\u00e4rischen Tendenzen zum besseren Verst\u00e4ndnis der Kriegsursache und insbesondere auch zur Kriegsbereitschaft breiter Bev\u00f6lkerungsgruppen zu ber\u00fccksichtigen. Viele dieser Trends wohl mit Ausnahme des Navalismus griffen auf alle beteiligten Staaten \u00fcber.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4>Industrialisierung<\/h4>\n<p>Die technologische Entwicklung zu Ende des 19. Jahrhunderts ver\u00e4nderte das Leben der Gesellschaft und der Produktionsweise. Stahl, Grundbaustoff f\u00fcr Schiffe und Waffen konnte in grossen Mengen bereitgestellt und verarbeitet werden, Munition lief schon bald vom Laufband. Schiffswerfte und R\u00fcstungsbetriebe produzierten an sieben Tagen, Frauen waren insbesondere dort begehrte Kr\u00e4fte welche oft zu unw\u00fcrdigen Bedingungen ihre Arbeit verrichteten.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6218\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1594827456264{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6221\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1594827644510{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4><span style=\"color: #000000;\">Nationalismus<\/span><\/h4>\n<p>Mit europaweiten Aufst\u00e4nden w\u00e4hrend der Jahre 1848\/49 ver\u00e4nderte sich die Wahrnehmung sowie das Selbstverst\u00e4ndnis des B\u00fcrgertums. Nur noch ganz Weinige bezeichneten sich fortan prim\u00e4r als Untertanen eines F\u00fcrsten- oder K\u00f6nigshauses. Vielmehr stand die Bestrebung nach Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Volksgruppe, zu einem neuen Nationalgef\u00fchl im Zentrum. Mitbestimmung bei der Bildung von Nationalstaaten lautete die Forderung und verlieh einen bisher unbekannten Nationalstolz.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4>Kolonialismus<\/h4>\n<p>Grosse Teile der \u201eneuen Welt\u201c waren seitens der tradtionellen Seefahrtsnationen bereits als Kolonialgebiet annektiert worden. Es ging noch um die letzten \u201eweissen Flecken\u201c in Afrika, wo neben Belgien, Frankreich und England auch das Deutsche Kaiserreich \u201enach einem Platz an der Sonne\u201c strebte. Das Reich wollte bei der Gewinnung oder je nach Betrachtungsweise auch Ausbeutung von Bodensch\u00e4tzen und Arbeitskr\u00e4ften nicht hinten anstehen.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6219\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1594828116322{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6222\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1594828145958{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4>Navalismus<\/h4>\n<p>Wer G\u00fcter aus \u00dcbersee importieren, oder seine Liegenschaften dort versorgen will, bedarf einer Handelsflotte mit einer grossen St\u00fcckzahl an Schiffen. Diese wiederum ben\u00f6tigen im Krisenfall eines Schutzes, welcher nur durch eine glaubw\u00fcrdige, moderne Marine gew\u00e4hrleistet werden kann. England beobachtete mit Argwohn, wie das Deutsche Kaiserreich beide Flotten in raschem Tempo ausbaute. Die Devise \u201eRule Britannia\u201c lies dies nur bedingt zu.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4>Militarismus<\/h4>\n<p>Aus der Vorkriegszeit besteht eine Vielzahl an Photographien, auf welchen V\u00e4ter (auch) ihre Kleinkinder in Matrosenuniform ablichten liessen. Dies ist sichtbarer Ausdruck einer damaligen Bestrebung durch \u201eZucht und Ordnung\u201c\u00a0 eine hierachrisch auf Befehl und Gehorsam getrimmte Jugend zu erziehen. Die vielen Kadettenschulen belegen diese urdeutsche Tugend und die heutigen Uniformen der \u201eWiener S\u00e4ngerknaben\u201c sind ein letztes Relikt dieser Zeit.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6220\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1594828195258{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_single_image image=\u201c6223\u2033 img_size=\u201c800\u00d7600\u2033 alignment=\u201ccenter\u201c style=\u201cvc_box_rounded\u201c onclick=\u201clink_image\u201c css_animation=\u201cnone\u201c css=\u201c.vc_custom_1596473992167{margin-bottom: 10px !important;}\u201c el_class=\u201cborder\u201c][\/vc_column][vc_column width=\u201c1\/2\u2033][vc_empty_space][vc_column_text]\n<\/p><h4>Ideologische, politische Bewegungen<\/h4>\n<p>Monarchische Staatsformen waren nur noch bei \u201ejenen en vogue\u201c, welche in der Gunst der Machthaber standen, mit Positionen, Titeln und Orden beg\u00fcnstigt wurden. Politische Tendenzen nach links (Sozialisten, Kommunisten) und rechts (die liberale, freisinnige Bewegung) aber auch die Konservativen (Zentrumspartei und Katholische Vereinigungen) hatten unterschiedlichste Vorstellungen, wie die Staaten sich k\u00fcnftigt entwickeln sollten.[\/vc_column_text][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c css=\u201c.vc_custom_1599734866096{padding-top: 30px !important;}\u201c][vc_column]<\/p><div id=\"ultimate-heading-82506a71dae9ae353\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-82506a71dae9ae353 uvc-786  uvc-heading-default-font-sizes\" data-hspacer=\"line_with_icon\" data-hline_width=\"auto\" data-hicon_type=\"custom\" data-hborder_style=\"solid\" data-hborder_height=\"1\" data-hborder_color=\"#ccc\" data-icon_width=\"48\" data-hfixer=\"10\" data-halign=\"center\" style=\"text-align:center\"><div class=\"uvc-heading-spacer line_with_icon\" style=\"top\"><div class=\"ult-just-icon-wrapper  \"><div class=\"align-icon\" style=\"text-align:center;\">\n<div class=\"aio-icon-img \" style=\"font-size:48px;display:inline-block;\">\n\t<img decoding=\"async\" class=\"img-icon\" alt=\"null\" src=\"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/apple-touch-icon-72x72-e1659764144230.png\">\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=\u201cvc_default\u201c full_width=\u201cstretch_row\u201c bg_type=\u201cbg_color\u201c css=\u201c.vc_custom_1572184266075{margin-top: 40px !important;padding-top: 60px !important;padding-bottom: 70px !important;}\u201c bg_color_value=\u201c#f5f5f5\u2033][vc_column]<div id=\"ultimate-heading-68686a71dae9ae382\" class=\"uvc-heading ult-adjust-bottom-margin ultimate-heading-68686a71dae9ae382 uvc-8151 color-title accent-title-color\" data-hspacer=\"no_spacer\" data-halign=\"center\" style=\"text-align:center\"><div class=\"uvc-heading-spacer no_spacer\" style=\"top\"><\/div><div class=\"uvc-main-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-68686a71dae9ae382 h2\" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:40px;tablet_portrait:20px;\",\"line-height\":\"desktop:46px;tablet_portrait:26px;\"}'><h2 style=\"font-family:'Open Sans Condensed';font-weight:700;margin-bottom:10px;\">Lust darauf, weiter zu lesen?<\/h2><\/div><div class=\"uvc-sub-heading ult-responsive\" data-ultimate-target=\".uvc-heading.ultimate-heading-68686a71dae9ae382 .uvc-sub-heading \" data-responsive-json-new='{\"font-size\":\"desktop:30px;tablet_portrait:40px;\",\"line-height\":\"desktop:40px;tablet_portrait:40px;\"}' style=\"font-family:'Open Sans Condensed';font-weight:700;\">Der Link zur n\u00e4chsten Seite: der \u201eVorabend des Ersten Weltkriegs\u201c<\/div><\/div><style type=\"text\/css\" data-type=\"the7_shortcodes-inline-css\">#default-btn-637902e0afddb1969391af243c901afa.ico-right-side > i {\n  margin-right: 0px;\n  margin-left: 8px;\n}\n#default-btn-637902e0afddb1969391af243c901afa > i {\n  margin-right: 8px;\n}<\/style><div class=\"btn-align-center\"><a href=\"https:\/\/stelvio-umbrail.ch\/vsuhp\/1914-1918-der-hintergrund\/1914-1918-der-vorabend\/\" class=\"default-btn-shortcode dt-btn dt-btn-l link-hover-off  vc_custom_1597055021494\" id=\"default-btn-637902e0afddb1969391af243c901afa\" style=\"width:400px;\" title=\"Referate\"><span>Hier gehts nach Sarajevo \u2026<\/span><\/a><\/div>[\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<pre>[seopress_html_sitemap]<\/pre>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_empty_space][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;vc_default&#8220;][vc_column][vc_column_text] Ereignisse und Entwicklungen im 19. Jahrhundert Bevor wir in die Tiefen der eigentlichen Kriegsereignisse eintauchen, macht es Sinn, sich zun\u00e4chst mit den politischen und wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu befassen. 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